Logo Sandras Homepage
Start Bilder Extras Links Kontakt Impressum
Start
Neues
über mich
Sulcus Ulnaris Syndrom
Sammy, das Krankenhausfluchttier
Seite 1 |2 |3 |4 |5 |6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17| 18| 19| 20| 21| 22| 23| 24| 25| 26| 27| 28| 29| 30| 31| 32| 33| 34| 35
 

Freitag
So ein Verbindungsteil-Ding, ich glaub andere nennen das einen Traumfänger, mich erinnert es mehr an ein Spinnennetz, hab ich in der Holzgruppe gesehen und jetzt wollt ich auch mal eins machen.

Also 3 Ästlein gesammelt und bunt-selbst-ringelnde Sockenwolle aus meinem Fundus genommen und mit der Wickelei angefangen. Je nach Wickelstil entwickelt sich das Teil etwas anders. Meins hat Ähnlichkeit mit einem Parallelogramm..

ch hab dieses Mobile-Element an die Balkontüre gehängt und dort mal fotografiert. Mir gefällt es. Auch mit unterschiedlichen Materialien und deren Verknüpfungen zu spielen (connections halt in einer neuen Dimension) und etwas handfestes und nicht nur was virtuelles entstehen zu lassen. Und es macht nicht nur Spass das Ding entstehen zu sehen sondern es auch anzufassen und zu betrachten. Ein Sinnesdingsbums halt ;-)

Verbindungsteil

Neulich hab ich einen Mann mit Tattoos gefragt, warum er sowas gemacht hat. Da war ein entscheidender Einschnitt in seinem Leben und da hat er es gebraucht. Er hat sich Maori Elemente, die alle was mit seinem Leben zu tun haben - also seine Form von Hallo Welt - auf den Arm tätowieren lassen.

Ich war auch neugierig wieviel sowas kostet und wie lang es dauert und ob es sehr weh getan hat.

Also es hat über 900 Euro gekostet und 7 Stunden gedauert und er ist vor Schmerzen dabei auch ohnmächtig geworden. Aber bereut hat er es nicht.

Den Freukannten, der meinte, dass Menschen in den Startlöchern stehen und mit den Hufen scharren, hab ich mal gefragt, woran er das denn erkennt und worauf diese Menschen warten.

Mir fehlt nämlich irgendwie mal wieder irgendwas fetziges neues. Ein neuer Trend, irgendwas, was noch nicht in dieser Form da war. Das gab es doch immer mal wieder von Zeit zu Zeit. Und derzeit lechze ich danach.

Derzeit konsumiere ich am Fernsehen Konserven. 3 Folgen Big Bang Theory hab ich mir heute mal reingezogen und dabei meine Runden auf dem 70iger Jahre Gedenktrimmdichrad gedreht. Diese Beziehungskisten sind ganz schön anstrengend.

Unser Bus hat auf der Autobahn einen Zwischenstopp eingelegt. Und so standen Fahrer und 4 Mitinsassen auf der Autobahn und rauchten. Kaum, dass wir im Stau standen. Anscheinend hilft es im wortwörtlichen Sinn, Dampf abzulassen.

Meine Stimmen erzählen mir, dass das Dopaminlevel jetzt langsam passt, aber ich noch viel zu wenig Adrenalin bilden kann. Deswegen kann ich auch keine Krimis lesen. Die find ich zur Zeit nur langweilig. Dabei hab ich soviele davon. Werd mal abwarten, ob sich das noch gibt.
Doch nur Sachbücher zu lesen ist auch nicht grad tagesfüllend. Und im Buttinette-Katalog herumzublättern. Da bekommt man zwar auch neue Ideen , aber ich brauch dafür auch Lust. Und Lust, den inneren Antrieb, den Schweinehund zu überwinden, kannst Du nur aufbringen, wenn Du genug Dopamin und Endorphin und Adrenalin intus hast.

Dazu fehlt mir einfach Input. Derzeit knüpf ich wieder an alte Kontakte an. Vielleicht ergibt sich da was.

Flix dritter Teil vom Glückskind wartet darauf von mir verschlungen zu werden. Selbst das muntert mich aber nur bedingt auf. Mal sehen, wie es sich weiterentwickelt.

Schönes Wochenende!

Samstag 15.01.22
Während meiner tiefsten Psychose hat mich auch das immer wieder mal was zeichnen am Laufen gehalten. Also in Übung. Das braucht Kreativität.

Dabei hab ich es auch mal mit dem Mangastil versucht. Das hier ist dabei herausgekommen. Sieht sogar jemandem ähnlich, den ich mal kannte. Wer mag kann ja gern drüber spekulieren ;-)

Das war aber eher Zufall. Da war halt ein Mädchengesicht im Mangastil in dem Mangazeichenbuch und dann hab ich halt einen Jungen im selben Stil dazu gezeichnet. Mit derselben Nase. Ich geh also gern der Nase nach ;-) Dem eigenen Riecher.

Manga-Junge

Heut hab ich mich wie Ihr seht auch endlich aufraffen können, mal einen Seitenumbruch zu machen. Dazu brauchst Du Lust und Energie also die richtige Kombi aus Endorphin , Dopamin und Adrenalin. Ob Noradrenalin auch eine Rolle spielt, weiss ich nicht.

Folgende bunten Kommentare kamen zum gestrigen Verbindungsteil.
"Schöne, bunte Verbindung"
"Neulich wieder so ein passendes Zitat gefunden:
'Es ist um ein Vielfaches einfacher den Weg nach Hause zu finden,
als mit seinem Chef, seiner Schwiegermutter oder seinem Partner klar zu kommen.'"

Hm... Da hab ich andere Erfahrungen. Weil der Weg nach Hause ja über andere Menschen läuft. Also zuhause ohne Menschen existiert meiner Erfahrung nach nicht. Und wenn Du nach Hause kommst, dann ergibt sich auch ein neues mitmenschliches Umfeld. Zwangsläufig. So war das zumindest bei mir.

"Schön vielfältig und wunderbar unperfekt mit den unterschiedlichen Ästen"
Kunst am und im Bau sozusagen ;-)

Was neue Trends betrifft, hat sich mein Bekannter gemeldet und geantwortet. Also New Work und Feel Good sei immer noch der neue Trend. Work life blending. Alles, was die Arbeit schöner macht. Er meint, dass wir dann bald alle Freelancer sind.

Und das Thema Mensch-Maschine und deren diversen Schnittstellen. u. a. Xenobots.

Ausserdem beschäftigt er sich auch mit dem Thema Algorithmen-Ethik. Ab einer bestimmten Anzahl an Menschen, die miteinander arbeiten, wird Software nämlich komplex aufgrund der Anzahl der wechselseitig bestehenden Beziehungen und Wechsel- und Nebenwirkungen. Hatten wir ja alles schon. Also musst Du drauf vertrauen, dass das schon passt. Also vertraust Du Deinen Mitmenschen. Denn bei komplexen Systemen ist das gar nicht mehr anders handelbar. Mit Kontrolle kommst Du da nicht weit. Weil das viel zu bürokratisch und damit zur Bremse wird.

Au cool! Wikipedia hat wieder genug Spenden beisammen um weiter mit uns kooperieren zu können :) Toll! Habt Ihr auch was gespendet?

Passend dazu kamen gestern auf Phönix Dokus zum Silicon Valley. Jungspunde und Rebellen und die tragische Rolle von Xerox und deren Wiederentdeckung.

Das knüpft auch direkt an, an the rise of the creative class von Richard Florida. Weil ja auch Engineering und inzwischen jede Art der Arbeit Eigengestaltung erfordern. Nur so kannst Du Deine Arbeit selbst- und eigenständig leisten. Und das ist wieder Knowhow und der Fluss des Wissens.

Der kommt leider in zu rigiden Umgebungen zum Erliegen. Das findet auch immer wieder synchron und asynchron statt. Aber ich denke auch dieses Wissen lässt sich kreativ nutzen. Kreativität fliesst dahin, wo sie gebraucht wird und wo sie eingesetzt werden kann. Das lässt sich gar nicht verhindern. Und ich denke, dass sie selten dahin fliesst, wo es jemand gern haben möchte. Das ergibt sich. Weil menschliches Denken und Handeln per se nicht vorhersagbar ist.

Das hab ich ja im Experiment gelernt. Allerdings merke ich, dass sich ein kreatives Umfeld irgendwann und irgendwie ergibt. In Highlights. Menschen, die auf Deiner Wellenlänge surfen.

Es gibt Umgebungen, Mischviertel mit Geschäften gross und klein und Wohngegenden und Kulturschaffenden, die vielschichtig und mehrdimensional Menschen anzieht oder angezogen hat. Da triffst Du immer jemanden. Und immer jemand anderen. Und dadurch kommst Du mit vielen Ideen, Anregungen und Gedanken und Perspektiven zusammen, die wiederum in Dir ricocheten. Also widerhallen. So als Echo und Echolot.

Ich finde diese Orte im Internet z.B. im Comicforum und auf toonsup.com.
toonsup.com ist viel lebhafter. Denn dort gibt es das so wichtige Feedback. Input. Konstruktive Kritik in kreativer Form :)

Scheinbar braucht es für neue Abenteuer auch immer einen der eine Idee hat und einen Sponsor und einen Coach. Gerne alles auch n mehreren Dimensionen. Selfcoaching geht auch ;-) Autodidaktisches Forbilden halt.

z.B. hat mir ein Coach erzählt, dass ein Vor-Ort-Kurs bei ihm 800 Euro kostet. Aber sein online-Seminar für 14 Euro zu haben ist. Da kann man halt keine Fragen direkt stellen. Aber vielleicht ja doch eine noch im Anschluss. Oder es ergeben sich neue Möglichkeiten und Offerten, wenn man den Kontakt und damit die Verbindung aufbaut.

Beim autodidaktischem lernen suchst Du Dir selbst Deine Lehrmeister aus. Weil Du ja aktiv aus den Online-Seminaren oder Büchern oder podcasts, Fernsehsendungen, Radiosendungen , Blogs ... lernen kannst. Du suchst Dir also Deine Coaches selber aus.

Auf der Arbeit hab ich das auch probiert. Bin auf Leute zugegangen. Hab sie angemailt und gefragt, ob sie mich coachen würden und mir die Welt erklären würden. Weil ich enorme Schwierigkeiten beim Aufbau von sozialen Kontakten und Verknüpfungen habe. Also wie man das halt im Normalbetrieb macht. Denn meiner Meinung nach, wie es auch am aktuellen Plakattrend ablesbar ist, ist genau dieser Schritt jetzt notwendig um Kreativität zu bündeln und miteinander auf einer Welle einem Ziel entgegensurfen zu können.

Findest Du keine Peers mit denselben Zielen, dann surfst Du alleine, Deinem Ziel entgegen unter zu Hilfenahme jedes kreativen Inputs, den Du finden kannst und Deiner Erfahrungen. Das geht auch. Die Dosis ist halt etwas kleiner und Du lebst von Input-Highlights. aber ich bin davon überzeugt, dass Du Dich auch damit langfristig wieder hochschaukeln und auf einem guten Level halten kannst. Topsportler machen das ja auch nicht anders, die allein trainieren müssen, weil in ihrer Heimatstadt die entsprechenden Trainingsmöglichkeiten fehlen. Dann bauen sie sich halt ihren Schiess-stand selber und üben auf einer Turnmatte. Auch das ist Kreativität.

Es kam keine Antwort. Keiner hatte wohl Zeit, nehme ich an. Oder es hat mich niemand ernst genommen. Das finde ich sehr schade. Obwohl es sogar ein Mentorenprogramm gab. Leider viel zu bürokratisch für mich. Zu aufwendig. Und zeitintensiv. Ich bevorzuge zeitsparenden effektive direkte Wege. Weit bin ich nicht bekommen. Ohne Echo kannst Du keine Verbindung aufbauen. Denn ich bin ein sehr ungeduldiger Mensch ;-)

Also experimentiere ich halt jetzt weiter.

Einen Trend kann ich aber schon sehen. Die Nachfrage nach sozialen Menschen steigt. Denn an den Plakatwänden werben Krankenhäuser, THW und auch die Krankenkasse. Auch Alltagsbegleiter werden gesucht. Soziale Menschen braucht es um Verbindungen zu schaffen. Denn das gelingt ihnen mühelos und es ist ihnen selten bewusst.

So wie meine Globetrotterin. Sie ist noch nicht mal ein Jahr in Portugal und hat schon Besuch bei sich im Wohnmobil. Sowas krieg ich leider in 1000 Jahren nicht hin. Da kann ich an mir arbeiten so lang wie ich mag. Vielleicht ergibt es sich ja doch irgendwie mal irgendwann. Mal schaun.

Es laufen derzeit noch zwei Sozialexperimente.

Ein Freukannter mit Schwerbehinderung hat beim Arbeiten immer mehr Schmerzen. Nun hab ich ihm geraten doch auch mal das BEM in Anspruch zu nehmen um mal ergonomische Ausrüstung zu bekommen. Ich bin der Meinung, dass, wenn der Arbeitsplatz nicht mehr zu Dir passt, Du ihn wieder zu Dir passend machen musst. Auch das ist Kreativität.

Ein Stück weit bin ich auch damit gekommen. Denn eine ergonomische Maus und Tastatur hat mir das Arbeitsleben schon leichter gemacht. Leider waren beim BEM nur junge fitte Frauen ohne Schwerbehinderung. Die mir geraten haben, ich soll doch mehr Sport machen. Das verschlimmert die Schmerzen. Ich find das halt schade, dass auch dort keiner offen für meine Erfahrungen war.

Ob es inzwischen einen Pflegelotsen gibt? Den könnte man da auch ins Boot holen. So wie im Krankenhaus den Sozialdienst. Wie kann man diese ganzen Gesundheitsnetzwerke besser miteinander verknüpfen?

Ich denk in erster Linie, dass mer drüber reden tut. Dann erfahren auch andere von Möglichkeiten die es geben tut. Ich konnte mir auch eine Diktier-Software vorstellen, die einem das schmerzhafte Tippen abnimmt. Das ist ein individueller Gestaltungsprozess. Leider kamen alle Verbesserungsvorschläge nur von mir. Und keiner vom BEM. Da war ich sehr enttäuscht. Auch dass es keine Art Wegeweiser zu anderen sozialen Diensten ist. Und das sollte es meiner Meinung nach sein. Denn nur so kann eine individuelle Lösung geschaffen werden. Indem man einander respektiert und ernst nimmt. Peer-to-Peer-Health-Networking halt. Sowas tät ich mir wünschen. Und deshalb schreib ich mal drüber.

Denn ich hab alle Register gezogen, die mir bekannt waren und eingefallen sind und bin trotzdem aus der Kurve geflogen. Also war das BEM in der Hinsicht nicht erfolgreich. Denn das muss man langfristig betrachten. Wie alle sozialen Veränderungen. Die dauern ihre Zeit, weil Du mit Menschen arbeitest. Und das Ergebnis ist offen. Und das ist eine unvorstellbare Chance!

Ihr seht also das Thema Vernetzung, Verbindung, Connection lässt mich im mehrdimensionalen Raum nicht los. Ich nehm einfach an, dann ist es Zeit dafür, wenn sich das genauso ergibt.

Ausserdem bin ich von einem sehr sozialen Profi mal gefragt worden wie Autisten ihren Autismus bezeichnen. Ihm ist das Wort Erkrankung rausgerutscht und das hat er dann irgendwie bereut und es hat ihn weiterhin beschäftigt. Denn ich hab halt gesagt, es ist ein Feature.

Das ist es aber nicht immer. Denn soziale Kontakte fallen mir halt schwer. Also muss ich das, was andere von anderen lernen oder zusammen machen, halt irgendwie alleine hinbekommen. Auf kreative Art und Weise. Und das ist halt oft nicht der direkte Weg. Sondern ein sehr langwieriger.

Um seine Frage zu beantworten, hab ich die einfach in einem Autistenforum gepostet und ich werd dann die Antworten gesammelt an ihn zurückmailen. Ich hab also eine Art survey Umfrage gestartet. Ganz unbürokratisch auf direktem Weg. Weil ich halt die Connection zu dieser Plattform im Internet hab.

Unisono war die Antwort, dass es halt einfach eine andere Art ist zu sein mit ihren eigenen Stärken und Herausforderungen.

Apropos... weder der Vereinsmensch noch die Plattform zu Extrem-Sinneserfahrungen hat sich gemeldet. Mal sehen, ob da noch eine Verbindung zustande kommt. Alles ein Sozial-Experiment.

So bin ich also auch irgendwie ein Vermittler. Ein Wandler zwischen den Welten. Irgendwie schön :)

Scheint irgendwie so, dass nicht nur Menschen auf der Suche nach ihrer Identität sind, sondern die gesamte Gesellschaft. Das ist ja dann irgendwie auch die logische und logistische Folge ;-)

Sonntag
Also das "Netzteil" werd ich noch in schwarz weiss machen. Und ein paar Federn reinstecken. Die kann ich da ja dann noch einflechten oder einweben damit sie halten.

Ich hab nämlich noch zwei Storchenfedern, eine schwarz und eine weiss und zwei Elsternfedern. Das sieht dann bestimmt cool aus ;-)

Das Netzteil ist wohl auch ein Traumfänger. Die haben Mamas für ihre Kinder gemacht um dunkle Träume abzuhalten. Hier gibt es dazu ein paar Infos.

Vernetzung ist ja irgendwie mein Thema auf und in allen Dimensionen. Interdisziplinär.

Dazu gehört wohl auch eine soziale Weiterentwicklung. Hilfe zur Selbsthilfe nutzen zu können. Vertrauen löst die ständige Kontrolle ab. Irgendwie fühlt sich das gut an.

Schau, was es schönes in dieser Welt gibt. Comics z.B. die zu mir heimkommen und mir den Tag versüssen. Oder die Wintersportübertragungen. Hab heut zum ersten mal Ski-Cross gesehen. Bei jedem Wettbewerb sehen die Ski anders aus. Mal haben sie breite Spitzen , mal schmale. Und dann sind sogar Löcher drin. Und die Stecken, sodenn vorhanden, sehen auch anders aus. Alles Technik. Und Technik brauchst Du auch um die Dinger richtig benutzen zu können.

Und dann kommt die Ausrüstung im Spillover auch in die Dimension im Breitensport. Spannend!

Heut hab ich auch zwei Paralymische Wettbewerbe gesehen. Statt Rollstuhl so ein Kufenmodell. Und statt zwei Skiern ein Monoski. Ob so das Snowboard entstanden ist? Oder wie ist der Erfinder auf diese Idee gekommen? War das Not oder war das Spielerei? Oder ein bisschen was von beidem.

Paralympic heisst Neben dem... neurodivers halt.

Schon der Hammer was heutzutage mit der richtigen individuell abgestimmten und eingestimmten Technik alles möglich ist. Und das können Dir wiederum nur andere Menschen ermöglichen. Alles muss also ineinander greifen. So wie Puzzlestücke. Die passen ja auch nur an eine bestimmte Stelle sonst geht die Sache ned auf ;-)

Und damit Du dahin kommst , wo Du hinwillst , bist Du auch selbst gefordert, Dir neue Techniken anzueignen.

Der Coach meint, dass viele Menschen sich lieber von einem Algorithmus coachen lassen als von einem Menschen. Eine andere Sichtweise darauf ist, dass Du halt mit einem Algorithmus, einem Buch und Co in Deinem eigenen Tempo lernen kannst. Autodidaktisch. Du probierst halt selber und allein rum.

Aber ab und an kommst Du halt allein ned weiter und dann brauchst Du einen Schubs ein Nudging von einem lieben Menschen. Manchmal muss der aber auch ein wenig weniger lieb sein, um Dich herauszufordern und um Dich in Schuss zu bringen. Damit Du lernst allein loszulaufen. Der Schuss kann dann oft auch nach hinten losgehen. In mehreren Dimensionen.

Und wenn es reibt zwischen Mitmenschen, dann kommt oft was sehr viel produktiveres obschon der Herausforderung, der Challenge heraus. Denn Du willst es dem anderen dann auch irgendwie beweisen.

So funktioniert das jedenfalls bei mir. Wenn jemand zu mir sagt, das kannst Du nicht. Dann spornt mich sowas an. Reibung zu überwinden setzt nämlich viel mehr Glückshormone in Gang :) Und auch danach kannst Du süchtig werden.

Irgendwie kommt es wohl drauf an Kontrolle, Vertrauen und Hilfe zur Selbsthilfe und Eigenenergie ausbalanziert zu managen. Ich arbeite daran.

Der Coach meint auch, dass es weniger um Agilität geht sondern darum den stetigen Wandel auch als organische Entwicklung anzunehmen. Also beides, Sicherheit durch Beständigkeit als Teil Deiner Selbst als auch die Veränderung zyklisch und antizyklisch zu begrüssen. Das seht Ihr ja jetzt auch mit Corona. Es ergeben sich ja auch neue Chancen und Geschäftsmodelle wie z.B. die Immunkarte.

Oder dass Techniken bei der Erzeugung von Impfstoffen schneller als gedacht angewendet werden. Und so werden schneller neue praktische Erfahrungen damit gesammelt, die wieder in anderen Teilbereichen und Dimensionen von Nutzen sind und auch wiederum diese befeuern und begeistern und uns so dabei helfen, das Leben zu meistern.

Ich hab ihn jetzt einfach mal gefragt, ob er so einem Unternehmen, dass den Wandel von hierarchisch zu agil geschafft hat schon mal begegnet ist. Wobei nach jetztiger Überlegung braucht es wohl eine Mischung in Balance aus beidem. Und das hat man ja eh. Du kannst es ja selber beobachten.

"Unternehmen, die organisch vorgehen, habe ich noch nicht kennen gelernt. Meist sind es einzelne Abteilungen oder Teams, die so vorgehen, oft gegen Firmenregeln verstoßen und agil sind, ohne es so zu nennen. Man merkt allerdings, dass die Stimmung hier gut ist. Es passt aber leider meist nicht zum Restkonzept der Firma."

Ich stell mal die Frage in den Raum, ob das auch mit der Anzahl der Menschen in einem Team zu tun hat. Aber natürlich auch damit wie sie aufeinander eingestimmt sind und wie sie sich und ihre Fähigkeiten ergänzen. So wie bei uns und bei Euch daheim halt auch. Da lebt Ihr das ja schon. Und mehr kannst Du auch nicht machen. Ich denke alles andere findet sich. Das ist dann wieder Systemdenken. Ein System denkt ja nicht. die Individuen in einem System schon. Und die handeln dann entsprechend ihrer Überzeugungen und dann kommt halt dann das dabei heraus, was Du heute beobachten kannst :)

Doch das verändert sich ja, weil der natürliche Wandel allgegenwärtig ist. In mehreren Dimensionen.

Der Coach meint, dass Du nicht alles auf einmal ändern kannst. Aber manchmal kommt wirklich alles auf einmal zusammen. Das hatte ich schon. Und dann geht es auch irgendwie weiter. Wie sagt Dorie aus Findet Nemo... einfach schwimmen... einfach schwimmen...

Hier noch ein Comic. So seh ich das mit dem organischen Teamwork halt... ;-)

Die Glaa aus ERH - Sportlich

Wow! Trumix scheint demnächst was auf Amazon zu haben. Also ich hoff, ich kann mir da mal Comics als Büchlein von ihm bestellen. Das wär schon cool, die Coronazeit und wie sie seinen und unseren Humor geprägt hat, nochmal Revue passieren zu lassen. Eine Paralleldimension zu Fröhlich und ihrer Freundin. Mal aus der männlichen Perspektive. Hab ihn mal gebeten mir den Link zu schicken, wenn es soweit ist. Wow!

Meine Freundin hat sich auch gemeldet. Hab ihr auch das Bild vom Netzteil geschickt. Und sie sagt heut ist sie recht lätscherd drauf. Müd halt und hat zu nix Lust und keine Energie. Hier bei mir entsteht grad die Energie aus dem Zusammenspiel mit anderen. Aus den Kommentaren und Infos, die ich von Menschen bekomme, die ich gern hab und mag. Und das ganze per Remote und in Schriftlich. Denn mit dem Coach das war ein Feedbackspiel per E-mail. Frage und Antwortspiel. Normale Quizze sind mir zu langweilig.

Ich brauch da schon mehr realbezug dazu. Eine Verbindung, einen Anknüpfungspunkt. Und wieder sind wir beim Netzwerken :) Wow! Also eine Verknüpfung zu dem, was mich grad umtreiben tut. Und Umtrieb ist ja auch wieder Energie. Und so schreib ich mich in Fahrt. In Schussfahrt ;-) Und so halt ich mein Hirn in Schuss. oder bringe es wieder dahin.... weil es hat ja schon einige Treffer abbekommen.

Hab mich gestern sogar mal aufgerafft und das Marsupilami auf gelbem Tonkarton abgepaust. Aber das liegt jetzt wohl wieder als UFO herum. UFO bedeutet auf Ravelranisch (Strickplattform Ravelry) unfinished object. Habt Ihr auch solche UFOs daheim rumliegen? Dinge, die Euch mal begeistert haben, aber wo Euch dann die Lust vergangen ist und wo Ihr Euch nicht mehr aufraffen könnt weiterzumachen?

Ich hab da auch noch ein blaues Strickmützchen. Die Beanie nach der Anleitung, die ich hier gepostet hab. Es sind nur noch ein paar Runden. Aber ich kann mich einfach nicht aufraffen. Ich hab ja eh viel zu viele Mützen. Wenn ich die jemandem geben könnte und der tät sich drüber freuen, dass er in ein paar Runden damit fertig ist und sie in Ehren halten, das wär ja schön. Aber wo findet man so jemanden? Der die Dinge schätzt und in Ehren hält an denen einem liegt? Ist ja auch so ne Art Vermächtnisübergabe. So wie ne Staffelstabübergabe. Oder wenn die gesamte Belegschaft einer Abteilung wechselt... oder wenn Du Dein Gewerbe an Deinen Nachfolger übergibst. Wie geht mer sowas an? Das tät mich mal interessieren.

Also ich hab ja als Kleingewerbler auch das WIM - Magazin bekommen. Von der IHK ist das. Da wird man dann automatisch Mitglied, als Gewerbetreibender. Und da stehen auch Geschäftsübergabegesuche, also Nachfolgergesuche drin. Wie ist das in anderen Gewerken und Gewerben?

Eine Ex-Kollegin ist jetzt Tierphysiotherapeutin. Gelten da dieselben Regelungen wie für Menschen im Gesundheitsbereich? Ist das dann ein Gewerbe oder wieder was anderes? Gilt das dann für alle Arten von Praxen? Mobil und stationär? Sowas tät mich mal interessieren.

Mein Coach.
"Irgendwie ist der Mensch mit all seinem Gehirnchaos doch fähig, überraschende Impulse zu setzen, auf die ein Algo nie käme." Er bezieht sich darauf, dass in seinen Coachings auch viel spontan abläuft und das sind dann die überraschenden und überraschendsten Impulse. Weil wir miteinander interagieren und das ist immer ein Sozialexperiment. Und das macht Spass, das Feedbackspiel zu spielen. Egal in welchen Dimensionen.

Ich glaub aber, dass auch KIs, Algorithmen das können und schon tun. Weil das die logistische Folge ist. Ich find das schon cool, dass Amazon mir Buch-Vorschläge, Offerten macht, die zu meinen aktuellen Forschungsgebieten passen und die mich dann da auch weiterbringen. Denn das sind ja wieder Erfahrungen von Menschen, die durch die Buch- und DVD-Empfehlungen durch den Algorithmus von Amazon mit Dir verbunden werden. Das ist eine mulitdimensionale und interdisziplinäre Verknüpfung und Interaktion. Mensch-Maschine-Mensch in diversen Verkettungen in einer Art Kettenreaktion. Wow! Kultig!

So jetzt hab ich mich beim Coach für dieses packende Feedbackspiel mit neuen Impulsen (Input-Energie, Kreativitätstreibstoff) bedankt und ihm hat es genausoviel Spass gemacht wie mir :) Das hat er mir so grad gemailt. Gehirntennis ;-) Gehirnjogging in der mixed-Staffel :)

Wir lernen so interaktiv miteinander und voneinander. Und Euch ziehen wir da auch noch interdisziplinär und interkommunikativ mitten mit hinein :) Habt Ihr gar nicht gemerkt? Doch... gebt's zu! Das hat Euch jetzt grad genausoviel Spass gemacht wie mir :) Bin gespannt, was bei Euch neues entsteht. Kreativität halt. Die lässt sich nicht bremsen, die geht halt ihren Weg und damit auch Euren :)
Servus mitnand!

Dienstag
Die kreative Klasse, die Richard Florida meint, sind Menschen, die etwas sinnvolles tun wollen und nach dem Sinn des Lebens suchen. Also so hab ich das jetzt verstanden.

Hm... nix liegt mir ferner... ich hatte immer schon genug mit Überleben zu tun... Da kam was des Weges und dann hab ich mich drum gekümmert oder kümmern müssen. Und dann hast Dich halt damit arrangiert.

Und so hab ich auch einiges erlebt. Nur so bin ich ITler geworden. Durch Zufall.

Mer kann auch absichtlich was werden wollen und das dann werden? Das kann ich gar nicht glauben.

Die Leut sind intrinsisch anders motiviert. Irgendwie durch das miteinand mit anderen Mitmenschen. Ich bin ja immer ganz froh, wenn ich einfach in Ruhe meine Arbeit machen kann nachdem mir einer erklärt hat, was er gern hätt. Auch das ist intrinsische Motivation.

Also ich arbeite am liebsten allein vor mich hin. Und nicht am Kunden oder um ihn herum. Am Progrämmle.

Jetzt heut hab ich aber mal das gespürt , was wohl mit dieser Motivation gemeint ist. Also es macht Spass mit einem Menschen zusammen etwas zu machen. Das ist mir heut das erste mal aufgegangen. Nicht, dass ich das nicht schon mal früher erlebt habe, aber in minimalen Dosen.

Und wie ist das dann heute zugegangen?
Meine Schwester hat halt dieses Wickel-Netzteildings gesehen und wollte auch eins machen. Also hab ich ihr nach der Arbeitstherapie zwei Zweiglein (wie schön Zwei - glein ;-) von dort mitgebracht. Die liegen dort haufenweis rum in der Natur und da hab ich dran gedacht.

Für sie lieber was kleines, dann simmer schneller fertig, weil ich nicht soviel Geduld mit ihr aufbringen kann. Also hab ich dann erstmal die beiden Zweiglein verbunden und sie hat zugeschaut. Dann hab ich ein Stück weit vorgewickelt.

Und den Rest haben wir zusammen gemacht. Ich hab die Zweiglein gedreht und sie hat mit ihrer einen Hand, die andere ist ja gelähmt, wickeln können. Es war also eine Coproduktion. Das wollt ich ja immer gern machen und erleben. Und jetzt hab ich das auch mal als Highlight mit meiner Schwester erlebt.

Nicht, dass ich jetzt auf die Idee käme Ergotherapeutin werden zu wollen. Die Geduld hätt ich nicht mit Menschen. Das kann ich halt ab und zu mal machen. Aber nicht andauernd. Auch wenn es sich jetzt irgendwie schön anfühlt. Ich habe was mit ihr zusammen gemacht. Und sie war auch konzentriert bei der Sache und ist nicht durch die Gegend gelaufen. Und hat auch Spass dabei gehabt.

Es hat mal beidseitig gepasst. Und das ist ultraselten bei uns. Normalerweise richt ich das halt soweit ich kann und zeig es ihr und dann lass ich sie selber ausprobieren. Weil ich weiss halt auch nicht, wie man das mit einer gelähmten Hand machen muss. Einhändig. Ich hab ja zwei. Zwar auch mit Spastiken und Krallenhand, aber das ist ja wieder ganz anders. Also muss sie selbst dafür ihre eigene Technik entwickeln, wie sie das macht.

Diesmal haben wir im Zusammenspiel eine Technik gewoben. Sie hat sich halt ergeben. Ich halt das Ding und dreh es wie beim Wollaufwickeln und sie schlingt das Garn drum herum mit einer Hand geht das. Sie hat a weng viel Zug drauf und ich ermahn sie halt nicht zu arg zu ziehen, sonst ist das Zweiglein kaputt. Es hat funktioniert! Aloha!

Ach und nebenbei aus einem Versehen heraus hat meine Schwester andersrum gewickelt, weil wir Vorder- und Rückenteil vertauscht hatten.. also auf jedenfall ist dabei etwas interessantes herausgekommen :)

Birgits Netzteil

Ich hab eine Freukannte, die hat Heilerziehungspflegerin gemacht. Nun frag ich mich wie kommt man dazu? Also woraus entsteht der Wunsch so einen Beruf mit und am Menschen zu ergreifen?

Also wenn ich Richard Florida richtig verstanden hab, dann sind das die neuen Kreativen. Mit dem Sinn.

Für mich ist das unbegreiflich. Gut, ansatzweise und in Highlights und aus der Pfleglingssicht kann ich das jetzt verstehen. Was ist jetzt an uns beiden anders? Anscheinend macht es ja Spass. Aber meistens ist es ja doch sehr anstrengend und aufreibend. Weil Menschen sich halt nicht von jetzt auf gleich bugfixen lassen. Das dauert seine Zeit, bis Menschen in die Pötte kommen. Da brauchste Geduld. Und die hab ich nicht immmer... bei mir muss es halt schnell gehen.

Meine Schwester sagt ja auch deswegen immer, gleich. Wenn ich sie frag, wann sie kommt. Und dann kommt sie halt noch lange nicht...

Menschliche Entwicklungen wie auch bei mir aus dem Delirium Clemens und dem Wabernebel wenigstens zeitweise rauszukommen, hat ganz schön lange gedauert. Ich bin da ja sehr ungeduldig. Aber diesmal ging es halt ned schnell. Da ging nicht mal mehr mir selber Druck zu machen. Da war die Luft einfach raus. Da hängste in den Seilen.

Hab heut einen neuen Kontakt in Neu Delhi aufgetan. PhD. Fragt mich , was ich so machen tu. Das hab ich ihr halt jetzt gemailt.

Das Motto von Peter Sagan gefällt mir. Why so serious? :)

Hab jetzt nach dem Systemabsturz auch wieder Kontakt zu meinen Ex-Kollegen aufgenommen. Erst jetzt konnt ich mich aufraffen. Vielleicht kann ich ja da irgendwie anknüpfen auf einer neuen Ebene. In einer anderen Dimension. Mal sehen, was sich ergeben tut.

Heute hatt ich in der Arbeitstherapie wieder Schwierigkeiten andere um Hilfe zu bitten. Ich kann das dann einfach nicht. Ich kann mich nicht überwinden, zu sagen, dass ich neues Material, Spitzerhüllen oder Köpfe brauche. Die Hülsen hab ich selber in einer Kiste gefunden und mir geholt und beim zweiten hatt ich das Glück, dass die Arbeitstherapeutin grad in dem Moment kam und mich drauf angesprochen hat. Und da konnt ich dann den Moment nutzen. Weil sie mir auf halbem Weg entgegenkam.

Am liebsten wär es mir, das Material würde schon in ausreichender Menge da stehen. So auf Vorrat. Gibt mir Sicherheit hat die Ergotherapeutin von der Arbeitstherapie gemeint. Ich stör halt einfach ned gern. Ich werkel am liebsten still und heimlich vor mich hin bis ich fertig bin.

Wenn sie woanders steht und grad mit jemandem anders reden tut, dann kann ich das nicht. Ich mag nicht stören. Ich kann das irgendwie nicht. Ich bin ein Entstörer... oder auf Entstörung getrimmt... Wenn Erwachsene miteinander reden, haben Kinder still zu sein... aber auch Energieeffizienz spielt dabei eine Rolle. Weil das für mich halt anstrengend ist. Jede ARt der Kontaktaufnahme.

Und dann hab ich noch von einem Sachbearbeiter eine Antwort bekommen. Gestern war ich vor Ort und er war nicht da und die andere Servicefachkraft konnte mir die Frage nicht beantworten. Da war ich verwirrt. Und konnte mich bei der Servicefachkraft von einem anderen Institut ausreden. Das hat gutgetan. Ich hab mich dann bei ihr dafür bedankt.

Jetzt hab ich es schwarz auf weiss per e-mail bekommen. Schön. Spart mir auch wieder Energie, wenn mir jemand sagt , wann ich mit einer Sache aufhören kann. Auf ein zweites Feedback, den Handshake warte ich noch. Software wartet ja auch oft auf einen Handshake sonst kann sie nicht weitermachen oder sie macht halt einfach bis zum Handshake so weiter. So mach ich das auch. Der Handshake, das Feedback als Abbruchbedingung aus der Endlosschleife ... der Iteration halt.

Ach... Firmen sind ja auch soziale Institutionen. Da treffen viele Menschen aufeinander. Und da geht es dann laut und oft auch lustig zu. Das fehlt unser Nachbarin mit dem Dackel, die ich heut getroffen hab. Sie arbeitet seit Jahren im Homeoffice. 2 mal die Woche würd sie gern ins Büro fahren und dort die netten Kollegen wiedertreffen und mit ihnen Mittagessen gehen. Ihr fehlt das rauskommen. Dann braucht sie ja wie ich auch einen Grund dazu.

Auf die nicht netten Kollegen hat's gmeint, kann sie gern weiterhin verzichten ;-) Aber einige vermisst sie.

Weissd was schön is? Ein Ex-Kollege hat mir gestern auch gesagt, dass er mich vermissen tut.

Mittwoch
Hm... ob diese IT Meetups und auch die Health Hackers Treffen jetzt online per zoom stattfinden? Einige Vereine machen das so. Stand im Amtsblatt. Ob das genausoviel Spass macht wie Menschen in Echt zu treffen? Ist da ein Unterschied? Auch Botenstoffmässig? Also wird wenn man denselben Menschen online, am Telefon oder in Echt trifft und mit ihm redet, genausoviel Oxytocin, Endorphin und Dopamin und Adrenalin ausgeschüttet?

Hm... das lässt sich schlecht vergleichen, weil da müsste man ja ein und dasselbe Gespräch mit demselben Menschen unter denselben Bedingungen führen. Sowas lässt sich nicht reproduzieren.

Heut hab ich wieder Zuflucht vor dem kalten Wetter und zur Überbrückung bis zum Beginn der Arbeitstherapie gesucht. Und hab vor der Kirche einen coolen Flyer zum Thema Trost gefunden.

Trost... was ist das?

Kann man Trost spenden. Nö. Man kann sich Zeit für einen anderen Menschen und seine Nöte und Sorgen nehmen. Dass er sich mal ausreden kann. Und dann geht es ihm besser. Dir kann es danach allerdings schlechter gehen, wenn Du nicht gut auf Dich aufpassen tust. Wenn sich Gott und die Welt bei Dir auskotzen tut, dann ist das schon ein bisschen zuviel. Wie macht dann ein Seelsorger das, dass es ihm ned zuviel wird?

Besser geht es Dir, so meine Arbeitstherapeutin, wenn Du bei Menschen auch schon ein kleines Lächeln entdeckst. Also Minifortschritte. Weil andere Fortschritte brauchen halt ihre Zeit.

Weissd, ich hab sie gefragt, wie sie Zufriedenheit aus ihrem Tun ziehen kann. Weil das geht ja nicht so einfach wie bei einem Bugfix an einem Computer. Da debugst Du und findest den Fehler und korrigierst ihn. Und dann lässt Du das Programm laufen und wenn jetzt das rauskommt, was rauskommen soll, dann freust Du Dich.

Bei Menschen geht das nicht. Da kannst Du aber Deinen Blick anscheinend auf die kleinen Highlights , die kleinsten Veränderungen richten und dann freust Du Dich auch. Weil Menschen komplexe Systeme sind, die mit anderen Systemen interagieren.

Muss mer des bei komplexen Programmierprojekten auch angewöhnen, den Blick nicht auf die grossen Baustellen, sondern auf die kleinsten spürbaren Verbesserungen zu richten? Ich denk schon. Find das aber sehr schwer.

Also denk ich mir, musst Du da auch die Menschen im Blick haben und es genauso machen wie die Ergotherapeutin. Du guckst, ob es Menschen um Dich rum mit der komplexen Software besser gehen tut. Was sie sagen und hörst gut zu. Ob sie wieder mehr Spass an der Arbeit haben. Ich denk, daran kannstes erkennen. Ob's rumblödeln oder ob ihnen das Lachen endgültig vergangen is. Ob die Leut nachdem sie gar nimmer miteinand reden, doch wieder im kleinen damit anfangen. Aus dem Silo rauskommen und wieder Kontakt zu knüpfen anfangen.

Weil die komplexe Software tut ja ned mit Dir reden. Ausser in Stoperrors oder failure-Meldungen... obwohl... hm.. wenn es mehr werden, sagt das dann was über die Menschen aus, die sie programmieren? Ich denk halt, dass dann das Umfeld ned passt. Aber was daran nicht passt, das musst Du jeden einzelnen fragen. Was er , sie, es brauchen tut.

Menschen tun es schon. Reden. Die kotzen sich dann gerne woanders aus. Vielleicht ist das ja schon der tipping point. Wenn Menschen miteinander über die Probleme reden anstatt gar nimmer zu reden... Hmm...

Hm.. sollte man dann immer auch die Freude mit denselben Menschen teilen wie Kummer und Sorgen? Oder darf mer des grossflächig verteilen? Wenn Du Dich aber nur einseitig bei einem ausheulst und ihn nicht von Deinen Glücksmomenten berichtest, dann ist das auch irgendwie ungleichgerecht verteilt...

Andererseits kann es ja aber grad sein, dass ihm eh grad nicht zum Freuen ist, weil es ihm oder ihr grad nicht so gut geht. Wie erkennt mer sowas? Ob's grad passt?

Und umgekehrt auch, wenn der andere schon am Boden liegt, muss ich ihm dann auch noch meinen Kummer und meine Sorgen aufdrücken? Wie erkennt mer des?

Wahrscheinlich am Ton. Auch Schrift hat Ton. Einen Tonfall. Wie es halt formuliert is. Lass mich in Ruh. Schleich Dich. Spinnst Du... oder wenn jemand einfach auflegt, sobald Du mit Deiner Litanei beginnst.

Zurück zum Trost... Das ist ja auch ein Glücksgefühl. z.B. kannst Du Dich damit trösten, wenn es draussen kalt ist, dass es drinnen, wenn Du heimkommst mollig warm sein wird. Du kannst Dich mit dem heissen Kaffee trösten und Deine kalten Hände daran wärmen.

Trost findest Du auch, wenn sich jemand Zeit für Dich nimmt und Dich mal ausreden lässt. Und Dir zuhört. Das ist aber wie der Schoss nix, was Du fassen kannst. Es ist ein gutes Gefühl mitten im Auge des Sturms des Lebens. Es gibt Dir halt in Zeiten, in denen der Sturm um Dich rum mit dem Tosen gar nimmer aufhören will. Es ist auch das Auge des Sturms, Dein stilles Kämmerlein, in das Du Dich zurückziehen kannst, in Dir drin. Wo Du Deinen Frieden findest. Es ist schön da.

Hm... das zweite Feedback wegen der zu programmierenden Abbruchbedingung und Zeitersparung auf allen Seiten aller Beteiligten fehlt noch. Bin mal gespannt, ob und wann ich was hör bzw. les. Es kommt mir vor, je agiler und digitaler die Zeiten, desto länger dauert des. Wie der Lohnsteuerzettel. Früher kam der Anfang des Jahres. Jetzt wartest Du halt ein paar Monate länger. Wird schon seine Gründe haben. Auch wenn sie mir nicht bekannt sind. Also arrangierst Du Dich damit. Wie mit allem anderen halt auch. Das übt. Die beste Technik nützt halt nix, wenn Du nicht genügend Leut hast, die sie auch bedienen können.

So etz hat mich meine Mama mit dem Anschauen der Reimanns am Fernsehen aus meinen Gedanken gerissen. Ich nehm das halt jetzt einfach so wahr. Die Idee ist grad fort. Ich kann es etz auch ned ändern. Dann troll ich mich mal und les weiter im Buch rise of the creative class herum...

Ich bin gespannt, ob ich das noch rausfinden kann, wann der tipping point erreicht ist... irgendwo um mich rum, werd ich das schon irgendwann sehen... Vielleicht auch, wenn man wieder mehr Zeit zum Zuhören hat... Bis denne!

Donnerstag
Soziales Netzwerken... Verbindungen und Verflechtungen schaffen... ach das passiert ja schon die ganze Zeit. Obwohl ich keine Ahnung habe, wie das geht, oder grad weil es genauso ist, kommt mir einiges entgegen. Mittig und dann brauch ich noch Mut und Energie das Seil zu packen, das mir grad jemand zuwirft. Ach so... diesmal steh ich am anderen Ende der Gleichung...

Irgendwie ist das am Anfang gar nicht leicht, das zu verstehen. Also es gibt Angebote, Offerten und Wegweiser und ich bin in der Mitwirkungspflicht ihnen zu folgen, wenn ich denn, weiterkommen möchte auf meinem neuem Weg. Das ist immer noch schwer für mich... Ich brauch dazu oft lang, bis ich mich aufraffen kann. Weil dazu Mut gehört. Und den schein ich schon im Alltag zu brauchen, um mit anderen Menschen , mir ja auch wildfremden in Kontakt zu treten.

Einfach so irgendwo im nirgendwo anzurufen. Leichter fällt es mir, wenn die Wegweiser von Menschen kommen, die ich kenne. Komisch.

Auf meiner Suche nach einer Selbsthilfegruppe bin ich jetzt unverhofft weitergekommen. Ich hab einfach Menschen, die ich kenn und mag davon berichtet. Von meinen aktuellen Projekten, was ansteht, was ich such... und dann hat sich durch einen Zufall ein Kontakt aufgetan aus einer Richtung, wo ich es gar nicht erwartet hätte.

So heut hab ich mich aufgerafft und dort angerufen. Das war ein sehr schönes Gespräch und ich soll da halt einen Termin im Februar machen. Also hab ich mir das schon mal auf den Terminkalender geschrieben. Den kann ich dann auch per mail machen. Weil das leichter für mich ist. Sie scheint mit, dem, was ich brauche umgehen zu können. Ich hab es ihr auch gleich gesagt, worum es mir geht. Und dann geht es halt um ein erstes Kennenlerngespräch bei einem sozialen Dienst. Einer wo ich schon zwei Damen kennen tu. Die haben aber auch nix davon gewusst. Jetzt bin ich über Umwege dort gelandet. Das finde ich zwar etwas verwirrend.

Heut bin ich eh mehr in meiner Welt als sonst. Liegt wohl am Wetterumschwung. Nicht dass ich das merken würde, aber die sozialen Menschen um mich rum schon. Das fand ich anfangs etwas komisch. Weil ich ja immer so bin. Aber dass da drauf jemand Rücksicht nimmt, das ist mir neu.

Da mich die unterschiedlichen sozialen Institutionen und Anbieter verwirren, weil es so viele davon gibt und es dauert bis Du das gefunden hast, was Du suchst, frag ich mich halt, ob mer nicht z.B. im Gesundheitsnetzwerk so eine Art Anlaufstelle schaffen könnte. Dass im Landkreis befindliche Anbieter auch auf einer Plattform zusammenfinden. Jetzt hab ich mal der Krankenschwester von der psychiatrischen Ambulanz davon erzählt. Sie verbringt Zeit mit mir und da kann ich mich ausreden und von meinen Projektlein berichten und auch von meinen Schwierigkeiten und wo ich hin will.

Sie will da auch mal einhaken. Vielleicht finden sich die Anbieter ja dort zusammen, wenn ich einfach davon erzählen tu. Das wär doch schön, wenn es andere leichter hätten ein für sie passendes Angebot da rauszufischen und nicht so lang im Trüben angeln müssen... wobei meistens weisst Du ja gar nicht, dass Du das grad tust. Das spart Dir dann Kraft, die Du in Deine Projektle stecken kannst. So seh ich das halt. Und so würd ich mir das auch wünschen.

Die Dame von gestern will sich schon mal an dieses Netzwerk wenden. Sie war jedoch etwas erstaunt, dass das kein Profi machen tut. Also kein Experte auf dem Gebiet. Vielleicht ist das aber auch eine Chance, wenn Profis und Amateure aufeinandertreffen, dann kann doch wieder was vollkommen neues entstehen. So seh ich das jedenfalls. Bin gespannt, ob ich was davon höre.

Ich denk, da geht es drum Menschen miteinander zu verbinden. Also ned zusammenlöten oder so... eher so ein loser bei Bedarf erstellender Schalter. So stell ich mir das halt vor. Experten und Profis und Amateure auf allen möglichen und unmöglichen Ebenen, Dimensionen im multimedialem und multizeitempfundenem Raum.

Also mein Leben ist jetzt ganz anders als vor dem Systemabsturz und jetzt brauch ich auch ganz andere Kontakte und Informationen, weil sich mein ganzer Kontext geändert hat. Auch weil alte mir gar nicht mehr im neuen Kontext zur Verfügung stehen. Das find ich etwas schade. Wo ich doch soviel Zeit und Energie dort hinein investiert hab. Und immer da war. Und zugehört und geholfen hab. Und jetzt steh ich da und muss mir ein ganz neues Netzwerk aufbauen. Ich bin mal gespannt, wie das in einem Jahr aussehen tut.

Zum Thema Mut gibt es das Buch "The courage quotient" von Robert Biswas-Diener einem Wissenschaftler. Das hätt ich mir gern geleistet. Aber das ist zu teuer. Musst Du halt mal selber lesen. Vielleicht kannst Du mir ja zur Abwechslung mal erzählen, was da drin steht. Dann brauch ich das nicht immer zu machen. So eine Art Arbeitsteilung fänd ich schön. Is ja auch so eine Art Teamwork.

Derweil begnüg ich mich mit der Life-Zeitschrift vom Bioladen, in dem ein Artikel zum Thema Mut steht. Da war auch der Wegweiser zu dem Buch drin. Darin wird auch über einen Experimentalpsychologen und Wagnisforscher , was es ned alles gibt, mit dem Namen Siegbert Warwitz geschrieben.

Ich schmiede jetzt grad wieder Pläne bzw. sie ergeben sich. So wie die Kontakte. Aber von nix kommt nix. Also muss ich hi und da auch über meinen Schatten springen. Hupf! :)

Morgen werd ich wieder ein paar Zweiglein-Schnittstellen-Netzteile bauen. Freu mich schon drauf mit anderen Farben und Materialien zu experimentieren.

Was macht denn ein Experimentalpsychologe? Das ist doch auch ein Sozialexperte...

Was ich gelernt hab, wenn Du kein Freundesnetzwerk hast, auf das Du zurückgreifen kannst, weil die auch Land unter sind , dann springt das Sozialsystem mit den Profis ein. Das zu verstehen ist am Anfang gar nicht so einfach. Weil Du Dich am Anfang dagegen wehrst, weil Du ja bisher auch allein klargekommen bist. Bis es halt nimmer ging. Also musst auch Du umlernen und mit Dir das ganze Umfeld. Und sich drauf einlassen. Denn nur wenn man einander als Pappenheimer kennt, dann weiss mer wie der andere tickt... und kann auch an den notwendigen Stellen und notwendigen Gelegenheiten nachsichtig miteinander sein. Das ist ein immerwährender Lernprozess glaub ich... Ich übe noch.

Jetzt hab ich mich bei allen Beteiligten erstmal bedankt und von meinem Fortschritt, Erfolg berichtet. Und sie freuen sich jetzt mit mir :) Also erst nimmst Du teil an jemandems Problem und dann denkst Du drüber nach und Du teilst mit ihm das Ergebnis Deines Denkprozesses und dann teilt er mit Dir seinen Fortschritt. Und Du freust Dich dann mit ihm über die Weiterentwicklung. Ach wie cool! So funktioniert das also im sozialen Bereich... Wow!

Und so funktioniert gemeinsames lernen und wachsen und teambuilding... das ist ja ganz anders wie das, wie die komischen Spiele, die wir da auf dem Teambuildingseminar machen mussten. Die fand ich furchtbar. Das hat mir gar keinen Spass gemacht. Aber das macht ja richtig Spass! Cool! Und ich kann die Freude auch aus der Rückantwort aus der Mail herauslesen. Weil sie es hineingeschrieben hat. "das freut mich wirklich." steht da.
Und ich kann sie auch spüren! Wow! Das ist dann wohl soziale Ansteckung und soziale Intelligenz, dass Leut zusammenfinden tun, und andere als Verbindungsplattform dienen und an Dich denken... :) Cool!

Ich wollte nämlich immer schon wissen wie das mit der sozialen Ansteckung funktioniert. Wie sich Begeisterung fortpflanzen tut und so Kreatives neues entsteht. Ach so funktioniert das :) Ich forsche weiter... Und Du? Machst Du auch mit?

Ich hab gestern gemeint, dass ich nicht den Kopf in den Sand stecken und zurückschauend vorwärtsgehen kann. Ich muss dabei nach vorn gucken. Sonst stolper ich bloss.

Beim Neurologen im Wartezimmer hab ich einen Flyer zu MS und Beruf gefunden. Und da sind auch Ansprechpartner, Wegweiser hintendrin, die auch allen anderen Schwerbehinderten und chronisch Kranken oder wie auch immer die korrekte Bezeichnung lauten mag, drin. z.B. eine Plattform unter www.einfach-teilhaben.de oder Integrationsämter...

Ich hab heut auch Integrationshilfe, Entwicklungshilfe gemacht :)
Also nicht nur mit dem was ich grad geschrieben hab. Sondern auch mit meiner Schwester. Wir haben zusammen die gelben Säcke rausgebracht. Auch das ist soziale Arbeit :) Meine Schwester braucht da halt ihre Zeit dafür, weil sie in ihrer eigenen Zeitzone lebt und da ticken die Uhren halt langsamer. Weil sie halt für vieles länger braucht. Und manchmal überrascht sie mich dann doch :) Und da lern ich dann am meisten... aus den Überraschungen! Überraschend, gell?!? Weil das ist, wenn Du irritiert bist. Und manchmal macht Dich das auch wütend im ersten Moment, bis Du dann merkst... hobbala... da geht ja was voran... und fast hätt ich das gar ned gmerkt. :)

Grüssle aus der Bredouille!

Samstag
Hm... jede Aufgabe lässt sich sowohl sozial als auch praktisch bzw. aus eine Kombination von sozialen und praktischen Komponenten lösen. Also aus sozialen Assoziationen, Assoziationen zu Techniken und wiederum lateralen Querverbindungen dazwischen, aber auch horizontalen und diagonalen oder andersartigen Verknüpfungen.

Ich hab ein an der Bushaltestelle vorbeigehendes Lehrerehepaar gefragt, ob es wirklich so ist, dass Frauen Probleme eher auf soziale Art und Männer auf technische Art lösen. Das kannst Du zwar nicht generalisieren, weil Ausnahme die Regel bestätigen, weil sie sie widerlegen.
Beide nickten und stimmten der Aussage zu. Meine Art der Marktforschung togo ;-)

Jeder Mensch tut dies zu jedem Zeitpunkt anders und zwar auf einer Art mehrdimensionalem Zeit-Raum-Technik-Personen Spektrum. Wobei das such nur ein 2 hoch 4 fach Ausschnitt der realen Welt ist. In Wirklichkeit sind 2 hoch n , wobei n gegen unendlich geht, Möglichkeiten denkbar. Bzw. so einfach denkbar ist das gar nicht. Du kannst aber immer rückwirkend analysieren, wie Du ein Problem mit welchen Komponenten und unter zu Hilfe nahme welcher Fähigkeiten und Stärken gelöst hast. Spannend!

Wobei es da auch wieder Interdependenzen, Wechsel - und Nebenwirkungen also den Zufall und das Glück gibt, woraus sich Deine Lösung eines Problems zusammengesetzt hat. Es geht also auch um Ressourcenmanagment und Kapazitäts- und Risikomanagment. Zum Risikomanagement gehört wiederum der Mut. Du siehst also wie facettenreich Entscheidungen und Problemlösungen sind. Mehrdimensional.

Mir ist in einer Arztpraxis aufgefallen, dass Frauen über ihre Probleme reden. Auch über Probleme, die nichts mit der Arbeit zu tun haben. Also nicht direkt. Indirekt schon, weil ja auch private Probleme in den Arbeitsbereich ausstrahlen. Du nimmst die Anspannung ja mit. Private Probleme interagieren mit den Geschäftsproblemen in Neben- und Wechselwirkung. Weil wir ja nicht in einem Vakuum am Arbeitsplatz und daheim leben. Das wäre übrigens auch ziemlich ungesund, weil Menschen Kontakte, Input und Impulse zum Überleben benötigen.

Frauen scheinen sich also auszureden. Egal wo. Egal worüber. Männer hingegen behalten die Dinge lange Zeit für sich, bis sie sich dann aber themenbezogen bei einem anderen Mann ausreden. Dafür muss wohl entsprechend hoher Druck da sein. z.B. wenn die Arbeitsdichte ein bestimmtes gesundes Mass überschritten hat. Wenn Du zu erkennen beginnst, dass Du machen kannst, was Du willst. das ist einfach nicht mehr zu schaffen. Und dann hilft bei der Akzeptanz, die Dinge so anzunehmen wie sie sind, und der damit verbundenen Integration dieser Daten und Fakten in Deine Identität, das sich ausreden. Ich erlebe dies selbst derzeit.

Es ist derselbe Prozess wie bei der Trauerverarbeitung, die Verarbeitung der Veränderung halt, von widrigen Umständen, die Du eben nicht selber allein ändern kannst. Du lernst Dich damit zu arrangieren, wie mit einer chronischen Krankheit.

Wie bleibt mer da gesund? Geht das, wenn man sich rechtzeitig ausreden kann. In interdisziplinären Selbsthilfe- und Forschungsgruppen? In 1:1 Beziehungen und in mehrdimensionalen?

Ich hab das ja nicht hinbekommen. Bzw. wer weiss, ob nicht eine Psychose das kleiner Übel war und eine Art kreative Notlösung des Gehirns darstellt? Dann bekommt das ganze schon wieder eine saucoole Note! Wow! Mein Hirn schafft sich meine Selbsthilfegruppe selber! Eine Art virtuelle Selbsthilfegruppe. Das ist doch voll cool! Ratgeber als Stimmen im Kopf. Da ist doch der Unterschied zu Menschen, mit diesen komischen in-ear-Kopfhörern und mir von aussen gar nicht ersichtlich... Oder den Menschen, die Alexa oder Google um Rat fragen. Wobei ich letzteres selbst gern tue. Wikipedia ist ja auch eine mehrdimensionale Selbsthilfegruppe. Ein digitales adhoc Ratgeberbuch sozusagen. Sich selbst immer wieder aktualisierende Plattform. Wer spinnt denn nun? Tun wir das nicht alle irgendwie? ;-)
"Jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andre leise" , sagte meine Ex-Arbeitskollegin.

Ambivalenzen kreativ zu nutzen und kreativ zu entdecken, wo es halt keinen einfachen und schnellen Ausweg gibt, ist auch eine kreative Lösung. Vielleicht entstehen Krankheiten wie Schizophrenie und Paranoia und Psychosen gerade dann, wenn wir eine ambivalente widersprüchliche Situation nicht aus eigener Kraft auflösen können?

Dann kann ich aber auch das Wissen um diese Ambivalenz, die Widersprüchlichkeit selbst als Lösungsmöglichkeit nutzen und mir die Dinge so hindrehen, dass sie innerlich für mich wieder Sinn und eine Art neue Perspektive ergeben. Wobei ich erst durch eine Zeit durchmusste, in der ich keinerlei Sinn erkennen konnte. Da machst Du einfach weiter. Erst im Laufe dessen ergeben sich jetzt wieder kleine Dinge und Ziele auf die ich Lust habe. Bei mir hat das mit Dingen, die ich gerne esse angefangen. Ich hatte nämlich nicht mehr Lust auf was zum Essen. Selbst diese Lust ging bei mir flöten oder trompeten.. ;-)

Das hatte auch damit zu tun, dass mir die Grundspannung von oben im Hirn bis in die Magengegend abgesunken war. Und wenn Du da dauernd auf Strom bist, dann haste keinen Hunger, weil Dir ist dauernd schlecht. Das auszuhalten war sehr schwierig. Weil das Dein Umfeld auch nicht verstehen kann. Inzwischen ist die Grundspannung etwas weiter nach oben so auf Bauchnabelhöhe hochgewandert. Und jetzt schmeckts mir auch wieder.

Anpassung heisst also in meinem Fall für mich, neue Perspektiven zu entdecken. Das geht aber erst mit der notwendigen Grundspannung und Hormonlevel. Dafür bekommst Du dann auch Tabletten. Weils hilft.

Das miteinander ausreden dient auch dazu neue Lösungsmöglichkeiten im gegenseitigen Austausch aus den gegenseitigen und wechselseitigen Impulsen und Ideen zu generieren. Wie gehst Du denn damit um? Mit dieser irren Situation? Mit dieser ambivalenten, widersprüchlichen Situation? So entstehen Kleinst-Selbsthilfegruppen. Heureka!

Sie werden aus der Not geboren. Und evtl. entsteht daraus eine neue Produktidee. Eine neue Idee für eine neue soziale Institution. Heisst das, dass dann auch in Firmen neue soziale Institutionen heranwachsen? Bei Frauen eher offiziell und bei Männern eher inoffiziell oder gemischelt? Spannende Sache.

z.B. gab es wo ich gearbeitet habe, eine Mail- und Selbsthilfegruppe women@firma.de. Leider war meine Psychose schneller als dass ich es zu diesem Onlinetreffen noch geschafft hätte. Selbige Institution gibt es auch örtlich in neurodiversen Formen. Da gibt es sowohl eine Frauengruppe, die sich online trifft als auch einen Frauenkreis bei einer Naturheilkundlerin. Also unter fachlicher Leitung.

Es gibt auch noch eine Selbsthilfegruppe und Netzwerkgruppe der Gewerbetreibenden. Den Gewerbeverein.

Von der IHK-Ladies Night hatte ich bereits berichtet. Allerdings war diese Art der Datenanalyse und Interaktion als Selbsthilfegruppe mit mir leider nicht kompatibel. Vermutlich weil ich die wissenschaftliche datenbasierte praktische Herangehensweise bevorzuge. Und nicht soviel Bling-Bling drumrum.

Wobei ich auch dort interessante Fakten abgreifen konnte. Allerdings nichts, was mich bei meinen aktuellen Problemen weitergebracht und auf neue Ideen gebracht hätte.

Es scheint ein menschliches Bedürfnis zu sein, dass wir Dinge besser machen wollen. Was uns passiert ist und wobei wir schlechte Erfahrungen gemacht haben oder die unseren, jemand , der uns nahe steht, möchten wir nicht, dass sowas einem dritten wieder passiert. Und deshalb wollen wir als eine Art Vermächtnis unser Wissen , die Daten und Fakten teilen und Menschen auf neurodiversen Gebieten vernetzen und zusammenbringen, damit dies keinem anderen in derselben Form erneut geschieht. Es enstehen immer neue Plattformen als soziale Marktplätze wo Wissen oder Fähigkeiten (Selbsthilfegruppen, Arbeitsplätze) und Waren und Produkte getauscht werden. Oftmals vermischt sich beides mehrdimensional.

Das hilft der Gemeinschaft, indem es einzelnen hilft und ganzen Gruppen und wiederum Gruppen und Menschen, die hierüber wiederum miteinander vernetzt sind, zu wachsen und sich weiterzuentwickeln. Denn darum geht es. Um Weiterentwicklung. Weiterentwicklung kann Wachstum sein, es kann aber auch zu einer Gesundschrumpfung bei zuviel Wildwuchs führen. Damit die Dinge wieder in neuer Form zusammengeführt und übersichtlicher werden. Es kann zur Bildung neuer Wissenschaftszweige, Branching bei Software oder neuer Fachrichtungen führen. Das Wissen spaltet sich auf um sich an neuen Wegkreuzungen wieder miteinander neu zu verbinden.

Das gab es schon immer. Denn die Natur nutzt bewährtes und kombiniert es neu. Dasselbe Muster nutzen auch Menschen. Datenanalyse , Nachdenken hilft uns dabei. Auch hier werden neue neuronale Verbindungen gegründet und so entsteht eine bessere und schnellere Vernetzung wie halt auch beim Glasfaser. Das ist dann effizienter weil die neuen Verknüpfungen weniger Energie zur Datenübertragung benötigen. Das ist dann auch ein Nebeneffekt und auch ein Selbszweck. Der dem Überleben dient.

Was in unserem Hirn und in der Natur stattfindet, findet also auch in allen anderen Fachrichtungen statt. Wie z.B. in der Technik.

Gestern wandel ich im Sinnesnirvana durch die Holz- und Ergowerkstatt und sehe mir die Werke von anderen Menschen an um wieder neue Ideen zu bekommen. Da ist ein Seidenmaltuch mit einer Sonnenblume, auf dem steht "Von der Sonnenblume möchte ich lernen wie ich Dir mein Gesicht zuwende."

Das finde ich wunderschön. Es berührt mich. Deshalb schreib ich den Spruch in mein Notiz und Skizzenbüchlein. In dem sammel ich alles, was mir gefällt. Auch Teile meiner Ideen. Andere setze ich gleich in die Tat um.

z.B. hab ich gestern wieder Zweiglein miteinander verbunden, interconnected und zwei mehrdimensionales Dekoobjekte geschaffen. Mobile oder Hängeobjekte. Ist das jetzt noch Deko oder schon Kunst? Und wo beginnt das eine und endet das andere? Sind die Übergänge fliessend? Liegt das im Auge des Betrachters?

Mobile Bunt



Das bunte ist für die Dame , die mir hilft , in der psychiatrischen Institutsambulanz. Dann wirkt es dort auch nicht mehr so klinisch rein und abweisend und kühl. Freundlich halt. Ein kleiner Farbtupfer heitert einen doch gleich auf. :) Und wenn man den ganzen Tag mit kranken Menschen zu tun hat, dann braucht mer doch selber auch ein bisschen Sonnenschein im Herzen, weil das sonst abfärben tut. Das ist gar nicht so einfach mit anstrengenden Menschen zu arbeiten.

Schwarz Weiss



Das zweite hab ich in schwarz - weiss gemacht und nur einmal die Dimension Wicklung gewechselt. Nicht so oft wie beim bunten kleinen Objekt. Auf der einen Seite ist ein Kreuz zu sehen, auf der anderen ein Quadrat. Das finde ich schön. Dafür hab ich es noch mit 4 Federn aufgepeppt. 2 Elsternfedern und 2 Storchenfedern. Sogar meine Mama findet es "cool". Und das will schon was heissen.

Ob ich das Marsupilami und den Gaston auch mal brandmalereie? Wär lustig. Gestern hat eine Frau mit Licht - Schatteneffekt gespielt und einen Elefanten auf ein Holstück gebrandt. Und als nächstes will sie einen Tiger machen. Sieht super aus!

Wir Menschen sind wohl dazu geboren , immer irgendwas herstellen und teilen zu wollen. Und so unser Wissen und die Technik weitergeben zu wollen. Und auch scheinen wir immer wieder neue Verbindungen, Assoziationen und Techniküberschneidungen ausprobieren zu wollen.

Warum das wohl so ist? Doch... das ist auch Evolution. Weiterentwicklung und Weiterverwicklung, Einwördlung. Denn jedes mal, wenn Du Dich in alles mögliche verstrickt hast, gibt es wieder neue Entwicklungsmöglichkeiten. Wie bei der Wolle oder der Weihnachtslichterkette halt auch :)

Du kannst Dich immer wieder neu erfinden. Wow! Das ist ja voll cool!

Ein Ex-Kollege Entwickler (Software) ;-) hat mich gefragt, ob ich noch was programmieren tu. Jetzt hätt ich doch glatt im ersten Moment nein gesagt. Und jetzt fällt mir grad auf, diese Website... das ist ja auch programmieren. Das Tippen und das Formatieren im HTML-Code. Das Codieren und Dekodieren. Das hätt ich jetzt gar nicht gedacht.

Also entwickeln tu ich mich hoffentlich schon weiter. Weiss halt noch nicht wohin... mehrdimensional. Ich denk drüber nach, spinne rum (auch eine Art der Ent- und Verwicklung ;-) dass ich mal meine Netzteile versuche zu verkaufen. Im Ort gibt es einen Selbstmachladen, Judiths Schatztruhe glaub ich... wo man Fächer mieten kann. Ob sich jemand sowas kauft? Ob das jemanden so gut gefällt, dass er bereit ist dafür Geld auszugeben?

Den Preis würd ich nach Material und Zeitaufwand berechnen. Und dann halt mal gucken. Warum ist das, was bekannte Menschen machen Kunst und das , was Deine Kinder machen eine Bastelei? Sogar wenn es ein und dieselbe Technik ist? Das hängt dann von der Reputation also vom Ruf ab. Und von der Sicht anderer Menschen darauf. Basteleien wirfst Du weg und solche Bilder sammelst Du... Komisch. Das von Dir nahestehenden wirft man weg und das von wildfremden will man haben...

Vermutlich liegt das am Input, Impuls... oder warum machst Du das? Weil es was anderes, was neues ist, denk ich mal. Irgendwas macht das mit Dir und Deinen Gefühlen... es verbindet in einer neuen Dimension.

Hm... aber so das klassische C-Sharp-Entwicklen oder python oder so, dazu hab ich grad überhaupt keine Lust. Weil ich dazu auch gar keinen Grund habe. Ich brauche immer ein Problem, das ich auch damit lösen kann. Derzeit habe ich aber eher Probleme, die ich auf soziale Art und Weise lösen und erforschen muss.

Ich kann ja keinen Batch oder Bot programmieren und den für mich zum Arzt schicken oder so das Attest abholen lassen. Das geht halt noch nicht. Wenn ich da Zeit und Energie vom Arzt, den Arzthelferinnen, dem Menschen von der Krankenkasse und mir einsparen könnte und dafür eine programmierbare Idee hätte, würd ich das vermutlich tun. Wenn ich persönlich auch was davon habe und sie mich begeistert. Also sowas gibt einem dann Energie, weil Dich auch die Herausforderung reizen tut.

Ausserdem gibt es das demnächst ja schon. Das spart Dir zwar nicht den Weg zum Arzt , aber den Weg zur Krankenkasse. Zum Arbeitgeber auch? Ich weiss das noch nicht, weil ich es noch nicht in Aktion gesehen habe. Das werd ich merken, wenn es soweit ist. Wenn ich dann noch ein Attest brauchen tu.

Kann mer also soziale Probleme auch mit Technik lösen? Teils, teils. Es wird immer Dinge geben, die Du auch persönlich machst oder mit Hilfe der Technik persönlich. So wie die elektronische Sprechstunde, die inzwischen einige Fachbereiche anbieten. Corona hat sie gebooostert. ;-)

Das Boostern funktioniert also auch mehrdimensional :)

Auch was soziale neue Institutionen angeht, die aus dem Boden geschossen sind. Wie die Impfstellen und Impfzentren. Gab es die Stikko schon vorher oder ist die ein neues Gebilde?

Plattformen und whatsappgruppen, die sich coronabedingt gegründet haben ...Anlaufstellen für Gewerbetreibende in Not...

Am Beispiel von Corona sehen wir, wie multidimensional wir miteinander verwoben und dependiert sind. Wir sind auch abhängig voneinander. Das haben Gruppen so an sich. Ab einer bestimmten Anzahl vervielfältigen sich Gruppen und deren Verlinkung und deren Quer - , Schräg - und Durcheinandbeziehungen... Deshalb wird das Zusammenleben mit dem ansteigen der Anzahl der Menschen und somit der Anzahl der Beziehungen 2 hoch n-fach hochkomplex. Und das wird dann halt sehr kompliziert... und da muss ich mir dann wieder den einfachsten Weg für mich heraussuchen. Das ergibt dann den individuellen Lebensweg und dessen Gestaltung und somit Deine Identität. Sie ist mit vielen anderen Identitäten von Menschen, von Gruppen, von Gesellschaften und Kulturen ... verwoben. Ein wunderschönes Kunstgeflecht. Hast Du das schon mal so gesehen? :)

Hab eine Idee für einen neuen Comic, weil ich eine Schlange gesehen habe. Also sie ist in einer Art Popup in meinem Hirn aufgeploppt. Und da hab ich so an meine Lebensgestaltung gedacht. Ich mach das auch so wie eine Schlange oder ein Regenwürmle... ich schlängel mich so durch :) Machst Du das auch manchmal so?

Nach Maslows Bedürfnispyramide kommt Kunst und Technik erst zustande, wenn alle anderen Basisbedingungen, wie Hunger, Durst, Sicherheit gestillt sind. Das seh ich nicht so. Technik und Kunst ergibt sich aus der Not, denn sie ist eine Möglichkeit sich über Wasser und am Leben zu halten. Sie gibt Dir Halt und kann Dir ein Auskommen mit dem Einkommen ermöglichen so wie es Handwerksberufe tun, die daraus entstanden sind.

Wo war das nochmal? Ich glaub in Dänemark, da darfste zum Friseur, aber nicht ins Kulturtheater oder so. Und jetzt hamm sich neue Kooperationen gebildet. Der Friseur arbeitet dann im Theater oder der Kulturschaffende zeigt sein Programm beim Friseur. Auch das sind neue "Kunstformen". Neue kreative Ideen halt. Schlupflölcher ausnutzen. Workarounds halt.

Workarounds als Chance sehen, das ist was neues für mich. Das musst Du aber, wenn Du auf der anderen Seite stehen willst. Wenn Du die Ursache nicht beheben kannst. Dann musst Du für Dich nutzen, was Dir halt aktuell zur Verfügung steht.

z.B. kannst Du Medikamente auch im Wissen der Nebenwirkungen verwenden. Also Du nutzt die Nebenwirkung eines Medikaments um jemandem zu helfen. Dafür musst Du aber genau entgegengesetzt denken. Ambivalent halt. Verstehst Du? Die Nebenwirkung als Nutzen sehen.

Der Steuerkonz oder 1000 legale Steuertricks macht da ja auch wie alle Ratgeberbücher. Sie zeigen Dir Möglichkeiten auf, wie Du ein Problem lösen kannst, neue Sichtweisen auf, auf die Du allein nicht gekommen wärst. Ob Du sie dann wirklich anwenden tust, bleibt Dir überlassen.

Handel und Märkte, Plattformen (auch wie whatsapp, das Comicforum, Strickplattformen, Tauschplattformen, Open Source ...) ist ja die direkte Folge davon wie unser Hirn funktioniert. Weil es auf Überleben getrimmt ist , kommt es dazu, dass wir Dinge und Ideen produzieren und sie mit anderen teilen wollen. Und genau das ist Wirtschaft. Schon cool. Aus der Effizienz unseres Gehirns entstanden und die Verkörperung von Growth durch Knowledge, Wissenswachstum und Technikfortschritt. Das ist nix anderes als neue Dimensionen der Evolution. Ihr könnt es auch Wissensevolution oder Technikevolution nennen. Das ist ein natürlicher Prozess, der wiederum aus neuen Co-operationen und anderen Querverbindungen angetrieben wird. Ein Perpetuum mobile sozusagen ;-)

Diese Ambivalenzen, Widersprüchlichkeiten verwendet auch Mark Twain in seiner Tirade über the awful German language und Du kannst drüber schmunzeln. Calvin und Hobbes tun dies ebenso und auch Vater und Sohn und jeder andere Kletter- und Superheldencomic ;-)

Es geht um das Scheitern , das auf die Nase fallen, das wieder aufstehen und weitermachen... Evolution halt... in mehreren Dimensionen.

Humor macht sich also genau das in Sitcoms wie Two-and-a-half-men, the big bang theory, United States of Al und Co zunutze. Culture clash. Da treibst Du es mal auf die Spitze.

Was mir auffällt ... in diesen Sitcoms versöhnen sich die Leut wieder auch wenn sie aufeinander bangen oder bashen. Weil sie den anderen so annehmen können wie er halt ist. Wieso ist das im echten Leben so schwierig? Oder mit Peter Sagans Worten... Why so serious?
Warum kannst Du nicht die Komik in der Absurdität des Alltags sehen?

Ist das ein urdeutsches Problem. Sind wir zu ernst? Und warum ist das so? Warum sehen wir überall Probleme und keine Chancen?

Ein kleines Homebase-Beispiel von gestern... das Ihr sicher auch kennt.
Das Telefon schrillt verzweifelt um Hilfe... Meine Mama sitzt 5 Meter weg davon. Ich im Zimmer nebenan. Sie plärrt in Repeaterfunktion: TELEFON!!!!!

Bis ich hinkomme, nachdem ich mich an meiner Mama als bewegliches Hindernis vorbeimanövriert habe, klingelt es nochmal und ich heb ab. Und es ist natürlich keiner mehr dran. Ein Klassiker.

Ein ebensolcher Klassiker, aus meiner Bewerbungszeit, sie geht hin , richtet mir aus, da hat jemand wegen Deiner Bewerbung angerufen. Ich: und wer und was wollte er? Das weiss sie nicht. Das hat sie nicht verstanden.

Im ersten Moment sind diese Situationen ärgerlich... lass sie mal bitte sacken oder stell sie Dir in der Big Bang Theory vor. Sie sind nämlich wegen ihrer Komik, die in der Absurdität liegt (wenn Du beide miteinander verbindest , erkennst Du auch eine weitere Widersinnigkeit, denn egal wie Mama es macht, es haut halt hint und vorn ned hin...).

Jetzt könnt Ihr ja auf die Idee kommen, besorg Dir doch ein Handy. Nein, das möchte ich nicht. Denn das ist mir zuviel Reiz und Anspannung jederzeit erreichbar zu sein. Ich möchte auch mal abschalten, denn mein Hirn kriegt sowieso immer die volle Dröhnung an Reizen ohne Reizfilter mit. Mir reicht das Leben schon so. Deswegen verzichte ich drauf und werde mich halt mit obigen Szenen arrangieren und diese dann wiederum zum Comic zeichnen nutzen ;-)

Auch das ist kreativer Input und Impuls. Reibung erzeugt halt auch Wärme ;-)
Wenn Ihr meine Homepage lest, also das hier, dann seid Ihr übrigens irgendwie auch in meiner Selbsthilfegruppe. Wobei ich auch meine eigene bin, die sich auf dieser Website ergiessen tut... das ist also auch eine Selbsthilfeplattform. Weil ich mir Dinge von der Seele schreibe und so ordnen und sortieren kann... bzw. mir meiner Stärken und Fortschritte, meiner Entwicklung, Evolution also bewusst werden kann. Cool, gell?!?

Sonntag Ach cool! So funktionieren also auch soziale Plattformen im Internet. Kein Wunder, dass sich dann Plattformen z.B. interweave nennen. Sie verweben Menschen, Projekte, Probleme und Ideen. Wow!

Über likes von Projekten und Bildern finde ich auch Lösungen und Lifehacks, die wiederum auch wieder ihre eigenen Plattformen oder eigene Bereiche auf Webseiten haben. Manchmal auch nur im Text, so wie beim Flicken von dem Lieblingspulli meiner damaligen Arbeitskollegin mit dem Maschenstich.

Helfer und Retter sind also auch irgendwie Synonyme. Und Fachkräfte haben sich auf eine spezielle Art der Hilfe festgelegt. Cool! Sie arbeiten aber interdisziplinär mit anderen Fachkräften zusammen um eine individuelle Gesamthilfe sicherzustellen. Das Hilfs- und Helfernetzwerk ergibt sich also individuell für den Betroffenen auch durch dessen Mitwirkung und die Mitwirkung aller Beteiligten.

Also als Kranker hilft es ungemein, sich mit seiner Krankheit zu arrangieren. Da helfen auch so Sätze wie "ich hab schon schlimmeres überlebt."
Wer mich nun fragt, was ist denn schlimmer Autismus, CRPS, Krallenhand, Spastiken oder eine Psychose, dem kann ich gar nichts antworten. Jedes ist für sich eine Herausforderung. Und gemeinsam wird es halt etwas komplexer und damit komplizierter.

Dinge, die mir helfen müssen aber einfach sein. Weil ich nur einfach krankheitsbedingt kann. Also lieber direkt und kurze Wege und es wär auch schön, wenn mir hi und da jemand entgegenkommt. Also z.B. bei einer Weiterüberweisung hilft es mir, wenn die Überweisungspraxis gleich für mich den Termin macht, weil mich das viel mehr Energie und Mut kostet und Überwindung.

Ich seh aber auch ein, dass das nicht immer geht und ab und zu über meinen Schatten springen zu müssen und irgendwo im nirgendwo anrufen zu müssen, stärkt mein Selbstbewusstsein. Ja, die Überwindung fällt nicht leicht, doch wenn Du es geschafft hast und was konstruktives draus hervorgeht, ein Erfolgserlebnis, dann hast Du gleich eine rekursive iterative Verstärkung.

Wirst Du weiterverwiesen, ist das im ersten Moment eine Enttäuschung. Daran muss ich noch arbeiten. Erst durch erneutes Nachdenken kann ich dann den Erfolg sehen. Du hast Dich überwunden und angerufen. Du bist jetzt einen Schritt weiter und der Lösung des Problems doch auch ein Stück weit entgegengekommen. Auch wenn Du das jetzt noch nicht sehen kannst. Denn es ergibt sich immer was neues. Auch aus Dingen die nicht funktionieren. Da ergibt sich dann eine neue Richtung , ein Richtungswechsel, eine Umorientierung. Dazu sind Sackgassen gut.

Schwierig ist die Frage, sag mal wie soll ich das, was Du hast, denn bezeichnen? Erkrankung klingt ja wenig ermunternd.
Hm... also das muss mer auch irgendwie kontextbezogen sehen können. Ich brauch ja Unterstützung. Also kann ich auch damit leben, dass das aus der Helfersicht als Erkrankung gesehen werden muss, damit Du Hilfe bekommen tust. Weil das aktuell so notwendig ist. Vielleicht ändert sich das ja schon...

Denn ein sozialer Mensch, der grad ein Studium zu Sozialwirtschaft/Sozialen Arbeit macht, erklärt mir, dass es aktuell so ist, dass einem, das Arbeiten mit Menschen MIT Problemen eingetrichtert wird. Dadurch kann sich schnell ein schwarz/weiss Denken entwickeln: z.B. eine Person mit einem Problem, einer Beeinträchtigung. Aber es ist ja nicht jeder Mensch gleich. Jeder braucht die Unterstützung, die ihm individuell weiterhilft und nicht nach dem Giesskannenprinzip. Und er meint, dass es so auch zu einer ungünstigen Behandlungsform kommen kann. Dann wird es für den Behandelten ungünstiger und er muss noch mehr Copingstrategien entwickeln um mit seinen Helfern zurechtzukommen. Und das kann genau das sein, was er grad nicht kann und warum er auf Hilfe angewiesen ist.

Das findest Du nur im direkten Dialog mit dem Betroffenen heraus. Also indem Du selbst ihm eine Plattform zur Selbsthilfe gibst. Wo Ihr Euch zusammen seiner (und als Nebenwirkung und Weiterentwicklungseffekt auch Deiner ) Stärken bewusst werdet. Das ist eine sau-coole Sache! Ihr merkt dass es funktioniert, dass Ihr Spass zusammen habt. Es macht Euch glücklich und zufrieden.

Durch Frustrationen musst Du durch. Weil das der Aneinander-Anpassungsprozess ist. Ihr stimmt Euch aufeinander ein. Und da kommt es anfangs und auch zwischenzeitlich mal zu Kollisionen, einem culture-clash. Fragt Euch doch ab und zu einfach: Why so serious?

Vielleicht könnt Ihr hinterher die Komik in dem Ereignis statt den Ärger sehen. Vielleicht könnt Ihr sogar ein kreatives Hobby daraus entwickeln und ein Buch über diese seltsamen und doch liebenswerten "Lebensformen" schreiben. Oder Comics zeichnen. Oder Ratgeber für Eure Kollegen oder Vorträge. Da kann allerhand praktisches draus entstehen. Wunderbare neue Produkte ;-) Und die könnt Ihr wiederum zum Wohle Eurer Schützlinge und auch zu Eurem Wohle nutzen :)

Hm... ich glaub die Frage, wo beginnt Innovation und wo endet Spinnerei ist dieselbe wie für Kunst und Deko... Also ernst genommen wird mer erst, wenn mer sich eine gewisse Reputation, einen Ruf erarbeitet hat. Und den bekommt man dadurch, dass man einfach was machen tut. Denk ich mal.

Irgendwie hab ich derzeit ein Umfeld, dass mich ernst nimmt. Die Beteiligten haben sich auf mich eingelassen. Und das Knirschen ab und zu im Gebälk fordert mich immer wieder neu heraus. Das brauch ich also weiterhin um weiter voranzukommen mit einem salutogenitischem Umfeld. Halt eine Nische wo ich hinpass und wo ich überleben kann. Ob ich meinen Lebensraum dann auch etwas erweitern kann? Oder tu ich das schon?

Wow! Das hat sich aus dem was ich tu als Nebenwirkung und in Wechselwirkung ergeben. Cool!

 
© Sandra Jäger    Datenschutzerklärung