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Sammy, das Krankenhausfluchttier
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20.5. Freiheit will gelernt sein ...

Revival
Les grad von Christa Meves Freiheit will gelernt sein. Da geht es um ein Problem, dass mich auch grad beschäftigt. Du bist gesättigt und weisst nicht, was Du als nächstes machen sollst. Du hängst in den Seilen. Denn Du hat alles, was Dich interessiert schon ausprobiert und gemacht.
Was nun?

Die Grundbedürfnisse sind erfüllt und auch alle Wünsche und Träume. Derzeit mutier ich zum Jäger und Sammler und Zapper. Ich lese viel an und quer. Unter anderem Jungs-Jugendbücher.

Werd ich etz sozial? Heute hab ich als Ergo- und Sozialtherapie mit meiner Schwester ein Matchboxauto hin und her geschoben. Also ich hin und sie zurück. Ich mit meiner rechten CRPS-Hand, sie mit ihrer ungelähmten Hand. Das hat Spass gemacht.

Ist das derselbe Spass, den Jungs haben, wenn sie sich den Ball hin und herschieben? Oder der eine spielt den Torwart und der andere den Stürmer?

Ist das derselbe Spass, wenn man ein paar Körbe am Basketballplatz wirft? Ohne etwas zu wollen, einfach nur um Spass zu haben...

Davon will ich mehr. Vorzugsweise auch mit anderen Menschen. Nicht nur meiner Schwester und meiner Mama. Wie schaffen das die Jungs?

Die spielen übrigens wieder auf dem Fussballplatz. Dabei ist mir aufgefallen, dass jeder alleine übt. Der eine dribbelt um die Stangen rum, der andere lupft den Ball und fängt ihn mit seinem Fuss wieder auf. Und der dritte schiesst auf's Tor und der vierte steht drin. Jeder ist für sich beschäftigt.

Wie ist das denn dann bei einem Fussballspiel? Wieviel von dem, was da passiert ist Technik und Absicht und wieviel ist Zufall?

Kann jeder mit jedem Zusammenspielen? Wie entsteht ein richtig gutes Team? Was ist das Geheimnis, dass Underdogs in Führung gehen, so wie beim Sommermärchen?

Können wir das auch in einem Grossunternehmen hinbekommen? Muss dann die Aufstellung in jeder Abteilung stimmen und wie kriegt man das hin? Wie findet man die richtigen Leute? Ist da Linkedin und Co die richtige Quelle? Oder geht das anders?

Die jungen sind heut schneller durch mit der Welt. Weil sie ja schon als Kinder die Welt bereisen können (wenn ihre Eltern sie mitnehmen) und sei es per Internet.

Youtube-Videos von Lehrveranstaltungen der Besten aus Harvard, Yale und Co sind im Netz zu finden und jederzeit abrufbar. TED-Vidoes sind ja auch noch da. Also kann ich mich über alles und jedes informieren anstatt es selber erst mühsam ausprobieren zu können. Also bin ich schneller durch, wenn mich allein die Technik interessiert. Bin ich dann als Junge schneller durch? Bin ich schneller mit der Welt durch, wenn ich wie ein Junge denke?

Hmm.... andererseits gibt es ja immer neue Techniken, die ich mir angucken kann. Derzeit fällt mir aber nix ein. Ausser meine Lage neu zu bewerten. Ich bin also daheim als Pflegekraft gestrandet. Meine Mama ist auch wieder daheim und es geht ihr noch nicht so gut. Also war ich Besorgungen machen. Apotheke und Einkaufen, was sie gerne essen mag. Ich bekam also ein paar Arbeitsaufträge von ihr und meine Schwester wünschte sich die Kekse mit Vollmilch aus dem Angebotsprospekt.

Es geht also im Leben darum, anderen ihre Wünsche und Bedürfnisse zu erfüllen. Aufgaben abzuarbeiten. Wir brauchen die Arbeit. Zu dem Ergebnis kommt auch das obige Buch.

Freiheit will also gelernt sein. Denn es geht auch darum, mich der Arbeistaufträge der anderen zu erwehren. Und selbst welche zu delegieren. Beim Alt-Papier hab ich also meine Schwester gebeten, das heute mal auszulehren. Denn die Rumlauferei hat mich ganz schön geschlaucht. Und Essen hab ich dann auch gemacht. Was einfaches halt.

Kartoffelspalten mit Kräuterfrischkäse halt. Und meine Mama hat es nach einem überbackenem Baguette gesehnt. Also hab ich das halt dann für uns gemacht.

Was über ist gibt's heute abend noch. Die blaue Wäsche hab ich auch noch weggewaschen. Der Rasen ist noch zu mähen. Ein kleines Stück ist über. Das hab ich noch nicht geschafft.

Dosen sammel ich und tu sie in den Container statt wie meine Mama in den gelben Sack. Ich organisiere also Dinge um. Und mach sie anders. Erst traf dies auf heftige Gegenwehr meiner Mum. Inzwischen mach ich das einfach so.

Jetzt lern ich wie das daheim ist, mit der Aufgabenbeschaffung. Mama wollte bevor sie ins Krankenhaus kam auch mal was von Tchibo aus dem Prospekt. Und anstatt aus dem Laden hab ich es ihr halt jetzt im Internet bestellt.

Ich erfülle also "Kundenwünsche". Und muss dazwischen schauen, dass ich dabei nicht wie in meiner Firma unter die Räder komme. Ich muss also diesmal frühzeitig lernen, mich zu behaupten.

Komm mir ein bisschen vor wie Tony Curtis im Unternehmen Petticoat. Der Beschaffungsoffizier , der sehr kreativ tätig ist, bn ich jetzt also.

Ich sehe Dinge rumliegen (wie den Wäscheberg) und denke, die könnt ich jetzt in die Maschine stecken. Dann lern ich noch nebenher, dass die Tür bei der Waschmaschine nur wieder aufgeht (hatte ein Trum vergessen) wenn der Strom an ist. Ich lerne also dabei etwas über die Bedienung und Funktionsweise von Maschinen. Das finde ich dann wiederum sehr praktisch.

Nachmittags denk ich dann darüber nach, dass soziales Miteinander daraus besteht, einander zu helfen. Helfen ist, sich gegenseitig Dinge abzunehmen. Geben und Nehmen im gleichen Maß. Also nix anderes als Nächstenliebe.

Ich muss mich gegenüber meiner Mum und Schwester heute auch behaupten. Denn sie wollen gleich sehr viel von mir. Ich sag nein oder delegier es. Hoffentlich krieg ich das noch besser hin. Ich arbeite daran und an meiner Reintegrierung in die heimische Family.

Und damit arbeite ich auch daran, mein eigenes Tor sauber zu halten. Am Ende jeden Tages klar Schiff und damit die offenen Aufgaben erledigt oder auf der morgigen Todoliste zu haben.

Meinen Kasten sauber zu halten. Also arbeite ich in gewisser Weise auch als Torwart. Und Eigentore möcht ich in dieser Phase auch vermeiden. Also lass ich mich auf keine halben Sachen ein.

Losen Kontakt hab ich mit zwei Menschen, die sich für meine Weiterentwicklung interessieren. Ich mich auch führ ihre. Von einem bekomm ich leider nur Smileys. Das ist etwas schade. Zumal mir ein bisschen News von Dritter Seite guttun würde. Die Lokalnachrichten halt.

Wie ist das denn bei Dir mit Deinen Arbeitsgruppen? Kannst Du Deinen Kasten auch sauberhalten? Und wie machst Du das? Ich würde gerne von Dir was lernen.

Grad ist noch das Buch "The code of the extraordinary mind" von Vishen Lakhiani gekommen. Bin schon ganz neugierig drauf. Kann mich aber noch nicht lange drauf konzentrieren. Überhaupt auf kleine Schrift. Das ist sehr anstrengend. Und mein Hirn schweift dauernd ab. Muss an der Psychose liegen. Dann entspinnt sich ein spannender innerer Dialog in mir. Weil mir die äussere Ansprache leider fehlt, kommt sie halt von innen. Auch das ist soziale Intelligenz, da ich an Weisheiten des Universums und von unbeteiligten Dritten Anteil nehmen darf.

Ich hatte die Frage an das Universum gestellt: Wie geht neuronales netzwerken? Und jetzt hab ich die Antwort. Sie ist ganz anders als ich sie mir vorgestellt habe. Denn die Kontakte kommen über das WLAN und sind keine Direktkontakte. Damit hatte ich nicht gerechnet.

Was die Frage aufwirft: wie wandle ich virtuelle Kontakte in echte Face2Face - Kontakte um? Vielleicht steht das ja in dem Buch. Oder ich find mal ein TED-Video da drüber.

Ich hab es zwar schon mal geschafft, dass mich im Krankenhaus in Frankfurt zwei Strickerinnen, die ich von Ravelry.com kenne, dort besuchen, aber mehr ist da draus leider nicht geworden. Die Kontakte sind dann wieder eingeschlafen.

Wie machen das andere Leute? Wie schafft Ihr Kontakte? Wie erzeugt Ihr die? Langfristige? Tiefere Beziehungen und Bindungen? Das ist jetzt meine aktuelle Frage und das was mich interessiert.

Ein toonsuper will mit mir eine Kakao-Karte tauschen. Also er zeichnet mir eine und schickt sie mir und ich soll ihm dann im Gegenzug auch eine schicken. Bisher ist nix gekommen.

Mein Hirn verlustiert sich derweil mit einem Wimmelbuch, das ich am Grabbeltisch gefunden habe. Die Farben faszinieren mein Hirn und machen es glücklich und die ganzen Szenen zu erfassen und zu benennen ist mein Gehirnjogging.

Und dann hab ich mir die Sammelbände der Natascha (die Stewardess) Comics bestellt. Gaston ist auch auf meiner Linie. Zusammen mit den Schlümpfen.

Da reicht es mir die Bilder anzusehen. Lesen fällt mir derzeit noch zu schwer. Weil sich mein Hirn darauf noch nicht konzentrieren kann. Ich übe noch. Ab und zu geht's. Auch ohne Brille. Mit Brille könnt Ihr Euch besser konzentrieren, aber es strengt auch das Hirn mehr an. Also zumindest meins.

Die Popel-Comics könnt ich mal wieder suchen. Die sind grösser geschrieben. Aber suchen ist sehr anstrengend. Ich lass mich lieber finden.

Die 4-Musketiere DVD ist heut gekommen. Die guck ich heut abend. Ein Fest für die Augen und Sinne. Mein Hirn braucht ein bisschen mehr Action als in den aktuellen Serien zu sehen ist. Und eine Extra-Prise Galgenhumor wie in the fall guy wär auch gut.

Momentan ist mein Hirn mit Essensplanung beschäftigt. Am Ende fang ich dann noch mit dem Kochen wieder an. Aber dazu hab ich keine grosse Lust, weil ich die Kochphase schon hatte.

Bin gespannt, was als nächstes kommt. Ob es Frauen, die mit kleinen Kindern daheim sind, genauso ergeht? Würde mich nicht wundern. Einen Grund muss es ja haben, dass sie wieder Teilzeit arbeiten gehen können und wollen. z.B. als Ergotherapeutin.

Warum gibt es solche Jobs nicht auch für Männer? Genug Lebens- und Arbeitserfahrung hat mer doch in der Midlifecrisis. Und die Jungen haben doch auch schon viel erlebt und erforscht. Wollen die nicht auch eher Teilzeit arbeiten als Vollzeit und am Ende mit 40 schon ihre Midlifecrisis zu erleben? Hmm...

Ich les jetzt noch ein wenig in den Comics von Peter und Alexander. Den Papagei Flip find ich cool! Ich hab den mit dem Mayatempel noch. Der ist toll. Den kann ich noch 100 x lesen.

Das Matchboxauto könnt Ihr auch alleine hin und her schieben von rechts nach links. Oder umgekehrt. Und mit einem Autoteppich macht es noch mehr Spass.

Meine Mama ist etwas im Jammermodus und daher etwas übergriffig. Meine Schwester ist das meistens auch. Da muss ich mich meiner Haut erwehren.

Da hilft nur The fall guys gucken und eine Schlägerei geniessen. Wenn sie da unter dem Tisch aufeinandertreffen und um sie rum tobt das Chaos. Jaja, das kenn ich gut.

Gehabt Euch woehl!

huhu,
hab mir den linken arm gebrochen. wird entweder morgen oder am do im kreiskrankenhaus operiert.
gruss
sj

hab jetzt einen blauen gips, Muss mich aufmuntern und hab diesen cartoon gezeichnet.
viel spass
einarmiger bandit

Heut geht es wieder zur Nachkontrolle. Und einen neuen Cartoon gibt es auch.
weissd

Neulich... ich versuch wieder in Gang zu kommen, um wieder reinhauen zu können.
der ueberfall - Die Glaa aus ERH

Neulich im Engelgarten...
Lasst Blumen sprechen - Die Glaa aus ERH
Und zum Überfall-Comic hat jemand folgendes gepostet.
"Bei uns überfällt gerade Bofrost die Gegend." ;)

Ich:"Dein Radiergummi ist ja ganz weiss. Meiner ist ganz schwarz vom Radieren."
"Radiert er denn noch?"
Ich:"Er verschmiert."
"Dann isses ein Verschmiergummi."

Neulich hatte ich eine Supportanfrage und sollte ein Ticket eröffnen... hab ich dann auch gemacht... Die frustrierendste Erfahrung meines IT-Lebens. Humoristisch betrachtet kann ich wieder drüber schmunzeln. Und ich hoffe, Ihr auch.
Die Supportanfrage - Die Glaa aus ERH
Die Supportanfrage - Die Glaa aus ERH

Ich häng grad etwas in den Seilen. Und muss mich motivieren und aufraffen Dinge zu tun. Ich würd gern mal mit jemandem von Euch zusammen eine kleine Comicgeschichte machen. Hat jemand eine kleine feine Geschichte, die zu meinem Mal- und Zeichenstil und Humorstil passen könnte oder ganz anders ist? Kurz sollte sie sein. In bis zu 3 Seiten machbar. Ich würd das gern mal ausprobieren mit jemandem zusammenzuarbeiten.
So ein kleines Projektle. Ich verspreche nix aber ich probiere mein bestes. Soweit die Rahmenbedingungen es derzeit zulassen. Ich glaub, ich brauch so langsam wieder mal eine kleine Herausforderung.

Kann auch eine Art Mini-Kinderbuch für Eure Enkel oder Neffen oder so sein. Vielleicht habt Ihr auch ein Kindergedicht geschrieben, das ich ver"tonen" darf. Ich würd mich gern dran versuchen.
Ich brauch neuen "Input" um neuen "Output" zu generieren. Und Lust auf neues zu bekommen. By doing.
Meldet Euch bei: jaegerleins[add]web.de

Zu dem Cartoon: "Weissd, ich will ned mit dem Kopf durch die Wänd. Mir ham Türen."
hab ich folgendes Feedback bekommen. Einen Spruch.

"Bevor Du mit dem Kopf durch die Wand rennst, überleg Dir, was Du im Nebenzimmer willst."
Ich musste schmunzeln. Ich hoffe, Ihr auch :)

Das Spruch-Feedbackspiel gefällt mir. Wir inspierieren uns gegenseitig, feuern uns an und bringen uns gegenseitig zum Schmunzeln. Wir Menschen können uns also durch Feedbacken gegenseitig hochschaukeln und Dopamin für lau geben. Einfach so. Ist das nicht herrlich?

Morgen kommt der Gips runter.

Meine Schwester niest.
Sie:"So etz bini nass."

Neulich im Garten gesehen ... Lasst Blumen sprechen Teil 2.
Lasst Blumen sprechen Teil 2 - Die Glaa aus ERH

Gips ist ab. Jetzt hab ich eine Orthese. Jetzt hab ich mal alles durch Weissgips, Kunsstoffgips ...
Hier wieder ein neuer Comic.
Vollkommen logisch - Die Glaa aus ERH

Im Toonsup-Forum gab es zum Verschmiergummi einiges an lustigem und kreativem Feedback :)

Unter anderem verzichtet einer ganz auf Vorzeichnen mit dem Bleistift deswegen. Worauf ich meinte, das erfordert aber Mut. Worauf er meinte, dass man den Betrachtern nur vermitteln muss, dass das so gewollt ist, und nichts mit Mut zu tun hat :)

Und ein dritter meinte, dass Mut sei, Sudoku mit dem Kugelschreiber lösen zu wollen :)

Im Strickforum hab ich auch die Mir ham Türen-Karte gepostet und von meinem gebrochenem Handgelenk berichtet.
Drauf kam als Feedback: Gute Besserung und pass ganz dolle auf dich auf!

Pass gut auf Dich auf, hat mir auch an dem Samstag jemand gewunschen, bevor es mich und mein Handgelenk zerlegt hat ;-)

Muss jetzt mal ein neues Telefon besorgen. Das alte wird nur noch von Klebeband und Bruchplastikteilen zusammengehalten. Das hält nimmer lang. Mal sehen, ob der Elektromarkt mich reinlässt und wie die Zugangsbeschränkungen dort sind. Werd ich heut mal auskundschaften.

Freitag
Gestern hat es gewittert und dann war ein wunderbarer Doppelregenbogen da! Cool!
Das Gewitter - Die Glaa aus ERH

Am offenen Bücherschrank hab ich einen Herrn getroffen, der meinte, dass Teamwork gar nicht existiert. Weil alle Menschen Individualisten sind. Und dass man nur die persönlichen Schnittstellen 1 zu 1 schmieren kann.

Mir scheint es, dass im sozialen Bereich diese menschlichen Schnittstellen besser funktionieren als in technischen Bereichen.

Der Expert-Markt hat normal offen und ein neues Telefon ist besorgt und angeschlossen. Klingelt etwas komisch. Blubbert verschluckt vor sich hin. Diesmal ein Robusta-Modell erstanden, das nicht so schnell der Zug- und Schwerkraft Tribut zollen sollte.

Sonntag:
Bei meiner schwerstbehinderten Schwester gibt es eine andere Zeitrechnung. Da existieren Uhrzeiten nicht nur Tageszeiten. Die Wörtchen "gleich" und "bald" herrschen vor. Da landet man in einem relativen anderem Zeit-Raum-Kontinuum. In einer Art Paralleluniversum. Das ist wohl so in einer Welt, jenseits der Arbeitswelt. Exkludiert halt.

Mir fällt das derzeit auch schwer in diesen neuen Modus der Exklusion zu wechseln. Früher waren schon drei Wochen Urlaub am Stück für mcih zuviel. Ist wie Entzug. Dabei weiss ich gar nicht, was mir da so fehlt. Ist es die schiere Anzahl der Probleme, die ich tagtäglich zu lösen versucht habe? Die Anzahl der Gespräche und Nöte, die ich mir von meinen Kollegen anhören durfte? Alle haben sich bei mir ausgekotzt. Aber irgendwie war das viel zuviel. Dabei wollt ich doch nur meine Arbeit in Ruhe und gut machen. Und dann hat es mich zerlegt.

Ob sich da die neuronalen Verknüpfungen im Hirn auditiv überverknüpft haben? Mit Skype , MS-Teams und Co? Weil man mit dem Headset seine Kollegen ständig im Ohr und damit auch im Hirn hat? Adaptiert unser Gehirn so das Headset als eine Art Implantat? Wundern tät es mich nicht. Und kann eine Psychose mit Stimmen im Kopf dann die logische Folge davon sein? Würde mich auch nicht wundern.

Mich gruselt es derzeit vor zoomerei oder ms-teamerei vor diesem Hintergrund und diesen Erfahrungen. Denn die Kollegen hatte ich auch in meiner Psychose im Ohr und in meinen Halluzinationen kamen sie auch vor. Schön war das nicht. Inzwischen ist aus den vielen Stimmen wieder eine, der innere Dialog geworden. Ab und zu führt er noch ein Eigenleben. Und gibt mir Tipps und muntert mich auf. Wahrscheinlich sind Stimmen dazu gut, dass sie einen wieder ins Lot bringen.

Die Motivation Dinge zu tun ist auch irgendwie flöten oder trompeten. Was ich machen muss, krieg ich inzwischen wieder hin.

Die Kreativität , das Feuerwerk von früher vermisse ich. Da war ständig ne schräge Idee in meinem Kopf. Deswegen schreib ich wieder. Das hilft mir, damit umzugehen und wieder ins Lot zu kommen. Und wer weiss, vielleicht hilft es auch dem ein oder anderen, der in einer ähnlichen Lage steckt und an sich und der Welt zu verzweifeln droht.

Ab und zu ein Comic ist auch wieder drin. Aber mehr nicht. Mir fehlt die Lust Dinge zu tun, die ich früher gern gemacht habe. Wo ist die nur hin? Ist meine Gehirnchemie so durch den Wind, dass sie noch Zeit braucht wieder ins Lot zu kommen? Muss mal jemanden fragen, der sich damit auskennt.

Im Städtchen hab ich zwei älteren Herren bei ihrer Unterhaltung zuhören dürfen.
Der eine hält die Arbeit hoch:"Arbeit stärkt das Selbstbewusstsein."
Der andere entgegnet gelassen:"Faulheit stärkt die Glieder."

Ich glaub man braucht beides. Zeiten in denen man was macht und Zeiten, in denen man einfach mal nix macht. Wisst Ihr noch wie das geht? Nix machen?

Meditieren hilft mir mein Hirn wieder ins Lot zu bekommen. Langsam kann ich mich wieder besser konzentrieren. Lange kann ich nicht lesen. Immerhin mal ein Kapitel. Ich hab mal einen Krimi angefangen. Bisher konnte ich das noch nicht durchziehen und brauchte immer Abwechslung beim Lesen. Die brauch ich jetzt auch noch. Trotzdem versuch ich mal den Krimi zuende zu bekommen. Irgendwie packen mich die Geschichten noch nicht wie früher, wo ich sie auf einen Sitz durchgelesen habe.

Es zieht sich und meine Gedanken schweifen ab. Ich muss noch üben. Das Konzentrieren. Das muss ich wohl erst wieder neu lernen. Jetzt weiss ich wie es meiner Schwester gehen muss, wenn sie mitten im Zimmer steht und nicht mehr weiss, was sie grad tun wollte. Oder wenn sie mitten aus ihrer Tätigkeit gerissen wird und nicht mehr weiter damit machen kann. Das hilft mir also mich besser in sie einzufühlen. Sie besser zu verstehen. Also ist es irgendwie auch eine Erfahrung, die mich menschlich und sozial weiterbringt. So kann ich das ganze wieder positiv sehen.

Ich soll jetzt einen Pflegegrad bekommen. Mal sehen, ob das hinhaut. Ein Freund von mir meinte: Hau rein! Und dass ich lernen soll den "Profis" zu vertrauen. Das fällt einem mit einem durcheinandergewirbeltem Nervensystem alles andere als leicht. Das sag ich Euch. Aber inzwischen gelingt es mir, solche Zusammentreffen mit den Profis (anfangs wehrst Du Dich dagegen, das ist aus meiner Sicht vollkommen normal, weil Dein Hirn einfach jede Veränderung als Bedrohung wahrnimmt) als Chance zu sehen.

Was bin ich am Anfang beim ersten Treffen mit dem Typen aneinandergerasselt. Jetzt find ich ihn gar nicht mal so übel. Ich kann mich dort auskotzen , ausreden. Also das, was viele Leute bei mir von Haus aus tun, kann ich endlich auch mal bei jemandem machen. Vielleicht kann das Hirn nur eine bestimmte Dosis von Fremdjammere ertragen bevor es aus der Kurve fliegt. Ich versteh Menschen nicht, die sich immer über dasselbe beschweren, aber nix an ihrer Situation verändern. Weil dann ändert sich ja auch nix.

Eine Bekannte meinte, sie fragt dann den Jammernden, was er damit von ihr will. Diese Option war mir fremd. Das wär mir nicht im Traum eingefallen. Und so kann sie den Jammernden auch in seine Schranken verweisen. Auf sozial kompatible Art und Weise.

Inzwischen bin ich die Jammerlappen auch los, weil ich darauf impulsiv reagiert habe. Ob das die emotionale Intelligenz ist? Die uns vor solchen anstrengenden Menschen bewahrt? Einmal mit Sarkasmus. Was muss es Dir schlecht gehen... Du hast einen gesunden Mann und ein gesundes Kind. Das muss wirklich ein Drama sein.

Und das zweite mal dadurch, dass ich jemanden, der sich zuviel in mein Leben eingemischt hat mit: Du spinnst doch! tituliert habe. Und das dritte mal, habe ich den Jammerer angefleht mich doch bitte auch mal aufzumuntern. Mit einer lustigen Postkarte. Bis heute ist keine gekommen. Keine Reaktion. Komisch, wie Menschen reagieren. Komisch, dass Menschen meine Gefühle so persönlich nehmen. Doch diese Trennung war gut. Ja, ich hab jetzt weniger soziale Mail-Kontakte, aber es sind jetzt genau die weg, die nur noch anstrengend für mich waren.

Derzeit brauch ich meine Energie für mich. Deswegen hab ich mich auch von ein paar Bekannten getrennt, die mich nur heruntergezogen haben. Die Dauerjammerer. Ich brauch Ermunterer und Ermutiger. Ermu - Tiger. Mutige Menschen, die einem den Weg weisen. Wegweiser halt. Ihr könnt sie auch "Paten" oder "Mentoren" nennen. Ist alles dasselbe.

So hat sich auch die Spreu vom Weizen getrennt. Es sind diejenigen übriggeblieben, die auch mal vertragen können, dass ich nicht immer lieb und nett und ein Sonnenschein sein kann. Sondern einfach ein Mensch bin. I'm only human after all... singt ja auch der Mensch im Werbejingle. Ist Euch aufgefallen, dass die Werbung immer neurodiverser wird? Queerer? Sie zeigt schwerbehinderte Menschen und Menschen jenseits der Norm. Das finde ich richtig gut! Das klassische Dürr-Zwetschgenmännle-Schönheitsideal wird in Frage gestellt. Zeit wird's. Die anhaltende Dürre ist vorbei.

Und wenn ich etwas Energie über habe, dann zeichne ich wieder einen Comic und teil ihn mit Euch. Open Source Comics halt. Denn was man teilt, das kommt zu einem zurück. In Form von Herzenswärme, einem Schmunzeln und Energie :) Und das ist schön.

Ich habe lange Zeit meine Comics immer wieder an Menschen geschickt, die nur gejammert haben wie schlecht es ihnen geht. Sie haben nicht gesehen, wieviel Energie ich ihnen geschickt und mit ihnen geteilt habe. Das war sehr ernüchternd. Doch sie leben ihr Leben und ich meins. Und sie haben sich gegen mich entschieden und mich aus ihrem ausgeschlossen nur weil ich einmal "nicht funktioniert" , nicht lieb, nett und verständnisvoll sein konnte.

Was sagt das über die Qualität der Beziehung aus, die die Stürme des Lebens nicht überstehen kann? Ich glaube, sie taugt nix. Wenn ich es recht bedenke, dann sind diese Kontakte schon lange vorher versumpft oder eingeschlafen. Nur ich hab sie noch am Laufen gehalten. Künstlich am Leben. Und jetzt ging das halt nicht mehr. Irgendwann geht es halt einfach nimmer. Und dann wirst Du plötzlich als bösartiger Mensch tituliert. Nur weil Du einmal einfach nicht mehr kannst und am Ende bist. Das war sehr schmerzhaft. Aber auch ein heilsamer kurzer Schock. Es ist mir gar nicht so lange nachgegangen wie sonst.

Schon schräg, dass eine dieser Jammeritiser mir mal eine Moralpredigt darüber gehalten hat, dass man auch mal etwas verzeihen und nachsichtig sein muss. Anscheinend gilt das nur für die anderen Menschen. Komisch. Und ich dachte eine Versöhnung ist das schönste, was es gibt. Denn solche Stürme haben unsere Familienbeziehungen immer gestärkt. Wenn ich mich nun immer gleich auf die Flucht begebe, werde ich nie starke und stärkende Beziehungen haben. Oder seh ich das falsch? Ich hab ja von Beziehungen und sozialen Dingen nicht soviel Ahnung. Deshalb schreib ich ja darüber, damit ich das verstehen kann und dazulerne. Und mir über die Dinge klarwerden kann.

Mittlerweile seh ich ein, dass es so für mich besser ist. Denn solche Menschen kosten einen ungemein viel Energie. Und die hab ich derzeit nicht mehr übrig. Ich kann andere nicht mehr mitziehen. Ich muss schauen, dass ich selbst noch mitkomme. Das ist grad eine ziemlich gravierende Veränderungsphase. Transformation halt. Agilität halt. Das hat also nix mit blindem Aktionismus zu tun. Sondern kann auch in ruhigeren Bahnen verlaufen. Wär hätte das gedacht?

Vertrauen statt Kontrolle. Denn die ist mir unterwegs abhanden gekommen. Aber das macht gar nix. Weil man dann auf einmal feststellt, die hatte ich ja eh nie. Vertrauen stärkt die Gemeinschaft durch Loyalität und dadurch, dass wir uns gut kennen. Und dazu gehört offensichtlich auch mal der ein oder andere Streit. Das ein oder andere Missverständnis. Dass ich den anderen nicht fallen lasse, wenn er am Ende ist. Dass ich ihn auch mal in Ruhe lassen und ihm Zeit zum Heilen geben kann.

Und das hab ich daheim gefunden. Und dort hatte ich es wegen der Arbeit ganz aus den Augen verloren. Es ist alles für was gut. Das hätte ich nicht gedacht.

Habe mit einem Bekannten aus dem toonsup-Forum eine Kakao-Karte getauscht. Das war mal ne neue Erfahrung. Dort wünscht man mir gute Besserung. Und das tut gut.

Das CRPS ist links wiederaufgeflammt. Aber ich kann damit umgehen. Mit Meditieren. Runterfahren halt.

Ist Euch bei der WM aufgefallen, dass in den Sportstadien der Rasen mal gestreift und mal kariert ist? Sieht schön aus.
Hättet Ihr gestern auch weitergespielt? Wenn bei uns daheim was schlimmes passiert, dann brauch ich auch was zu tun, um mich davon abzulenken und wiedereinzukriegen.

Folgenden Kommentar hab ich von einem Freund zum Regenbogendoppler-Comic bekommen.
"Hab nur davon gehört. Ich hab den Geburtstagsgästen meiner Mama gesagt hinter dem Haus regnets. Und 1 Sekunde danach. Hat es vor dem Haus angefangen zu regnen. Alle haben gedacht ich habe es regnen lassen."
Ich:"Cool. Hast Du einen Regentanz gemacht?"

Grad streiten meine zwei Grazien. Wegen einem Missverstädnis. Ich versuch mal wieder zu schlichten, weil mir das alles viel zu laut ist und die Mütlein zu kühlen. Ich versteh manchmal auch ned, warum die beiden so schnell hochgehen. Aber wenn man immer aufeinanderhockt ist das wohl auch kein Wunder. Die Menschen streiten oft, wegen nix. Auch das gehört offensichtlich zum Leben dazu.

Was bei uns auch dazugehört, ist dass im nächsten Moment beide wieder lachen. Einfach so. Wie as Weader! (Wie das Wetter)

Was unsere Nachbarin in ihren Garten sät, geht bei uns auf. So hamm wir komische Blumen und Kräuterli auf dem Komposthaufen. Darunter Bärlauch und Zitronenmelisse. Was für den einen Unkraut is, sin des anderen Heilkräuter.

Ich hab dann zu ihr gemeint, dass sie ja noch mehr säen kann. Dann geht es bei uns auf. Meine Mama ist darüber not amused. Weil sie ned so scharf auf diese Kräuterli is. Ihr wär lieber, es würd das im Garten aufgehen, was sie sät. Aber wenn die Karotten aufgehen, dann erst mit einem Jahr verspätung. Das Leben ist komisch. ;)

Das ist ja schräg! Durch das Schreiben hier kommt die Lust und die Kreativität zurück. Aufmunterndes und Ermu-Tiger-ndes Feedback von anderen spielt dabei eine entscheidende Rolle :) Wer hätte das gedacht? Und es braucht gar ned mal soviel davon um den Funken am Brennen zu halten. Ist das bei Euch auch so?

So hier ist der neue Comic, der beim Unkrautjäten entstanden ist. Viel Open Source Spass!
Unkraut vergeht ned - Die Glaa aus ERH

Montag
Heut ein Comic vom "Kampf" mit dem Gartenschlauch...
Der Gartenschlauch - Die Glaa aus ERH

Zum Unkraut vergeht ned-Comic gab es folgenden schönen Kommentar.
"Von anderen lernen. Beispiel: Unkraut, kommt immer wieder, steht immer wieder auf"

Ich arbeite daran...
Und den Kommentar (das Feedback) gab es auch noch...
"hihi! der gefällt mir, Schlingelpflanze, super! "

Mittwoch
Zum Unkraut-vergeht-nicht-Comic gab es folgendes aufmunterndes Feedback.
"Von anderen lernen. Beispiel: Unkraut, kommt immer wieder, steht immer wieder auf"
Dann macht Unkraut also auch Standup-Comedy oder ein Standup-Meeting. ;-)

Als Fall Guy lernt man das immer wieder aufstehen und ich arbeite daran. Hab nicht vor in nächster Zeit wieder irgendwo umeinanderzukugeln.
Oh... das war jetzt doppelt... macht nix. Doppelt hält besser.

Dann bekommen wir also aus jedem Kontakt und jeder Mail, jedem Anruf auch Dopamin und Lebensfreude. Interessant. Das hab ich zwar mal irgendwo gelesen, aber so richtig wahrgenommen hab ich das noch nicht. Das kann man wohl erst, wenn es einem fehlt und abgeht.

Als ich wieder im örtlichen Krankenhaus mit dem Armbruch aufgeschlagen bin, hat mich der Arzt, den ich kenne, gefragt, ob ich Sehnsucht gehabt habe... Und ein bisschen hat er sich über mein Malheur auch amüsiert. Bin ein Fall Guy, der das mit dem richtigen Fallen nie gelernt hat. Da bin ich einfach zu angespannt dafür. Da kann Dale Carnegie in seinem Buch noch so sehr schreiben, wie man entspannt fallen soll. Ich krieg das nicht hin.

Sportarten sind mit mir irgendwie nicht kompatibel. Ich bin der unsportlichste Mensch auf diesem Planeten. Nicht mal gescheit Fahrradfahren kann ich. Ich kann ums Verrecken nicht schalten und wackel mangels meinem fehlendem Gleichgewichtssinn umeinander. Aus demselben Grund kann ich weder Schlittschuh-, Rollschuh-, Rollerblades-, noch Skifahren.

Und ich vermute, dass sich andere Menschen damit beruhigen können. Also mit diesen Sportarten. Mit Sport generell. Weil ich das ja mit dem 70iger-Jahre Gedenktrimmrad meiner Schwester auch kann.

Andere tun halt rauchen. Oder beides in nordischer Kombination. Das Wortspiel gefällt mir ;-)

Beim Skilager hat mich der Lehrer oben allein auf dem Idiotenhügel ausgesetzt und am Ende des Tages wieder abgeholt. Wenn es mir zu schnell ging, dann hab ich mich halt fallen lassen. Da ist nix passiert. War wohl gut gepolstert.

Und ich hab die Ski auch immer über und durcheinander bekommen. Ski lern ich nie.

Eine Frau mit Dackel, die ich neulich getroffen hab, meinte, dass man ab 35 nix neues an Sport mehr lernen kann. Ob das stimmt? Ich kann dazu nicht als Masstab dienen, habe das schon als Kind nicht gekonnt. Konnte nie mit anderen mithalten. Und hab mich trotzdem durch den Grundkurs Leichtathletik gequält. Man muss sich halt seine Herausforderungen im Leben suchen. Wehrsportgruppe wurde sie genannt. Weil der Trainer hohe Anforderungen an die Leut hatte.

Bei mir musste er sie runterschrauben. Die einzige Sportklausur, die ich am Hallenboden geschrieben habe. Ich glaub, die hat es rausgerissen. Denn ansonsten bin ich nicht mal beim Hochsprung über die Latte gekommen. Die lag anfangs bei 1,50 m. Ich bin 1,59 m. Da kann ich leichter drunter durchlaufen als dass ich da drüberkomme.

Ich wurde dann nach drei Fehlversuchen zum Latten hochlegen abkommandiert. Auch daran scheiterte ich mangels Körper-Grösse und weil ich mir auch nie merken kann, wie rum man Schrauben ein- oder festdreht oder locker dreht. Links und rechts verwechsel ich schon immer. Meine Mama ist da noch schlimmer.

Der Wehrsportleiter war not amused, weil ich mich so furchtbar angestellt habe. Und hat mich zur Sau gemacht. Wenigstens war das Thema dann erledigt. Dass ich die 800 m dann doch noch geschafft habe, im Tempo einer Slow-Mo-Rennschnecke damit hat keiner gerechnet. Am wenigsten ich. Aber in der letzten Kurve dacht ich mir... gibst du jetzt auf? Nö. Ich kann noch. Das zieh ich jetzt durch. Dann haben mich alle angefeuert. Das hat mich sehr irritiert. Sowas bin ich einfach nicht gewöhnt und ich glaube, dass ich ohne diese Schreierei, die mich wahnsinnig abgelenkt hat, schneller ins Ziel gekommen wäre...

Zum Gartenschlauchcomic hab ich folgende Feedbackgeschichte bekommen und mich sehr drüber gefreut.

Willie: "Geh zurück ins Zelt!"
ALF: "Es ist zu gefährlich da draußen. Ich musste eine 10 Meter lange Wasserschlange mit meinem Taschenmesser erlegen."
Willie: "Es gibt keine 10 Meter lange Wasserschlangen in unserem Garten."
ALF: "Wenn ich's dir doch sage. Sie war hellgrün und spuckte Wasser pfrrt*prfrr*"
Willie resigniert: "Das war mein neuer Gartenschlauch."
ALF: "Oh, kein Wunder. Deswegen hat sie am Wasserhahn genuckelt."

Apropos Standup und Stehaufmännchen oder Stehauffrauchen...
Das schwierigste ist dass mir die komplette Tagesstruktur weggebrochen ist. Die muss ich mir jetzt selber schaffen. Daheim ist auch genug zu tun. Nur fehlt mir immer noch der Blick dafür. Aber langsam wird's. Ich muss daheim in das Team erstmal wieder reintegriert werden. Und die Aufgaben müssen dann gerecht untereinander verteilt werden. Jeder macht was er kann. Und was gar nicht geht, bleibt halt erstmal liegen.

Der Mdk war da und ich soll einen Pflegegrad bekommen. Freu mich. Dann können wir von der Entlastungshilfe auch jemanden bezahlen, der für uns mal den Monatseinkauf macht. Klopapier, Milch, Saft und Dosenmilch. Die schweren Sachen halt. Ich darf nämlich nicht Autofahren und Mama kann derzeit nicht. Deswegen trag ich die Sachen einzeln heim. Halt immer nur das, was wir grad brauchen.

Bei der Hitze auch kein Vergnügen, weil der nächste Supermarkt in meiner Laufstärke eine halbe Stunde Fussmarsch ist. Und Heimwärts geht es auch noch bergauf.

Sport auf dem 70iger-Jahre-Gedenk gelben Trimm-Dich-Ergometer meiner Schwester und auf dem Trampolin hilft mir auch meinem Tag Struktur und mir neue Motivation zu geben. Da gibt es dann Endorphine und Dopamin. Das kann ich brauchen. Es hilft mir aus dem "Loch" zu kommen. Das ist auch ein Umlernprozess.

Die kleinen Tasks des Tages im Haushalt muss ich in Einzelkomponenten aufteilen, nur dann krieg ich das hin. In kleine Häppchen. Oder wir teilen die Tasks untereinander auf. Aber jeder macht es dann einzeln. Zusammen funktioniert irgendwie nicht. Aber ist das auf Arbeit wirklich anders gewesen? Aus meiner Sicht: nein.

Da wurde die Tätigkeit und die Schnittstelle 1 zu 1 abgestimmt und dann machte man sich allein an die Arbeit. Nur dass die Abstimmerei immer mehr Zeit einnahm. Daheim geht das schneller, weil ich meine Schwester und Mama gut kenne.

Ich kann also jetzt live beobachten wie das mit der Teamarbeit funktioniert. Wenn ich mir klarmache, dass ich den Sport für meine Mama und Schwester mache, damit ich gelassener werde und meine Unruhe verschwindet, damit wir uns besser verstehen, krieg ich mich auch leichter motiviert.

Lesen kann ich nicht lang. Das erfordert zuviel Konzentration. Ich kann mich nur kurzzeitig konzentrieren. Das schreiben am PC hilft mir dabei. Und auch das Zeichnen.

Ich lerne die Unruhe auszuhalten. Das fällt mir schwer, weil ich immer am rödeln war und bin. Mit der Hitze bin ich wieder extrem hibbelig. Wie ein Kleinkind. Mal sehen, ob ich noch erwachsen werde... ;-)
Gestern hab ich sogar zwei Runden Mensch-ärgere-Dich-Nicht (Pachisi - wusstet Ihr, dass das dasselbe ist?) mit meiner Schwester gespielt. Das kostet mich viel Überwindung das auszuhalten. Hat dann aber irgendwie Spass gemacht. Eine neue Erfahrung. Und ich versuche es als neue Tagesroutine für meine Schwester und mich zu implementieren.

Ich hab mich immer gefragt, in welchem Modus man sein muss, um Gesellschaftsspiele zu machen? Im Modus der Langeweile oder Unruhe anscheinend. Im Transformationsmodus.

Mit meiner Schwester zu spielen, ist wie mit einem kleinen Kind. Also müssen Frauen, die wenn sie Mama werden und daheim bleiben und vorher gearbeitet haben, doch eine ählnliche Entzugsphase durchmachen. Eine Frau, die ich im Engelgarten getroffen habe, hat mir dies bestätigt. Sie hat allerdings eine Nachbarin mit gleich altem Kind gehabt und sie haben halt einiges zusammen unternommen. Ich habe keinen Nachbarn mit einer schwerbehinderten 53 - jährigen Schwester, mit der ich mich mal kurzschliessen könnte. Das wär irgendwie schön. Die Wahrscheinlichkeit so jemanden zu finden, sind wohl sehr gering.

Allerdings seh ich in der Nachbarschaft ein paar kleine Kinder und dann stell ich mir einfach vor, dass meine Schwester auch eins ist. Und dann kann ich diese Erfahrung auch noch machen. Ob ich es schaffen kann, auf meine alten Tage noch sozial(er) zu werden? Menschen und ihre Nähe länger auszuhalten? Ich arbeite daran. Ich versuch es. Und es fällt mir wegen meiner Ungeduld nicht grad besonders leicht. Aber ich mache Fortschritte.

Jetzt kann ich verstehen, dass Mütter dann wieder Teilzeit arbeiten wollen. Weil es daheim schon irgendwie öd ist. Ausser ich kann die Dinge aus einer neuen Perspektive entdecken und das versuch ich. Sonst geh ich ein. Momentan ist es nicht mehr ganz so schlimm wie am Anfang. Ob es irgendwann so wird, dass man das gar nicht mehr merkt? So wie vorher nur in daheim?

Mamas suchen sich also ihre Arbeit selber und organisieren sie auch. Machen das Frauen generell so? Machen das Männer auch? Kann ich das noch lernen? Ich arbeite daran. Und sehe jetzt öfter wo mal was zu tun ist. Aber ein lilablassblaues Putzwunder werd ich sicher nicht. Eher praktisch-pragmatisch vom Ansatz her. Simplifizierung. Einfach halt.

Früh beim Frühstück machen wir dann Sit-Up. Also unser Sit-Up-Meeting. Wir frühstücken im Sitzen... Und besprechen, was wir so am Tag vorhaben. Und am Ende des Tages beim Abendessen sprechen wir drüber, was wir am Tag so gemacht und geschafft haben. Und es gibt jetzt auch öfter Lob. Das ist alles noch Neuland für uns und mich. Früher hamm wir nie über das ,was wir machen oder gemacht haben, miteinander geredet. Irgendwie ist das ein schönes neues Ritual.

Sport mach ich auch noch abends um runterzukommen. Auch wenn mir das Aufraffen oft schwer fällt. Aber wenn ich grad eh neben dem Trimmrad steh oder am Trampolin vorbeikomm, dann geht das auch. Da hab ich dann eher das Problem, dass ich dann, wenn ich dabei bin, nicht mehr damit aufhören kann. Weil es mich so beruhigt. Schräg aber auch faszinierend.

Werd ich jetzt auf meine alten Tage noch sportlich? Also im Rahmen meiner Möglichkeiten...

Mein Hirn stellt sich auf die neuen Fragestellungen des Daheimlebens ein. Mit der Arbeitsgruppenbeobachtung hab ich eine Perspektive, die mir das ganze spannend macht. Ich muss mir erst neue Tagestodos und Routinen basteln. Und die Probleme, die ich lösen muss, drehen sich dann darum eine Haushalts- und Besorgungshilfe zu organisieren. Eins nach dem anderen. Oder um das Einkaufen, was wir essen und kochen wollen.

Was macht unsere Arbeitsgruppe aus? Vertrauen ineinander. Geduld. Nachsicht. Umsicht und Rücksicht. Auf einander aber auch auf Dich selbst. Meine Mama hat zu selten Rücksicht auf sich selber genommen. Und ich bin auch nicht besonders gut darin. Ich arbeite daran. :)

Ich treff mich jetzt auch mal wieder mit jemandem, den ich kenne zum Eis essen. Ortsgebunden. Ich drapiere mein Leben neu um die ganzen Artztermine herum. Auch die geben meinem Leben eine Art festen Rahmen. Ich lerne vertrauen in andere Menschen zu haben (das ist mir anfangs sehr schwer gefallen und ist es noch) und Chancen zu nutzen und zu sehen, wo ich früher einen Angriff oder eine Bedrohung hineininterpretiert hätte.

Lange Gespräche halte ich noch nicht aus. Da reicht meine Konzentration nicht. 1 Stunde maximal. Und da werd ich dann schon unruhig. Solange ich was zu tun (essen) habe, geht es meistens.

Das Finanzamt hat mir meine Unterlagen zurückgeschickt. Der Bescheid dauert noch. Wär schön, wenn ich diesmal keinen Widerspruch einlegen müsste. Wenn es einfach passen würde. Das sind meine aktuellen Wünsche ;-)

Donnerstag:
Der Himmel besteht heut früh wie der Rasen im Fussballstadion in Rom aus Karostreifen. Anscheinend wird wieder mehr geflogen. Das Ende der Streifenfreiheit.

Hm... hab immer noch zu wenig Lust. Ich soll Dinge machen, die mir Spass machen. Nur momentan macht mir wenig Spass. Beim Tun soll der Spass kommen. Ich arbeite daran. Heut hab ich mir mal ein Bananenmüsli gemacht. Die Banane musste eh weg. Geschnippelt und dann Haferflocken und Milch dazu. Fertig. Hat draussen am Balkon sehr gut geschmeckt. Doppelt so gut wie drin.

Mir macht es Spass Dinge für andere zu machen. Doch im Moment braucht niemand was von mir und wünscht sich auch nix. Ausser halt mal hie und da mal Besorgungen und Einkaufen.

Nur für mich selber... das fühlt sich komisch an. Was macht mir denn Spass? Nachdenken... schreiben... einen Comic zeichnen... und mit anderen teilen. Also bin ich schon wieder bei anderen Menschen gelandet. Also das, was ich tu, ist dann direkt mit anderen verknüpft. Geht es denn überhaupt anders?

Okay... vielleicht wenn ich ein bisschen Sport mache. Heute kann ich mich nicht dazu aufraffen. Also denk ich nach.

Und Informationen über agiles Zusammenarbeiten und soziale Intelligenz sammeln. Und das ganze dann in der jeweiligen Konstellation(en) in der ich dabei bin, zu beobachten.

ich befinde mich grad in einer Schau - und Beobachtungsphase. Wie ein Kleinkind. Ich will grad mal nix produzieren. Einfach nur sein. Nachdenken tu ich gern. So eine Schau - und Beobachtungsphase ist im Leben immer mal wieder ganz normal. Hat man mir heut gesagt.

Und gestern hat mir meine Freundin auch versichert, dass es ihr als sie ihr Kind bekommen hat und daheim war ähnlich ging. Auch dazu ist Feedback also gut. Wir versichern uns gegenseitig in Veränderungsphasen und begleiten uns gegenseitig. Das ist ja was schönes. Soziale Intelligenz halt.

Der Slow-Mo Modus oder auch Hawaian Blue Modus - so nenn ich das jetzt halt - zeichnet sich durch wenig aus. Es passiert einfach wenig. Und man verändert wenig während man sich verändert. Klingt komisch. Ist es auch und fühlt sich auch so an.

Die alte Tagesstruktur fehlt. Aber ich glaub, das ist nicht das , was einem am meisten zu schaffen macht. Ich glaub, das sind die Mails, die Anrufe , die Aufgaben, die Erfolgserlebnisse, wenn man wieder was hinbekommen hat. Und die Neugier beim Eingang neuer Arbeitsmails, die im Minutentakt eintrudeln. Da werden ja jedes mal Glückshormone ausgeschüttet, aber auch Stresshormone. Schon wieder eine Mail. Ne neue Aufgabe.. aufregend! Oder auch das Gegenteil: Schon wieder derselbe Scheiss!

Komisch, dass einem das so abgehen kann. Das hätte ich nicht gedacht. Daheim bei uns wird nicht viel geredet. Wir verstehen uns ohne viele Worte, weil wir schon so lange zusammenleben. Und meine Schwester erzählt auch vieles 10 x am Tag. Das ist auch irgendwie anstrengend. Auch wenn ich sie sehr lieb hab. Irgendwie fehlt mir da doch der Input. Mal sehen, ob ich das noch runterregeln kann. Immerhin fühlt es sich inzwischen nicht mehr so an, als müsste ich eingehen.

Ich lieg halt gern rum und schau und horch und denk nach. Und irgendwie geht der Tag damit auch rum. Ab und zu hast Du eine Aufgabe zu erledigen und verbindest sie. Es sind halt komplett andere Dinge und Perspektiven wie vorher.

So.. jetzt ist mir doch was eingefallen, auf das ich Lust habe ;-)
Und darüber kann ich mich freuen. Und ich hoffe Ihr auch :)
Heute teile ich mit Euch mal die ersten Gschichtli zum wie ich finde "nervigsten" Kleidungsstück aller Zeiten. Ich hoffe, Ihr könnt schmunzeln...
Fortsetzung folgt...

Die Glaa aus ERH - Was man alles mit einem Buestenhalter machen kann...
Die Glaa aus ERH - Was man alles mit einem Buestenhalter machen kann...
Die Glaa aus ERH - Was man alles mit einem Buestenhalter machen kann...

ach so... das ist also auch Trauer als Gefühl da. Mit Gefühlen tu ic mir schwer sie zu identifizieren.

How to go through a grieving process. Um einen Traum trauern...
Hier gibt es einen TED-Talk dazu.

Und weiter geht's mti dem Quatsch von gestern... ;-)

Die Glaa aus ERH - Was man alles mit einem Buestenhalter machen kann...
Die Glaa aus ERH - Was man alles mit einem Buestenhalter machen kann...


Sonntag:
Heut gibt es wieder Quatsch mit dem Büstenhalter...

Die Glaa aus ERH - Was man alles mit einem Buestenhalter machen kann...
Die Glaa aus ERH - Was man alles mit einem Buestenhalter machen kann...


Morgen geht's wieder zum Röntgen ins Kreiskrankenhaus und dann im Anschluss zum Arzt.
Der guckt dann auch Bilder an ;-) Aber keine Comics
Naja, so wie ich mir das gebrochen hab, ist es auch irgendwie ein Comic.
Weisst, mir war so langweilig und ich hab die Nachbarin auf Rollerskates dahinschweben sehen. Und das fand ich so toll.

Und als Autist hab ich mir immer alles selber beigebracht. Programmieren und zeichnen und so. Und dann dacht ich, das geht mit Inliner fahren auch.
Und hab im Keller auf dem Teppichboden geübt. Da ging es nicht so schnell.
Aber ich kann das mit der Schwerpunktverlagerung nicht und kipp immer nach hinten. Und dann bin ich halt umgefallen.

Also Sport ist nix, was ich durch üben lernen kann. Alles was mit Gleichgewicht zu tun hat und Koordination krieg ich einfach nicht hin.
Da kann ich machen was ich will. Mit Schlittschuhlaufen und Radfahren war das als Kind auch schon so. Ist einfach nicht mit mir kompatibel.

Jetzt fahr ich halt auf dem 70iger Jahregedenkergometer meiner Schwester im Wohnzimmer umeinand. Anscheinend brauch ich "stationären" Sport ;-)

Ich find das ja famos, wie die Fussballer bei der EM fallen können ohne sich zu verletzen. Wenn ich hiefall is was hie. Frei nach der Devise: Gscheit oder gar ned. Immer mit Gelenkbeteiligung.

Zur EM versetz ich mich in die Sichtweise des Balls hinein. Das ganze Spiel über mit Füssen getreten zu werden, is fei a ned grod as gsündeste.

Hier hab ich vom gestrigen Kommentatoren-Gschmarri zwei Scribbles gemacht. Ich hoff, Ihr könnt drüber schmunzeln. Ich seh das, dann immer wortwörtlich vor mir :)
Ihr jetzt auch. :)

Sandra Jaeger EM-Ball-Cartoon Scribble
Sandra Jaeger EM-Ball-Cartoon Scribble

Montag:
Ein Feedback zu den EM-Comics war: "Das ist ein Kopfball."

Ach so, weil der Ball ein Kopf ist, weil er ein Gesicht hat. Hat ewig gedauert bis ich das kapiert hab. Da könnt ich noch einen Cartoon dazu machen...

Heut gibt es wieder zwei Comics zum Thema "Was man alles mit einem Büstenhalter machen kann ..." :)

Viel Spass!
Die Glaa aus ERH - Was man alles mit einem Buestenhalter machen kann...
Die Glaa aus ERH - Was man alles mit einem Buestenhalter machen kann...

Zu meinem Inliner-Umfall meinte einer, dass das ganz schön mutig von mir sei, dass ich mich das in meinem Alter noch getraut hab. Er tät das nicht mehr machen. Als Kind konnte er aber Rollschuhfahren. Verlernt man das dann mit dem Alter? Oder verändert sich der Gleichgewichtssinn mit dem Alter so, dass das nimmer geht? Ist das bei allen Menschen so? Und woran liegt das? Dann verändert sich unser Gehirnkonfiguration.

Gestern bei der Leichtathlethik beim 10-Kampf meinte der eine Teilnehmer auch, dass er jetzt Krafttraining macht und dadurch fühlt er sich, als wär er jetzt 10 cm grösser geworden, aber seine ganze Koordination funktioniert jetzt nimmer. Genügt schon so wenig, dass sich unsere Koordination verändert?

Eine Frau , die ich mal auf dem Spielplatz getroffen habe, meinte ja auch, dass ihr beim Schaukeln schlecht wird. Da spielt ja auch der Gleichgewichtssinn eine Rolle. Schaukeln kann ich aber noch.

Ich mach das ja im Normalmodus im Wartezimmer auch schon. Da wackel ich hin und her wie ein Kleinkind. Das ist halt bei mir so. Weil ich das brauch. Wenn mich jemand komisch anschaut, schau ich halt komisch zurück. Mit dem Alter werden alle Menschen irgendwie komisch. Also isses doch auch schon wieder wurschd wie mer so is und warum.

Habt Ihr gewusst, dass ein Forscher einen 3-D-Drucker so umkonfiguriert hat (mit Biomodulen befüllt), dass man Ibuprofen drucken kann? Weil die biologischen Bestandteile von Arzneimitteln und Pflanzen sich auch künstlich und digital nachbilden lassen aus den Basisbausteinen des Lebens.

Hmm... kann das Hirn denn überhaupt nicht kreativ sein? Ist es nicht immer irgendwie kreativ?
Also auch sich Sorgen machen und sich Horrorszenarien ausdenken, was alles schiefgehen könnte - darin ist meine Amygdala besonders gut - ist doch ein sehr kreativer Prozess.

Schreibt Stephen King einen Horrorroman, dann ist das ja auch kreativ.
Kommt es dann drauf an, wie wir diese Kreativität einsetzen? Also zum Probleme lösen und Ansätze und neue Perspektiven finden, zum klärenden Gespräch oder dazu uns wilde Gedanken zu machen?

Und wie lässt sich das beeinflussen? Wenn ich ruhiger bin, dann geht das. Ruhiger bin ich, wenn ich eine ausgeglichene Dosis an Bewegung, Aufgaben und Ruhepausen hab. Nur die richtige Dosis hab ich noch nicht gefunden.

Meistens ist es entweder zu ruhig und dann ist wieder zuviel los und dann vergess ich wieder die Hälfte und mach ein Zeuch zamm oder mir ist langweilig.

Ein Hamster begibt sich dann in sein Hamsterrad und bewegt sich. Ich versuch das jetzt im aktuellen Experimentierstadium mit dem Trampolin und dem 70iger Jahregedenkergometer.
Zusätzlich hab ich heut noch Physiotherapie verschrieben bekommen. Ich hasse anrufen immer noch wie die Pest. Inzwischen tu ich mir aber etwas leichter damit, weil meine Amygdala nicht mehr jeden Behördenbrief als Angriff interpretiert. Das funktioniert nicht immer, aber immer öfter.

Deswegen bin ich heut einfach mit dem Rezept in die nächste Physiotherapiepraxis marschiert und hab gleich Termine bekommen. Da bin ich dann auch wieder beschäftigt. Ich mache Arbeit. Also bin ich für die Gesellschaft auch irgendwie wertvoll. Denn Arbeit wird ja auch gebraucht, weil Geschäfte davon leben.

Die nehmen für die Zuzahlung nur Karte. Mit der hab ich es nicht. Weil ich mir die Nummer nicht merken kann. Das funktioniert mit meinem Hirn nicht. Alternativ hat sie mir dann eine Rechnung angeboten, weil ich das einfach so gesagt habe, dass ich das mit der EC-Karte nicht kann und dann zahl ich halt per Überweisung.

Also hab ich wieder gelernt mich heute erfolgreich zu behaupten. Kreativ hat sich die alternative im Gespräch entwickelt. Das ist noch Neuland für mich. Aber irgendwie schön. Sonst hab ich nach solchen Gesprächen immer lauter Fragen und bin total verunsichert, weil ich dann gar nix mehr weiss.

Ich bin die Aufgabe also kreativ angegangen. Weil ich diesmal den direkten praktischen und sozialen Weg (Kommunikation), kurz und schmerzlos gewählt habe.

Das Röntgen hat heute sehr lang gedauert. Also das Warten darauf. Nicht der Prozess an sich. Das ging schnell. Nicht mal die Stühle haben heut gelangt.

Und dann beobacht ich die andern Leut und mich, wie wir mit der Wartezeit umgehen. Warum fällt uns das bloss so schwer? Und Hamstern anscheinend auch. Ob das mit dem Effizienzdenken unseres Gehirns zu tun hat? Also weil es Energie sparen will, will es immer was zu tun haben und Aufgaben gleich weghaben? Zumindest geht es mir so.

Und wehe, wenn ich 3 Aufgaben auf einmal bekomme. Dann komm ich ganz durcheinand.

Also die Frau rechts neben mir (die kenn ich vom letzten mal) verdreht wiederholt die Augen und seufzt lautlos. Der Mann rechts neben ihr sitzt so gebeugt über sein Smartphone, dass mir schon vom Hinschauen mein Kreuz wehtut. Also der vertreibt sich die Zeit mit dem Handy. Eine Frau läuft am Gang auf und ab. Und ich wackel nachdem ich nimmer stillsitzen kann, mit irgendeinem Körperteil oder mit dem ganzen Gstell umanand.

Was treibt Ihr denn so im Wartezimmer oder im Bus bis Ihr daheim seid? Habt Ihr kleine Ticks? Undercover stims? Mein Bewegungsdrang kann nämlich auch unterirdisch sein. Dass ich mit den Händen an irgendwas rumfummel oder so. Wieso bloss fällt uns Warten so schwer? Ob es dafür eine wissenschaftliche Erklärung gibt? Braucht unser Hirn immer irgendwas zu tun? Und wenn unser Hirn nix zu tun hat, braucht dann unser Gstell was zum do?

Hat man beim Sport und bei der La Ola gleichermassen ein Flowerlebnis? Ein Erlebnis des Einsseins und der Begeisterung. Ist Begeisterung einssein? Ist das dann eine transzendentale Erfahrung? Passiert das auch beim Skifahren?

da kann ich leider nur beschränkt mitreden, weil ich einfach nicht Skifahren kann. Ich bin mal stundenlang beim Skilager auf dem Idiotenhügel um die Skistecken rumgekurvt. Ganz allein. Weit und breit nur meine Stecken und ich. Und ein verzweifelter Mensch, der mir beibringen wollte, wie das mit dem Babylift funktioniert. Leider vergeblich. Ich bin gut darin, Menschen zur Verzweiflung zu bringen. ;-)

Allerdings hab ich damals auch die Zeit vergessen. Ich musste auch nicht aufs Klo oder so. Es wär eh keiner zum Fragen dagewesen. Erst am Ende des Tages hat mich der Lehrer da wieder abgeholt wo er mich morgens ausgesetzt hatte. Allein hätt ich nimmer heimgefunden. Aber irgendwie hab ich mir da gar keine Gedanken dazu gemacht. Es hat einfach Spass gemacht hoch und runter und um die zwei Stecken rumzufahren. Auch wenn das weder schön noch grazil war. Eine schöne repetitive Tätigkeit.

Ich glaub das Leben besteht aus repetetiven Tätigkeiten. Und die beruhigen uns so wie den Hamster sein Laufrad.

Bei meinem Systemabsturz war es als ob ich beim über den Tellerrand gucken über denselbigen hinausgepurzelt und im Nirvana gelandet bin. Allerdings war das nicht nur schön, sondern auch erschreckend. Beides irgendwie. Und irgendwie hat mich das dann auch wieder resettet. Reboot tut gut. Ich wusste nicht, dass das auch bei meinem Hirn geht und nicht nur bei meinem Rechner.

Wie gestaltet man z.B. wenn man wie Will Traynor aus dem Film von gestern schwerbehindert ist, seinen Tag, wenn man nicht mehr soviele Möglichkeiten hat rauszugehen und fortzukommen? Auch in Zeiten von Corona eine interessante Fragestellung.

Was fang ich mit mir daheim an? Wie kann ich mich daheim im Gleichgewicht halten? Wie verteil ich die heimischen Aufgaben, Todos gerecht und halte die Dosis zwischen Bewegung und Ruhepausen im ausgewogenen Mass? Ohne dass wir uns gegenseitig und mir selber auf die Nerven gehe? Und ohne, dass ich einen Durchhänger ohne gleichen zu einer Tageszeit bekomme? Wie halte ich mein Hirn auf Trab? Ich stecke noch in der Erprobungsphase.

Vielleicht habt Ihr ja Tipps. Was habt Ihr denn so die letzten Monate daheim gemacht?

Bei mir kommt noch hinzu, dass ich täglich 5 Stunden gependelt bin. Da sitzt Du im Bus und Zug und schaust und siehst halt viel. Du wirst unterhalten. Und auf einmal fehlt das und ich habe diese Zeit über und muss mich und mein Hirn selber unterhalten. Das ist mir erst nach längerem Nachdenken aufgefallen. Mit dem Homeoffice fiel das alles auf einmal weg. Ratzfatz. Vollentzug. Von 100 auf 0.Ist es bei Euch ähnlich?

Sind wir am Ende zu Effizient geworden mit unserer Zeit und Aufgabeneinteilung? Und macht uns das jetzt oder wenn wir in Rente gehen, wegen einem Unfall "rauskugeln" Probleme? Hmm... Und wie regle ich das wieder runter und krieg das ganze wieder in ein vernünftiges Gleichgewicht? Mit dem, was mir grad zur Verfügung steht? Gar nicht so einfach.

Dienstag:
So heut hab ich viel telefoniert für meine Verhältnisse (2 x) und dann war ich ganz fertig und durcheinand, weil ich grad erleben darf, dass Bürokratie nicht dazu da ist einem immer mehr Hürden aufzubauen sondern das Leben zu erleichtern. Dazu musste ich erst einen Pflegegrad 2 bekommen und so Kontakt zum sozialen Bereich bekommen.

Von der Arbeit her kenn ich es so, dass die Bürokratie genutzt wird immer mehr Kontrolle einzuziehen, die nur weitere Hürden für mich sind und mir das Arbeiten zur Hölle auf Erden machen.

Jetzt erfahr ich zum ersten mal, dass Bürokratie dazu da ist, um zu helfen und Menschen zu schützen. Auch meine Familie und mich. Und das ist was neues für mich. So hab ich das noch nie gesehen. Und dafür bin ich dankbar. Vor Freude fliessen hi und da ein paar Tränchen... das bin ich einfach nicht gewohnt, die Dinge so zu sehen und zu erleben.

Trotzdem bleibt einem die Erfahrung nicht erspart, sich durch den ungewohnten Behördendjungel seinen Weg zu bahnen. Neuland. Ich habe also eine neue Quest. Ich glaube, das braucht man im Leben. Einen neuen Sinn. Eine neue Suche. Einen neuen Weg, den man einschlagen kann, wenn der alte nimmer funktioniert und keinen Sinn mehr ergibt.

Wir sind also alle irgendwie Jäger des verlorenen Schatzes... wie Indiana Jones oder Robert Langdon. Jäger und Sammler unser Leideschaften. Oder unsere Leidenschaften machen uns zu Jägern und Sammlern. Wahrscheinlich funktioniert das auch umgekehrt. Also erst Sammeln und dann ergibt sich was neues. Wie jetzt bei mir. Die Dinge finden sich. Die Puzzleteile fallen zusammen und fügen sich zu einem neuen Bild der neuen Lebenswirklichkeit. Aus scheinbarem Chaos ensteht eine neue Ordnung. Das bringt das Chaos halt so mit sich. Chaos und Ordnung, Omega und Alpha sind Kreativität und Kreativität entsteht daraus und wirkt sich auf uns und unser Leben aus.

Also jetzt bin ich grad da gelandet, wo ich am allerwenigsten was damit anfangen konnte. Bei der Bürokratie. Und darf lernen mich damit auseinanderzusetzen, um unserer Familie zu helfen. Dass wir weiter so zusammenleben und zusammenbleiben dürfen. Und diesmal funktioniert es. Dafür bin ich sehr dankbar, dass es solche Möglichkeiten gibt. Und ich lerne sie gerade erst kennen. Wow!

Klar , es gibt Missverstädnisse und viele Fragen, aber die kann ich relativ schnell telefonisch klären. Das kostet mich viel Überwindung und Energie. Aber am Ende bin ich einen Schritt weiter. Ich komme voran. Das Projekt Sandra muss ich in kleine Teilaufgaben runterbrechen und eine nach der anderen angehen. Eine Frage nach der anderen klären. Andere wären da wahrscheinlich schneller. ich brauche meine Zeit. Ich muss das erst lernen. Und das will ich jetzt auch, nachdem ich mich anfangs dagegen gewehrt habe.

Es nützt ja nix. Und meine Mama bekommt nur eine Entlastungsunterstützung im Haushalt und beim Einkaufen, wenn wir das auch beantragen und uns selber drum kümmern. Erstmal muss ich rausfinden, was ich tun muss, aber dazu sind die Ansprechpartner ja da. Und die sind sehr geduldig mit mir, erschlagen mich nicht mit ihrem Gerede sondern lassen mich reden und hören sich meine Sorgen und Nöte und Fragen an und gehen darauf ein. Ich werde ernst genommen!

Dass ich das noch erleben darf! Vor Erleichterung und Glück fliessen am Telefon bei mir schon mal die Tränen. Einfach, weil mir jemand eine Auskunft gibt oder einen Tipp , mich versteht und sich mit mir Mühe gibt und sich die Zeit nimmt, mir Dinge so zu erklären, dass ich sie verstehe. Wow! Ich bin geflashed. Und anschliessend durch den Wind. Suche ständig was. Wo hab ich das jetzt wieder hin?

Die Dame heute weist mich auch noch auf der Suche nach einem Entlastungsdienstanbieter auf das Landespflegegeld hin. An das hab ich gar nicht mehr gedacht. Den Antrag mach ich gleich fertig. Und schon hat sich heute mit Klo putzen, meiner Schwester die Haare waschen und der Organisiererei eine Tagesstruktur ergeben.

Einen Termin für den Pflegeeinsatz hab ich auch schon beauftragt und mich drum gekümmert. Es fällt mir alles noch sehr schwer und kostet mich Überwindung. Doch heute hab ich Glück und lande bei lauter entspannten Menschen, die gnädig und geduldig mit mir umgehen. Wow!

Dass die Physiotherapie den ersten Termin heute wegen eines Corona-Impftermins absagen muss, macht mir gar nicht soviel aus. Ja, klar, auch das hätte meinem Tag heut Struktur gegeben, aber so kann ich vielleicht einfach noch einkaufen gehen. Heut ist es wenigstens mal nicht so heiss.

Schon irgendwie schräg. Ich hätte nicht gedacht, dass Bürokratie einen Sinn haben kann. Weil ich da ganz andere Erfahrungen damit hatte. Jetzt dreht sich das. Ich sah jede Zusatzaufgabe auf Arbeit als Zusatzhürde, als Angriff und da konnte mein Hirn irgendwann nimmer und hat die Grätsche gemacht.

Und jetzt darf ich mal die andere Seite kennenlernen. Und das, obwohl mir nix schwerer fällt als es mit der Bürokratie aufzunehmen. So lerne ich eine völlig neue Perspektive kennen. Und das find ich grad total cool!

Jetzt weiss ich was ein Freund damit gemeint hat, dass ich Hilfe von den Profis brauche. Da dacht ich halt erst, na das hat ja bisher so toll funktioniert. Achtung Sarkasmus.

Und jetzt erleb ich grad, dass das wirklich stimmt. Und dass ich darauf auch vertrauen darf. Ja manchmal ist es halt nicht so einfach meine Weltsicht und die der Bürokratie (des Formulars) und der Sachbearbeiterin in Einklang und Übereinstimmung zu bringen. Bis ich verstehe, wo das Problem liegt. Oder warum das aus meiner Sicht so kompliziert aussieht, es aber halt aus der Sicht des Gegenübers gar nicht ist. Eine vollkommen neue Erfahrungswelt ist das für mich.

Ich hatte jetzt nicht vor Pflege und Co zu meinem Spezialinteresse zu machen. Das wird es jetzt halt einfach, weil es notwendig ist. Hätte ich nicht gedacht. Und wenn ich es in einzelne Minidosen aufteile, dann krieg ich auch was hin. Ein Schritt nach dem anderen. Und irgendwie macht es langsam sogar Spass von und mit anderen zu lernen. Von den Pflegekräften, die mir am andern Ende der Telefonleitung begegnen.

Wir lernen also wannimmer wir anderen Menschen in irgendeiner Form begegnen. Ob am Telefon, per e-mail, Fax, in Internet-Foren oder anderen Plattformen oder in echt und analog.

Genau das, was mir auf Arbeit gefehlt hat, das findet mich jetzt. Wenn man etwas sucht, findet es einen dann von ganz alleine? Auf eine Art und Weise, die man sich nicht hätte träumen lassen? Schau mer mal wie es weitergeht.

Ich hab jetzt eine Liste mit Anbietern für Haushaltsnahe Dienstleistungen , die mit der Kasse über das Entlastungsgeld abrechnen können und jetzt berat ich mich mal mit meiner Mama, wo ich als erstes anrufen soll und dann gucken wir mal, ob und wo wir auf der Warteliste landen. Ich bin gespannt.

Also jemanden finden, der einmal im Monat putzt und einmal im Monat mit uns einkaufen geht. Sowas brauchen wir. Und dann gibt es das halt von den "Profis". Weil wenn man Freunde hat, dann haben die ja mit ihrer eigenen Lebenswirklichkeit schon genug zu tun. Die können das dann auch nicht machen. Und das kannst Du auch gar nicht verlangen, weil die auch nicht immer können, Zeit haben und halt im Leben so oft was dazwischenkommt. Das möchte auch kein Mensch. Ich möchte das jedenfalls nicht. Das würde sich nicht gut anfühlen. Der Mensch dachte und Gott lachte. Und bei den Profis sollte das ja funktionieren. Und Du fühlst Dich dann auch nicht so, dass Du jemandem was schuldig bist, wenn er dafür bezahlt wird. Das ist auch noch eine Sichtweise, die für uns wichtig ist.

Profis haben ja die Arbeitszeit um sich genau auf das zu konzentrieren. Und die hast Du in Deiner Freizeit halt selten, weil Du Dich als arbeitender Mensch halt um Deine Family kümmern musst und willst und um Dich. Und Du bleibst ja dabei oft genug auf der Strecke oder kommst zu kurz.

Und das ist auch schon so schwer genug. Also das sind meine Erfahrungen und meine Sichtweisen. Ihr könnt gern anderer Meinung sein und mir diese auch mailen, wenn Ihr mögt. Ich kann immer nur aus meiner eigenen Erfahrung berichten. Und wenn der ein oder andere sich dadurch versichern kann, dass er auch wieder dabei ist auf die Beine zu kommen, dann ist ihm sicher geholfen.

Denn nach ebensolchen Versicherungen und Ermutigungen, Smileys und Zusprüchen suche ich auch und bin darauf angewiesen, um zu sehen, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Und das geht nur bei Menschen, die ähnliches erlebt haben. Also auch aus ihrem Paralleluniversum herausgeschleudert worden sind. Bis man aus dem Schleuderdrama wieder herauskommt, dauert es halt. Durch die Trauerphase muss man anscheinend durch, auch wenn man denkt, man hat damit schon abgeschlossen. Das kam bei mir auch immer wieder hoch.

Es ist gar nicht so einfach sich einzugestehen, dass man Hilfe braucht und sie anzunehmen und sich aufzuraffen, sich darum zu kümmern. Aber genau das ist dann Hilfe zur Selbsthilfe und die führt dann zur Selbsthilfe und dann kommst Du wieder besser in Deinem Leben klar. Da will ich ja hin, nachdem mir meine Welt doch mal ganz abhanden gekommen ist. Langsam entsteht wieder etwas neues. Neue Perspektiven ergeben sich. Wer hätte das gedacht?

Es wird also eine neue Erfahrung, mal selber was in Auftrag zu geben. Bisher war ich immer nur der Befehlsempfänger. Der Ausführende. Aber nicht der Auftraggeber. Das ist auch eine neue Rolle, die ich lernen darf. Mal sehen , welche Erfahrungen ich dabei sammeln darf.

Freunde begleiten mich auf diesem Weg, die ich mal zu einer Sache was fragen kann oder denen ich einen Comic oder Cartoon schicke. Die einfach da sind. In jedweder möglichen Form. Einer schickt mir ab und an einen komischen Smiley. Ein J. ;-) Er hat nicht viel Zeit, weil er beruflich und privat sehr eingespannt ist. Und deshalb ist dieses J für mich umso wertvoller und ich bin sehr dankbar, wenn ich eines bekomme. Denn dann weiss ich, ich hab ihn zum Schmunzeln gebracht.

Andere rufen mich an und andere ruf ich an. Und sie erzählen mir, was grad in ihrem Leben so abgeht. Wir tauschen uns aus. Anscheinend ist Freundschaft, dass man einander auf seiner Quest begleitet. Als Wegbegleiter und ab und zu auch zum Wegweiser wird, wenn der andere was von einem Aufschnappt oder eine Idee bekommt. Sich inspirieren lässt. So helfen wir uns gegenseitig auf unserem Lebensweg. Das ist ja spannend.

Was nicht funktioniert, ist, dass immer jemand persönlich für einen da ist. Aber in irgendeiner Form, sei es ein Kommentar im Forum oder die Anzahl der Menschen, die im Comicforum meinem Thread folgen, die in die Höhe geht, sind sie ja da. Also gehört das wohl in unserer heutigen Zeit so. Ich wüsste auch nicht, wie es in den modernen Zeiten anders funktionieren sollte.

Wir haben also durch das Internet mehr Möglichkeiten der Kommunikation und damit Wegbegleiter und Wegweiser und weisende und wissende und weise Menschen zu finden. Und so navigieren wir durch das Leben. Von einem Wegweiser zum nächsten. Oder macht Ihr das anders? Würd mich echt interessieren.

Das Schreiben wird auch wieder zu einem Strukturanteil in meinem Tagesablauf. Je nachdem, was sich ergibt, mit welchen neuen Erkenntnissen und Aha-Erlebnissen ich am nächsten Morgen aufwache und ob ich Lust zum Schreiben habe. Das tut mir irgendwie gut. Und wenn das anderen hilft, die das hier lesen, umso besser. Dann fungiere ich wiederum als Wegweiser und Symlink für Euch. Und dafür bin ich dankbar, dass ich damit hoffentlich auch anderen helfen darf, ihren Weg im Leben zu finden. Manchmal muss man dabei grosse Umwege in Kauf nehmen.

Ihr wisst ja, was mein Ziel war und immer noch ist. Ein heilsames Umfeld für mich zu finden. Ich arbeite daran und das Umfeld kommt mir aus diversen Richtungen entgegen. So hab ich das noch nie gesehen ;-) Ihr etwa? Ich wünsche Euch einen schönen Tag!

Mittwoch:
Soderla nun hammer für morgen schon einen Entlastungsleistungseinsatz mit Putzen und Einkaufen je 2 Stunden für meine Schwester und mich. Da haben wir Glück gehabt. Zur Abwechslung mal. :)

Das ist ein schönes Erfolgserlebnis. Wenn mich auch davor graut jemanden neuen und fremden in mein Leben zu lassen. Veränderungen fallen mir halt schwer und meiner Schwester auch.

Aber was sein muss, muss halt sein und dann haben wir auch einen Kontakt mehr. Wenn der im Aussen nicht funktioniert, dann muss er halt von Ausen reinkommen per Stippvisite. Hoffentlich kommen wir gut miteinander klar. Meine Mama wird schon sagen, wie sie die Dinge gern hätte.

Heut hab ich mal einen Gurkensalat "gebastelt" und dabei meinen Daumen lädiert. Den hab ich mitgehobelt. Jetzt hab ich ein Pflaster um ihn rum mit dem Spruch:"Don't ask!"

Braucht Ihr ja ned, ich erklärs Euch ja einfach so.

Ich muss erstmal lernen mit den Haushaltsgeräten umzugehen. Meistens stell ich mich an, wie der letzte Mensch. Das lass ich mir dann halt mal von meiner Mama zeigen, dann lern ich wieder was neues dazu und sie fühlt sich hoffentlich wertgeschätzt, weil sie jetzt auch schon meint, dass sie langsam dumm und dabbich wird. Find ich ned. Irgendwann geht halt was nimmer, und dann muss mer sich eine kreative Lösung einfallen lassen. Das passiert ja laufend im Leben. Das ist ja gar nix neues. Es kommt einem dann bloss so vor.

Menschen sind gut sich auf neue geänderte situationen einzustellen, weil sie sie auch selber verändern können. Durch den Einsatz von Kreativität. Ihr macht das ja auch die ganze Zeit schon so.

z.B. ist in der Waschmaschine das Wasser stehengeblieben. Ich hätt jetzt nicht gewusst, was ich machen soll. Meine Mama hat dann einfach die Maschine nochmal neu durchlaufen lassen. Da läuft das Wasser am Ende ja automatisch ab. Also Reboot tut auch an der Waschmaschine gut!

Ihr seht also die Hausfrau ist Spezialistin der heimischen elektronischen Geräte und sehr versiert darin Probleme mit denselbigen zu lösen. Das finde ich famos! Ihr hoffentlich auch!

Hab mich nochmal bei der Krankenkasse versichert wegen dem Entlastungsbeitrag meiner Schwester und dann als ich das Go hatte und mit meiner Mama konferiert und konföderiert und kooperiert habe, hamm wir uns halt unisono für einen Pflegedienst entschieden, der die Entlastungsleistungen auf seiner Homepage separat so aufgeführt hatte, wie wir uns das vorgestellt hatten. Also das, was wir brauchen so beschrieben, dass wir das auch verstehen.

Und da hab ich heut angerufen und die haben uns gleich für morgen einen Termin gemacht. Cool. Trotzdem etwas unheimlich isses mir schon. Wird wieder Überwindung kosten. Das ist dann halt so. Und ich lerne jemanden neuen kennen und meine Mama und meine Schwester auch. Das kann das Leben ja dann wieder ein Stück weit bereichern. Und die Termine strukturieren die Wochen und den Tag.

Mal sehen wie das weitergeht. Ich würd auch gern zur Arbeitstherapie aber ich weiss noch nicht, ob das klappt. Und später in eine Tagesstätte , in eine Art Kreativwerkstatt. Momentan bin ich alles andere als kreativ. Obwohl Dinge ordnen und organisieren setzt ja auch Kreativität voraus und ein. Kann man überhaupt NICHT kreativ sein? Unser HIrn denkt doch andauernd irgendwas. Es ist immer irgendwo im nirgendwo. Zumindest geht es meinem so.

Die Steuer ist auch gekommen. Und ich bekomm eine Rückerstattung. Juchu! Wisst Ihr was seltsam ist, ich wusste damals, dass ich die machen muss, aber die Lust war nicht da. Ich musste mich ungeheuer überwinden und am Anfang ging das gar nicht, weil ich mich absolut nicht konzentrieren konnte. 2 Monate lang ging das gar nicht! Mein Hirn erfand seine eigenen Geschichten und befand sich im Nirvana oder Irgendwo im Nirgendwo. Meine Mails und meine Texte klangen also entsprechend verwirrend und verwirrt, weil mein Hirn das halt auch war.

Aber die Steuererklärung und der Diskurs mit dem Finanzamt (Brief-Ping-Pong des sich Rückversicherns) hat mir geholfen , das konzentrieren wieder besser zu lernen. Lang kann ich das aber immer noch nicht. Also eine Stunde kann ich mich maximal konzentrieren und dann brauch ich erstmal eine Pause. Mit anstrengenden Menschen, die ununterbrochen auf mich einreden, kann ich gar nimmer. Das ist meinem Hirn zu anstrengend. Deswegen sind diese Leute auch weggefallen. Sie haben sich von sich und selbst in Luft aufgelöst und verflüchtigt.

Ich versuche also mich in meiner neuen Lebensrealität zurechtzufinden und mir ein heilsames Umfeld zu schaffen. Mal schauen wie das Leben in unserem "Schwerbehindertenwohnheim" so weitergeht.
Im Städtle hab ich gestern eine Rollatorkonferenz gesehen ;-)

Und heut gibt es wieder einen neuen Cartoon aus der Reihe "Was man alles mit einem Büstenhalter machen kann..."
Viel Spass!
Die Glaa aus ERH - Was man alles mit einem Buestenhalter machen kann...

Warum haben wir soviel Zeug?
Weil jeder in einem Haushalt halt seine Hobbies hat. Mamas ist kochen. Deshalb hat sie ganz viele Kochbücher, Töpfe, Pfannen, Schneebesen und Elektrogeräte. Gleiches gilt für den Garten. Ausserdem dekoriert sie sehr gerne. Also steht bei uns sehr viel Dekoration herum. Und sie häkelt gern und viel. Es gibt glaub ich nix, was meine Mama noch nicht gehäkelt oder gehandarbeitet hat.

Meins sind Bücher, diverse Sachthemen. Also stapeln sie sich bei mir allerorten. Ich bin also eine Art Hochstapler. Mein Zimmer sieht so aus, als habe eine Bücherbombe eingeschlagen. Es ist chaotisch und ein Wunder, dass die Büchertürme nicht einstürzen. Irgendwann werden sie mich sicher unter sich begraben. Ruhe in Frieden.

Dann stapeln sich überall meine Strickanleitungsprototypen. Mützen, Socken allerorten. Zeichenmaterial... nur, wenn ich was suche, kann ich es nie finden. Logisch. In dem Verhau.

Wir sind nicht oft vereist. Oder ins Museum. Wir haben halt stationäres Zeug gemacht. Projekte inhouse oder aroundhouse. Aber selten was outdoor. Mir warn von der Schul und der Ärbert immer müd.

Irgendwann hat man dann aber wohl genug hergestellt. Obwohl... das Schreiben hier ist ja auch irgendwie produktiv und ich stelle auch was her. HTML-Code mit Text.

Derzeit denk ich gern nach und les Amelie Fried "Wildes Leben", weil ich irgendwie neugierig bin, wie es wohl in enthinderten Familien so zugeht. Oder unbehindert oder wie man das halt nennen tut.

Das, was so eine Normfamilie ohne Anpassungsstörungen so treiben tut. Oder geht es bei Euch gar nicht soviel anders zu als bei uns? Ist ein Mann immer das ausführende Organ? Die Exekutive? Und die Frau immer das Organisations und Auftragsvergabe- und Delegiertalent?

Dann muss ich ein männliches Hirn haben, denn das kann meins absolut nicht. Ich bin es gewöhnt Aufträge entgegenzunehmen und auszuführen. Ist das bei Euch anders?

Inzwischen nehm ich die ein oder andere "Offerte" in Gestalt der trockenen Unterhosen an der Leine oder dem vollem Wäschekorb, der unten im Keller sein Dasein fristet, wahr und an. Früher ist mir das gar nicht aufgefallen.

Sind die Frauen dann immer die treibende Kraft im Heim? Und dekoriert jede Frau das Heim und macht es so heimelig?

Sind Männer dann eher diejenigen, die etwas tun und sich auch gern sportlich betätigen und Frauen dekorieren oder lernen ein Instrument oder handarbeiten?

Meine schwerbehinderte Schwester nutzt ihr Gehirn auch kreativ. Sie nimmt das Limo vom Limofahrer. Mit dem kommt sie derzeit nicht zurecht. Schon vier Wochen läuft sie ihm wegen einer neuen Preisliste hinterher. Immer verspricht er ihr eine Kopie mitzubringen. Und dann hat er sie wieder nicht dabei gehabt.

Und dann hat meine Schwester neulich einfach seine Preisliste genommen und gesagt, die kopiert jetzt die Sandra, meine Schwester. Und dann hat sie sie mir gegeben und ich hab zwei Kopien gemacht und gut war. Das hat ihm dann schon wieder zu lange gedauert. Ihr seht also auch ein geschädigtes Gehirn findet kreative alternative Lösungswege. Das ist gelebte Agilität. Das kann man auch mit einem halben Hirn nach einer Gehirnblutung. Faszinierend.

Sie kann sich halt nur über Dinge unterhalten, die in ihrer Lebenswirklichkeit vorkommen. Und wenn Du immer daheim bist, dann ist Deine Welt halt nicht so besonders gross und Du kannst bei Weltthemen und Politik nicht mitreden. Weil Du damit ja nicht in Berührung kommst. Zum Problemlösen brauchst Du das nicht. Das braucht halt die Pflegeperson, die interessiert dann welche Änderungen es bei der nächsten Pflegereform gibt. Aber das auch nur, wenn ich grad da ein Problem hab und herausfinden muss, wie ich es lösen muss.

Heut haben wir Besuch vom Pflegedienst und die Frau ist sehr nett und die Chemie passt. Wir waren zusammen einkaufen. Das war toll. Sehr angenehm, weil sie auf mich Rücksicht genommen hat. Irgendwie cool.

Das mit dem Putzen ist meiner Mama noch peinlich. Da hat sie vorher selber nochmal vorgeputzt, bevor sie jemanden zum Putzen in unser Bad lässt. Aber das machen andere Leute auch hat mir die Pflegekraft versichert. Das ist schön, denn so versteh ich dann, dass das bei anderen Leuten auch nicht anders ist.

Ebenso, dass einen meine Mama überfällt, mit Aufgaben, wenn ich mal heimkomme. Das geht ihr auch immer so. Das beruhigt mich.

Den Regen find ich gut. Weil ich dann nicht den Garten wässern muss. Meine Mama sieht nur, dass der Rasen dann schneller wächst und dann wieder gemäht werden muss. Hoffentlich kann ich mir das erhalten die positive Perspektive auf die Dinge zu sehen. Ich arbeite daran.

Cool. Sie kommt dann im zwei Wochen-Wechsel. Also wenn wir mal tot und verwest in der Wohnung liegen sollten, dann merkt es wenigstens einer. ;-)

Freitag:
Warum sind wir so oft mit den Gedanken woanders? Warum streben wir nach Neuem anstatt uns über das zu freuen, was wir gerade im Moment haben?

Für mich ist die Familie eine Zweckgemeinschaft, die sich gegenseitig ergänzt und hilft und aus dem, was halt da ist (unserem ganz eigenem Patchwork) und den mir zur Verfügung stehenden Rahmenbedingungen versuch ich grad den Rahmen zu basteln, der zu unserer neuen und veränderten Lebenssituation passt. Aus den gegebenen Umständen halt das Beste zu machen. Wie immer. Auch das ist Kreativität nach dem Bauhausprinzip. Modellbauprinzip halt.

Als Kind hab i a so Baukästen ghabt. Etz spiel ich des wohl in einer neuen Variante. Hab gar ned gwusst dass des geht.

Anscheinend steck ich jetzt wieder in dieser Zusammenbauphase. Als Kind hatt ich die auch, da bastelte ich an meiner Modelleisenbahn, massakrierte den Besen meiner Mama, weil ich die gelben Borsten für ein H0-Weizenfeld zweckentfremdete.

Und so ähnlich muss ich das jetzt anscheinend auch machen. Mich umsehen und herausfinden, was es so alles für Möglichkeiten gibt und mich dann für die, die wir brauchen und haben möchten, entscheiden. Im Familienrat.

Aber auch die Dinge rauspicken, die ich für mich selber brauche, um den Laden am Laufen und meinen Kasten sauber zu halten.

Das ist Neuland für mich, das mit dem Familienrat. Ja klar, rede ich wenn eine Entscheidung ansteht und ich ein Problem habe, darüber. Ich gehe meinem Umfeld damit gehörig auf die Nerven. Wie mein Papa als er ein neues Auto gekauft hat. Da hat er meine Mama auch mit Prospekten verfolgt und immer wieder überlegt, ob das jetzt so passt und sie damit in den Wahnsinn getrieben ;-)

Die Probleme, die ich auf Arbeit hatte, hab ich allerdings weitgehend mit mir selbst ausgemacht und mit dem Internet. Also hier meine Gedanken und Experimente und Ideen und Analysen aufgeschrieben. Also früher hat bei uns jeder sein Problem mit sich selber ausgemacht und nix gsachd. Jetzt hammer des erste mal gemeinsame Probleme und da redst dann halt drüber gemeinsam. Das ist neu und spannend.

Aber dass wir für uns gemeinsam Lösungen suchen und finden und das nicht jeder für sich ausmacht, das ist neu. In diese Entscheidungsfindung war ich bisher nicht eingebunden. Ist das jetzt agiles Leadership nach dem Bauhausprinzip? Irgendwie schon.

Und ich bau auch derzeit lieber was nach Anleitungen zusammen. Wahrscheinlich weil ich genau das jetzt brauche in dieser Lebensphase. Organisieren und Entscheiden ist also auch ein kreativer Prozess. Ebenso wie eine neue Tagesstruktur zu finden. Ebenfalls nach dem Bauhausprinzip. Also nach dem Baukasten, was sich halt grad an dem Tag so ergibt. Drapiert um Termine herum. Denn mehr als einen Termin pro Tag schaff ich derzeit nicht. Da bin ich schon überfordert. Das ist mir zuviel neues auf einmal. Ich brauch das ganze in homöopathischen Dosen.

Ich bin auch sehr froh , dass ich derzeit eine Physiotherapeutin habe, die nicht soviel reden tut. Das empfinde ich als sehr angenehm. Sie geht fachlich und sachlich auf meinen Arm ein und ich lerne, was ich daheim noch machen und üben kann. Und das gleich beim ersten mal. Der Termin ging also nicht vollständig für die Vorbesprechung drauf. Das find ich richtig gut. Da war ich überrascht.

Mir fällt es immer noch sehr schwer aus dem Effizenzdenken und keine Zeitvergeuden und jeden Moment ausnutzen-Modus in den langsameren Gang des auf meine Schwester wartens und geduldig seins und Daheimseinmodus zu schalten. Hier ist Geduld gefragt. Sich auf den Moment zu konzentrieren. Und ich frage mich, wie das in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern funktioniert. Wie bekommt man da das mitmenschliche soziale mit dem Effizienztun zusammen? Für mich fühlt es sich immer noch an, als wär ich von 220 auf 5 km ausgebremst worden.

Und aus der Grosstadt wo ich arbeiten war und dem Trubel bin ich in einer bedächtig dahinplätschernden Kleinstadt gelandet. Das mir das soviel ausmacht, hätte ich nicht gedacht. Langsam vergleiche ich nicht mehr das vorige Leben mit dem jetzigen. Der Rhythmus ist jetzt anders. Bedächtiger. Das ist mir auch bei der Pflegekraft aufgefallen, die gestern bei uns war. Sie telefniert ja auch nicht andauernd per Headset mit ihren Kollegen.

Stattdessen erzählt sie uns aus ihrem Leben und wir ihr aus unserem. Im ausgeglichenen Mass. Ich hab gestern auch zwei Leuten, die ich getroffen habe, von meinen neuen Erfahrungen erzählt. Ich musste das einfach teilen.

Also scheint es ein menschliches Bedürfnis zu sein, seine Erlebnisse und Erfahrungen mit anderen zu teilen und so hat man auch Anteil am Leben anderer. Auch weil wir wohl sehr neugierige Zeitgenossen sind und immer spannende neue Impulse brauchen um in Gang zu bleiben auf unserer Quest des Lebens, die sehr verschlungenen Pfaden folgen kann oder wo wir uns unsere Pfade erst selber bahnen müssen, weil diese Kombination noch keiner gewählt hat.

Gestern war ich auf einer Geburtstagsfeier und da waren 4 Frauen und 1 Mann. Der Mann sprach über interessante Sachthemen und Politik. Die Frauen über Menschen die sie kennen und übereinander. Ich fand beides spannend, weil ich bei sowas noch nie dabei war. So eine Frauenrunde. Es ging um Beziehungen.

Reden also Frauen mehr über Beziehungen und Männer über Sachthemen? Dazu fehlt mir die Erfahrung, um daraus eine generelle Regel ableiten zu können. Mich interessiert beides, weil mich Beziehungen inzwischen sowohl vom wissenschaftlichen Standpunkt als auch zum Vergleich und Problemlöseansatz für meine persönliche Patchworkfamiliensituation interessiert. Also ich kann aus beidem lernen.

Ich bin ja dankbar, wenn ich mitbekomme, dass Normfamlien auch ähnliche Probleme und Themen haben. So exotisch sind wir also gar nicht. Weil ja jede Familie ähnliche Grundprobleme hat. Die Sorgen um die Famlienmitglieder und die Existenz halt.

Bei uns daheim reden wir allerdings nur über praktische Dinge wie Essensbeschaffung, wenn was kaputt ist und repariert werden muss und andere solche Problemstellungen. Okay über die dissonante Beziehung mit dem Limofahrer. Immerhin heut hat meine Schwester das bestellte Spezi bekommen. Die Beziehung kriselt aber meine Schwester konnte kam an ihr Ziel und hat ihr aktuelles Problem gelöst.

Was aus meiner Schwester und mir mal werden soll, soweit simmer nicht gekommen. Das hat sich bei mir durch Zufall , Notwendigkeit und Gelegenheit ergeben. Nicht, dass ich als Kind davon geträumt hätte was mit Computern zu machen. Da hab ich noch an meiner Modelleisenbahn gebastelt und dachte, wenn ich einen PC nur berühre, dann mach ich ihn schon kaputt. Wie alles andere halt auch. Ich war noch nie besonders filigran veranlagt. Genausowenig wie sozialer Natur. Ich bin halt eher praktisch pragmatisch und so gehen wir auch als Familie vor, wenn wir ein Problem haben. Hat bisher auch immer sehr gut funktioniert.

Im Endeffekt ist eine Programmiersprache wie jede Sprache ja auch ein Baukastenprinzip im Bauhausstil, wo ich wenn dann - Beziehungen aneinanderreihe. Also im Programm kann ich das mit den Beziehungen und in relationalen Datenbanken. Nur mit Menschen kann ich das nicht. Weil sie selten logisch und pragmatisch vorgehen. Dies ist auch auch an der fehlenden Struktur und Normalisierung so mancher Datenbank ersichtlich. Und genau das macht mich wahnsinnig.

Das gestern gab mir also einen kleinen Tellerrandeinblick in andere Familien und da find ich schneiden wir gar nicht mal so schlecht ab. Wir kommen irgendwie zurecht. Auch miteinander. Auch wenn wir halt nicht soviel reden tun. Weil wir das ausschliesslich auf Problemlösungen reduzieren. Ich rede auch gern über agile Transformation und Agilität, was zwar meine Mama und meine Schwester in Reinkarnation lebt, aber nicht versteht, wenn ich mit diesem Fachchinesisch daherkomme. Sellerie (c'est la vie).

Ich bin aber sehr dankbar, dass ich meine Recherchen und Experimente zu Agilität und Scrum-Sit-in-Problemlösemeeting auch bei uns daheimm am Küchentisch weiterverfolgen kann. Irgendwie brauch ich das. Das Leben aus dieser etwas sachlicheren Perspektive zu sehen und so etwas interessanter und spannender zu gestalten. Da suchte ich die Agilität auf Arbeit und war blind dafür, dass wir die ja daheim bei uns leben. So kann's gehn. Das tut Ihr übrigens auch. Glaubtses mir.

Bei uns daheim redet kein Mensch über Politik, ausser dass meine Mama halt lieber zum Friseur als zum impfen geht. Und wo mer halt grad unter welchen Bedingungen hin kann, wo wir hinwollen. Solang mer beim Aldi kann Coronatest braucht, is mir des wurschd.

Eine Geburtstagsfeier, das gestern war eine, in sozialen Normfamlien sieht also so aus, dass mer sich Gschichtla über andere Leut erzählen tut. Bei der Geburtstagsfeier meiner Schwester geht es vielleicht noch um die Nachbarn, was die so grad treiben, was wir beobachten und sehen können und ansonsten hauptsächlich ums Essen und Trinken. Spezi und Pizza und ich bin glücklich. Und mei Ruh. Und wenn mir was essen, dann reden wir auch nix, weil wir dann den Mund voll haben und uns auf's Essen konzentrieren.

Wie andere Leut beim Essen soviel reden können is mir ein Rätsel. Feiern ist bei mir essen und trinken zu geniessen und des muss a goar nix exotisch sei.

Mei Mama hat gestern gmeint, der blühende Rundbogen wär romantisch. Ich hab keine Ahnung, was des sei soll "Romantisch". Es blüht halt schee. Wer offene Kerzen romantisch finden tut, dem erzähl ich gern, dass ich mir bei der letzten offenen Kerzen den Pony verbrannt hab. Hab's ned gmerkt. Ich hab dann immer das Bedürfnis mit der Flamme und meinem Finger zu spielen und dabei isses dann halt passiert. Hat gstunken aber ich war so faszinert vom Feuer, dass es mir gar ned aufgfalln wär, hätt mich ned jemand drauf aufmerksam gmacht.

Andere Leut sin wohl mit ihre Gedanken im Moment schon woanders. Wie die Frau, die ich mal am Etzelskirchner Weiher troffen hab, die mir derzählt hod, dass es hier ned halb so schön is wie do wo sie herkummd. Hinter Bamberch. Ich hab mich dann halt gfrochd, was sie bei uns dud, wenn's bei ihr dahamm so schee is. Weil ich das nicht verstehen tu.

Warum is immer woanders schenner (schöner) als do wo mer is? Ich schau mich etz um mich rum um und bin erstaunt über das, was wir so alles haben und freu mich drüber. Etzerd. Ich brauch nix.

Dann is mer a Amelie Fried Buch im offenen Bücherschrank begegnet und das interessiert mich halt aus der Sicht wie andere Familien gestrickt sind, miteinander umgehen und ob ich davon was bei uns daheim implementieren kann. Da hab ich mir jetzt "Ich bin bloss die Mutter..." bestellt, weil des könnerd aus dieser Perspektive für mich sehr lehrreich sein. Denn andere Leut einfach so fragn, des mach ich auch, aber ich treff halt bloss die älteren Semester im Städtla. Die Gassigeher und die Schauer, die mittags halt am Marktplatz oder im Engelgarten umeinanderhocken oder umeinanderlaafen.

Was in mein Alter find ich do halt ned. Weil die, die wie ich sin, sin wohl alla ärbern und andere find ich ned und ob mir mitnand kompatibel zum neurodiversen agil transformellen Erfahrungsaustausch sin, des möcht ich doch sehr bezweifeln. Also ich sucherd eher Männer, die auch daheim gestrandet sind und ähnliche Problemstellungen haben. Aber da hätt wohl die Frau was dagegen. Dabei will ich ja nix ausser dem Austausch von Sachinformationen zur gegenseitigen Problemlösungsfindung im Open Source Gedanken und Gedenken.

Wenn mer des noch bei einer Leberkässemmel, Döner oder einem Eis oder einem Kaffee im Städtle auf neutralem Gebiet machen könnerd, wär ich scho zufrieden und meine sozial homöopathische Kontaktdosis hergestellt. Bisher schaff ich das dann mit älteren Herren, die ebenfalls in der Betreuungsphase stecken. Die sin aber meist dann allaans und da fehlt mir dann halt a Trum zum identifizieren und zum Problemlösungsansatzvergleich.

Und wenn sie eine Frau haben, dann hat das bisher noch nie funktioniert. Ich weiss zwar nicht, was ich falsch gemacht hab, aber von den Menschen hab ich dann irgendwann nie wieder was gehört. Vielleicht kann mir ja mal jemand die soziale Konvention verraten, die man einhalten muss, damit sowas funktioniert. Ich habe nicht die leiseste Ahnung.

Was macht mer wenn die Familienmitglieder mit dem Effizienzdenken unseres Gehirns nicht kompatibel sind? Ich versuch die Zeit trotzdem irgendwie sinnvoll zu nutzen. Also die Wartezeit und schreib dann halt. Ergotherapie ist das dann auch noch. Oder Physiotherapie? Wozu zählt jetzt das tippen? Egal...

Ausserdem hilft es mir diese Gedanken einfach mal auszuformulieren... Denn dann ergeben sich neue Ideen und Lösungen. Und vielleicht profitiert ja jemand anders davon oder kann wenigstens drüber schmunzeln. Vielleicht kann ich so jemands Highlight des Tages sein. So wie Ihr auch hie und da für mein Highlight des Tages sorgt.

Und genau das ist es, was mich am Laufen hält: die Highlights des Tages.

Das kann mal ein Eis allein am Marktplatz, ein Döner mit einem Bekannten im Homeoffice oder sowas wie die Geburtstagsfeier gestern sein. Oder ein Buch aus dem offenen Bücherschrank oder ein Quellverweis aus diesem Buch oder dem Autor, wie ich jetzt wieder auf ein neues Buch warte...

Besteht unser Leben dann aus Quer- und Quellverweisen von externen und internen Quellen (Beziehungen, Büchern ...) , Kontakten in jedweder Form halt, die uns unsere Quest des Lebens weisen? Folge den Wegweisern halt...? Bei mir ist das irgendwie so. Und der Weg ergibt sich bei jedem neuen Schritt. Ich weiss selten wo ich hinwill oder wo ich lande. Ich weiss nur, wo ich nimmer hinwill. Oder was ich nimmer kann. Und das neue ergibt sich dann irgendwie. Weil irgendwie muss es ja weitergehen.

Unser Leben ist also wie so eine Fortsetzungsserie... to be continued... Fortsetzung folgt. Wir sind unser eigener "Strassenfeger". So nannte man früher die Fernsehhits, wo die Nation gebannt vor dem Fernseher saß. An Fackeln im Sturm kann ich mich noch erinnern. Ich glaub das war die letzte wo das damals so war und ich es mitbekommen hab. Oder die Dornenvögel.

Heut hat jeder sovill Optionen beim Streaming dass es sowas wahrscheinlich nur bei Fussballereignissen noch geben tut. Und selbst die kann mer ja auf diversen Kanälen und Geräten gucken. Die Fragmentierung des Strassenfegers... Simmer dann irgendwie weniger zusammen und digital fragmentierter zusammen? Weil es sozialen Austausch auch auf so vielen Plattformen gibt. Linkedin, Facebook, Foren, Youtube, Blogs, Whatsapp, Twitter ... Kann des sei, das des a weng vill für unser Hirn is?
Auch die Entscheidung welche Optionen wir nutzen, weil es immer mehr werden?
Ist weniger nicht mehr? Auch mehr Zeit und Mehrwert?
Als des Gfühl ständig irgendwo was zu verpassen? Da lob ich mir doch das Wurschtigkeitsprinzip.

Die Berufswelt wird ja auch immer fragmentierter. Es gibt soviele neue Berufe und die Berufswelt wandelt sich schneller denn je. Zumindest hab ich den Eindruck. Wie schmwer muss es für einen Jugendlichen heutzutage sein, sich für einen Beruf zu entscheiden? Für mich war das damals schon ein Ding der Unmöglichkeit. Ich hatte nicht die leiseste Ahnung, was aus mir werden sollte. Ich hatte jeden Tag soviele Probleme zu lösen, dass ich nicht mal auf die Idee gekommen bin, mir darüber überhaupt Gedanken zu machen. ich hatte genug mit dem Hier und Jetzt zu tun. Und irgendwie ist das noch heute so.

Sonntag:
Heut ist mir das Buch "Würde" von Gerhard Hüther in die Hände gefallen. Also vor die Füss in meinem Buch-Hochstapleruniversum. Wie lebt man nun energieeffizient, ressourcenschonend, artgerecht und im eigenen Rhythmus? Vor allem wenn der äußere Rhythmus und der innere sich gegenseitig ins Gehege kommen?

An mir kann ich beobachten, dass, wenn ich viel Input ausgesetzt bin (also viel Trubel um mich rum war) , dann hab ich auch sehr viele Comics produziert. Mit weniger Input plätschert es ruhiger vor sich hin. Geben wir also , also unser Hirn und Nervensystem und Organismus die Energie, die von aussen kommt wieder nach aussen weiter? Bzw. müssen wir die in irgendeiner Form wieder loswerden? MIr scheint es so.

Und wenn die Divergenz zu weit auseinanderklafft, dann gibt es meiner Ansicht nach einen Kurzschluss im Hirn. Ob nun Bournout (wie z.B. im Buch "Ich bin hier bloss die Mutter..." oder bei einem Bekannten, den ich kenn, oder eine chronische oder gar lebensbedrohliche Erkrankung..., Wut, Aggression ...) irgendwo muss das zuviel an Energie hin. Mit Sport abbauen kann man das auch. Das versuch ich gerade. Wobei da inzwischen gar nimmer soviel zum Abbauen ist.

Komm mir etwas vor, als wär ich aus dem Sturm des Lebens in die Flaute gesegelt. Und jetzt pack ich halt mal meine Ruder aus und improvisiere und bastel mir einen neuen Lebens-Rahmen zusammen.

Inzwischen bin ich in der Lebenswirklichkeit daheim angekommen und statt agilen Scrum-Techniken unterhalten wir und lachen wir über den Film von gestern (Graf Bobby) oder was wir heute zum Essen machen und wie lange die Kartoffeln kochen müssen. Wir stimmen uns ab, wer die Wäsche in und aus der Maschine tut und wer meiner Schwester die Haare wäscht oder sie badet. Soviel Kommunikation wie ich von der Arbeit gewohnt bin, braucht es dazu gar nicht. Wo kommt dieser eklatante Unterschied her?

Warum ist es bei uns daheim einfacher? Simplifizierter? Weil wir uns auf das Wesentliche beschränken? Weil wir uns vertrauen und gut kennen? Weil wir keine Regeln und Kontrollmechanismen brauchen?

Und wieso wurde auf Arbeit immer alles noch viel komplizierter? Eben durch die vielen Regelungen, die mir meine Arbeit letztendlich unmöglich machten, weil sie mit meinem selbständigen Arbeitsstil unvereinbar waren?

Dann sagt das Hirn irgendwann: Leck mich am Arsch! Und dann haste den Salat. Wohl bekomms. Des is fei a ned grod as allergsündeste...

Daheim muss ich gar nicht energieeffizient sein. Wir arbeiten Hand in Hand. Ohne viele und grosse Worte. Weil wir auch die Abläufe kennen und wissen, wo was hinkommt. z.B. beim Ausräumen der Spülmaschine.

Auf Arbeit hab ich das vor der Homeofficepflicht im Büro als letztes noch ganz gern gemacht. Die Spülmaschine ausräumen. Auch wenn ich nie Geschirr benutzt habe. Im Plan war man trotzdem dran. Und aus schierer Verzweiflung hab ich ihn dann freiwillig auch für die anderen vielbeschäftigten in unserem Büro einfach mitgemacht. Wenn ich Zeit hatte wohlgemerkt. Und es nicht selber vergessen hab.

Die andern haben es auch immer öfter vergessen. Wenn alles sinnlos erscheint , dann bleibt das Ausräumen der Spülmaschine als letzte sinnstiftende Tätigkeit noch übrig.

Warum bin ich nicht woanders hin? Das hab ich doch versucht. Ich war sogar bei Auticon in München und beim öffentlichen Dienst hab ich mich auch als Systemadministrator beworben. Da scheiterte ich wie immer an meiner unverblümten Art. Anscheinend werden auch die Regeln des Bewerbungsgespräches immer strenger und ich werde dazu immer weniger kompatibel. Inzwischen bin ich dazu wohl komplett inkompatibel. Weil ich halt einfach die Wahrheit sage. Ausserdem müsste mir erstmal jemand diese Regeln erklären und übersetzen, weil ich sie nämlich nicht verstehe.

Beim öffentlichen Dienst soll man noch mehr arbeiten und bekommt schlechtere Rahmenbedingungen. Also so war das jedenfalls bei der Stelle, wo ich mich beworben hatte. Nachdem ich vom Personalchef anfangs persönlich abgeholt wurde, endete das Bewerbungsgespräch dann mit den Worten: Sie finden ja selbst hinaus. Offensichtlich wollte er mich sehr schnell loswerden. Ich war auch sehr froh, als ich wieder draussen war.

Bin ich mit der aktuellen Arbeitswelt nicht mehr kompatibel? Und wie geht es anderen Menschen? Könnt Ihr alle noch mithalten? Und wozu ist es gut, wenn das zu Lasten meines Cores und des Cores meiner Family geht? Hmm...

Ich suche also wieder nach einem Platz wo ich hinpasse und hingehöre und mich auf meine spezielle Art und Weise einbringen kann. Und den dazugehörigen Rahmen muss sich wohl jeder selber basteln, indem er die Optionen wählt, die ihm guttun. Bei so vielen Optionen ist das heutzutage alles andere als einfach. Aus meiner Sicht. Nicht , dass ich mir früher leichter getan hätte. Irgendwie hatte ich das Glück in die IT reinzurutschen als man noch unabhängig und allein mit seinem Rechner und dem Server seinen Spass haben konnte.

STundenlang im Serverraum versumpfen, Samba und Sendmail und Hylafax und inn einrichten und ich war seelig. Heute musst Du Dich mit zig Kollegen abstimmen. Das kann ich nimmer, weil ich es keinem mehr recht machen kann. Und dann haut es Deinem Hirn halt das Vogerl aussi. Wie bin ich nur da reingerutscht? Wann ist aus IT ein sozialer Beruf geworden? Als alles immer komplexer und komplizierter wurde? Als immer mehr Menschen in ein Projekt involviert waren?

Ich hab auch schon Projekte allein gemacht. Mit dem Kunden. Das war viel einfacher. Da hab ich einfach gefragt, was er will und dann hab ich das halt so gemacht. Heute mischen soviele Menschen mit, auch Kunden, die nicht mehr wissen, was sie wollen. Und dann kannst Du nix mach.

Mei war das schön kleinere überschaubarere Projektle. Bei denen man selber die Zügel in der Hand und ein aktives Mitspracherecht hatte. Da wurdest Du mit Deinem Fachwissen und Fähigkeiten noch respektiert. Du hattest noch Freiräume Dich weiterzuentwickeln. Und warst nicht nur Befehlsempfänger. Du konntest Deine Meinung , Dein Improvisationstalent und Dein Wissen noch einbringen. Und Du hast jeden Tag was neues dazugelernt anstatt Dienst nach Vorschrift zu machen. Denn das kommt bei übertriebenem Regularismus oder Regleritis halt dabei heraus.

Was ich mich auch frage, wieviel Sozialkontake (Kontakte mit anderen Menschen) brauch ich überhaupt? Mir wird es schnell zuviel und zu anstrengend. Ich brauche kein Whatsapp oder Facebook. Ich beschränke mich auf e-mails, Telefonate und diesen Blog. Und halt Echtkontakte. Bin ich altmodisch? Ein Auslaufmodell?

Meine innere Anspannung steigt mit jedem Konakt an. Also die Divergenz und das zuviel an Energie. Ausser, wenn mir Menschen guttun. Und soviele von früher waren das anscheinend nicht, weil ich viele überhaupt nicht vermisse. Im Gegenteil. Heute frag ich mich, wie ich das überhaupt ausgehalten hab. Weil es alles so anstrengend und kräftezehrend war. Also es gibt Leut, die geben Dir ihre Energie ab und die musst Du dann wieder loswerden und es gibt welche, die zehren Dich aus. Und hinterher fühlst Du Dich wie ein ausgelutschter Waschlappen... und bist zu gar nix mehr zu gebrauchen.

Und dann gibt es Menschen, die Dir guttun, weil sie Dich bestärken und ermutigen. Das sind die, die Dich auch im rauhen Wellengang und der Flaute begleiten. Das ist der harte Kern. Der Core. Gibt es einen Core des Lebens? Der sozialen Kontakte? Nur die harten kommen in den Garten? Die auch mal abkönnen , dass Du sie grad nicht abkannst und nicht mit Ihrer Meinung d'Accord gehst.

Irgendwann später änderst Du dann Deine Sichtweise, weil Du ihre verstehen kannst und feststellst, dass sie sich Sorgen um Dich gemacht haben und deswegen Dinge getan haben, die sich für Dich in dem damaligen Moment überhaupt nicht gut oder richtig angefühlt haben.

Dann kommt es darauf an, Situationen und Menschen auszuhalten? Und dann entsteht ein heilsames Umfeld... Hoff ich zumindest. Das andere hatt ich ja schon. Das ist nicht gutgegangen.

Wenn jedes like Dopamin ausschüttet und das Equivalent eines sozialen Kontakts ist, dann haben wir die Dosis doch in den letzten Jahren und Jahrzehnten immens gesteigert... oder nicht? Ist das wirklich so gut? Muss ich ständig wissen, was meine gelikten Freunde machen? Auf der anderen Seite ist es schon schön auch die Freuden des Lebens zu teilen. Und geteiltes Leid ist ja auch halbes Leid. Also ist das auch wieder verständlich.

Wie geht man nun vernünftig mit den sozialen Medien und den Kontakten und Kontaktmöglichkeiten um? Wie finde ich für mich die richtige Dosis? Ich brauch ja auch nix zu sagen. Denn ich nutze sie ja auch. Comicforen und meine Webseite und E-mail. Ich nutze auch E-mail um Echtzeittreffen auszumachen oder ein Telefonat zu vereinbaren. Weil ich so die Konaktdosis dann haben kann, wenn ich sie vertrage. Denn die E-mail die wartet ja auf mich und reist mich nicht aus meinen Gedanken raus. Dafür muss ich erst den Rechner einschalten.

Ist es wirklich so gut, immer und überall erreichbar zu sein? Mir wär das zuviel. Und was macht das mit uns und mit unserem Nervensystem? Schweisst es uns mehr zusammen oder dividiert es uns mehr auseinander?

Könnt Ihr noch offline sein? Oder fällt Euch das schon schwer?

So genug philosophiert für heute...

Jetzt gibt es den letzten Cartoon zum Thema "Was man mit einem Büstenhalter alles machen kann". Auch liebevoll im Comicforum BH-Livehacks genannt.
Viel Spass!
Die Glaa aus ERH - Was man alles mit einem Buestenhalter machen kann...

Montag:
Mal ein bisschen mit dem Malkasten gespielt... und das ist dabei herausgekommen.
Wolf mit Farbkastenspielerei...
Wie geht man jetzt mit einer Krise um? So wie Dorie? Einfach irgendwie weitermachen... wohl... Auch wenn es nicht leicht fällt. Schauen was kommt.

Wo kriegt man jetzt Energie her? Aus den Gefühlen? Also auch aus Wut und Verzweiflung? Brauchen wir andere Menschen, die uns reizen, um wieder in die Gänge zu kommen? Ich glaub schon.

Also lernt man sich selber im Laufe seines Lebens immer besser kennen. Warum tu ich mir dann trotzdem noch so schwer mit mir? Ist das bei Euch auch so? Und mit anderen? Naja, wenn man sich schwer mit sich selber tut, dann tut man sich wohl auch schwer mit anderen. Hmm...

Aus Krisen soll mer ja lernen. Was lerne ich aus dieser? Hmm... Tun sich andere Menschen mit Krisen leichter? Und wenn ja warum? Wie wird man krisenfester? Und wie bekommt man mehr vom Wurschtigkeitsfaktor? Oder ist das was ganz was anderes, was da eine Rolle spielt?

Lerne ich aus Krisen, wenn ich die richtigen Fragen stelle? Also nachdem es ja keine falschen oder dummen Fragen gibt, kommt es also auf alle Fragen an, die mir da so im Kopf herumspuken... und es geht auch darum Möglichkeiten auszuloten und mit Menschen über Probleme zu sprechen. Das darf man. Das ist für mich irgendwie neu. Also dass andere einem da dann helfen und Tipps geben.

Das ist auch so, weil Menschen sich ja nur gegenseitig einen Rat geben können, wenn sie in ähnlichen oder vergleichbaren Lebenswirklichkeiten leben. Also Kinder solange sie zusammen in die gleiche Klasse, Schule oder in den selben Verein gehen, gemeinsame Hobbies haben. Erwachsene wenn sie gleichzeitig Kinder im selben Alter haben und vielleicht auch nebeneinander wohnen. Es braucht also einen ähnlichen Hintergrund.

Die Frage ist, was mach ich, wenn ich sowas gar nicht habe oder es mir abhanden gekommen ist? Hm... Wenn ich in meiner näheren Umgebung nix ähnliches finde. Dann muss ich mit dem zurechtkommen, was da ist. Mit den gegebenen Mitteln. Und die kann ich mir auch organisieren oder hinbiegen. Damit sie besser zu mir passen. Da bin ich dabei. Es dauert halt.

Ist es so, dass man im Leben viel Zeit mit Warten verbringt? Oder geht das nur mir so? Oder nur derzeit?

Wir haben jetzt eine Entlastungshilfe. Sie kommt Donnerstags und ist ein Engel. Ich würd auch gern in die Arbeitstherapie gehen. Aber ich weiss noch nicht, ob das klappt. Ich hab am Freitag hingemailt. Ich brauch noch ein bisschen Struktur um mich rum. Ich arbeite daran.

Schon komisch... ich dachte, dass mir das Remote-Arbeiten entgegenkommt. Das Gegenteil ist der Fall. Weil ich einen klaren Ansprechpartner brauche und den möcht ich in echt sehen und mir da den Input abholen. Das ist einfacher für mich. Das hätte ich jetzt nicht gedacht. Ich bevorzuge also analog oder e-mail. Telefon, wenn ich den anderen kenne. Dann geht das auch mal. Oder wenn ich jemanden um Rat frage.

Hmm... ist jetzt das Leben kompliziert? Bin ich es? Die Umstände? oder alles zusammen? Woran liegt es, dass man Zeiten hat, in denen man gut zurechtkommt, weil alles passt und dann wieder gar nicht? Weil sich die Umstädne und die Menschen um einen rum verändern... denk ich mal. Hm... Und wenn es dann gar nimmer passt, dann hat man den Salat.

Gibt es eine Möglichkeit frühzeitig zu merken, wann es nimmer passt? Und wie machen das andere? Wie geht Ihr mit sowas um? Und was kann ich selber machen? Also Dinge recherchieren, Menschen fragen... denk ich mal... und Dinge selber in die Hand nehmen. Entscheidungen treffen und entsprechend handeln. Aber was am Ende herauskommt, ergibt sich doch dann trotzdem irgendwie und ist nicht immer das, was man sich so vorgestellt hat. Oder ist und war das bei Euch so? Bin ich dann doch ein Exot?

Also werd ich in meinen Büchern nach Lösungen und Ideen suchen. Und versuchen weiterzuzeichnen und zu malen. Aufraffen. Hmm... Nicht einfach. Inzwischen komm ich immer wieder hoch aber rutsch auch wieder zwischenzeitlich ab. Also ich häng nimmer ganz unten im Loch aber es geht so auf und ab und wieder auf...

An manchen Tagen isses einfacher an anderen schwerer. Liegt auch am Wetter. An 2 hoch n Faktoren halt. ;-)
Wenigstens helfen mir die alten Erkenntnisse doch etwas weiter. Manchmal steck ich aber auch wieder fest. Und frag mich, wie es weitergehen soll. Und dann geht es halt einfach weiter.

Meine Highlights sind wie in meiner Kinderheit das Essen und heute auch wieder das zeichnen. Das kann morgen wieder anders sein. Nämlich, wenn mir nix einfällt. Damit hab ich derzeit etwas zu kämpfen, weil mir der Input fehlt. Oder ich ihn nicht transformieren kann. Hm...

Gelingt Euch immer alles positiv zu sehen? Und mit den Widersprüchen im Leben zumzugehen? Ich glaub , ich muss da noch üben. Jetzt hab ich ja Gelegenheit dazu.

Ich freue mich über ein nettes Wort, einen netten Kommentar, wenn die Anzahl der Klicks für meine Comics hochgeht ... oder ein gutes Buch. Das sind meine Highlights. Klein aber fein. Und wenn wir als neurodiverse Familie dann abends vor dem Fernseher sitzen. So als eine Art Lagerfeuerersatz. Das ist irgendwie heimelig und beschliesst als Ritual den Tag. Rituale sind wichtig im Leben. Sie bringen einen durch die Stürme des Lebens.

Derzeit kann ich mich also nur auf das konzentrieren, was ich ändern kann und was meiner Ansicht nach für uns funktionieren kann. Bin ja nicht allein. Ich bin ja auch Teil einer Gemeinschaft also muss es auch für sie passen bzw. die Mitglieder dieser Gemeinschaft.

Und wenn ich mir nicht sicher bin, dann muss ich das halt auch mal ausprobieren. Und wenn es nicht funktioniert, sagen, dass und warum es nicht passt. Nur so kann ich doch dann was finden, was besser passt. Hm... Also ist das auch eine Art Quest. Suchspiel. Fang-den-Hut-Spiel.

Wo die Reise hingeht, werd ich sehen, wenn ich wieder einen Schritt weiter bin. Fertig ist man also nie. Es gibt dann immer Phasen, wo man sich wohler fühlt und welche, wo einem alles um die Ohren fliegt. Im Wechsel. Wie beim Leiterspiel.

Ist das Leben dann eine Aneinanderreihung von Experimenten? Probieren wir alle mit den Bausteinen des Lebens herum und suchen uns die heraus, die zu uns passen? Ich glaub, bisher haben die Bausteine einfach nicht gut zu uns und mir gepasst. Wird Zeit, dass ich andere finde, die besser passen.

Und welche Einstellung und Perspektiven helfen mir durch die aktuelle Transformations- und Verwandlungsphase der Krise? Hm... Es als Chance zu sehen... statt als Sackgasse... ist sicher ein Weg. Das gute zu sehen, das mir passiert, auch wenn es kleine Trippelschritte sind, sicher auch. Geschichten von Stehaufmännchen und weibchen helfen auch. Menschen, die in irgendeiner Form (Buch, Artikel, als Geschichtenerzähler, mit Bildern und Kommentaren... einfach da sind. Es sind mehr als ich denke. Vielleicht denk ich einfach mal drüber nach wer da alles ist.

Und dass auch wenn es mal im Karton rappelt, das halt zu einer Veränderungsphase dazugehört. Weil sich alles erst wieder neu finden muss. Und damit muss ich auch den Status Quo in Frage stellen. Wobei das ja bereits durch den Systemabsturz passiert ist.

Ich bin also erstmal im Chaos gelandet. Doch aus jedem Chaos ensteht auch wieder eine neue Ordnung bzw. auch im Chaos ist eine gewisse Ordnung verborgen. Das muss ich halt erst entwirren bzw. sehen. Sieh die Möglickeiten... Hm...

Dienstag:
Beim Schaukeln im Garten nieste es plötzlich bei der Nachbarin. Da draus ist dieser niedliche Comic entstanden. "Bless you!" sagt mer auf Englisch. Deshalb der Untertitel...

Die Glaa aus ERH - Social blessing...

Eine Freundin von mir macht eine Ausbildung zum Chakra Reader.
Und ich hab jetzt mal eine Bekannte gefragt, die für ihr Enkelkind aber auch so zum Spass Geschichten erfindet, wie sie das denn macht? Ob sie da eigene Erfahrungen und Erlebnisse nimmt und umstrickt.

Und genauso isses.

" ...also ich schreibe immer am besten, wenn ich ganz viel eigene ERfahrungen mit einbauen kann, das sind Gerüche die ich beschreibe, das sind Stimmungen, die ich schon erlebt habe - immer mit der dichterischen Freiheit, das in einen neuen ausgedachten Zusammenhang zu bringen oder zu übertreiben, zu verfremden usw.

Da merkst du dann vielleicht, dass da viele reale Beobachtungen und Erfahrungen mit drin sind, die ich einfach weitergesponnen habe. So wie du halt auch deine Comics zeichnest, du nimmst eine reale, erlebte Situation und spitzt sie zu. Und weil du deine Umwelt auf deine ganz eigene Art undWeise wahr nimmst, kommen da so ungewöhnliche Dinge raus. das ist beim Schreiben ganz ähnlich. und es ist natürlich auch eine Gewohnheits- und Übungssache. irgendwann beobachtest du deine Umwelt danach, ob du da eine Geschichte, ein Gedicht, einen Comic draus machen könntest. mir macht das großen Spaß."

Hm.. ich spitze die Situation also auch in meinen Comics zu und übertreibe... ? Also der obige ist genau asu bassiert ;-)
Aber manchmal mach ich das mit dem Übertreiben schon. Bei mir ergeben sich die Situationen einfach, weil Leute seltsame Dinge tun oder sagen. Und dann kratz ich mir den Kopf weil ich mich wunder... und dann entsteht da draus ein wunderbarer Comic.

Habt Ihr gewusst, dass Delphine genau wie wir auf der Suche nach dem Kick oder dem Einsseingefühl sind? Sie kauen auf giftigen Fischen (Kugelfischen) herum und sind dann High. High dolphin.

Und wir machen das bei der Werbung oder auf dem Rummelplatz oder beim Bungiejumping oder Freizeitsport oder Extremsport oder beim Meditieren. Bei mir reicht eine normale Schaukel. Hm... und so verändern wir unseren Bewusstseinszustand. Und sind dann eins mit dem Tun und der Welt. Unisono sozusagen. Wir sind dann einfach glücklich. Weil es uns Spass macht.

Oder beim kreativen Schreiben, Geschichtenerfinden oder Comiczeichnen... da geht das auch.

Technik will jetzt dieses Wissen nutzen bzw. tut sie das ja schon allein durch ihre Verwendung, um unsere Bewusstseinszustände zu verändern und ein collective genius zu schaffen. Also soziale Resonanz, ein soziales Unisonoerlebnis.

So wie die La Ola Welle im Stadium wenn das Spiel nervenaufreibend und spannend und mitreissend ist.

Technikfreaks machen das beim Burning Man. Da treiben sie es mit Licht- und Soundinstallationen und sonstiger Überreizung der Sinne und damit Grenzerfahrungen bis auf die Spitze. Esoterik und soziale Intelligenz trifft auf Technik.

Extremsportler tun das auch. Sie können ihre Herzratenvariabilität (davon hab ich ja schon beim den Neurofeedback-Ball bei der Schmerztherapie berichtet) verändern. Neurobiologie, Neuroethik, Neurowissenschaft trifft hier auf Psychologie.

Donnerstag:
Unsere Pflegekraft war heut da und mit mir einkaufen. War ein bisschen viel heut im Supermakrt los. War mir viel zu heftig. Sie ist ein Engel und das hab ich ihr auch gesagt.

Ich:"Hört es heut noch zu regnen auf?"
Sie:"Heut regnets nur 1 x. Und zwar den ganzen Tag."
Das fand ich lustig.

Und den Comic mit dem Hatschi fanden die Leut niedlich und süss. Darüber freu ich mich.

Ansonsten nehm ich stationär auf dem 70iger Jahre-Gedenkergometer an der Tour de France teil und fahr dann halt zur Berichterstattung mal ne halbe Stunde mit. Da kann ich etwas Dampf ablassen und mich runterfahren. Und beschäftigt bin ich auch. Und Spass macht es obendrein.

Ich find immer schön, was die Leut so alles auf den Feldern anstellen um die Tour de France zu feiern. Und die Landschaft ist auch ganz schön. Sightseeing alternativ auf One statt in echt. Eine Alternative zu Verückt nach Meer, wenn einem Verreisen zuviel oder nimmer drin is.

Passend zu meiner derzeitigen Situation der Transformation in der Krise les ich grad das Buch Vergeude keine Krise. Das hilft mir weiter. So ne Art Rückversicherungsratgeber.

Und von Gerald Hüther Lieblosigkeit macht krank: Was unsere Selbstheilungskräfte stärkt und wie wir endlich gesünder und glücklicher werden. Mal sehen wie das so ist.

Das Krisenbuch find ich schon mal ganz gut, weil ich vieles aus eigener Erfahrung bestätigen kann. Immer schön agil einen Schritt nach dem andern. Der Weg ergibt sich. Mal sehen, was dabei herauskommt bei dieser agilen Transformation meinereiner. Mein Name ist Hase, ich weiss von nix, weil ich nicht weiss, was am Ende dabei herauskommt. Und ob es überhaupt ein Ende gibt. Weil ja irgendwie immer Krise oder Transformation und Veränderung is. Vergisst mer halt gern mal ab und zu.

Freitag:
Letzte Woch hat der Limofahrer meiner Schwester ein Multivitamin-Limo angepriesen. Da war es ihr aber zuviel. Da braucht sie halt dafür auch Zeit um das zu verarbeiten. Diesmal wollt sie eins und etz hadders ned dabei. Des is scho a weng seltsam. Und mei Schwester is ganz durcheinand und schimpft. Dafür haddera heut a Preislisten in die Händ drückt. Dabei hammer die doch letzte Woch kopiert. Seufz! Ein Durcheinander is des und des bringt mei Schwester ganz durcheinander.

In 10 Minuten will er numal vorbeikumma und des Multivitamin-Limo bringa. Die sin etz scho rum. Der had scho viel gsachd. Dem glaamer nix mehr.

Mei Schwester will warten. Und solang dud sie ned baden. Und mir müssen warten. Des is fei ned schö, weil des bringt unsern Dooch ganz schö durcheinand. Mir möcherden ja a amol fertich werdn. Aber des is dem Limofahrer halt wurschd. Auch dass sei Verhalten halt den Tagesablauf meiner Schwester ganz durcheinander bringt. Und das ist nicht schön. Da fehlt halt das Verständnis.

Irgendwie glaub ich, dass wenn er sich mehr Zeit nehmen tät zum Zuhören und verstehen, dass er hinten raus viel mehr Zeit sparen würd. Dass er deutsch nur gebrochen spricht und kaum versteht, erschwert die Verständigung zusätzlich und die Frustration meiner Schwester auch. Etz issi sauer und grantig. Und wir kriegen es ab. Etz dürfmer sie an ganzen Dooch wieder besänftigen.

Ein Domain-Name-Broker bombardiert mich mit mails, weil er mir die Domäne SandraJaeger.com anbieten will. Ich bin mit com oder ned bedient. Ich brauch nix weiter.

Willkommen in Absurdistan.

Rech di ned auf! Des sachd sie so leicht, wenndi die ganz Welt aufregn dud...

Hier hab ich einen entregenden Comic für Euch. Ich hoff, der hilft.
Viel Spass! Und ein schönes Wochenend!

Die Glaa aus ERH - Social blessing...

Samstag:
Neulich beim Gwitter... Ich steh im Fenster und schau.
Ich:"Es regnt und die Sunna scheint."
Mama:"Vielleicht kumd a Regnbogen."
Ich:"A Auto kumd. Mit am Hänger."

Der Limofahrer is gester doch noch gekommen! Jippie! Also dieses Sozial-Experiment ist dann doch noch geglückt. Und ich hätte es jetzt nicht unbedingt erwartet, obwohl ich ihm eher eine Chance gegeben hätte als meine Mama. Meine Schwester ist da sehr optimistisch.

Das Limo ist Exotic und schmeckt sehr gut. Also hab ich auch wieder was neues ausprobieren dürfen. Und was neues gelernt. Meine Schwester macht also sozial-Experimente mit dem Limofahrer und er mit ihr. Jede Begegnung in jedweder Form ist also ein Sozialexperiment. Und das kann gut oder schiefgehen. Ist aber immer auch eine Frage der inneren Einstellung und der Perspektive.

Es gab eine Umfrage zum Einsatz von Robotern zur Vermittlung von Mimik und Gestik für autistische Kinder. Ich find das nicht so gut. Genausowenig wie den Einsatz von Pflegerobotern.

Ich kann aber verstehen, warum man den Weg der Technik wählen will. Weil es sonst zu teuer wird im sozialen Bereich und weil dort die Leute fehlen. Weil die selbst auch wieder zu schnell an ihre Grenzen stossen.

Da fehlt aber nachdem ich jetzt im sozialen Bereich ja Erfahrungen sammeln konnte, der Faktor , der mir am wichtigsten ist: Mit- und Menschlichkeit. Ja, in Form von Algorithmen ist das zwar gut gedacht und gemeint, aber ich brauche für meine Geschichten und Comics Menschen und menschliche Geschichten. Gschmarri halt und Humor und so. Also die Widersprüchlichkeit des Lebens und über die kann mer dann schmunzeln.

Man fühlt sich nämlich nur mit Menschen wohl, mit denen man etwas gemeinsam hat. Wo die Chemie stimmt und mit denen man sich identifizieren oder Gemeinsamkeiten in den Unterschieden hat. So zumindest lernt man Menschen mit abweichenden Meinungen und anderem Background kennen.

Welchen Background hat jetzt ein Pflege oder Mimikroboter? Den des Entwicklers? Oder mischen sich die Perspektiven aller Beteiligten? Und was kommt dann für ein Mischmasch dabei heraus? Nur Effizienzdenken? Oder auch Hummor? Ist Humor in Pflegerobotern denkbar? Und wie soll das funktionieren?

Easter Eggs gibt es ja auch in Programmen. Aber die verstehen wiederum nur Insider. Wie schafft man es denselben Ton, eine gemeinsame Basis mit dem Anwender, Patienten, der Zielgruppe zu treffen?

Das gelingt ja schon so bei Anforderungen, die an die IT von den Organisationierenden kommen nicht. Da gibt es schon viel zu viele Missverständnisse. Ich kann nämlich nicht davon ausgehen, dass meine Erlebenswelt dieselbe ist, wie die eines anderen Menschen. Also wie soll das dann zusammenpassen und zusammenkommen?

Wieder geht dies für mich nur, indem man den anderen Menschen individualisiert kennenlernt und auf ihn eingeht. Seine Marotten und Ticks schätzen und lieben lernt und humorvoll mit ihnen umgeht. Kann das ein Roboter? Geht das? Oder landen wir dann wieder bei einer Normierung, mit der ich ja schon so meine Schwierigkeiten hab.

Wenn man ausserhalb der Norm ist und dann wiederum eine gesteckt werden soll, um gepflegt und geholfen zu werden, kann ich mir auch nicht vorstellen, dass das so funktioniert. Auch aus eigener Erfahrung. Meine Schwester kommt ja schon nicht mit einem Videorekorder klar, obwohl ich ihn ihr 10 x erklärt hab. Wie bei allen Menschen ist es so, was man nicht macht , weil man es nicht braucht, das lernt man dann halt nicht.

Das erklärt auch, warum es Re-Schulungen für ein und dasselbe Softwareprogramm bei meinen Kollegen gab. Sie haben nie angefangen damit zu arbeiten und dann lernt man es halt nicht. Und dann sind hohe Schulungskosten die Folge. Aber die bringen ja nix, wenn der Anwender sie nicht benutzt.

Ich glaub einfach nicht, dass sich zu Helfende standardisieren und normieren lassen. Kannst es ja gern mal mit mir und meiner Schwester ausprobieren. Meine Mama hätt ich auch noch im Angebot.

Das fängt ja schon da an, dass ich meiner Mama ein Handy besorgt habe, aber sie keinen Verwendugnszweck dafür hat. Sie hat keine Bekannten, die sie anrufen kann. Also braucht sie das Ding auch nicht. Denn ein Handy ist ein Kommunikationsmittel. Genauso wie ein Computer. Deshalb hat meine Schwester auch keinen, sie könnte sich aber das Einschalten und Einloggen eh nicht merken. Das ist schon zu kompliziert. Und meiner Mama auch. Gameboy spielt sie. Sowas geht. Bei meiner Schwester geht das schon wieder nicht. Ihr seht also schon wir drei sind komplett verschieden. Also wie soll sich das standardisieren lassen?

Wogegen unser Pflegeengel sich auf jeden einzelnen von uns einstellen kann. Sie hört uns zu und tuned sich auf uns ein. Und das mit dem Zuhören ist meiner ANsicht und Erfahrung nach in der technischen Welt verlorgengegangen. Es geht ums Twittern und Tweeten. Ich hör lieber die Vögel zwitschern.

Okay, ... ich zwitscher hier ja auch. Also ich teil mit Euch meine Gedanken und hoff, das am ENde was neues kreatives dabei herauskommt. Denn Euer Input inspieiert mich ja auch.

Und der Austausch von Erfahrungen in Form von Lebensgeschichten fehlt dann auch. Also daa, was Begegnungen ausmacht. Denn ein Roboter erzählt einem nicht humorvoll die eigene chronische Krankheitsgeschichte. Zusammen lachen kann man mit ihm nicht. Und der Input ist halt nicht menschlich sondern analytisch und logisch. Und das allein reicht nicht, um ein gutes Leben zu führen. Dazu braucht es ein grosse Dosis Empathie, soziale Intelligenz in Form von Geduld und Umsicht und die ist halt in einem Algorithmus standardisiert und nicht individualisiert.

Ein Mensch kann auf einen anderen Menschen individuell eingehen. Und das ist auch tagesformabhängig.

Technik trifft auf die Menschen. Das fängt ja schon beim Smartphone an. Transhumanismus halt. Ethikfragen tun sich auf. Was darf Technik und was darf sie nicht?

Was dürfen Menschen und was dürfen sie nicht? Kann man das wirklich alles regeln? Nein, das glaub ich nicht. Denn jeder Mensch ist einzigartig und so ist jede Begegnung und Beziehung auch einzigartig und deshalb meiner ANsicht nach nicht standardisierbar.

Können Maschinen sozial intelligent handeln und denken? Rücksicht und Umsicht und Vorsicht und Nachsicht walten lassen? Die im Effizienzdenken entstanden sind? Denn Effizienz ist mit sozialen Berufen meiner Ansicht nach nicht vereinbar aus den oben genannten Gründen.

So heut gibt es noch einen Comic zu dem Thema Gestik und Mimik. Darüber mach ich mich auf meine Weise etwas lustig. Ich hoffe, Ihr könnt darüber schmunzeln. Dem Fragebogenhinweisgeber hab ich den Comic auch gesichkt und meine Meinung nochmal zusammengefasst. Mal sehen, ob er sich drauf meldet und wie er reagiert. Auch wieder ein Sozialexperiment. Ich bin gespannt. To be continued... Fortsetzung folgt wenn er sich melden tut.

Die Glaa aus ERH - Lasst Schilder sprechen...

Sonntag:
Ein Freund hat mir gemailt, ich hätte Talent. Ich weiss bloss noch ned so recht wofür ...

Was macht Ihr denn so im Urlaub?
Meine Physiotherapeutin fährt mit ihrer Schwester und den Kindern auf einen Erlebnisbauernhof. Also inländisch aushäusig. Sie will ein bisschen Ruhe und raus aus dem Alltagstrott.

Mein Papa war da ganz anders. Als Handwerker war er jeden Tag in Nürnberg unterwegs. Der wollte im Urlaub einfach daheim seine Ruhe haben. Früher hat er noch bei anderen ausgeholfen und viel gemacht. Irgendwann nimmer.

Fahren dann stationiert arbeitende Menschen eher fort? Und suchen zerstreuung und Ablenkung in Erlebnissen wie Sightseeing oder Sportevents? Wie sieht denn der Alltag von so einem sportlichen Menschen aus. Würd mich mal interessieren. Sind dann schon die Kinder und waren er dann schon im Sportverein und Skiclub? Und haben die Sportarten schon als Kinder und das Teamplay gelernt? Dann kommen die ja in einer ganz anderen Erlebenswelt auf die Welt wie ich.

Ausser Tagesausflüge war bei uns nix im Budget drin. D.h. wir haben dann auch kaum Gemeinsamkeiten. Also eher in den Unterschieden. Wie kriegt man dann zwischen Neurodiversen also unterschiedlichen Menschen eine Verbindung zustande? Wenn sie auf den ersten Blick nix gemeinsam haben?

Über gemeinsame Probleme? Das müssen dann ganz spezielle Interessen sein. Wer nicht gut in Sport ist und Koordinationsschwierigkeiten und Gleichgewichtsprobleme hat, dem bleibt dann halt bloss das Denken. Das Hirn als Ausgleich. In einer Handwerkerfamilie ist das dann etwas seltsam, weil man da dann auch nicht wirklich reinpasst.

Deswegen bin ich dann wohl als eine Art "Denkhandwerker" in der IT gelandet. War wohl das einzige wo ich hingepasst habe. Da durfte man wenigstens eine Zeit lang selber denken. Das war eine schöne Zeit. Der Server, das Betriebssystem, mein Netzwerk und ich. Wir zusammen im Backoffice, wir waren ein gutes Team.

Und dann kamen die Regeln , immer mehr Projekte und Ausseneinsätze dazu. Für die IT blieb immer weniger Zeit und immer weniger Ressourcen über. Obwohl die doch das Backbone und das Fundament darstellt. Dann bekommt das Fundament halt Löcher, wenn man sich nimmer darum kümmern darf. Dann verkümmert es. So wie die Menschen, die damit arbeiten.

Im Ausgleich müssen dann die Einzelnen zu Allroundern werden und ihre IT-Probleme selber lösen. Also braucht es auch da wieder Flexibilität und ein Mitdenken. Das ist irgendwie auch eine spannende Entwicklung. Mal sehen, wo das noch hingeht. Werden dann alle Menschen zu Allroundern? Aber alles kann man als Einzelner auch nicht Können. Dafür ist die Welt zu komplex. Also musst Du Dich doch wieder auf Schwerpunkte verlegen. Dinge für die Du Dich entscheidest und anderes lagerst Du aus und überlässt es anderen. Aber alles kannst Du halt auch nicht anderen überlassen.

Heisst das dann, dass zukünftig mehr Selbstverantwortung notwendig ist? Hm...

Damals bekam man als Quereinsteiger und Studienabbrecher auch noch eine Chance. Heute soll man genau das können, was in der Stellenbeschreibung steht. Ein Ding der Unmöglichkeit betrachtet man wie vielseitig IT geworden ist. Alles scheint man damit lösen zu können und zu wollen.

Andererseits gibt es so immer mehr Möglichkeiten sich auszutoben, wenn man die Chance bekommt und immer wieder was neues in diesem Bereich dazuzulernen. Softwaretesten tät mich persönlich noch interessieren. Ob und wie man das automatisieren kann z.B.

Worauf seid Ihr neugierig? Und welcher Urlaubstyp seid Ihr? Welcher Punkt steht bei Euch als nächstes auf Eurer Todo- und Wunsch- oder Questliste? Manchmal weiss mer des ned. Und man denkt man wär in einer Sackgasse. Und dann findet sie einen die neue Herausforderung. Das Leben besteht halt aus denselbigen. :)

Viel Spass mit dem Comic!

Die Glaa aus ERH - Lasst Schilder sprechen 2...



Eine Freundin hab ich gefragt, was sie vom Transhumanismus von der Verschmelzung von Mensch und Technik hält. Hier ihre Antwort:
"Die Verschmelzung von Mensch und Maschine macht mir ein bisschen Angst, aber das scheint wohl eine zukünftige Technologie zu sein...ich halte mich da allerdings raus. Ist mir zu unmenschlich. Beziehungen von Mensch zu Mensch sind in meinen Augen das Wichtigste im Leben."

Sie gibt mir auch einen Rat und Ermunterung und Ermutigung für meine derzeitige Krise.
"Es wendet sich alles zum Guten, man muss nur Vertrauen haben. Und der Wendepunkt ist leider oft etwas schmerzhaft. "

Darüber freu ich mich.

Wo fängt nun die Verschmelzung von Mensch und Technik an? Bei einer Platte und Nägeln beim Armbruch? Beim Smartphone und I-Dingsbums? Beim Streaming? Bei der immer mehr anwachsenden Auswahl und den Optionen, die unser Hirn hat und mit denen es umgehen lernen muss?

Was bedeutet es für uns, wenn die Welt um uns herum immer smarter wird? Kommen da alle noch mit? Baut das Barrieren ab oder wieder neue auf? Wahrscheinlich beides. Auf der einen Seite wird was leichter und auf der anderen Seite wird wieder etwas schwerer. Kommt halt drauf an, ob man selber davon betroffen ist.

Zum Comic mit dem geknickten Schild , dem Thema Gestik und Mimik gab es die Rückmeldung, dass mit den Masken Kinder gar nicht mehr Gestik und Mimik lesen lernen. Ich muss dagegen anführen, dass es mir leichter fällt in ein Gesicht zu gucken, von dem nur die Hälfte sichbar ist. Weil es reizärmer ist. Da ist nicht soviel sichtbar. Also kann ich dann zum Teil Menschen eher in die Augen schauen. Meistens ist mir das aber trotzdem zuviel und viel zu intensiv.

Wenn ich etwas erzählen will, dann muss ich mich konzentrieren, und da würde mich alles im Gesicht des anderen ablenken, also guck ich auf den Boden, an die Wand, Decke oder auf eine Stelle am Tisch oder sonstwohin. Es ist einfach leichter für mich. Sonst verlier ich den Faden und kann den Gedanken nicht zuendeführen.

Engel sind für mich Menschen, die auch in stürmischen und kalten Zeiten, warme tröstende Worte finden. Ihr müsst nur genau hinschauen, auch um Euch flattern ein paar herum. Und die legen genau wie Ihr auch Bruchlandungen hin. Denn auch fliegen und flattern muss man üben. Und da gehören Bruchlandungen halt auch dazu. Und nur wer selber Bruchlandungen erlebt hat, kann sich in den andern einfühlen und ihm Mut zusprechen. Selbst wenn er grad selber auf der Nase liegt und sich die Sterne von unten betrachtet.

AuchIhr seid für jemanden ein Engel. Einfach weil Ihr da seid.

Montag:
Bin die Schiene los. Ist Euch das auch schon mal passiert, dass Euch der Arzt fragt, was wir heute machen? Das weiss ich doch ned. Das hab ich dann halt auch so gesagt.

Les grad das Buch über die Lieblosigkeit von Gerald Hüther. Da geht es drum, dass ja das Wissen darum, was uns krank macht und was wir meiden sollten auch nicht dabei hilft, gesünder und artgerechter zu leben. Und wie sich das umgekehrt formulieren liesse.

Ich würd das Lebendigkeit nennen. Wann fühlt Ihr Euch denn lebendig?
Ich fühl mich lebendig, wenn ich Comics zeichne und ne schräge Idee im Kopf habe. Oder wenn ich mich mit jemandem treffen und zu meinen Lieblingsthemen austauschen kann. Oder wenn ich für mich interessante Beobachtungen machen kann. Oder hier rumblogge und herumsenfe...

Ich hatte schon immer das Problem, das mir alles viel zu schnell und zu laut und zuviel ist. Das war in der Psychiatrie nicht anders wo sie mich beim Hofgang abgehängt und ausgesperrt hatten. Wohlgemerkt in der geschlossenen. Das musste erstmal hinbekommen ;)

Leben im eigenen Rhythmus ... wie funktioniert das? Geht das? Und wenn ja wie? Artgerecht für mich halt. Ich experimentiere grad damit rum. Wie immer halt. Anders lässt sich sowas auch ned herausfinden. AT darf ich jetzt auch machen. Freu mich drauf.

Apropos... Vorfreude ist das, was mich am Laufen hält. Und dann wenn es soweit ist, das Ding auch geniessen.
Wie ist denn das bei Euch? Was braucht Ihr für Euer artgerechtes Leben im eigenen Rhythmus?

Donnerstag:
Ich hab nach dem Spatenstich im Engelgarten für das Kneippbecken gesucht. Also das Loch. Hab ich aber nicht gefunden. Hat der Spatenstich etz virtuell stattgefunden...?

Dafür hab ich das Banner Höchstadt fit im Engelgarten dort gesehen und dass das neue Programm im Internet verfügbar ist. Das Programm findet Ihr HIER.

Ein Freund von mir hat mir gemailt gehabt, dass ich Talente hab. Und daraus ist in Coop - zuspielung des Balles dieser Comic entstanden.
Die Glaa aus ERH - Orientierungslos...

Ich such derzeit noch nach Orientierung. Wohin mich das Leben so spült. Und wo der Weg hingeht. Die Orientierung findet einen aber auch irgendwie. Sie kommt einem auch auf halbem Weg entgegen.

In einer Krise muss man sich nämlich neu erfinden. Und man wird auch irgendwie neu gefunden und ergibt sich irgendwie auch. Mal sehen, was am Ende dabei herauskommt.

Hab unser Engelchen heut gefragt ob sie auch offline sein kein. Sie hat gemeint das geht gar nicht, weil ja alle Arbeitsaufträge bei ihr per App reinkommen. Geht im Leben offline etz gar nix mehr?

Mir ist das alles viel zuviel. Gehör ich jetzt einer aussterbenden Spezies an? Der Spezies analog und in echt? Bin ich schon ein Dinosaurier?

Derzeit mag ich Bücher und Geschichten die das Leben mit Humor auf die Schippe nehmen. Happy Endings. Die brauch ich derzeit intravenös. In der Grabbelkiste hab ich die Bücher "Sehr gerne, Mama du Arschbombe" (das hilft mir hoffentlich humoristischer mit meiner schwerbehinderten Schwester umzugehen zu lernen), "Wenn's einfach wär, würd's jeder machen"(da ist die Analogie der Krise drin, dass ich in einer anderen Situation gelandet bin und mit meinen zwei daheim umgehen lernen will, enthalten und dass es mich aus der Kurve geschleudert hat) und "Solo für Opa" (das hilft mir mit meiner Mama, weil die auch oft einfach weg ist und ich keine Ahnung hab, wo sie hinverschwunden ist).

Ich benutze die Bücher also zum Lachen und zu Studienzwecken. Auch wie es im "normalen" Leben so zugeht. Weil das anscheinend anders als bei uns abläuft.
Und mir ja meine Bekannte erzählt hat, dass in Geschichten immer eigene Erfahrungen mit einfliessen. Also kann ich durch solche Geschichten auch einen Einblick in das Familienleben von anderen Menschen gewinnen. Und das ist ja irgendwie total spannend!

Ich würd nämlich zu gern wissen wie es so in gesunden Familien zugeht. Was machen die denn so den ganzen Tag? Wie läuft das Familienleben da so ab?

Warum will ich das denn wissen? Weil ich niemanden gefunden habe, der dieselben Probleme und Herausforderunge wie wir und ich habe, muss ich Anologien in den Leben von anderen Leuten finden. Also die Gemeinsamkeiten in den Unterschieden und mich daran orientieren um davon und daraus lernen zu können. Das ist genau das, was ich brauche.

Im Buchladen war ich auch mal wieder stöbern und da hat mir die Inhaberin das Roadbookie "Der erste letzte Tag" empfohlen. Wenn man es genau nimmt, dann besteht das Leben ja aus lauter Roadmovies. Aus Begegnungen. Der skurrilen, lustigen und schrägen Art. Und wenn wir uns mit jemandem wohl fühlen dann macht das auch Spass und ist angenehm. Aber auch selten. Oder ist das bei Euch anders?

Irgendwie stell ich mir das Leben wie eine Busfahrt vor. Es steigen Leute zu und begleiten uns eine Weile und dann steigen sie wieder aus, weil sich unsere Wege trennen. Ein Bus-Roadmovie bei dem das Leben wie eine Landschaft am Fenster vorbeizieht und man auch aktiv mitgestalten kann, wo man aussteigt und wieder zusteigt.

Sind Menschen nun wunderlich oder wunderbar? Wahrscheinlich beides zu unterschiedlichen Zeiten. Mal sind es Engelchen und mal Bengelchen. Das ist alles eine Frage der Einstellung und Sichtweise.

Ich brauch jetzt viel Humor um mit den ganzen Veränderungen umgehen zu lernen. Also hol ich mir den entsprechenden Input. Wenn ich es denn hinbekomme. Ich arbeite daran.

Ich hab gestern auch gelernt worüber sich Mamas von kleinen Kindern unterhalten. Über die Entwicklungsschritte ihrer Sprösslinge. Kindergarten und Kita und so. Weil sie da eine gemeinsame Basis , ihre Lebensrealität haben. Da kann ich nicht mitreden. Ausser als dort mal stationierter Insasse und das ist ja schon eine Weile her. Das hab ich längst vergessen. Weil es derzeit für mich nicht wichtig ist. Also ned akut. Und meine Erfahrungen sind ja schon veraltet. Also sie basieren auf veralteten Daten.

Ich bin ja eher ein Datensammlungsskeptiker gewesen. Zuviele Daten sind auch irgendwie ned des allergsündeste. Überhaupt wenn daraus immer mehr Hürden werden.

Dass Daten auch zum Schutz von bedrohten Arten genutzt werden (wie gestern in der Mittelmeerdoku auf BR in HD) , auch in Form von Fragebögen zum Autismus also auch im Sozialunwesen hab ich erst jetzt verstanden. Also es kommt immer drauf an, wie man sie nutzt. Und da lassen sich dann bedrohte Arten erkennen und Ideen für Hilfs- und Bewahrungs- und Rettungsaktionen einleiten.

Schön find ich, dass man live dabei sein kann mit dem HD. Dabei war ich eher ein Skeptiker weil mich HD auch eine zeit lang überfordert hat. Das war meinem Hirn zuviel. Dann hab ich den ganzen Sinn einer Fernsehsendung nicht mitbekokmmen.

Also Du bist live im Meer mit den Forschern dabei. Das ist irgendwie schon cool. Und das obwohl Du daheim stationär geparkt bist. Couchsourfing und Fensterln halt. Windowsurfing.

Gestern hamm sie auch bei der Tour de France gezeigt, was das für ein technischer Übertragungsaufwand ist. Das fand ich ungemein spannend! Und wieviel Teamwork dahintersteckt! Wow! Hubschrauber fungieren als Relaisstationen. Das wird dasselbe sein wie ein Repeater und Signalverstärker oder Signalweiterleiter. Ein Router tut ja auch dasselbe.

Ich bin dann mal wieder offline :)

Freitag:
Heut hatt ich einen Termin und war im strömendem Regen unterwegs. Und hab dann meinen neuen Schirm schwarz mit bunten Elchmotiven ausprobiert. Der macht gute Laune. Dacht ich...

Dieser Regenschirm ist leider als Regenschirm nicht geeignet. Denn das bissle Wind hat sein Drahtgestell ned verkraftet. Dauernd hat er sich umgestülpt und ich war mehr nass als ohne das Ding. Und er war ganz verbogn.

In der Bäckerei hab ich mir dann aus Frust drei Stückchen Erdbeerkuchen ghaaffd. Und der Bäckereifachverkäuferin vo meim Schirmdilemma berichtet. Sie hat gmeint, dass des Glumb heut goar nix mehr taugt.

Dann habi ner vor lauter Wut in in den Abfallamer im Städtla gschmissen und bin ohne hammgloffen. Des woar stressfreier wie des Gwerch mit dem Scherm. Dahamm hat mi dann mei Mama gfrachd wo der neue schöne Schirm is.
Ich:"Den habi wechgschmissen."

Do könnerdi nu an Comic draus machen.

Bei meim Termin hams mich nach dem Klingeln ned neiglassen. A Fraa is zwar zur Tür naus und hat mer gsachd, es kummd glei jemand. Aber glei is a recht dehnbarer Begriff. Es is kanner kumma und as Licht is drinna a widder ausganga. Die Tür hat mer die Fraa vor der Nasen widder zugmacht und mich im wahrsten Sinne des Wortes mit meim kaputten und derhautem Scherm im Regn steh lassen.

Dann habi halt numal klingelt und dann is a andere Fraa kumma, die hat gmeint, dass die Fraa, bei der ich an Termin hab, heut goar ned do is. Und ich mich im Termin girrt hab. Des woar aber ned su und dann hat sie die andere Fraa a nu gfundn.

Da habi ich dann noch eine Datenschutzerklärung unterschreibm dürfen und do hat's kann Stift ghabt. Den hat sie dann halt nu ghult und gmeint: "Hoffentlich schreibt der Stift.".

Dann hat's aber ganz gut funktioniert. Also ich hab dann doch nu a Happy Ending grichd.
Der Schirm ruhe in Frieden.

Mei neue Buchbestellung "In den Ferien fahr mer in die Bredouille..." hams gestern a verschickt. Do freii mi drauf. Ich brauch a weng a neus Gschmarri. Ich kann ja ned alles selber machen ;-)

Servus! A scheens Wochenend mitnand!

Samstag:
Wenn Euch Euer Koherenzgefühl um die Ohren fliegt, weil sich grad Eure Weltsicht als ein Irrtum herausgestellt hat, dann versucht Euer Hirn diese Koherenz wiederherzustellen. Im Vorgang der Salutogenese. Das hatten wir ja schon mal. Also wieder ein Welbild zusammenzubasteln, dass in sich stimmig ist, nachem erstmal gar nix mehr gestimmt hat. Wir stimmen uns also wieder auf die Welt um uns herum ein. Und dabei helfen uns Menschen, die sich auf uns einstimmen. Und wir uns im Gegenzug auch auf sie. Also wir treffen uns irgendwo in der Mitte.

Jetzt kann ich das live und in Farbe an mir selbst beobachten. Anscheinend hat es meine Amygdala dabei total zerlegt. Und jetzt setz ich das ganze Durcheinander und Chaos, das aus der Implosion und der Bruchlandung meinerseits in einem neuen Paralleluniversum entsanden ist, wieder zu einer neuen Ordnung zusammen.

Dazu gehört einerseits, dass ich mir immer wieder bewusst bin, dass ich schon schlimmeeres überstanden habe, Vertrauen in die Natur und die des Menschen. Und das dritte lerne ich halt im Kontakt mit dem sozialen Bereich. Das ist neu für mich. Dort treff ich auf Menschen, die sich Zeit nehmen und geduldig mit mir sind. Mir zuhören. Das ist das wichtigste. Nicht nur auf mich einreden sondern mich reden lassen. Mich fragen und sich dafür interessieren, was ich brauche und das sag ich dann halt.

Denn auf der Arbeit hab ich ja gelernt, dass Zusammenarbeit, Coop nur funktioniert, wenn beide Seiten sich abstimmen und jeder sagt, was er braucht und das auch vom anderen respektiert, angehört und ihm zugestanden und ihm entgegengekommen wird. Auf Arbeit hat das leider nicht funktioniert. Teamplay funktioniert nur mit Teamplayern. Ich hab den Vergleich dazu daheim und da funktioniert das, weil wir uns gut kennen. Inzwischen reden wir auch mehr über unsere aktuellen Probleme oder was am Tag ansteht bzw. was wir erlebt haben und stimmen uns so ab und tauschen uns aus.

Ich kann jetzt besser zuhören, weil ich das in den letzten Jahren gelernt habe. Also was ich aushäussig gelernt habe, kann ich nun inhäusig anwenden.

Um die Koherenz , Salutogenese zu erlangen, braucht das Hirn auch einen roten Faden und der ist wohl bei mir der Forschungsdrang und die wissenschaftliche Sicht auf die Dinge. Daher hab ich grad mit dem neuen Buch von Gerald Hüther viele Aha-Effekte. Wow! Ich kann das grad am eigenen Hirn und Körper nachvollziehen.

Dabei sind manche Tage noch sehr "wackelig". Da hat sich wohl was in der Hirnchemie verändert. Denn meine Gedanken jagen nicht die ganze Zeit von einem Todo zum nächsten. D.h. nicht, dass ich keine Gedanken im Kopf hätte. Aber andere... Und manchmal rennt auch alles und ist sehr schnell unterwegs. Dann kann ich es wieder ned derbremsen. Scheint auch wetterabhängig zu sein. So wie Schmerzen halt auch. Wenn es in den Gelenken und Gliedern ziept. Das ATW-Syndrom lässt grüssen. ;-)

Irgendwas ist komplett anders als früher. Das ist auf der einen Seite etwas unheimlich und macht auch etwas Angst , auf der anderen Seite aber auch sehr spannend. Aus wissenschaftlicher Sicht. Mal sehen, wie das ganze weitergeht.

Die Hirnforscherin aus dem Buch "Mit einem Schlag" hat das ja auch so gemacht und sich auf ihren Weg zur Salutogenese , Heilung begeben. Was sie kann, kann ich auch. Halt auf meine Weise.

Mir hilft halt dabei noch die Managementliteratur über Teamplay. Das ich im sozialen Bereich eher als im wirtschaftlichen Bereich gefunden habe. Das verwirrt mich immer noch. Ich sag, was ich brauch und dann kommt mir der Teampartner auch ein Stück weit entgegen. Hilfe zur Selbsthilfe. Was ich kann, das mach ich und was ich nicht kann, dabei hilft mir jemand. Was dabei herauskommt, das weiss ich noch nicht.

Ausserdem wird mein Coaching-Team (als das sehe ich es inzwischen) auch immer grösser. Weil neue "Spezialisten" hinzukommen. Ein Freund hat mir mal gesagt, er kann mir dabei nicht helfen, weil er selber genug eigene Probleme hat und dass dafür Profis zuständig sind und mir dabei helfen. Langsam versteh ich, was er damit gemeint hat. Und ich bin ihm nach anfänglicher Enttäuschung jetzt sehr dankbar, dass er das auch so gesagt bzw. geschrieben hat.

Ah so funktioniet das. Das hätte ich jetzt nicht gedacht. D.h. mein Weltbild wird mal wieder komplett auf den Kopf gestellt. Wie fast jeden Tag. Es ist etwa so als würde man sich jeden Tag im Schleudergang der Waschmaschine befinden und weiss dann hinterher nicht mehr wo oben und unten ist. So hat sich die Psychose angefühlt.

Langsam werden die Umdrehungen weniger. Gut gestern waren es wieder mehr.

Anscheinend brauchen auch wir Menschen solche Schutzräume, in denen wir heilen und unser Potential entfalten können. Da kann ich noch viel dazulernen. Das ist schon irgendwie spannend. Das ist dann halt das Sozialwesen. So hab ich das noch gar nicht gesehen. Was für bedrohte Arten wie Vögel das Naturschutzgebiet ist, ist für komische Vögel wie mich also der soziale Bereich.

Weil es so viele unterschiedliche Regeln und Regelungen gibt, braucht man auch viele unterschiedliche Spezialisten. Und die Berufe sind dann dazu da, dass sich die Menschen finden, die ein Problem haben und die, die einem dabei helfen, es lösen zu können. Das ist also das Prinzip des öffentlichen Lebens. Also auch der öffentliche Handel und Tausch von Waren und Dienstleistungen. So hab ich das noch gar nicht gesehen.

D.h. wir entfalten unser Potential in der Leidenschaft, in der wir unseren Beruf ausführen. Das hab ich ja auch gemacht. Bevor es mich im Schleudergang zerlegt hat.

Dann dient die professionelle Distanz dem Schutz der in diesem Bereich mit Leidenschaft arbeitenden, damit ein solches aus der Kurve schleudern wie bei mir verhindert wird. Also dienen auch hier diese Regeln und Regelungen dem Schutz von Menschen. So hab ich das auch noch nicht gesehen.

Warum das jetzt bei mir nicht geklappt hat...? Hm... wenn alle Beteiligten in unterschiedliche Richtungen auseinanderstoben dann wird die innere Inkoherenz zu gross und dann derhuzt mer sich oder es derhutzd sich der Kollege... Des is fei a ned grod as gsündeste.

Weil unser Verhalten wechselseitig aufeinander einwirken tut. Also ich wirke auf Euch und Ihr auf mich. Und dann kommt halt irgendwas dabei heraus. Was, lässt sich nicht vorhersagen. Es ergibt sich durch die Wechselwirkungen und Umgebungsfaktoren. 2 hoch n halt.

Hinterher lässt sich das dann analysieren und etwaige Lehren für die Zukunft ziehen, aber dieselben Schritte werden in der Zukunft ganz andere Effekte erzielen, weil sich die Zukunft nicht vorhersagen lässt. Sie entsteht durch die Umstände und unser gegenseitiges Handeln. Spannend!

Gerne wäre ich mal Mäuschen in einer anderen gesunden Familie, die der Norm eher entspricht als wir. Wie es da so zugeht. Derweil behelfe ich mir mit Schneiderbüchern, die das Necken und Streiten zwischen Geschwistern und Eltern beschreiben. Ich nehme an, dass der Schreiber dies aus seiner eigenen Erfahrung beschreibt. Für mich ist das alles neu. So kenn ich das gar nicht. Zunächst hat mich das alles sehr irritiert.

Anscheinend setzt sich dieses Necken dann zwischen Erwachsenen fort. Und ist gar nicht bös gemeint. Sondern liebevoll. Oder ensteht aus Sorge um den anderen. Also auch aus Liebe und Zuneigung. So hab ich das noch gar nicht gesehen. Wieder was neues dazugelernt.

Und es ist auch unserem Koherenzstreben und der Ambivalenz zwischen Autonomie und Zugehörigkeit geschuldet. D.h. ich brauche auch Zeit für mich und meine Interessen, aber auch Zeit in Gemeinschaft mit anderen und gemeinsamen Interessen oder Unternehmungen. Das ist ein Spagat. Und das ist wohl das, was man Life-Balance oder Life-Work-Balance oder so nennt.

Nachdem ich jetzt feststelle, dass ich auf einmal von vielen Menschen umgeben bin, die mir helfen wollen, frage ich mich, ob es überhaupt möglich ist nicht von Menschen umgeben zu sein. Nehmen wir sie dann gar nicht als solches wahr? Weil sie Profis sind? Also mir ging das jedenfalls früher so. Das liegt halt auch dann daran, wenn die Chemie nicht stimmt. Wenn man den anderen als übergriffig sieht und den Eindruck hat, dass er einem gar nicht zuhört. Weil er einen gar nicht ansieht und nur auf seinen Computer stiert.

Vielleicht sollten wir dann einfach mal winken und rufen: Huhu! Hier bin ich! ;-)

Nehmt Ihr z.B. die Frau im Buchladen als jemanden wahr, die Euch mit ihrer Leidenschaft für Bücher und weil sie Euch als Stammkunden gut kennt die richtige neue Buchefmpfehlung geben kann und Euch so auf Eurer Quest des Lebens weiterbringt? Sie hilft Euch auch auf ihre Art und Weise. Und das tut auch die Kassiererin oder die Dame an der Information oder der Mensch im Baumarkt, der Euch erklärt wie die Tapete hält und ausrechnet wieviel Ihr davon braucht.

Also Berufe sind auch daraus entstanden, dass Menschen einander helfen wollen. Und ihren Lebensunterhalt verdienen natürlich auch.

Das tun Menschen, die ihr Wissen in youtube-Videos mit Euch teilen. Das Internet ist eine solche Tauschbörse der Leidenschaften. Ich teile mit Euch meine Erfahrungen in diesem Blog, Tagebuch und meine Comics. Und hoffe, dass Euch das ein Schmunzeln auf das Gesicht zaubert. Also wirke ich auf Euch mit dem Schmunzelfaktor ein. Hoff ich zumindest.

Ich bin übrigens ganz froh, dass ich mich mit Büchern und im Kontakt mit anderen versichern kann, dass ich irgendwie auf dem richtigen Weg bin. Das hilft mir beim Aufbau einer neuen Koherenz und einer Weltsicht, die wieder zueinander passt und für mein Hirn Sinn ergibt. Wohinauchimmer der führen mag. Der Weg entsteht mit jedem Schritt und jeder Entscheidung bzw. mit jedem Ecperiment. Mal sehen, wo es mich hinführt.

Derzeit ist es noch so, dass ich wackelig wie auf einer Slackline einen Schritt vor den anderen setzen muss. Wird schon werden. Wir werden sehen.
Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende!

Sonntag:
Das Buch ist gestern noch gekommen. "In den Ferien fahren wir in die Bredouille". Hab gleich mit dem Lesen angefangen. Und da sieht sich ein Lehrer als Ersatzpapa für seine Schützlinge. Einer hat sich in seine Jacke eingewördelt. Der landete also in der Bredouille und der Lehrer hat ihn dann daraus befreit.

Mir sin ja im Urlaub nie gross irgendwwohin gefahren. Weder in die Bredoouille noch in die Bretagne. Vielleicht land ich deshalb wenn mir langweilig ist und ich was neues ausprobieren will so oft in der Bredouille. Wie jetzt halt auch beim Inlinerfahren. Weil ich einfach experimentell herausfinden will, ob das geht und ob ich das kann und weil ich mich selber beschäftigen tu und es auch so gelernt hab.

Auch weil ich andere Menschen und die Regeln der Gesellschaft - also die "Gesellschaftsspiele" - nicht versteh. Auch ein Arzt erwartet z.B. dass Du nach bestimmten Regeln funktionierst und das Gespräch in einer bestimmten Art und Weise verläuft. Ebenso läuft es bei Vorstellungsgesprächen. Mit beidem kann ich nicht dienen. Ich habe keine Ahnung wie das geht, denn ich hab das nie gelernt.

Wär halt schön wenn mir die jemand mal erklären würd. Denn mit Logik ist ihnen nicht beizukommen. Und dann muss mer des halt auch ausprobieren und anwenden. Anscheinend ist das aber auch sowas, wie das Inlinerfahren, was ich nimmer lernen kann. Egal, was ich probiere , ich krieg es einfach nicht hin.

Es gibt halt einfach unterschiedliche Kulturen aus denen man stammen kann. Meine Kultur hat das halt nicht gelernt. Die ist eher praktisch lösungsorientiert und versucht die Dinge selber hinzubekommen.

zum Thema unterschiedliche Meinungen, unterschiedliche Kulturen und Neurodiversität das folgende Beispiel...
z.B. kenn ich eine Impfverfechterin , die nur noch mit Geimpften verkehren mag (weil der verkehrter Meinung ist, vielleicht heisste es deshalb verkehren...) und auch jemanden, der ein strikter Impfgegner ist. Beide Meinungen kann ich nebeneinander stehen lassen. Ich hör mir gern alles an, was sie so erzählen, ihre Meinungen.

Was ich nicht mag, ist wenn mir jemand seine Meinung aufdrücken und mich missionieren will. Da reagier ich allergisch. Und da kontere ich halt und verstoss halt wieder mal gegen die Regeln. Ich bin dazu neutral. Mir ist einfach bewusst, dass es unterschiedliche Meinungen und Haltungen gibt und die respektier ich halt auch. Und fertig.

Was mich wundert ist, dass die Seniorengeimpften sich trotz Impfung nicht in Echt treffen wollen.
Dass es junge und sportbegeisterte Menschen rauszieht und sie sich wieder treffen wollen, kann ich gut verstehen. Du willst halt mal wieder was schönes machen und glücklich sein dürfen. Das Leben ein bisschen geniessen. Kleine Highlights im Alltag haben.

Die Begeisterung und Emotionen bei der EM (gestern kam eine Zusammenfassung vor dem Finale) schwappt über und infiziert auch mich. Da bleibt auch bei mir kein Auge trocken, wenn der Schweizer Fan Rotz und Wasser über das Ausscheiden seiner Mannschaft heult.

Und der Torjubel der Torschützen oder des Etappengewinners bei der Tour de France, die Freude reisst mich ebenfalls mit. Und das ist zur Abwechslung mal was ganz was anderes. Das hat mir gefehlt. Überhaupt wenn es ein Underdog ist. Da fieberste mit. Begeisterung ist eine Emotion und die bewegt uns und ist ansteckend wie der Name schon sagt.

Und solche positive Emotionen haben mir gefehlt. Ist es bei Euch auch so?

Dass man bei der Tour de France auch noch tolle Interviews (und dadurch wieder neue Meinungen und Sichtweisen ) und Sightseeingtour bekommt, find ich klasse und meine Mama auch. Sightseeing via Couchsurfung. Das ist doch mal was. Und wieviele Leute da zusammenarbeiten, damit das klappt. Wow! Das muss man sich erstmal bewusst machen, wieviel Arbeit und Teamwork hinter solchen Grossevents steckt.

Also jeder Mensch hat zu jedem Thema seine eigene Meinung und bildet sie aus diversen Gründen und Hintergründen heraus. Ich find es spannend die kennenzulernen. Und einfach zuzuhören. Weil das das Leben bunter , interessanter und spannender macht. Die Vielfalt macht das Leben bunt.

Gestern hab ich in einem Heft zu Kreativität rumgeblättert und da stand, dass auch Wut , also wenn man sich über jemanden oder etwas ärgert, kreativ macht. Denn dann herrscht im Hirn eine Inkonsistenz, Inkongruenz oder wie Ihr das nennen wollt und die mag das Hirn nicht aushalten, weil sowas sehr viel Energie kostet. Und das Hirn mag Energie sparen. Deshalb macht Not erfinderisch und kreativ. Aus Energiespargründen.

Das ist doch sehr praktisch. In den heutigen Zeiten sorgt unser Gehirn so dafür, dass wir immer effizienter werden und immer mehr in einen Tag packen können. Auch aus ergonomischen Energiespargründen.

Die Frage ist , braucht es denn soviel Tätigkeiten in einem Tag? Könnte man die Arbeit nicht gerechter und gleichmässiger aufteilen? Mal sehen wo es mit der Gesellschaft hingeht, ob sich die Teilzeitarbeit durchsetzen kann und damit eine andere Work-Live-Balance möglich ist. Wird das Leben immer individueller? Und wie stellen wir das an?

Das Leben organisiert sich immer wieder selbst aus dem scheinbaren Chaos und den Katastrophen neu. Und wir selbst sind auch Gestalter dabei, weil wir die Weichen stellen können. Im Rahmen unserer Möglichkeiten und den Möglichkeiten, die die Gesellschaft uns lässt. Denn nicht immer haben wir es in der Hand wo wir landen. Bredouille z.B. Und dann sind wir auf die Hilfe von anderen angewiesen. Als Starthilfe, wenn wir mal auf offener Strecke liegengeblieben sind.

Den Tour de France-Fahrern hilft ja auch das Publikum, ihr Mechaniker wieder nach einem Sturz auf's Rad und schiebt sie an. Diese Gesten machen mich in den aktuellen Zeiten glücklich.

Und Glück findet man nur nach und durch neue Herausforderungen. Also wenn es einfach ist , dann macht es gar keinen so rechten Spass. Also brauchen wir auch Schwierigkeiten um zu wachsen und zu gedeihen. Irgendwie cool. Denn wenn es immer einfach, leicht und schön ist, dann ist das ja auch nix. Wir brauchen also die Abwechslung zwischen Bredouille und Bretagne.

Und irgendwie scheint das ja auch immer wieder zu funktionieren. Irgendwie.

Also man landet dann irgendwo in der Bredouille aber irgendwie kommt man da auch wieder heraus... oft versteht man erst hinterher, was und wie das passiert ist. Und dann kann man auch erkennen, dass es auch wieder alles für was gut war. Irgendwie.

Dazu gibt es heute einen passenden Comic. Viel Spass dabei! Und willkommen in der Bredouille!
Die Glaa aus ERH - Seltsamkeiten...

Wieviel Sozialkontakte der Mensch wohl braucht? Genügt es Menschen beim Einkaufen und beim Arzt zu treffen oder braucht es eine Art Familienanschluss? Reichen Profis oder braucht es auch Freunde und Familie? Sagt Ihr es mir.

Ich denke die Dosis ist sehr individuell. So wie jeder Mensch individuell ist. Und von 2 hoch n Faktoren abhängig. Mit dem Alter, Zuzug, Wegzug, wechselnden Interessen, wechselnde Lebenswirklichkeiten variieren die Kontakte doch eh. Oder weil Du nicht geimpft bist und sich Dein Bekannter nur noch mit Geimpften treffen mag. Oder weil Du in der Psychiatrie warst und eine Psychose hattest. Oder weil Du einfach ein etwas sonderbarer Mensch bist.

Wenn man nicht viele Kontakte hat, dann kann man auch nicht so viele verlieren. Das hat also auch Vorteile. Und das Fernsehen, die digitalen Medien sind auch irgendwie ein Ersatz dafür. Oder nicht? Funktioniert das? Denn wenn ich auf die eine Art und Weise keinen Kontakt und keine neuen Perspektiven lernen kann, dann muss ich mir anders behelfen. z.B: mit Büchern, Zeitschriften, TED und youtube-Videos , Blogs, Fernsehen, Streaming und Co.

Der Input wirkt dann auf mich ein und erzeugt einen neuen Output. Er verändert meine Haltung, meine Perspektive und mein Verhalten. Und das veränderte Verhalten wirkt dann wieder auf andere ... Es kommt zu einer Art Coop-Reaktion. Du wirkst auf mich, ich wirk auf Dich. Wir wirken aufeinander. Spannend. Das Leben ergibt sich also irgendwie.

Kreativität ist also das Leben aus immer neuen Perspektiven kennenzulernen. Dann bleibt mer ein Leben lang neugierig und kann die Varianten des gesellschaftlichen Lebens mal ausprobieren. Je nachdem, wo man landet. In welcher Bredouille halt.

Zu dem Talente-Comic hab ich folgendes Feedback bekommen, das ja auch irgendwie dasu passen tut.
"Einfach auf dich zukommen lassen und das was am meisten Spaß macht wird es wohl sein"

Meiner Erfahrung nach, kann ich auch an den Dingen, in denen ich lande meinen Spass finden. Mal sehen was sich ergibt.

Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag!

Montag:
Komisch... ist das normal, dass Termine kurzfristig abgesagt werden?
Jetzt hab ich Zeit für sowas und find selten jemanden, der Zeit hat und quatschen will.

Im Städtle sieht mer auch nur so lädierte Menschen wie mich oder halt ältere und Frauen, die sich um dieselben kümmern. Paarweise.

Ich möcht ja lernen mich einfach bei meiner Mama und schwerbehinderten Schwester dazuzusetzen und einfach eine Unterhaltung zu führen. Smalltalk. Vermutlich muss ich das über Bigtalk machen, also die kurve kriegen.

Nachdem wir jetzt wieder in einer gemeinsamen Realität leben und dann auch gleiche Sendungen zusammen gucken wie die Tour de France z.B. oder EM ergeben sich dann auch wieder gemeinsame Themen zum reden. Ach so geht das. Und halt auch Besorgungen oder was wir essen wollen. Ich hab zwar früher auch was mitgebracht und so, aber am Haushalt hab ich mich halt eher mit Besorgungen und Rasenmähen beteiligt. Um das andere musste ich mir keinen Kopf machen. Das lern ich jetzt.

Die alten Bekanntschaften aus dem Vorleben lösen sich in Wohlgefallen auf. Wahrscheinlich gehört das so, weil sich die Interessen wandeln und eine gemeinsame Lebenswirklichkeit nicht bzw. scheinbar nicht vorhanden ist. Ich kann immer wieder Gemeinsamkeiten in den Unterschieden finden, aber anscheinend steh ich damit alleline da. Das ist dann halt schade. Aber ewig Menschen hinterherlaufen, das kann ich nimmer. Dafür hab ich weder die Kraft noch die Energie.

Hurra! Hab jetzt 30 Fans bei toonsup! :)

Um besser mit meiner Mama und Schwester zurechtzukommen und das Beziehungs- und Sozialwesen noch lernen zu können, recherchiere ich jetzt die Marte Meo-Methode. Mal sehen, was ich da alles mitnehmen und dazulernen kann.

Ich wünsche Euch einen guten Start in die neue Woche!

Dienstag:
Hmm... ich soll die Dinge auf mich zukommen lassen. Das muss ich grad lernen. Das ist wohl auch das, was man agil werden nennt. Dass man die Optionen ergreift, die sich ergeben und Chancen wahrnehmen kann. Und dass jeder Tag irgendwie anders ist.

Gar nicht so leicht, damit klarzukommen. Aber wenn man es recht bedenkt, dann ist ja kein Tag exakt gleich. Das denkt mer bloss.

Also wenn das Leben immer komplexer wird z.B. durch die Digitalisierung, dann trifft einerseits zunehmende Hektik und Betriebssamkeit, die wiederum zur weiteren Verkomplexifizierung beiträgt auf Dinge und Menschen, die sich Zeit nehmen, um die Dinge individualisiert lösen zu können.

Wenn z.B. jeder Lebenslauf individuell ist (jeder Mensch in seinem Krankheitsverlauf ...) , dann kann ich mir für den Menschen und den Fall Zeit nehmen und muss es auch, wenn ich ins Detail gehen muss und alles Gesamtbetrachten muss. Dann bekomm ich Qualität.

Geh ich nur ins Detail ein, dann spare ich Zeit, aber wohl auch an der Qualität. Oder? Oder geht auch beides? Bedingt sich beides gegenseitig?

Agil und schnell schliesst sich das gegenseitig aus? Bzw. unter welchen Bedingungen klappt das? Passt Bürokratie und agil zusammen? Oder schliesst sich das gegenseitig aus oder bedingt es sich?

Basisregeln muss es im Zusammenleben und in den Beziehungen geben. Aber welche sind das? Und wieviele davon braucht es statisch und welche davon kann und muss ich individuell aushandeln? Hmm...

Und ganz statisch dürfen sie ja auch nicht sein.... sondern sie müssen ja auch immer wieder wie bei Gesetzesänderungen auf den Prüfstand.

Eine Freundin von mir meint, dass sich die Beziehungen grad wandeln. Also dass so wie früher Beziehungen funktioniert haben, das in den modernen agilen Zeiten nimmer funktioniert.

Ich hab das ja noch nicht so richtig mit den Beziehungen hinbekommen. Also weiss ich das nicht. Weil mir der Vergleich fehlt. Aber irgendwie fühlt es sich schon so an , als gäbe es da einen tiefgreifenden Wandel. Der sich aber allmählich heimlich still und leise ergibt. Aus einer veränderten Grundhaltung. Dass ich andere so annehmen kann wie sie sind , inklusive meinereiner.

Wie sieht dann die zukünftige Welt aus? Bzw. ist das jetzt nicht schon der Fall? Dass sich Menschen zu Projekten zusammenfinden oder gegenseitig inspierieren? Das machen ja schon Blogs, Youtube, Streamingdienste aber auch Echtkontakte. Input trifft auf Menschen und die werden beeinflusst oder inspieriert und generieren wieder einen neuen Output, der wiederum andere Menschen inspieriert und beeinflusst .

Aber das hat es doch schon immer gegeben? Ist das jetzt mit der Digitalisierung und dem Buchdruck so immens mehr geworden als früher mit den Echtkontakten? Oder hat sich das nur verlagert? Vom Echtkontakt zu virtuellen Kontakten? Denn die Zeit, die man am Tag hat, ist ja weiterhin bei 24 Stunden geblieben. Also sie ist ja nicht mehr geworden. Aber sie verteilt sich anders.

Hmm...

Gesellschaftsspiele ist ja auch Kommunikation und Beziehungsspiel. Das hab ich gestern beim Memoryspiel mit meiner Schwester festgestellt. Aber auch, wenn ich in Prospekten oder der Zeitung vorlese und mich mit meinem Rudel am Küchentisch austausche.

Ist die Familiensprechstunde morgens früh am Frühstückstisch und beim Abendessen , wenn wir über das, was uns heute passiert ist, austauschen, nicht eine Art Scrum-Meeting? Machen wir das nicht alles eh schon? Ist agil dann schon ein alter Hut, weil wir eh alle so leben und es ist uns nur nicht bewusst? Irgendwie kommt mir das nämlich so vor.

Donnerstag:
Der Supermarkt hat sich heute wieder wie ein Jahrmarkt angefühlt. Laut und grell. Jetzt hab ich aber Rückendeckung dabei. Im Feindesland.

AT war prima. Hat Spass gemacht. Hab Spitzer etikettieren dürfen. Und wenn einer Spitzer zusammenschraubt und der andere die dann etikettiert, ist das ja auch Teamwork. Und das geht ohne Worte einfach, indem, der der Spitzer zusammenschraubt, sie mir hinschieben tut, damit ich mir leichter tu.

Und heimwärts hab ich dann sogar mein langersehntes Langosch gefunden und verspeist. Des hat's vor Corona auf der Kerwa und beim Altstadtfest gebm. Vo die Vereine. Heuer is die Kerwa im Hochwasser dersuffn. Also die Schausteller, die a weng was hibaut hamm. Und als Nachspeise gebrannte Erdnüssli. Draussen auf einer Parkbank schmeckt es noch besser.

Mir hat gestern jemand gesagt:"Deine Haarfarbe ist super! Wo kann ich die denn kaufen?"
Die mo des für Highlights ghalten hamm. Oder Hay-Lights. Vielleicht sins a Hey-Lights... ich waas es ned...
Des gibt's ned aus der Flaschn. Das ist natur schwarz-weiss gestreift. Das bekommt mer, wenn mer mit dem Färben aufhören tut.

Der Comic ist schon etwas älter. Deswegen ist er noch in der Box und im Rahmen. Weil inzwischen bin ich ja aus demselbigen gefallen und praktiziere out-of-the-box Comics...

In Coronazeiten is mer halt für jede Art von Sozialkontakt dankbar...

Die Glaa aus ERH - Der Sozialkontakt

Bei der Marte Meo Methode geht mer auf den anderen ein und stimmt sich auf ihn ein. So wie meine Rückendeckung im Supermarkt das mit mir gemacht hat. Diesmal war es viel angenehmer, weil sie langsam weiss, was ich brauch und was ich kann oder nicht kann.

Ich erzähl ihr halt wie die Welt aus meiner Sicht aussehen tut und sie erzählt mir was von ihrer. So lerne ich auch mich auf sie immer besser einzustimmen.

Mir hamm sogar an der Wurschttheken mitnand dasselbe im Chor gsachd. Also mit einer Stimme gsprochen. Des griechd mer dann nachm Feintuning hi. Ausserdem merk ich dann, dass ihr Probleme und mei irgendwie a dieselben sin. Des gleiche Lied halt bloss in a andern Melodie. Und des find ich dann auch sehr tröstlich, aufbauend und beruhigend. Ich find also widder Gemeinsamkeiten in den Unterschieden.

Und ein Arzt kann des, wenn er einem erklärt, was er macht bevor er hilangen tut. Da derschreckt er mich aber zu Tod. Und wahrscheinlich geht des andere Schwerbehinderte und ältere Leut a asu. Aber des waasi ned so genau.

Mer versichert sich gegenseitig und stimmt sich so wie ein Orchester aufeinander ein. Ned, dass ich musizieren könnerd. Bei mir hat's ned amol bis zur Triangel (ausser in der Husn) glangt.

Des Maximale, was ich in der Musikfrühförderungsschul hab machen derfen, woar zwaa Holzsteckerli aufeinanderschlagen. Do hätti a zwaa Kochlöffel nehma könna. Ich hab damals ned verstanden wozu des gut hat sei solln. Genaugnumma waas i des bis heit noni.

Eine Freundin hat mich gefragt, ob ich einen Cartoon für sie malen kann. Ihr Freund auf seiner Fahrradtour nach Italien. Das ist dabei nach einiger Inkubationszeit dabei herausgekommen... Ich hoffe, beiden gefällt's.
Fahrradtour Italien

Freitag:
Hier ist noch ein Comic zum Kommentatoren-"Gschmarri" zur Tour de France.

Ich find das toll wie da Sportberichterstattung mit Sightseeingtour verschmelzen tut. Wie die Journalisten das wohl machen?
Wie bereiten die sich da vor? Fahren die da überall mal hin?
Die Glaa aus ERH- Ratlosigkeit

Der muss heute sein :)
Schönes Wochende! Und schönen Feierabend!

Samstag 17.07.21:
Spiel heut mit meiner Schwester am Kaffeetisch beim Frühstücken halt mit die zwaa Matchboxautos. Also ich stoss des Auto o, dass zu ihr nüberrollt. Und sie rollerts retour.

Ergotherapie für uns zwaa. Und wenn Sozial- oder Teamworkstherapie is a. Für die Praktischen. Die denken ned, die machen halt einfach. Des geht ohne vill Worte.

Ob Menschen, die vill reden a vill denken? Ich glaab scho. Und dann schreibms a hoften Bücher über des, wassisi ausdenkt hamm. Und die Praktiker, die machen des einfach. Die reden da ned vill drüber. Die langa halt hi und probierns einfach aus.

Hast Du Dei Idea scho amol am praktischen Beispiel überprüft? Meistens is nämlich doch ganz anders wie mer sich des vorstelln dud.

Des mit die Autoli is wie Federballspieln bloss in Energiesparend. Also es bassd halt etz zu uns zwaa Lädierten.

Des is übrigens a Kommunikation und Teamwork. Weil Du einander des Autola hieschiebm dusd und ned wie beim Tischtennis schaust, dass der ander jo ned den Ball derwischd. Des macht überhaupt kann Spass oder bloss dem, der haut.

Weissd... mei Schwester is oft traurig, weil sie halt ka eigene Familie, Mo, Kinner hat und a ka Ärbert und a ned Autofahrn ko. Und etz habi zu ihr gsachd: "Schau etz fährst a mit am Auto umannd."
A wenns bloss vo Matchbox is.

Mir hamm an grüner Mustang, der scheppert und hat andere Fahreigenschaften , mehr Widerstand wie der glaane gelbe Japaner. Der saust wie eine eins.

Weissd was a gut is? Wenn mei Schwester wecher der Handspastiken an Unfall baut, dann glaabi des Auto halt widder zamm und ich muss es ned in die Reparatur bringa. Des is sehr kostengünstig in der Anschaffung.

Und der Grossparkplatz auf der Strass draussen o unnerm Zaun entlang, weil vo unserer Nachbarschaft die Leut mindestens 1 Auto pro Person hamm, wenn ned nu mehra, verstopfm mir damit a ned.

Obwohl stell Dir vor, ich mol draussen a Rechteck hi und park mei Matchboxautoli nei. Ob do die Nachbarn schaua täten? Und die Polizei rufn? Ob mer sich an Anwohnerparkausweis für a Matchbox oder Rutschauto ausstelln lassen könnerd? A weng als Retourkutschen o die Dauerparker und Einfahrt- und Ausfahrtblockierer?

Ich hab mir amol im Engelgarten vorgstellt, do woar bloss nu a Parkplatz leer, wie ich den reservieren tät. Also ich tät mi do neileng. Was dädn do passieren? Dädens die zammfoahrn? Oder die Polizei hulln oder an Sanker und an Notarzt? Oder alles mitnand?

Die Leut hamm heutzudooch einfach kann Humor mehr. Wo isn der hi? Is der a a Stressopfer? Sinkt der Humorlevel mit dem Stresslevel und Hocheffizienzdenken des Gehirns? Dann bini lieber langsamer unterwegs. Bin bisher a zu Fuss überall hikumma.

Weissd früher hamm mer Federball gspielt. Aber wenn Dei Schwester halbseitig glähmt is, dann hat's in der weniger gelähmten Hand halt mehra Kraft, weil die Seiten des kompensiert. Und dann haut sie hie, dass ich den Ball dann stundenlang im Gstrüpp sung muss. Und dann schaust aus, verkratzt und alles juckt. Du bist dann mehra am im Gebüschrumkrabbeln als wie am spieln. Des macht kann Spass. Des baggi heit nimmer.

Etz spiel mer halt mit die Autoli. Und wenn mer die tauschen, dann musst Di auf die veränderten Anschub- und Fahreigenschaften eistelln. Des übt a.

Und wennstes mit unterschiedliche Leut spielst, dann musst Du Dich auf unterschiedliche Leut im Teamwork eistelln. Der a schiebt ärcher und zielsicher, der ander zu schnell und dann dersterzelt sich des Auto oder es dreht si. Mei Mama macht des asu. Die is mir immer vill zu schnell und sie will a immer sovill auf amol.

Weissd, ich mach halt immer des, was am dringendsten is. Und dann langts widder. Bis ich widder ko.

Also mei Mama spielt a manchmal mit. Ihr könnt des ja amol bei Euch dahamm ausprobiern. Überhaupt beim Kaffeetrinken zwischen die Kaffeetassen durch, dann könnder a nu Matchboxautozielschiessen spieln. Zwaa Tassen markiern as Tor. Dann könnter den Wettbewerbsgedanken a nu auslebm, wenns unbedingt sei muss. Ich brauch des ned. Mir macht des einfach asu Spass.

Nu was probier ich grad aus... ich hab vo die Mini-Snack-Paprika vor a Weil die Kern eipflanzt und sie sin alla aufganga. Des is immer asu. Entweder goar nix geht auf oder alla.

Dann habi sie nei aaner Schaln umtopft und etz die Woch die grössten 5 Pflanzen in an separaten grösseren Topf. Etz bini gspannt, ob die in der Schale mehr oder genauso schnell wachsen wie die die im Separee. Die Kinner dun ja die Leut a separieren. In den Kinderwagen und andere tragn sie im Tragetuch umanand. In a separates Bettstättla oder im oder ans Ehebett geschmiegt. Des is a ähnliches Wald-Feld-und Wiesenexperiment.

Ich hab ja mei Bettstättla zerlegt und des Gitter als Lettern benutzt. Dann bini am Schrank naufgstiegn und hab den Schrank ausgramt. 3 T-shirter habi dann oghabt wie mi mei Oma derwischd hat und ka Husn. Immerhin habis a su gschafft, dass dann mit dem Mittagsschlaf a Ruh woar. Des hat sie dann erledigt ghabt.

Zurück zu die Paprika. Blüha sie nu? Schaff ich des nu? Und wenn ja, blüha dann die in der Schalen früher oder die im Topf?

Wachsen also die Pflanzen in Gesellschaft (soziale Pflanz- und Snackpaprikapflanzengemeinschaft) schneller? Is des etz widder des Superchickenexperiment? Wahrscheinlich scho, wenn ich die grössten Pflanzen ausgwählt hab.

Dann kannst nu mit die Pflänzli reden und schaua, wie sich des auswirken tut. Düngt habi sie alla zwaa, weil mei Mama nu an Tomatendünger übrig ghabt hat. Mei Schwester hat dann gmeint: "Pass fei auf, dass dann ka Tomaten statt Paprika werdn."
Des find ich lustig. MIr hamm alla glacht.

Ich bin gspannt ob die Rahmenbedingungen wergli su a wichtige Rolln spieln, wie die Verhaltensforschung und Psychologie und Physiologie immer behaupten dud.

Mensch, Tomatendünger, Separee, Ansprach ... des sin alles Faktoren der 2 hoch n-Faktor-Entwicklungsbedingugen, die auf die Pflänzli eiwirken dun. Mal schaua, was dabei rauskummd.

Soderla do is a Bild vo die Paprika. Meim Pflanzensozialexperiment. Weil ich des initiert hab, isses a Crossover-Sozial-und-Entwicklungs-Experiment Mensch - Paprika.
Snackpaprika Sozialexperiment

Mei Sonnenblumaexperiment is ned so gut gloffn. Also die Sonnabluma im Saatband sin ned aufganga. Bloss zwaa. Und die aane hamm die Viecher scho zammgfressn. Mal seng, ob die eine noch blühen tut. Ich hab mir halt so a Sonnenblumenfeld vorgstellt. Also a Spalier. So schee wies im Ahrens-und Siebertz-Prospekt immer drin is. Aber des is bestimmt photogschoppt. A Frühschoppen , a gscheite Brotzeit is mir lieber.

Servus mitnand! Fortsetzung folgt...

Sonntag 18.07.21
Hab coole und inspirierende Kommentare also Feedback bei toonsup zum Tour-de-France-Comic bekommen, die das ganze weiter auf die Spitze treiben. Im Endeffekt spielen wir miteinander mit Bildern und Vorstellungen. Das ist cool!
"Rad lose, ist wirklich fatal "

"Demnächst kann man auch bei der Geisterolympiade wieder schöne Wortspiele machen, wie:
Die Ruderer haben das Ziel vor Augen (den versteh ich leider nicht, vielleicht kann mir den ja jemand erklären)
Bei den Sprintern läuft's nicht richtig
Für die Turmspringer geht's aufwärts
Den Fechtern fehlt der Schneid
Die Bodenturner sind von der Rolle
Eine bodenständige Leistung am Schwebebalken "

"Frängische "Duhr de Franz" - ein klasse Witz (mindestens Tagessiegerin ;-)"

"Ich liebe Oxymora"

Comiczeichnen und Feedbacken ist also auch Teamwork und ein miteinander spielen. Wortspiele sind ja auch Spiele. Auch eine Art Gesellschaftsspiel. Soziale Interaktion im Internet halt. Remote. Beim Fernseher gibt es ja auch die Remote-Control. Und mer guckt Remote zu.

Ihr seht also wir verknüpfen unsere Ideen miteinander. So werden wir zu Ideefix. Wir versymlinken uns oder querverlinken uns. Gemeinsam sind wir kreativer und jeder kann neuen Input für einen neuen Comic oder Cartoon mitnehmen. Wir co-worken.

Und der Austausch bildet (Oxymora). So ganz nebenbei. Das macht Spass und des is fei des allergsündeste. Lernen mit Humor by doing.

Wenn Ihr Links im Internet oder Quellverweisen in einem Buch folgt, tut Ihr übrigens genau dasselbe. Ihr folgt den Wegweisern und dann kommt Ihr halt irgendwohin.

Hab das erste mal in meinem Leben echte Menschen, an denen ich mich orientieren kann. Ich möcht auch gern so geduldig wie die drei mit Menschen umgehen lernen. Inklusive meineeiner. Ich arbeite daran.

Die drei sind meine Vorbilder und an ihnen orientiere ich mich. Das sind dann also menschliche Wegweiser. Mentoren, Tutoren, Sozialarbeiter, Sozialpädagoge, Ausbilder ... oder Paten oder Schutzengel. Oder einfach a Freund. Obwohl... inwzwischen sind es doch schon 4 oder 5. Im sozialen Bereich gibt es viele davon.

Und weil ich gestern eine kleine Idefixfigur bekommen habe, die hat mich zum Ideefix inspiriert (der Input kommt von allen Seiten, das ist halt wie Querdenken funktioniert, Du nimmst, was kommt und was weg muss und dann rührst halt um... Impro halt...), gibt es dazu heut diesen Comic.

Ihr seid alle ein Ideefix. :)
Die Glaa aus ERH - Kreativitaet

Mein Drucker stimmt sich ja auch beim Einschalten auf meinen PC ein... und wenn er scannt muss er sich ja auch synchronisieren also feintunen... bis sie mit einer Stimme sprechen und miteinander kommunizieren und zusammenarbeiten können. Und wenn alles funktioniert, dann druckt der Drucker das aus, was ich am PC als Druck in Auftrag gegeben hab und der Drucker-Scanner schickt das Bild , meinen Comic an den PC wo ich ihn weiter bearbeiten kann. Also geht es auch beim PC um Austausch und Kommunikation. Deswegen heisst es ja auch Programmiersprache. Du musst Du halt sprechen, wenn Dein PC was machen soll.

Is ja auch nix anderes als eine Fremdsprache wie Italienisch oder Englisch. Heisst dann halt C-Sharp, C, VB, Basic , Python, Perl, Php , SQL ... Is alles eine Frage der Codierung und Decodierung. Die muss halt deckungsgleich sein.

Bei der menschlichen Sprache isses aber so, dass da halt auch noch Perspektiven und Erfahrungen eine Rolle spielen. Die Umstände halt. Wenn die sich nicht decken, dann klappt es auch nicht mit der Kommunikation.

Kleines Beispiel gefällig? Ich war mal auf Englandaustausch. Und dort hab ich ein Wort gelernt, das mir sehr gut gefallen hat, weil das meine Engländerin dauernd verwendet hat. Rubbish. This is rubbish. Das Equivalent von "merda" auf Latein.

Nachdem ich wieder daheim war , wendete ich diese neue Redewendung im Englischaufsatz an und meine Lehrerin tobte sich mit ihrem Rotstift daran aus. Weil man das nicht schreiben darf. Diese Regel kannte ich jedoch nicht. Und so teilte meine Englischlehrerin leider nicht meine Begeisterung für diese neue sprachliche Redewendung und damit löste sie bei mir auch alles andere als Begeisterung aus. Hier konnte also keine Deckungsgleichheit erzielt werden.

Es geht also darum, dass zwei Geräte oder Menschen dieselbe Sprache sprechen. Damit sie sich wirklich verstehen und die Begeisterung des anderen nachvollziehen können, gehören aber auch die Umstände dazu. Also die Perspektiven müssen identisch sein. Das geht aber nur, wenn ich den anderen Menschen gut kenne. Dann weiss ich, so ein Austausch war für mich ein Highlight und sehr mutig. Und dann würd ich das halt bloss schwarz oder grüN. unterringeln und milde walten lassen.

Dann hätte ich auch dazulernen können, das ich das halt nicht im Schriftgebrauch verwenden darf. Und hätte ein gutes Gefühl damit verbunden, mit dem lernen. So war das halt eher ein Duscherer. Und das Ergebnis war eine sehr schlechte Beziehung zur Lehrerin, die auf Gegenseitigkeit beruhte.

Das Ergebnis ist, dass weder Codierung noch Decodierung funktionieren. Die Schnittstelle, der Druckertreiber funktioniert nicht.

Und von Menschen, die sich nicht auf mich einstimmen können, kann ich halt nix lernen. Ich denk, das geht jedem Menschen so. Sei offen für mich, dann bin ich auch offen für Dich. Also wenn Menschen sich aufeinander einstellen, dann geht das nur, wenn sie sich an den Perspektiven überschneiden können, also Gemeinsamkeiten in den Unterschieden finden können. Spannend.

Der Drucker und der PC müssen das ja auch. Wahrscheinlich ist deswegen Treiberentwicklung so eine grosse Kunst. Und da die ja auch Menschen entwickelt hamm, musst Du Dich in die Perspektive des Menschen hineinversetzen können, der des jeweilige Gerät und die Schnittstelle entwickelt hat. Sonst schreibst die Bits in a falsches Register und Du wunderst Dich, dass nix gehen tut oder der Drucker irgendwas macht. Des is mir unter Suse Linux 7.1 amol passiert. Da hat mei Epson Stylus Color grattert und dann woar er hi. Kaputt. Des is fei a ned grod as allergsündeste.

Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Software- und Hardwareentwickler. Wenn die zwaa sich ned verstehen tun, dann tuts das Gerät a ned. Also Technik basiert auch drauf, dass Menschen ähnlich denken bzw. dieselben Perspektiven einnehmen können. Intiutive Bedienung z.B. mit den Icons, der Scrollerei und der Wischerei z.B..

Mei Schwester wischt halt as Fenster und ka Window, weil sie kein Smartphone ned hat. Also is des ein ganz anderer Kontext. Und wenn Du den neuen bzw. anderen Kontext ned kennst oder im Moment mit Dei Gedanken beim Frühjahrs - oder Herbstputz bist, dann scheitert halt die Kommunikation. Die Decodierung und Codierung halt. Dann red jeder vo wos andersch. Es gibt Leut, die verstehn sich da sehr gut. Überhaupt wenns schlecht hörn. Mei Oma und ihr Bruder hamm immer jeder vo was ganz anderm gred aber a wunderbare lange Unterhaltung mitnand ghabt. Also scheint Kommunikation auch noch einen anderen Sinn als Informationsaustausch zu erfüllen. Den Sozialen halt. Aber ehrlich gsachd find ich es scho besser, wenn mer mich a verstehen tut. Sachlich. Des is fei sonst a ned grod des allergsündeste.

Do guckt amol... da habi mit meim Gschmarri an ausm toonsup-Forum zu aaner frängischen Dasdadur insbpirierd. Er und sei Perspektive plus mei Gschmarri und mei Perspektive ist gleich sei neus Bild ist gleich neuer Output.

Montag: Soderla a neua Comic vom Sonntagsfrühstück o unserm Kücherdisch. Die Glaa aus ERH - Wo isn des Hirn

Die Vergesslichkeit vom Älterwerdn trifft auf mei Vergesslichkeit vom Autismus und vom ADHS. Die Psychose machts a ned besser aber es Kraut a nimmer fett. Es is wie's is. Ich kanns a ned ändern.

Und so hammer widder Gemeinsamkeiten in den Unterschieden und des stimmt doch sehr versöhnlich. Also nehmtses ned persönlich.

Und was machen mir do dahamm am Küchendisch? Mir machen Quatsch! A Gschmarri halt. Des was mer mit sei besten Kumpel halt machen tut.

Ihr kennt a a weng mitmachen. Einfach a weng was dazumachen, was Euch grod dazu eifällt. Habt Ihr a Einfäll wie a alts Haus?

Mei alten Skizzenbücher oder Heftli sin mir widder in die Händ gfalln. Mei Mama hat sie einfach in den Bücherschrank dazugstellt. Zu die berühmten Bücher und Berühmtheiten. Irgendwie schräg. Und etz wennis durchblättern du, kanni do draus widder was neus generieren. So simmer also die Gestalter unseres Lebens. Indem mir unser Beziehungen formen. Zu andere Leit und zu uns selber. Des is fei as allergsündeste.

Ich kann also my Skizzenbooklets a recyclen. Die Ideen zu neuen Ufern nutzen... Aufbruch, Umbruch, Durchbruch... mal schaua, was mir als nächstes eifallen dud.

Mir meng und könna nimmer sovill naus. Also lass mer des Lebm halt auf uns zukomma. In Form der Entlastungshilfe, die zu uns hamm kumd und am Lieferdienst. Gönn Dir halt amol wos. Und die andern Leut a. Leben und leben lassen.

Endlich kumd widder Hawaii 5-0 auf Kabel 1 am Samstag. Der Steve is etz a Behindert. Der hat nämlich a neue Leber grichd. Vo seim Kumpel dem Danny. Des is sei Arbeitskollege. Der is a Single. Und in der Kapelln vom Krankenhaus bekommt er den Tipp, dass er immer auf des schaua soll, was er für andere gmacht hat. Weil er traurig is, weil er ka Freundin und ka Famlilie hat. Bloss sei Ärbert. Dabei hat er ja die besten Kumpel auf Ärbert, die er sich vorstelln ko. Siggsdes. Weils alla mitnand durch dick und dünn ganga sin. Erschd dann werd mer so zutraurlich. Und dann streit mer sich wie a alts Ehepaar. Oder die zwaa Olden vo der Muppetshow. Habts Ihr a su an Kumpel? Des is dann Euer Familie.

Des Rumgekasper vom Danny und vom Steve hat mer gfehlt. Etz is widder do und ich bin selig. Und dann stelltst fest, dassd dahamm desselbe in lilablassblau hast. Und freist di.

Die Patchworkfamily is vielfältig. Unsere schaut ja a ganz andersch aus als die bei andere Leut oder genau asu. Des wasi ja ned, was Ihr bei Euch dahamm haben dud. Und dann weiss mer des widder zu (wert) schätzen.

Wisster es is halt a weng bleed, wenn mer erst was, was mer ghabt hat, wenns furt is. Deswegn bini recht froh, wenn mir andere Leit bewusst machen wie kosbar as Lebm is. Fei wergli woar. Und wie schee.
Servus mitnand!

Dienstag:
Bei toonsup und im Comicforum machens zur Zeit a so a Coworkingspace-Dingsbums. PAM nennas. Kreatives Schreiben kennt Ihr des? Do schreibt einer einen Satz und dann gibt er sei Blatt weiter und dann entsteht a Gschichtla im Gemeinschaftsprojekt. Des geht a Remote.

Omas machen des mit mir Enkeli und entspinna neua Gschichtli.

Desselbe machens bei PAM in Comicform. Aner zeichnet widder a neua Sequenz und dann geht der Comic in eine ungeahnte oder geahnte Richtung weiter. Do merkt mer dann doch a, wenn mer auf einer Welle funkt und ähnlich denken tut.

Des könnt Ihr ja a amol dahamm mit Eure Lieben ausprobieren. A wens a mol goar ned so lieb zu scheina sin. Oder Ihr verziechd Euch, weil Ihr a weng a Zeit für Euch braucht. Dann grichd er vielleicht a a neua Idee wie Ihr Probleme lösen könnt oder es entspinnt si a Gschichtla. Einfach wenn Du amol nix dusd.

Apropos... Euch is scho klar, dass as Internet a Co-Workingspace is? A virtueller halt, den Ihr praktisch und real nutzen könnt. Des irritiert Euer Hirn etzerdla a weng. Des is aber gut... weil wenn mer den Feind verwirren tut, dann wird a er irgendwann zum Freund. Und wenn mer ihn umarmen tut, macht mer ihn a bewegungsunfähig. Des is halt mei Art, die Welt a weng besser zu machen. Schenk Ihr ein Schmunzeln und verwirr sie a weng.... Des bassd scho.

Onlline-Shopping is ja a ganz schö, wenn mer nimmer fort kann. Dann freust Di drauf und hast die Vorfreude und Dei Lieben hamm dahamm a was davo, wenns dann kummd und des Zeugl seng. Dann kannsd dahamm Modenschau machen und Topmodell spielln. Mei Mama wollt nämlich a scho immer Comic-Tshirts hamm und etzerdla gibt'ses a für sie beim CundA. Und do habi etzerdla mit era an Online-Einkaufsbummel gmacht. Schee, dass des geben tut. Technik, die begeistert.

Ich waas ja ungefähr, was meiner Mama gfällt. Und da kanni Ihr dann an Scout spieln. An Trendscout halt. Der Short Bow is widder on Tour.

Soderla einen neuen Comic gibt's a.
Die Glaa aus ERH - Die Berufung
Heut einen Mann mit vielen kleinen einzelnen Tattoos am Bein gesehen.
"Mama guck amol! Der Mo hat Hyroglyphen am Baa!"

In der Arbeitstherapie hat die Frau, die da arbeiten tut (die Arbeitstehrapeutin), den einen Tisch, an dem die Spitzer in eine Schachtel gesteckt werden (in 3 Arbeitsschritte aufgeteilt) als "Band" bezeichnet. Ach so ja, das gute alte Fliessband. Ein Schritt greift in den anderen, Schnittstellen halt. Und sie ist zusammen mit ihren Kollegen und Kolleginnen dafür zuständig, dass kein Leerlauf entsteht und alle Arbeitstherapierenden Arbeit hamm.

Sie muss auch Störungen beseitigen. z.B. wenn versehentlich falsche Etiketten auf die Spitzer geklebt worden sind. Ergo ist sie und sind ihre Kollegen und innen auch Scrum-Master. Das ist ja alles dasselbe.

Daher kommt dann wohl auch der Begriff line manager. Weil die line das Band war bzw. ist. Also ist dann ein Line-Manager und ein Scrum-Master auch dasselbe. Würd ich jetzt halt so sagen bzw. schreiben.

Heute hatt ich einen älteren Mann als Partner, der die Spitzer zusammengesteckt hat und sie mir dann hingeschoben hat, dass ich die Etiketten draufkleben konnte. Er hat das mit Ruhe gemacht. Nicht so hektisch wie der junge Mann, mit dem ich letztes mal am Tisch sass. Der hat nur schnell alles fertig gemacht und dann war er weg und hat sich die nächste Arbeit gesucht. Dem war sein Gegenüber relativ wurschd. Ein Energydrinkgetriebener oder betriebener.

Das war heut viel entspannter und hat viel mehr Spass gemacht und wir haben zusammen in einem Rhythmus gearbeitet und so mehr zusammen geschafft als der Hektiker das letzte mal. Der hat mich ganz nervös gemacht. Seine Unruhe überträgt sich nämlich auf mich. Und ich glaub auch auf das weitere Umfeld.

Werkstattleiter oder Vorarbeiter ist doch auch dasselbe. Wieso tut mer etz so als wäre Scrum sowas besonderes? Nur weil mer etz zu dem, was es schon ewig gibt und viel Leut einfach machen eine Theorie bzw. ein Konzept gibt?
Design Thinking interessiert mich grad. Was das wieder is. Wahrscheinlich auch wieder alter Wein in neuen Schläuchen. Ich mag kann Wein. Ich trink lieber Wasser. Oder mal an Milchkaffee.

Das mit dem Andocken an andere schaff ich ned. Wahrscheinlich is des genauso wie mit dem Fahrradfahren und Schalten oder Inlinerfahren. Entweder kann mer des ab einem bestimmten Alter nimmer lernen oder ich ghör halt so.

Ich red halt das, was für die Zusammenarbeit notwendig is. Also ich frag nach neuen Etiketten oder sowas. Des andere lern ich durchs Zuschauen. Also Beobachtung. Und deshalb hab ich mir heut früh gleich die Arbeit selber gsucht. Die Arbeitstherapeutin hat mich erst nach einer Stund gfundn. Ich hab aber ned gwusst, dass sie mich gsucht hat.

Sie hat mich gfragt wie es mir geht. Da drauf weiss ich nie was zu sagn. Es macht halt Spass. Und wie mei Wochenend war. Ich hab halt ausgschlafen. Und hab dann halt gsachd, dass mer des a bloss geniessen kann, wenn mer des ned jeden Dooch hat. Ich weiss einfach ned, was und wie mer so da reden tut und ein Gespräch in Gang halten tut. Ich mach lieber was als zu reden.

Mit meim Gegenüber habi sehr schweigsam zamm gärbert und sowas find ich sehr schön. Einträchtig halt. Und schweigend. Jeder in seiner Welt aber zamm in der Ärbert.

In der Pause ham si die andern draussen zammghockt und a nix gred. Jeder hat auf sei Handy gschaut. Des habi gseng wie ich am Fenster zum Klo an ner vorbeiganga bin. Ich mach in der Pause halt was nützliches und notwendiges. Ich geh halt aufs Klo.

Etz bini hamwärtsi zum Schluss kumma: ich ghör so. Ich werd nie a Charity lady werdn. Davo gibts ja a scho gnuch.
Ich bin halt der Backoffice guy, der auffällig unauffällig sein Dasein fristet. Und sich durch Beobachtung auf andre einstellen dud.

z.B. habi gmerkt, dass wenni mir die Spitzer herhull und es fällt aaner um, mei Gegenüber den Spitzer dann widder aufrichten dud. Also störts ihn, wenn er ned gut dostehen tut. Also hab ich mich drauf eingestellt und wenn mir einer umgfalln is, habi ihn gleich selber wieder grod higstellt. Warum hab dann ich a Anpassungsstörung? Ich pass mich doch auf des Bedürfnis vo meim Gegenüber o, damit es keine Konflikte gibt. Is des nix? Zählt des goar ned?

Apropos... was ist denn jetzt der Sinn des Lebens? Also Nachkommen zeugen fällt bei mir scho mal wech. Des wird nix mehr. Da fehlt mir die Hard- und Software. Aber durch mei Herumwirken wo ich bin, wirk ich ja auch auf die um mich herumwuselnden Menschen ein. Durch tun und reden. Gut zweites mach ich eher weniger. Also weri scho a mei Scherflein zur Weiterentwicklung beitragn. Des dud ja jeder irgendwie. Irgendwo und irgendwann.

Mei Highlight heut woar a Milchkaffee. Was so a bissla Luft in der Milch ned ausmachen dud. Schmeckt glei ganz andersch. Bei Luftschoklod is übrigens desselbe.

Dahamm denkst Du hast Dei Ruh und hockst Di naus auf den Balkon, da fackelt der Nachbar des zarte Grün zwischen den Hofpflastersteinen mit einer Lautstärke eines Betonmischersch ab. Is des bei Männer asu? Je lauter je lieber. Wennsd sie ned siggsd dann hörstsi? Ich weiss es ned.

So laut Wikipedia ist Design Thinking Problemlösen mit Hilfe der Kombination von unterschiedlichen Perspektiven. z.B. mit interdisziplinäre Teams. Also jeder kumd aus am andern Eck und bringt sei Erfahrung mit und ei. Und mer sollerd halt a aufeinander hörn und ned bloss rumschreia.

Also aus der des Kunden oder Anwenders, aus der des Programmierers ... z.B. Den Gesamtprozess darf mer dabei a ned vernachlässigen. Dann inkubiert mer des wohl und rührt nomal kräftig um und dann kummd a guta Idee dabei raus.

Dabei geht es um den Menschen, die Technik und die Wirtschaftlichkeit. Es muss halt bassen. Energie sparen. Vom Anwender, vom Programmierer und dann wirds a ned so deier. Unser Hirn is ja energieeffizent und wenn mir des einfach machen lassen, dann sollert des scho bassen. Also wenns anstrengend wird, dann mach mer irgendwas verkehrt. Dann gibt's nu Hürden und dann brauchts an Mediator oder an Scrum-Master oder wie auch immer Ihr den Kerl nenna wollt. Normalerweis is des einfach der Auftragnehmer in Personalunion. Die eierlegende Wollmilchsau halt.

Übrigens des Problem der falschen Etiketten is sehr agil und adhoc glöst wordn. Da is aaner abkommandiert wordn und hat die Etiketten wieder ro gmacht und ich hab sie dann neu etikettieren derfn. Siggsdes. Ich glaab es wird zuvill denkt.

Ihr werd etzerdla denken, des schreibt die richtige. Mai... ich schreibs ja bloss. Und halt mei Pappen. Auf mich hört sowieso kanner. Des hamm Backoffice Leut so an sich. Die arbeiten so auffällig unauffällig, dass mer goar nimmer merkt, dass do sin. Dann denkt mer, mer könnerds eispoarn...

Do is a Buch zum Design Thinking
Wenni mer des so oschau do, dann geht's ums Querdenken gegenüber dem gleichförmigen Denken, sich in den Kunden neizuversetzen (dazu muss ich den halt gut kenna und fragn was er will und rausfinden, was er braucht und wie sei Prozesse sin , 360 Grad Feedback , also ich kenn mein Pappenheimer halt), ums Zusammenarbeiten mit dem Kunden (a Arzt macht des fei a, der möcherd ja a dass der Patient sei Tabletten nehmt, nennt sich Arzt-Patientencompliance) dass dann was guts rauskommt, womit der Kunde a zufrieden is und des is dann a Art vo Coworking und dann is a Arztpraxis a a Co-Workingspace zwischen Arzt und Patient und a Krankenhaus a. Und des is dann halt a des, was mer Individualmedizin nennt und die gibt es scho. Die hats scho immer gebm.

Wo is des etz neu? So habi des doch scho immer gmacht. Mei Problem woar mehra, dass die Leut ned Mit-Coworken hamm wolln. Und a ned gwissd hamm, was wolln. Is des bei Euch a asu? Und wie hilft am Design Thinking dann do dabei? Wenn einer ned weiss, was er will? Des is doch die Voraussetzung dafür, dass ich loslegn ko mit dem Thinking....

Ich ko ner beraten, wenn ich sei Produkt und sei Prozesse kennen tu. Aber wenn mei Kunde sei eigenen Prozesse nimmer kennt, dann habi a Problem. Und er a. Des is dann a Co-Working-Problem... Des kann vorkumma, weil mit immer mehr Technik und Digitalisierung die Prozesse immer mehr vereinfacht aber auch fachspezifischer werdn. Sprich es wird alles komplexer. Und dann weiss die rechte Hand nimmer, was die linke dud. Und wer von wem abhängig is oder vo wem was braucht und wos herkommen tut.

Wie grichd mer des etz widder einfacher? Simplifzierter? Ich denk, dass da drauf nauslaufen dud. Habt Ihr a Idee? Weil sonst fliegt Euch irgendwann alles um die Ohren. Wie bei meim Systemabsturz. Dann hat die Psychose halt das Backup eigspielt. Habt Ihr a Backup? Und funktioniert des im Ernstfall a?

Aus dem scheinbaren Chaos und Gwerch wird dann irgendwie widder (weil mehra mit hilanga dun) a Ordnung generiert. Und dann geht's irgendwie weiter. Ob mer des dann vielleicht goar ned merken tut, dass da grod su a Umbruch , Umorganisation bzw. Transformation woar? Is ned immer irgendwie Transformation? Ich glaab scho.

Im Buch steht.. Lernend nach vorne gehen - als eins der Grundprinzipien. Dafür musst aber erstmal amol an Blick zurückwerfen. Sonst siggsd nix. Weil Du musst ja erschd schaua wusd bist und wie Du dort hikumma bist. Und wo Du hiwillst sollersd halt a nu wissen... Und dann kannsd amol weiterschaua...

Zum Comic wandelnde Katastrophe hab ich folgenden lieben Kommentar bekommen.
"Vielleicht reicht's sogar für eine Professur "

Apropos Katastrophe ... a Freundin vo mir hat a a Platten und Schraubm in ihrm Handgelenk. Und sie hat gmaant, dass bei ihr a Schraubm locker is. Also o der Platten. In der Händ. Do hat der Arzt glacht und hat's numal gröngt und es woar alles in Ordnung. Ich hoff, des is bei Euch a.

Mei Platten und Schraubm solln in 5 Monat wieder rauskumma. Des soll schnell geh. Schau mer mol. Bei mir is bis etz nie was schnell ganga. Wart amol schnell...

Im Bus heimwärtsi is a Schwung Schüler eigstiegn. Do hod aaner Ohrstöpsel drin und dann mit sich selber as reden ogfangt. Ich hab erschd dann gmerkt, dasser telefonieren dud.

Obsd etz do a Psychose hast und mit Dei Stimmen reden tust oder mit die Stimma aus Deim Smartphone do is doch ka Unterschied. Sin doch alles zwaa Stiamma im Kupf...

Warum macht mer da su an Unterschied? Aushäusig und Inhäusig is doch irgendwie desselbe... Aans is gsellschaftlich akzeptiert und as andere ned. Warum isn des asu? Bloss weil die Stimma aus einer andern Dimension kumma...

Servus mitnand!

Donnerstag:
Vorgestern abend gab es live-Blasmusik. Die Schöne und das Biest haben sie auch gespielt. Naja, wenn Du keine Liev-Auftritte machen darfst, musst Du ja auch irgendwann und irgendwo zusammen üben. Die ganze Nachbarschaft hat applaudiert. Das fand ich sehr schön.

Heut ist ein Brief vom Amt gekommen und der Inhalt hat mich erstmal verwirrt. Das ist bei mir immer so. Bei Euch auch? Da muss ich mich dann aufraffen und dort anrufen und dann geht keiner hin. Das ist zermürbend. Diesmal ist dann aber doch jemand drangegangen und sie wusste dann auch nicht weiter und dann hat sie sich auf meinen praktischen und pragmatischen Lösungsvorschlag eingelassen.

Es ist halt schwer, wenn ich was bekomm und was machen soll und nicht versteh was oder wo ich damit hin soll. Weil es mehrdeutig formuliert ist.

Solcher Worte gibt es ja viele. Z.B. Überweisung. Das kann die zum Arzt oder die von der Bank sein. Manch einer hat sicher schon die vom Arzt bei der Bank versehentlich in den Briefkasten geworfen. Ich kenn jemand, der hat sein Pillerezept bei der Bank bei den Überweisungen eingeworfen und musste sich das Ding dann wieder zurückholen. Tja, sowas passiert halt mal.

Einen zwanzig Euroschein hab ich zum Ausgleich dafür gefunden und den in der Apotheke für Rezeptgebühren verprasst ;-) Schöne Grüsse vom Universum und vom lieben Gott! :)

Warum lesen Menschen Krimis? Mir haben die früher auch gefallen. Derzeit kann ich damit überhaupt nix mehr anfangen. Keine Ahnung warum. Ob die bei Anspannung mit Gegenspannung das Nervensystem beruhigen? Das ist die einzige Vermutung, die für mich Sinn ergibt.

Ich guck am liebsten Leuten bei der Arbeit zu. Z.B. die Flughafen Frankfurt Doku Mittendrin auf Hessen um 21 Uhr am Mittwoch. Da kann ich viel dazulernen und muss ned fort. Couchsurfingbildung.

z.B. werden wilde Mustangs aus den USA von deutschen Ehrenamtlichen gerettet. Und man sieht wie Pferde im Flugzeug transportiert werden. Menschen und Technik halt. Sowas find ich spannend. Genauso wie dem Mähroboter (meine Schwester hat den mal Mähreporter genannt, weil sie mit der Wortfindung so ihre Schwierigkeiten hat) beim Nachbarn. Dem könnt ich stundenlang zuschauen. Wie das wohl funktioniert (mit Sensoren wahrscheinlich), dass er nicht vom Rasen in den Hof purzelt. Mir passiert des alla Dooch ;-)
Aber der Mähroboter derhuzd si ned. Ob der a Inliner fahrn ko? ;-)

Ich steh auf die kleinen Abenteuer des Lebens und find so Erfahrungsberichte von Mamas und Gassigehern viel interessanter als die x.te Leiche in einer Fernsehserie. Also ich steh grad auf Abenteuerbücher. Auf neurodiverse. Mit Comicfaktor. Also Kinderbücher. Was einfaches , nettes mit Happy Ending.

Und auf was steht Ihr so zur Zeit?

Gestern im Bus hab ich eine Medizin-Technik-Studentin kennengelernt und mich mit ihr über Rekursionen unterhalten. Das hat Spass gemacht. Bei anderen Arten der Kommunikation scheint mir eine Kommunikationsdimension zu fehlen. Oder sie fehlt uns... ich weiss es nicht. Eine Perspektive, die ich nicht einnehmen kann und so verstehe ich nicht, was andere Menschen kommunizieren wollen. Deshalb sind mir Menschen nach wie vor ein Rätsel zu der mir der Decodierschlüssel fehlt.

Zu dem Thema - so ging es mir auch mit dem Brief vom Amt - gibt es heute auch einen Comic :) Viel Spass!
Die Glaa aus ERH - Kommunikationsprobleme 2
Zum Ideefix-Comic gab es folgendes Feedback, Rückpass :)
"Gibts den schon von Teekanne ?"

Freitag:
Adhocertum und Kreativität hat mei Mama gestern beim Kungbacken (Kuchenbacken) bewiesen.
Die Elstar - Äpfel hat's ned gebm. Und dann hammera andere mitbracht. Also da woarn mir agil.

Die Äpfeli woarn aber recht glaa und meiner Mama dann zu anstrengend zum schälen. Ich woar ned do, wie sie sich spontan entschieden hat, an Kung zu backen. Sonst hätti ihr gholfen.

Also hat sie halt dann wie sie nimmer kennt hod , Aprikosen gnumma. Des is so a versunkener Apfel-Kung-Rezept. Etz hammer sogar zwaa Sorten Kung. Aprikosen und Apfel. Des is doch voll agil. Zwei Kung in aam. Könnerder ja a amol ausprobiern. Des is Reste-verwertungsküchen a. Da schaust was do hast und was wech muss und dann mäxd was draus. Des is a voll agil und adhoc.

Des Buch zu Design Thinking is gestern kumma. Also es geht drum den Menschen, Kunden wieder in den Mittelpunkt zu stellen und ned die Technik. Des is nix neus. Gscheite Handwerker machen des scho immer asu. Und a mei Strickanleitungen sin so entstanden. Aus Kundenwünschen. Und a auf Ärbert habi des asu praktiziert. Im Rahmen meiner Möglichkeiten und die sin mir am End dann ausganga. Etz hamsi neue ergebn.

Wassd, wennsd a am Eck ziehen dusd, dann fehlt auf der andern Seiten was. Weil des asu rum - mäandern dud. Also muss es sich auf der andern Seiten widder ausgleign. Auf irgendeine Weise. Also wenn aaner ausfällt muss a anderer einspringa und des Loch stopfen.

Ich hab mir immer an Partner gwünscht, mit dem ich auf Augenhöh zammärbern ko. Aber des hat leider nur zeitweis funktioniert. Bis alla um mich rum a alles zuvill und zu schnell ganga is. Schod. Etz hammer den Salod.

Bei die Ami hat's ja an mixed salad gebm. Und der hadsi dann neu sortiert. Gestern hat mir a aaner gsachd, dass ich jetzt wieder sortierter bin. Ich waas ja ned amol, was des genau sei soll. Muss mer denn sortiert sei? Darf mer ned chaotisch und adhoc lebm? Oder brauchts genau des in die aktuellen Zeiten? Simmer ned scho längst do?

Weil wenn die Kinner ausziegn und ihr eigns Lebm führn und weit wech äbern, dann braung die Eltern halt amol an Pflegedienst. Also wird die Familienversorgung outgesourced. Weil es goar ned andersch geht. Weil die Arbeit immer flexibler wird und die Leut des dann a werdn müssen und die ziegn dann der Ärbert hinterher. Und so zerreisst den Familienverbund. Und der muss dann verbunden werden mit am neua Verband.

Da gründen die Kinner dann ihr eigns Rudel und sung si ihr eigns Revier. Und dann gibt's andere die wolln in Mehrgenerationenhäusern zusammenlebm. Des machen mir scho.

Aber irgnedwie geht's ja immer widder weiter... Du wassd bloss no ned wohi.
Abenteuer Leben halt.

Heut hab ich einen schönen Spruch geschenkt bekommen. Den möcht ich mit Euch teilen.
"Wenn jeder Mensch gleich wär, dann wär des Leben ja langweilig."

Ich wünsch Euch schon mal ein schönes Wochenende!

Samstag:
Design Thinking stellt also den Menschen in den Mittelpunkt und der Weg entsteht bei jedem Schritt. Das ist nix anderes als das ganz individuelle Leben. Deins und meins... Bloss dass mer des etzerdla in eine Theorie zu packen versucht. Wie mit jeder Theorie isse halt so, dass sie in der Praxis ganz anders funktioniert wie mer sich des ausdenken tut.

Der Faktor Mensch is nix anders als Menschenkenntnis. Für mich funktioniert des ned intuitiv sondern ich muss jeden Menschen individuell kennenlernen. Dann kann ich mich auf ihn einstellen im Rahmen meiner Möglichkeiten.

Dann lerne ich nämlich seine Perspektiven auf die Welt kennen. Ich kann ja ned hellsehen. Ich kann auch durch Beobachtung einiges aufschnappen. Das krieg ich dann intuitiv hin. Weil ich Details wahrnehmen kann.

Und je mehr Sichtweisen von anderen man auf die Welt bekommt, desto besser lernt man auch sich selbst kennen. Spannend! Mer grichd also sei eigenes 360 Grad Feedback zamm. Wahrscheinlich is dann eher a 720 oder mehra Feedback, das mer sich selber gebm ko. Und dann find mer sich besser in der Welt zurecht. Glaab ich zumindest. Ned immer, aber immer öfter oder mer kann des Lebm a weng leichter nehma. Weil mer einfach sichd, dass mer es ned alla Leut recht machen ko. Mach halt wie Du denkst, is fei goar ned so einfach. Aber genau des is damit gmeint.

Dazu gibt's heut an Comic. Vill Spass!

Die Glaa aus ERH - Design Thinking

Zum Comic mit dem Finanzamt (Entzugserscheinungen) gibt's folgendes schöne Feedback. Also eine völlig neue Sichtweise, Perspektive.

"Den Kontakt hab ich auch mindestens einmal im Jahr - wenn man dann ein gemeinsames Feindbild (die Software vom Finanzamt!) hat, wird das Gespräch gleich ganz heimelig!"

Bei uns gibt's jetzt einen Brötchenbringservice. Der is voll cool! Mir hamm amol die Probelieferung ausprobiert und heut früh hat's dann frische Brödli (Labla) gebm. Des woar scho fein. Amol die Woch kömmer uns des scho gönna.

Weissd die aan hamm Essen auf Räder , mir hamm Brödli on Tour :)

Hab a komische Mail grichd... im Betreff steht "Befreien Sie sich von Kreislauf-Problemen... ", Absender Ihr Herzspezialist. Ich seh in Gedanken die Glaa aus ERH vor mir, wie sie im Kreis läuft und dann haut sie wieder irgendwas aus der Kurvn...

Ich glaab die wahren und echten Herz- und Kreislauf-Spezialisten sin die Menschen, die Dir nahestehen. Dei Familie, Dei Freund und Dei Kollegn, aber a "die Profis", die sich um Dich kümmern dun und sich vill Müh mit Dir gebm.

Weil denna liechd vill dro , dassd wieder rund laufen tust... Aber rund machen, sollerdnsdi deswegn fei ned. Ab und zu scheint des aber a notwendig zu sei, dass Dir aaner Dein Kupf zurechtrucken tut. Weilsd manchmal einfach Möglichkeiten ned siggsd, die as Lebm einfacher machen.

Also a Freund, der Dich zammscheisst und der Dich auch mal aushalten dud, is vill Wert. Damit wächst die Freundschaft. Also die Verbindung wird gestärkt. Auch die im Hirn zwischen den Synapsen, die dabei in Deinm Hirn und dem vo Deim Freund mitwirken. Siggsdes... Streiten is a gsund. Alles mit Mass und Ziel. Die Dosis macht as Gift. In homöopathischen Dosen isses durchaus gesundheitsförderlich.

Apropos... kennt Ihr noch die Serie "Die Profis"? Die habi als Kind gern ogschaut, aber die sin immer so spät kumma wie der original Hawaii Magnum und der Mister Higgins mit die Dobermänner. Der hat immer Tai Chi oder suwas ähnliches gmacht. Der hat des mit der Achtsamkeit braucht, damit er ned beim Magnum immer ausflippen dud. Und die schrägen Leut hamm die Serie so sympathisch gmacht. Weil des so normal schräge Leut woarn. Allaweil kumma in die Krimis sehr komische Leut. Da fehlt mir der Humor und der Schalk im Nacken. Des is alles so bierernst. Wobei ich kann Ernst ned kenna du. Und dann hat's amol an Film "Die Doberman Gang" gebm.

Und falls Ihr es no ned gmerkt habt, wenn wir einander Feedback geben (in welcher Form auch immer... Zwitschern oder Bildern oder Wörteln oder Wortbildern oder Rebusrätseln...) dann spielen wir miteinander. Wie kleine Kinder. Wieso kömmer des ned a mit genausovill Spass wie Kinner machen? Ich arbeite daran... ;-)

Scheena Samstag! Servus mitnand!

Sonntag:
Die Probe-Brötchenlieferung vom Brötchenbringdienst ist 1 A! Cool , dass es sowas gibt. Weil bei uns is recht weit bis zum nächsten Bäcker. Und wenn der Prophet ned zum Berch kummd (do wohna mir) , dann muss halt der Prophet zum Berch kumma. Oder in unserm Fall der Bäcker. Des is halt asu wennsd äter oder krank bist, dann kannst nimmer su in der Gegnd umanand renna oder foahrn. Weilsd schlecht siggsd und Dich a as foahrn nimmer traua dust.

Mei Mama is ganz begeistert davo. Und mei Schwester a, weil sie asu die Brötli hulln ko. Die hänga o der Tür. Und des finden alla zwaa total super! Weil mei Schwester könnerd ned in die Stadt laafen aber zur Tür kummts. Und so derlebms a amol was neus.

Sie hamm scho die nächste Lieferung bei mir in Auftrag gebm. Ich hab erst a weil braucht bis ich die intuitive Bedienung des Bestellvorgangs verstanden hab. Aber etz habis hiekrichd. Ich bin also widder die Wunschfee oder der Erfüllungsgehilfe. Des is mei Spezialität. Mei zwaa braung halt amol was neus und was scheens. Weils halt ned nauskumma. Und des woar fei vor Corona a ned andersch.

Weil wennsd nimmer kannsd, dann hast a selten nu Freind. des is halt asu. Mir hamm anand und halten halt zamm. Mehr geht ned. Und irgendwie is des fei a recht schee. A wenn mer uns ab und zu gewaltig auf den Senkel genga dun. Des is halt asu mit der lieben Familie. Des werd bei Euch dahamm bei gsunde Leut a ned vill andersch sei. Ich weiss es allerdings ned, weil ich kenn kaum a. Vielleicht gibt's a goar ka mehr. Unter jedem Dach ein Ach hat amol ans zu mir gsachd.

Ich kenn junga Leut in der Stadt, die lerna goar ned es Autofahrn, weil sie suwieso kann Parkplatz fina dädn. Also die foahrn halt mit die öffentlichen. Aber die musst Dir a leisten könna.

Weil's so schee warm is, gibt's zu dem Thema Hitz und Co heut an Comic.
Die rote Sonnenliege hat unser Nachbarin nausgstellt ghabt. Drauf ghockt woar ka Mensch und irgendwann woar si widder fort. Des find ich generell komisch.... Die Leut ham so scheene Eckerli im Garten und ums Haus und auf der Terrasen und auf'm Balkon und nie hockt aans draussen.

Auf der Bänk vom Nachbarn im Garten woar amol des Stromkabel für a Gartengerät glegn. Sonst nix. Warum isn des asu? Is ka Zeit mehr do sich amol wo hizuhocken und die Stille und Ruh zu geniessen? Weil immer alles schnell geh muss. Wart amol schnell...

Im Amtsblädla stehn widder mehra Veranstaltunga drinna. Deswegn is ka Platz mehr für mei Comics drinna. Die werdn dann aber oft kurzfristig abgdachd. Der Adhoc-Betrieb is überall allgegenwärtig.

Vill Spass!

Die Glaa aus ERH - Die Sonneliege

Montag:
Hmm... anscheinend braucht mer regelmässige Termine, Fernsehserien oder andere Dinge, um nicht in der Woche und im Zeit-Raum-Kontinuum zu versumpfen. Auch ein Austausch mit anderen Menschen schafft im Hirn das eigene Weltbild. Das eigene Paralleluniversum sozusagen.

Wieviel adhoc kann der Mensch und wieviel Routine braucht er? Kann man nach dem Muss-ich und dem Lust-Laune-Prinzip leben? Geht das? Und wie genau schaut das aus? Wie bekommt man seinen eigenen Rhythmus bzw. wie schafft mer es nach demsselbigen zu leben?

Dienstag:
Heut im Bus mitgefahren und dort hat ein junger Mann ein T-Shirt mit einem Comic-Teebeutel drauf angehabt mit dem Spruch: "It's a tea-shirt".
Das fand ich sehr witzig :)

Und ein Mädchen hatte in seiner Händyhülle einen Geldschein. Ah so läd mer also sei Handy auf ;-)

Einen grossen müden Hund hab ich vom Fenster aus aus dem Gehsteig flaggen (liegen) sehen. Und dabei ging mir durch den Kopf: Dein Liegeplatz.

Heute durft ich ans Spitzerband und einen Karton zusammenstecken, Ölpapier und Spitzer reintun und Qualitätskontrolle machen. Etz bini scho widder im QM-Bereich gelandet. ;-)

Es war etwas anspruchsvoller und abwechslungsreicher als nur Etikettenkleben. Wobei das Barcode-Etiketten sind und das hat ja auch wieder was mit Technik zu tun. Wenn der Aufkleber ne Unebenheit hat oder nicht schön abschliesst, dann kann das Lesegerät ihn nämlich nicht einscannen und er muss mit der Hand eingegeben werden. Des is fei a ned grod as allergsündeste. :)

Und wieder seht Ihr wie eng Mensch und Technik miteinander verknüpft sin.

Im Funkgespräch der Busfahrer konnt ich mithören, dass ab Freitag die eine Haltestelle gsperrt sei soll. So erfährst was im doppelten Wortsinn. Also buchstäblich und wortwörtlich.

Donnerstag:
Das Leben ist eine Baustelle, weil sich dauernd irgendwas ändert. Also ist es so wie mit der A3 und der neuen Markt Haltestelle. Da ist eine Baustelle und deswegen muss mer anders fahren. Also bassd mer sich an. Fährt früher oder steigt an einer anderen Haltestelle um. Des wird wieder ein neues Abenteuer bis die neue Routine wieder drin is.

Und wennsdi dann endlich dran gwöhnt hast, dann musst di widder zurück umstelln, weil die Baustell behoben is.

Mir patchen also unser ganzes Lebm lang. Apropos... mei Husn mussi a nu flicken. Da näh ich dann einen Patch drauf. Obst a Programm flickst oder patcht oder die Strass oder Dei Husn is also goar ka grosser Unterschied.

A Workaround is also a nix anders als a Umleitung oder a Ersatzfahrplan oder der Schienenersatzverkehr. Siggsdes. Was provisorisch halt. Und provisorisch is widder voll agil. Und durch des Patchen verbessert sich langwierig hoffentlich was.

Ich schreib hoffentlich, weil ich an die Haltestell am Wegfeld vo der Strassenbahn keine dergleichen Gedanken und Gefühle hab. Do hat die Fahrt länger dauert und des Gwerch in der Strassenbahn woar a mehra als im 30iger Bus. Für einige Menschen wird es aber sicher eine Verbesserung gwesen sei und ich muss da etz ja a nimmer hi. Also hat si des Thema für mich anderweitig erledigt.

Via selbstorganisierendem System. Und in dem lebm mir alla mitnand zamm. Wennsd was mäxd, hat des immer Wirkungen und Auswirkungen auf andere. Und die kannst Du selber goar ned überschaua, weil as Lebm halt komplex is.

Der Unterschied zwischen kompliziert und komplex hat mir die Woch aaner erklärt. Kompliziertes Zeuch kannst Du per Logik nachvollziehen. Es dauert halt, bisdes verstehst. Komplexe Sachverhalte kannst Du nicht verstehen. Höchstens Teilaspekte tät ich sagen. Aber Du kannst sie auch nicht vorhersagen. Des is wie beim Wetter. Da spieln sovill Parameter mit nei und stehen mitnand in Wechsel - und Gegenwirkung...

Und dann weisst nie, was am End dabei rauskommt. Des kannst Du nur hinterher im Rückblick machen und versuchen draus zu lernen. Des passiert ja im Moment a widder. Im Grunde genommen machen mir des in jedem Moment so. Dann grigsd a Gspür dafür und dann weisst nächstes mal besser wie Du damit umgehen kannst. Aber Du weisst auch ned, ob Du jedes mal gleich damit umgehst. Wahrscheinlich ned.

Muss mich mal kurz auskotzen. Da macht man den Pflegeeinsatz telefonisch weil derzeit niemand kommen darf und dann schreibt einem die Pflegekasse, dass er nicht erfolgt ist. Und dann kannst Du das Problem nicht gleich klären, weil beim Pflegedienst nur bis 12:00 Uhr jemand ans Telefon geht. Seufz! Das ist für mich das schlimmste, wenn ich ein Problem habe, und ich nicht gleich selber die Ursache herausfinden kann. Seufz! Und dann kreisen meine Gedanken unentwegt um dieses Problem. Ob man das irgendwie lernen kann, sich davon nicht aus der Ruhe bringen zu lassen? Morgen ruf ich halt an und frag nach, was schief gelaufen ist. Und lass mir eine Bestätigung für den Pflegeeinsatz schicken.

Also lerne ich damit dass ich Dinge nachkontrollieren muss und Menschen zu misstrauen. Das ist doof. Ich weiss ja, dass das keiner mit Absicht macht und Fehler passieren, aber wie kriegt man dann das mit dem Zutrauen und Vertrauen hin. Wie macht Ihr das denn?

Mir hilft mich auszukotzen. Das hab ich dann auch bei der Frau von der Pflegekasse gemacht. Ich hab ihr erklärt, dass ich meinen Frust loswerden muss. Und dann hab ich halt auch noch gefragt was ich machen muss. Ich glaub das war gar nicht mal so schlecht, sich rauszunehmen, ja ich bin jetzt total gefrustet und ich muss das jetzt mal loswerden. Da willste alles richtig machen und es funktioniert halt nicht. Weil sowas halt vorkommt. Das ist keine böse Absicht. Aber es ist halt trotzdem kacke. Kacke is a Energie. Und die muss irgendwohin. Also lad ich das mal hier ab. Tut gut, es sich von der Seele zu schreiben.

Freitag:
Ich bin also jetzt gespannt, was ich als Antwort vom Pflegedienst bekomme...
Soderla heut früh gleich beim Pflegedienst wegen dem Pflegeeinsatz und der nicht bei der Pflegekasse eingegangenen Bestätigung angerufen. Der Pflegeeinsatz wurde jedoch abgerechnet und die Dame am Telefon erklärt mir, dass dies schon des öfteren im Abrechnungszentrum der Pflegekasse hängt. Also ein technisches oder organisatorisches Problem seitens der Pflegekasse. Sie schlägt mir adhoc und höchst agil vor, ein Fax dorthin zu schicken. Auf Drängen der Frau vom Telefonat mit der Pflegekasse frage ich auch nochmal ob sie auch eine Bestätigung des Pflegeeinsatzes an mich schicken können. Da ist sie etwas angefressen. Das kann ich hören. Denn sie sagt, wenn sie das faxt, dann brauchen wir da ja nicht doppelt. Ja, da hat sie recht und ich vertrau jetzt drauf, dass es funktioniert. Ich geb ihr noch die Faxnummer der Pflegekasse. Und gut ist.

Im Anschluss ruf ich noch bei der Pflegekasse an. Beschwingte Wartemusik lullt mich ein. Und diesmal hab ich eine sehr verständnisvolle Mitarbeiterin ab Telefon. Wow! Das sag ich ihr auch. Ihr tut das alles sehr leid und auch, dass mich ihre Kollegin gestern so angefahren hat. Die meinte ja, das sei nicht ihr Problem. Ich solle es lösen. Nun lag aber meinerseits überhaupt kein Problem vor, das ich hätte lösen können. Weil ich ja keinen Einfluss auf das kasseneigene Abrechnungszentrum habe. Wenn sie mir Zugriff geben würden und ich Einsicht in die Prozesse hätte, könnte ich den Denkfehler sicher finden. Indem ich das Problem halt mal analysiere und dann würde ich schon sehen, ob es technischer Natur ist. So ist mir das leider nicht möglich und ich muss mich auf die Aussagen der unterschiedlichen Stellen verlassen. Soll aber zwischen beiden vermitteln, ohne dass mir das Werkzeug dafür zur Verfügung gestellt wird. Einerseits eine spannende Aufgabe, andererseits frustrierend, weil ich ja nicht reingucken kann. Ich fände das sehr spannend.

Also die nette und empathische Dame am Telefon bei der Pflegekasse erklärt mir, dass sie sich immer Mühe gibt, sich in die Kunden reinzuversetzen. Gestern hab ich mich nicht mal als Kunde gefühlt. Eher als Depp vom Dienst.

Sie löst also technische und organisatorische Probleme mit Verständnis und Empathie. Nachdem ich den Sachverhalt in Ruhe vorgetragen habe, nimmt sie auch wahr (auch weil ich es sage), dass ich eine Bestätigung brauche, dass die Sache in Ordnung geht. Also vermerkt sie, dass ich wenn das Fax eingegangen ist , einen Rückruf bekomme.

Die Faxstelle scheint wieder andernorts zu sein. Die Arbeitsschritte sind also ala Tailorismus aufgeteilt. Vorbei sind die Zeiten, wo der Mensch am anderen Ende der Leitung zum Fax ging und den Sachverhalt gleich klären konnte. Ich nehme an, sie haben einen Faxserver. Hylafax gab es ja schon vor 20 Jahren. Da kommt das Fax dann im Posteingang an. z.B: als tiff oder jpg oder pdf. Das ist eine sehr praktische Sache.

Ich bin gespannt, ob das klappt. Wenn ich keinen bekomme, ruf ich wahrscheinlich nochmal an. Denn ansonsten wird das Pflegegeld gekürzt. So hatte ich mir das mit der Pflege nicht vorgestellt, dass man dann soviel Zeit mit Bürokratie für nix verbringen muss. Ich wäre lieber mal mit meiner Schwester , der zu pflegenden gestern mit dem Bus fortgefahren, damit sie mal was schönes erlebt. Seit Corona war sie schon ein Jahr nimmer draussen unter Menschen. Mit Psychose im Haus ausflugt es sich schlecht.

Also dass Bürokratie vor dem Menschen kommt, damit Menschsein ermöglicht wird, ist irgendwie die Quadratur des Kreises. Und nach dem heutigen Erlebnis und meiner Erfahrungen in der Firma lässt sich dies bei immer weiterer Zersplitterung in Details und damit ansteigender Komplexität und damit verbundener Kompliziertheit nur mit Mitmenschlichkeit, Empathie und Verständnis lösen.

Nur so kann ich wütende und frustrierte Menschen beruhigen. Indem ich selber ruhig bleibe und mich in sie reinversetze. Wenn ich auf stur schalte, dann erzeuge ich Widerstand und lasse den anderen Menschen auflaufen. Anstatt auf Lösungsfindung bin ich dann auf Krawall programmiert.

Widerstand erzeugt Spannung und Widerstand auf Seiten des Menschen, der mit seinem Problem bei mir anruft und gefrustet ist. Das Adrenalin steigt und setzt Energie frei. Also schon der Brief: wir kürzen... den registriert das Hirn als Bedrohung...

Diese Energie ist notwendig um adhoc ein Problem zu lösen. Das konnte ich gestern nicht und der Widerstand liess die Anspannung und das Adrenalin weiter ansteigen. Ich konnte im Anschluss mühelos 1 Stunde auf dem 70iger Jahre Gedenkhometrainer meiner Schwester fahren. Soviel Energie hatte ich seit langem nicht. Das finde ich faszinierend und irgendwie auch cool.

Es dauert also, bis sich diese Energie wieder abgebaut hat. Energie verpufft nämlich nicht einfach sondern sie wirkt weiter im Umfeld des angespannten. Also das Adrenalin und die Energie der gestrigen Gesprächspartnerin (wobei ich unter Partner jemanden mit Empathie sehen würde , also ist das eher ein disonannter Gesprächspartner, weil er sich nicht auf mich einstimmen kann) wirkt sich also auf mich , aber sicher auch auf ihre Kollegen, die nächsten Anrufer aus.

Ihr Adrenalinspiegel und ihr Stresslevel steigt und die Dissonanzen nehmen zu. Die Unzufriedenheit mit der Arbeit dann wohl auch. Denn ihr hab ich nicht wie ihrer Kollegin heute gesagt, dass Sie super ist, weil sie sich in mich einfühlen kann und mir wirklich eine Hilfe ist. Eine praktische Hilfe halt.

D.h. die Dame von heute hat sich ihr Kompliment selbst erzeugt und damit Wertschätzung direkt von mir in Form von Danke und warmen Worten und damit Wertschätzung bekommen. Das ist cool, wie das funktioniert.

Die Dame von gestern hat keine Wertschätzung von mir bekommen. Nur meinen Frust. Und irgendwie bin ich sehr stolz drauf, dass ich mir die Freiheit rausgenommen habe, ihn bei ihr abzuladen. Denn da gehört er ja auch hin.

Bei meinen Strickanleitungen musste ich mir auch Beschwerden anhören, wenn der Kunde der Meinung war, dass etwas an meiner Anleitung nicht stimmen konnte. Dann muss ich mir aber den Sachverhalt erst komplett anhören (das musste ich auch erst lernen, nicht gleich auf 180 zu gehen) und erst dann kann ich heraushören und damit herausfinden, wo genau das Problem liegt und dafür eine individuelle Lösung anbieten und zusammenschustern. Genau das hat die Dame von heute gemacht, indem sie auf mich eingegangen ist. Cool!

Die junge Dame von gestern (das hab ich an der Stimme hören können, die Dame von heute klang gemütlicher und erfahrener) muss das erst noch lernen. Dazu wird sie noch viel Gelegenheit haben, da die zunehmende Technisierung und Detailaufsplitterung genau zu solchen Problemen führt. Das ist halt der Nachteil am Tailorismus, dass die linke Hand nicht mehr mit der rechten kommuniziert und diese Schnittstellenkommunikation an den Kunden outgesourced wird. In diesem Fall an mich.

Zum Glück hab ich aus meiner Arbeit Erfahrung als zentrale Knotenpunktstelle und mir ist dieses Problem durchaus bewusst. Ich fand es spannend mich dabei zu beobachten am Trimmdichrad (gelb mit Tachonadel und einer Maushupe als Spass- und Motivationsfaktor) wie ich diesen Spannungslevel abbauen konnte und er langsam abflachte. Die Hochspannung war in der Stirn spürbar und dann verlagert sie sich wieder in den Normbereich bei mir über die Nase und dann flaut das Gefühl ab und ich kann mich wieder auf ein Buch konzentrieren.

Solange die Anspannung in Hirn und Nase war, kreisten die Gedanken um das aktuelle Problem, das ich aber gestern ja nicht mehr lösen bzw. aufklären konnte. Sport hilft also die Adhoc Anspannungsenergie abzubauen. Diese Energie ist aber notwendig um ein Problem flexibel lösen zu können. Denn diese Energie ist ja die Motivation. Motivation ist also ein Spannungslevel. Cool!

Ist das bei Euch genauso? Was wirkt den bei Euch spannungs- energieabbauend, wenn Ihr ein Problem nicht gleich lösen könnt? Früher konnte man solche Dinge mit einem Telefonat erledigen. Inzwischen hab ich 4 x telefoniert. Und warte noch auf den fünften Anruf. Der Aufwand hat sich also vervierfacht und damit auch die Zeit und Energie, die dafür benötigt wird. Das Ergebnis ist dann auch mehr Adrenalin im Körper und der Umgebung und im Wirkungskreis. Und des is fei a ned grod as allergsündeste.

D.h. auch, dass mehr Energie und Zeit im Beratungs- und in der Detektiv- und Aufklärungsarbeit benötigt wird. Also der Servicesektor wächst. Das ist dann die logische Folge.

Gleichzeitig wird es meiner Ansicht nach schwerer technische Probleme zu erkennen, weil sie wegen der Zersplitterung der Aufgaben weniger auffallen. Denn nur die Summe der Detailprobleme ergibt das Gesamtproblem. Und ein Detailproblem wirkt an sich nicht bedrohlich. Wie ich gestern ja gemerkt habe. D.h. es fällt zunächst lange Zeit nicht auf. Diese Fehler summieren sich aber und sind dann ein Grundproblem, dass es zu beheben gilt.

Vielleicht ist deswegen Qualitätssicherung so schwierig geworden. Weil man diese Dinge nicht auf den ersten Blick fehlt. Man muss sich erst die Summe aller Teile ansehen und erst dann kann ich einen gravierenden Fehler entdecken. Der im Einzelfall winzig wirkt , aber in der Summe aller Teile teuer wird. So kenn ich es von der Arbeit. Oftmals liegt dann der Fehler gar nicht da, wo man ihn vermutet. Erst durch "Debugging" die Sichtung weiterer Fälle ergibt sich eine Art Muster, das einen auf die richtige Spur bringt.

Und meistens ist es dann nicht ein Fehler sondern eine Vielzahl von kleinen Faktoren, die zu solchen Problemen führen. Auch dies ist der Detailaufsplitterung geschuldet. Denn diese erhöht die Komplexität. Und wenn man Komplexität mit komplizierten (if then cases) abfangen muss, dann wird es kompliziert. Komplexe Sachverhalte lassen sich aber aus meiner Sicht eher durch Simplifizierung als durch Komplizierung lösen.

Ich bin also jetzt gespannt wie sich die Sachlage weiter entwickelt. Ob das Problem nun gelöst ist.

Erstaunt stelle ich also fest, dass Probleme gar nicht ernst genommen werden, weil sie auf den ersten Blick nicht als grosse Probleme ersichtlich sind. Dann werden Bugs nicht behoben. Die Frustration steigt. Und es werden immer mehr Workarounds geschaffen, die das Problem weiter verschärfen.

Die Probleme werden ausserdem auf den Kunden outgesourced. Er , der ja gar keinen Einblick in die Komplexität und die Kompliziertheit der Programmierung hat, soll das Problem dann lösen. In dieser Position habe ich die letzten 10 Jahre gearbeitet. Das Problem ist nicht lösbar. Denn die Energie steigt stetig und exponentiell, die zur Erhaltung des Status Quo notwendig sind. Zur selben Zeit kommen aber neue Anforderungen hinzu und so steigt die Komplexität weiter und bestehende Workarounds funktionieren nicht mehr, weil die zugrundeliegende Datenbank und deren Prozesse sich stetig mitverändern.

Das Ergebnis ist, dass man immer öfter auf die Schnauze fällt, Dinge nicht mehr funktionieren. Man ist nur noch mit fixen und Problemen hinterherlaufen beschäftigt und kann sich um neue Dinge gar nicht mehr kümmern. Man Verkümmert also durch die Kümmerung um die exponentiell ansteigende Komplexität.

Der Faktor Mensch und Verständnis, Einfühlen in den anderen wird damit zum key factor in so einer lebensfeindlichen Umgebung. Denn alle Nervensysteme reagieren in so einem Umfeld immer aggressiver. Soziale Kenntnisse wie Deeskalation , Aufklärung von Missverständnissen rücken damit in den Mittelpunkt des Vermittlers, zu dem ich dann werden musste, um einfach weiter meine Arbeit machen zu können.

Da immer mehr Probleme durch die Technik anstatt durch andere Organisation oder die Organisierenden selbst gelöst werden , also outgesourced werden, verschärft dies die Problematik noch zusätzlich. D.h. es kommen immer mehr Auftraggeber, Klienten exponentiell hinzu bei exponentiell schwindenden Kapazitäten (Personen, Zeit, Ressourcen z.B: Datenbank und Hardware).

Dies muss in einem Knall enden. Ein Kollege von mir bekam einen Herzinfarkt, ich eine Psychose. Denn die Energie muss sich ja irgendwie entladen, denn irgendwann schafft dies die zentrale Vermittlungsstelle nicht mehr. Es kommt also wie im zentralen Verteilerkasten zu einem Kurzschluss, zu einer Überspanung und die wirkt sich dann halt auch auf Deinen Körper aus. Zack Bum und weg biste.

ALs Lösungsansätze werden Achtsamkeit, Ruhe und Bedacht und emotionale Intelligenz propagiert. Ich hab alles ausprobiert und aus eigener erfahrung kann ich sagen, dass sich damit das Problem derzeit nicht lösen lässt. Du kannst den Status Quo noch eine zeit lang aufrechterhalten, aber wenn die Spannung in Deinem Umfeld weiterhin zunimmt, dann kämpfst Du auf verlorenem Posten, weil es dann sinnvoller ist, gar nichts mehr zu tun, weil man damit das Problem wenigstens nicht weiter verschärft.

Wird die Hochspannung zu hoch und man kann sich dem Spannungsumfeld nicht durch den Wechsel in eine andere Position, Verstärkung, Rückendeckung oder kündigen entziehen, so entläd sich die Spannung. Und zwar auf alle Beteiligten. Das Ergebnis ist ein sehr feindliches Betriebsklima mit fehlendem Vertrauen. Wo viele Dinge als selbstverständlich wahrgenommen werden und Bitte und Danke zu Fremdwörtern geworden sind.

Das Ergebnis kann man darin ablesen, dass die Schwerbehinderten die Firma verlassen, an den steigenden Krankenständen, an der Unzufriedenheit der MItarbeiter und das schlägt sich in den Firmenbewertungsportalen im Internet nieder.

Die Lösung des Problems wird sich peux a peux ergeben. Denn wir leben in einem selbstorganisierendem System. Wenn also der Druck zu hoch wird, dann ist das wie bei einem Atomreaktor. Es kommt zur Atomabspaltung (z.B: ein KOllege wird krank und fällt aus) und das zieht eine Latte von Veränderungen nach sich, weil sich der Druck weiter umverteilen muss. Die Energie wird also freigesetzt und schlägt sich andernorts bie den anderen Kollegen und beim Kunden nieder.

In dieser Ereigniskette reagiert jedes Individuum unterschiedlich weil jeder unterschiedlich mit Stress und Druck umgeht und so entstehen wieder individuelle Wechselwirkungen durch die Beziehungen untereinander. Zwischen Personen, Interessen und Projekten. Also wenn ich viel Druck auf Arbeit hab, dann ist mein Geduldsfaden auch daheim nicht besonders lang...

Und damit sind wir wieder beim Thema Lifebalance angelangt. Wie kriegt mer des am besten hin in den heutigen turbulenten Zeiten? Denn ganz rausnehmen aus allem und allen Beziehungen kannst Du Dich ja gar nicht. Du bist immer Teil von etwas. Hm... Wie macht Ihr das denn? Seid Ihr die Bleiber oder wechselt Ihr oft die Firma um dem ganzen zu entgehen? Ist das die Lösung, nach 2 bis 3 Jahren immer die Firma wechseln und das Spiel andernorts wieder genausolange weiterzuspielen, bis man merkt (kann man das denn?) , dass es nicht mehr geht?

Wenn wir mit der Achtsamkeit spielen, dann verändern wir auch unseren Bewussteinszustand. Das kann auch unerwünschte Nebenwirkungen nach sich ziehen. Jeder muss selbst entscheiden, wie er damit umgeht. Denn jeder lebt in seinem individuellem Spannungsumfeld.

Mein Fazit. Mit gutem Beispiel vorangehen im Rahmen meiner Möglichkeiten. Das ist nix anderes als der Spruch: Was Du nicht willst, das man Dir tu, das füg auch keinem andern zu.

Lieber Gott gib mir die Kraft die Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Gelassneheit Dinge zu ertragen, die ich nicht ändern kann und die Weisheit das eine vom andern zu unterscheiden.

Praktizierte Nächstenliebe. Inklusive Nachsicht und Liebe für dich selbst, wenn Dir das auch mal nicht gelingt. Und eine gute Prise Humor. Das ist meine Erfahrung. Und Ihr seht ja, dass Ihr machen könnt , was Ihr wollt und Euch noch soviel Mühe geben könnt, Ihr habt das Ergebnis nicht in der Hand. Dann passiert halt mal irgendwas. Aber ich hab gelernt, dass man lernen kann mit vielen Dingen gelassen umzugehen. Ich lerne auch jeden Tag neues dazu und genau das hält mich lebendig und macht die Lebendigkeit und Spannung im Leben aus. Schau mer mal wie es mit uns allen weitergeht.

Ihr könnt auch die Kollegen besser kennenlernen. Auch das kann helfen, muss aber nicht, weil es nicht ausreicht, dass Ihr den Kollegen entgegenkommt, wenn sie dies nicht tun, dann hilft Euch das auch nicht weiter.

Ausserdem hab ich bei den Menschen, bei denen ich am meisten Verständnis bekommen habe und dachte wir funken auf der gleichen Wellenlänge, lernen müssen, dass sie dann einfach kündigen und die Firma wechseln. In einer Familie ist dies nicht so ohne weiteres möglich.

Das hatte also in meinen Feldexperiment keinen Erfolg. Ich war jedes mal sehr enttäuscht, konnte aber die Kollgen verstehen, die so frustriert waren und aufgaben. Zum Aufgeben ist mein Hirn nicht konfiguriert, deswegen hab ich also weiter mit meinen Bemühungen gemacht. Ich habe also die Energie des Drucks um mich herum konstruktiv und kreativ umgewandelt (transformiert) in Comics, habe Managementliteratur gelesen und die Tipps auch in Echt angewendet.

Leider nützt es Dir nicht, wenn Du einem Kollegin bei seiner Arbeit entgegenkommst udn ihn da abholen willst, wo er steht, wenn er sich bereits entschieden hat, jetzt doch lieber weiter zu studieren und dann in der Personalabteilung anzufangen.

Ich versteh halt ned, dass mer den Rahmen, den man zur Verfügung hat nicht mit Leben füllt und die Arbeit für die mer ja bezahlt wird , nicht macht. Das ist meine Sicht. Dafür wird der entsprechende Kollege schon eine gute Erklärung haben. Aber die nützt mir ja nix, wenn ich weiterhin keine Rückendeckung von meinen Kollegen bekomme sondern stattdessen im friendly fire derschossen werd. Aus Versehen als Kollateralschaden ende. Das ist dann allein mein Problem. Obwohl das Ergebnis ja vom Umfeld abhängt und ich mich halt nicht rausnehmen konnte. Obwohl ich es versucht habe. Dann wird mer halt rausgenommen. Das habe ich gelernt.

Der eine in Form eines Burnouts oder Boreouts oder Depressionen oder Herzinfarkt, Schlaganfall, Schmerzerkrankung oder Psychose oder sonst irgendeiner Erkrankung...
Im Endeffekt ist das ein Signal: mach nimmer so weiter! Änder endlich was. Ich kann nimmer!

Ich frag mich halt ob das so sein muss, dass mer im friendly fire als Kollateralschaden endet, wenn mer sich für das Bleiben entscheidet, weil einem an den Kollegen und der Gemeinschaft was liegen tut. Ich weiss es ned. Gibt es auch andere Beispiele, wo es funktioniert hat? Und was habt Ihr anders gemacht? Habt Ihr es kommen sehen? Also ich nicht. Ich hab sogar nochmal alle Kraftreserven die ich hatte zusammengenommen, mich nochmal ein letztes mal wie ein wilder Mustang aufgebäumt und noch einen letzten Versuch gewagt. Bis zum Management bin ich quasi marschiert und hab meinen HIlferuf abgesetzt. Ich wusste selbst nicht, dass es einer war. Weil mer des selber ned sieht. Das können nur Menschen um Dich rum sehen, die Dich gut kennen. Meine Mama hat es aber auch erst sehr spät erkannt.

Und auf Arbeit hat es niemand gesehen. Das ist traurig. Aber das spiegelt ja genau das wieder, was ich oben beschrieben habe. Durch den Kollegenwechsel, Abteilungswechsel und Umstrukturierung, die ständig stattfinden, kannst Du so eine langfristige auf Vertrauen basierende Partnerschaft, die durch und an Krisen gewachsen und erwachsen ist, gar nicht mehr schaffen. Ich hab mir immer sowas wie bei Starsky und Hutch gewünscht. Ich wollte nicht zu Starsky und Hutch in einer Person werden! Weil das geht ned. Du kannst nicht gleichzeitig Dein eigener Kunde und Auftragsausführender sein. Das macht keinen Sinn, aber darauf läuft es in unserer aktuellen Gesellschaft hinaus. Mal sehen, wie das weitergeht.

Ui!!! Hurra!!!! Dopaminalarm!!!! Glückshormondoping!!!
Die AOK hat doch tatsächlich grad zurückgerufen. Das Fax ist da. Das Problem ist gelöst. Thema erledigt.

Ich bin glücklich und tanze und frohlocke jubilierend durch das Wohnzimmer! Ich bin im Dopamin und Endorphinrausch! Lobet den Herrn! Und Hallelujah! :)

Das ich das noch erleben darf! Ich fühle mich lebendig und glückselig!

Übrigens lebendig hab ich mich auch gleich nach Bekanntgabe des Problems gefühlt. MOtiviert was zu tun halt. Das ist irgendwie schön. Jetzt hab ich eine Schwierigkeit überwunden und gemeistert. Haken dran. Fertig. Das ist wie beim Programmieren. Da hatt ich das aber den ganzen Tag. Eine Aufgabe nach der andern...

Jetzt sind es viel weniger. Ich war also wohl nahc der Psychose auf einem Dopamin und Endorphin-Entzug. Das waren dann nicht nur die Reize und die Spannung aus dem spannungsgeladenen Umfeld aus dem ich in Lichtgeschwindigkeit hinauskatalputiert worden bin, sondern auch die Aufgaben und Aufgabenerledigenebbe. Wow! Spannend das so wahrnehmen zu können. Dann ist das im Lauf der Zeit viel zuviel geworden. Das hätt ich etzerdla ne dacht. Des is fei a ned grod as allergsündeste. Als IT-ler kannst Du ja mehr Probleme selber lösen, weil Du hinlangen kannst. Aber alles kannst Du auch nicht machen. Irgendwann kommst Du da auch an Dein Limit. Aber Du bist unabhängiger und freier in der Lösung von technischen Problemen als Nichttechniker.

Wobei ich mich frage, kannst Du es Dir heute überhaupt noch leisten ein Nichttechniker zu sein? Du musst ja zumindest mit einem PC umgehen kdönnen und den MS-Standard und Defaultprogrammen. Und Du musst auch flexibel genug sein, in der agilen neuen Technik-Welt (die an und sich ja schon immmer so war) immer wieder neue Programme zu erlernen und zwar by doing. So nebenher.

Ich brauch derzeit Lesestoff, der Dinge auf's Korn nimmt. Und da ist mir Laufen, Essen, Schlafen in die Hände gefallen. Die Frau Thürmer läuft den PCT als Abenteuer ihres Lebens und ihre Art Jakobsweg, nachdem ihr nach dem Tod eines lieben Freundes klargeworden ist, was ihr wirklich im Leben wichtig ist. Sie ist ebenso wie ich unsportlich und nimmt sich im Buch ganz schön auf die Schippe. Buch mit Schmunzelfaktor also.

Ausserdem hab ich grad wieder von Manfred Lütz das Buch Lebenslust in die Hand genommen, weil ich davon gern eine Prise Input hätte. Ich finde es schön und lustig und muss schmunzeln, wenn er das Gesundheitssystem und den Gesundheitswahn auf die Schippe nimmt.

Beim Baden meiner schwerstbehinderten Schwester is mer grad folgender Spruch dazu eingefallen...

"Mama... mer muss doch ned immer alles heil machen. Mer kann doch a mit dem Unheil gut leben..."
Daraus werd ich wohl noch einen Comic machen, weil er mir so gut gefällt.
Viele Grüsse sus dem Katastrophengebiet ;-)

Wo mer heut schon bei den Lädierten sin... habi an Comic dazu.

Einer Nachbarin von uns hamm Ihr Kinner a Rollatorgaragen bastelt. Des is doch voll cool!
Vill Spass und s schönes Wochenend!

Die Glaa aus ERH - Die Rollatorkonferenz



Herrlich schräg... die Pflegekasse hat durch ihre Überkontrolle und der Drohung der Kürzung des Pflegegeldes die Telefonatsanrufkaskade und das damit verbundene Erleichterungs- und Erfolgserlebnis und meinen Dopamin- und Endorphinrausch erst ermöglicht. La Ola. Schwierigkeiten machen also glücklich. Wenn sie sich in Wohlgefallen auflösen oder ich sie aus der Welt schaffen kann.

Hmm... ob uns deswegen unsere Umwelt mit immer mehr outsourcing-Aufgaben beglückt um uns damit glücklich zu machen? Dass ich auf einer Dopaminwelle surfe, merkt Ihr daran, dass ich heut soviel schreiben tu... und dass mir wieder ein cooler Spruch eingefallen ist. Dopamin macht anscheinend kreativ..., weil es Energie gibt und die muss sich ja irgendwie entladen. Und ich schreib mir das halt von der Seele.

Also wer mag, den lad ich gern ein ein wenig mitzusurfen. Dopamin für lau. Im Leben des Open Source Gedanken. Ich lass Euch an meinem Leben teilhaben. Wenn Ihr wollt. Geteiltes Leid ist halbes Leid und geteilte Freude ist doppelte Freude. Auch das ist soziale Ansteckung. Mit Dopamin halt.

Grüssle aus der Bredouille... ich wohn da. :)

Sonntag:
Gestern mal im Buttinette-Bastelkatalog geblättert und diesen witzigen Fisch-Comic-Topflappen entdeckt. Zum Häkeln. Hab ich meiner Mama ausgedruckt. Mal sehen, ob sie die Dinger häkeln mag. Lust hat sie. Also diene ich wieder als Wegweiser und Ideengeber.

HIER gibt's llustige Topflappen.

Meine Schwester hat so ein Zentagle-Ausmalbuch wo man erst noch Muster in die Malbuchvorlagen eintragen kann. Das wollte sie gestern, dass ich ihr zeige, wie das geht und das hab ich dann mal an ein paar Beispielen gemacht. Mehr Geduld, also hinsetzen und das mit ihr zusammen ausmalen, das kann ich nicht. So lang ist mein Geduldsfaden nicht und so lange kann ich auch nicht mit ihr aufeinanderhocken. Ich zeig ihr was und dann kann sie es selber machen. Das ist die Variante, die mit mir kompatibel ist. Hätt irgendwie auch Bock, das mit andern Leuten zu machen. Naja irgendwie mach ich das ja mit diesem Blog. Wird schon mindestens ein Mensch lesen :)

Gestern war mir langweilig. Das ist ein komisches Gefühl. Weil ich das früher vor dem Systemabsturz überhaupt nicht gekannt habe. Denn ich hab jetzt was, was ich früher überhaupt nicht hatte: Zeit. Das geht wohl Menschen, die in den Ruhestand gehen auch so. Denn Du hast keinen mehr, der Dir Arbeitsaufträge anschafft. Also ausser meiner Mama und meiner Schwester. Und dafür bin ich inzwischen schon dankbar.

Und sich selber Aufträge zu geben, ist nämlich gar nicht so einfach. Bei Amazon hab ich dann gestern nach neuen Trends gestöbert. Was gibt es denn neues? Irgendwie noch viel Harry Potter bei den Bestsellern (auch im Aldiprospekt). Und von Plsymobil bei den Spielwaren VW-Modelle. Ausserdem gibt es so ein Stressabbauspielzeug so was geripptes oder gewaffeltes... Na das brauch ich grad gar ned.

Auch bei den Thrillern hab ich nichts weltbewegendes gefunden. Dann aber das Buch das zu meinem Unruhezustand passt. Und stellt Euch vor, wenn Ihr in das Buch reinklickt und reinlest, dann findet Ihr auch das Thema Bucketlist, das ich auch schon in den Comics verarbeitet hab. Also ich steck da schon mittendrin in der neuen Selbst- und Rhythmusfindung. Es ruckelt und rumpelt halt noch etwas.

Manchmal verbring ich zuviel Zeit mit meiner Schwester und Mama und dann werd ich gereizt und dann geh ich auf mein Rudergerät oder auf das 70iger Jahregedenktrimmdichrad und mach ein work-out.

Also daher der Begriff. Du arbeitest Dich dann halt auf andere Weise aus. Oder Du verlustierst Dich mit der Heckenschere im Garten. Die Dinger werden inzwischen auch leichter, weil immer mehr Frauen damit arbeiten, weil die Männer auf Arbeit sind, vermut ich mal. Und sie das dann übernehmen.

Es gibt also zwei Arten sich die Arbeit daheim zu erleichtern. Outsourcing an einen Dienstleister oder eine technisch angepasste Lösung wie z.B. Automower oder leichtgängige und unkomplizierte Geräte.

Hmm... unsere Hauswirtschaftsurlaubsvertretung hat uns von einer Bekannten erzählt, deren Sohn auch behindert ist. Aber nur rein körperlich. Ihm fehlen die Unterarme. Und er musste auf eine Schule für Körperbehinderte. Nur weil er anders aussieht. Und das im Zeitalter der Neurodiversitätspropagierung und der Egalite. Das finde ich sehr verwirrend.

Meine Mama meinte drauf, da wär sie bis zum Kultusministerium gegangen (das hat sie bei meiner Schwester gemacht, denn sie hat überhaupt keine Schule nehmen wollen) und hätt das durchgeboxt, dass er auf eine normale Schule gehen darf.

Wenn jetzt aber Neurodiversitäts-Egalite also Integration durch die Zersplitterung in Fachbereiche und Subgrouping in Schutzreservate gelöst wird, frage ich mich, ob es nicht besser ist, dieses Angebot anzunehmen. Vielleicht findest Du da eher Freunde, weil da Menschen sind, mit denen Du Dich viel besser identifizieren kannst.

Andererseits, wenn Du dann mal arbeiten gehst, dann nimmt ja auch keiner Rücksicht drauf, dass Du behindert bist und Du kennst es ja auch nicht anders, ist das dann ein Nachteil, wenn Du gesoubgrouped wirst?

Also derzeit bin ich ja in dieser Subgrouping - Schiene gelandet, nachdem ich vorher schwer mit allem und jedem zu kämpfen hatte und keine Ahnung hatte, warum alles so schwer ist. Und jetzt kommt mir doch das ein oder andere entgegen. Das ist schon irgendwie schön. Weil nicht alles weiter so ein Kampf ist. Leicht ist es deswegen aber immer noch nicht. Denn um in diesen Genuss zu kommen, musst Du ja erstmal nachweisen, dass Du Welpenschutz brauchst.

Und ehrlicherweise, wenn Du bisher ganz gut allein klargekommen bist, dann möchtest Du auch nicht bevormundet werden. Das siehst Du und Dein Nervensystem halt als Angriff in Deine Selbständigkeit. Also lässt Du Dich erst drauf ein, wenn es gar nimmer anders geht. Gut, wenn mir jemand mal gesagt hätte, dass und welche Möglichkeiten es gibt, und dass ich sie nutzen darf und kann, dann hätt ich mir das auch mal früher überlegen können. Ich hab mich nie als behindert betrachtet. Andere anscheinend schon. Wie kriegtmer das jetzt wieder zusammen?

Bücher les ich derzeit was ich hab oder im offenen Bücherschrank finde und mich anspricht. Manchmal les ich nur kurz rein und dann leg ich es wieder zurück.

Das einzige Buch, das ich gestern bei Amazon gefunden hab, das mich interessiert, weil es um einen IT-ler geht und eine Spielidee, die ich faszinierend finde, das Internet geht nimmer, ist "Systemfehler". Passt ja irgendwie zu mir mit meinem Systemabsturz :)

Das find ich schön bei Amazon, dass ich wie in einer Buchhandlung halt auch Klappentext und die ersten Seiten mal anlesen kann und dann weiss ich schon, ob mich das Buch packt oder nicht.

Was däd etz Ihr und Eure Lieben machen, wenn des Internet nimmer gehen tät? Und was tät dann alles nimmer geh? Bzw. was däd dann überhaupt nu geh? Hm... spannende Frage...

Ich hab heut die Brötchen vom Brötchenburschen genossen und dann hab ich Frühsport auf meinem Rudergerät und dann auf dem Trimmdichrad gemacht und die Gedanken fliessen lassen. Die laufen dann auch immer mit oder radeln oder rudern halt so rum. Was ich halt so als nächstes mach. z.B. die Wäsche und so ergibt sich dann adhoc der nächste Posten auf meiner Todoliste.

Hier schreiben ist auch einer. Ich will jetzt mal mit meiner Schwester einen Ausflug machen. In einen Buchladen in Erlangen. Mit dem Bus hin und mit dem Schwerbehindertentaxischein zurück oder mit dem Bus. Was mir leichter fällt. Denn so ein Ausflug ist für mich sehr anstrengend, weil meine Schwester viel reden tut. Und ich halt nicht. Naja mal sehen wie das wird. Hab mir mal die Buszeiten ausgedruckt und dann muss meine Schwester ja erstmal rechtzeitig fertig angezogen sein. Das kann ich nicht ändern sie braucht so lang wie sie halt braucht. Und dann kommen wir halt fort oder der Bus ist fort. Wir werden sehen. Das liegt nicht in meiner Hand. Aber es wär halt schön für sie nach einem Jahr mal wieder rauszukommen. Denn Freunde hat sie leider nicht. Die haben sich in ihre gesunden Lebenswirklichkeiten verabschiedet. Die haben genug mit sich und ihrer Familie zu tun.

Die fahren am Sonntag wie ich bei dem jungen Pärchen nebenan beobachten kann zu ihren Eltern oder Geschwistern oder vielleicht auch zu Freunden. Zu meiner Mama und meiner Schwester brauch ich nicht fahren, die sind ja immer da. Also spar ich die Zeit, die andere im Auto und unterwegs verbringen. Wir sitzen abends gestern bei Hawaii-5 0 vor dem Fernseher zusammen wie vor dem Lagerfeuer.

Das Todo des Tages besprechen wir beim gemeinsamen Frühstück oder bei der Nahrungsaufnahme. Die Küche ist unser Scrumroom. Und wir machen ein Sit-in-Meeting am Küchentisch. So lang kann mei Mama nimmer steh, dass für a Standup-Meeting langa däd.

Hab die Engel vom Entlastungsdienst gefragt, ob es noch mehr solche Konstellationen mit drei schwerbehinderten in ihrer Kundschaft gibt. Gibt es ned. Mir sin also die Ausnahme. Die Frau von der Pflegekasse war auch überrascht, dass schwerbehinderte sich gegenseitig betreuen. Ich hab ihr dann gesagt, dass uns die Alternativen ausgegangen sind. Mir hamm ka gsunds Backup mehr.

Also das was die Pflegekasse unter gsund versteht. Obwohl ... was is des eigentlich? Was versteht die Pflegekasse unter gsund? Sollerdi mal fragn... wer darf jemand anderen pflegen? Gibt es da scho Vorschriften dafür? Über wieviele Gebrechen mer verfügen darf, damit mer noch als Betreuungsperson fungieren darf...? Wird mer dann in Zukunft als Betreuungsperson a begutachtet? Keine Ahnung...

Mir sin halt a komplexer Fall. Etz versteh ich erst was damit gemeint is. Des hat nämlich a Freund vo mir gsachd. Und da habi des Problem überhaupt ned verstandn, weil mir ja scho ewig asu zammlebm. Ich kenn des goar ned anders. Und für andere is des dann a Riesenproblem. Einfach isses ned, aber mei Freund lebt doch a mit seiner Frau und sei Kinder zamm. Und des sin mehr Personen als mir drei. Also is doch da die Beziehungsproblematik um den Faktor 2 hoch n höher als bei uns. Und was is dann so schlimm bei uns?

Ich hab halt gedacht, dass mer Egalite schafft, indem mer Barrieren und Trennungen abbaut. Ich hab ned damit gerechnet, dass es a geht, dass mer durch die Trennungen und Barrieren Schutzzonen einrichten tut. Des is a ganz andere Perspektive und Möglichkeit des Problem zu lösen. Aber des verkompliziert doch a die komplexe Problematik. Oder ned? Fliegt uns des ganze System dann ned amol um die Ohren?

Weil wenn ich was gelernt hab, dann des, dass wenn alles immer komplizierter wird, also wenn mer Komplexität durch Kompliziertheit lösen will, dass dann irgendwann des Chaos so gross wird, dass keiner mehr durchblicken tut und dann lähmt des System sich selbst und es is gscheiter , mer macht goar nix mehr oder manövriert sich um des System rum und dann fliegt es einem irgendwann um die Ohren. Und Du selber kannst goar nix dafür. Du endst dann a mit am Systemabsturz. Und dann darf di des System wieder eifanga, des Dich grad ausgspuckt hat, wie a Atom, des si grod abgspalten hat. Aus Verseng. (Aus Versehen) Des is fei a ned grod as allergsündeste.

Vo der anschliessenden Kettenreaktion willi goar ned erschd reden...

Selbstorganisierende Systeme und des is as Lebm generell und universell und darüber hinaus und darunter hinein (Mikrokosmos) reguliert sich selber. Mer weiss halt nie wie und was dann passiert und aus einem werden tut. Schau mer mal.

Also sich selber neue Todos suchen is goar ned so einfach. Überhaupt wenn mer scho sovill gmacht hat. Stationärer Sport is wengs a weng a Alternative und dann musst Dir neua Herausforderungen suchen. A boar wie das technische Problem mit der Pflegekasse finden Di a vo ganz allaans... Also auch do kummt's aus diverse Richtungen auf Dich zu. Schau mer mal...

Krimis guckt mer anscheinend aus Neugier und Nervenkitzel. Was is Nervenkitzel? Des is so a Kribbeln im Bauch... hast Du des auch? Und Du hockst do und kannst di ned rührn , Du schaust sogar die x.te Werbung bloss weilsd wissen willst wie des weitergeht. Du bist hooked... am Haken halt... Des macht spannende Gschichtli aus. Ich brauch nu den Teamfaktor.

Und in einer guten Gschicht da gerät das Team in Schwierigkeiten für die sie nix könna und dann kämpfen sie sich gemeinsam Seite an Seite da durch und so wachsen sie als Team weiter zamm. Gut, des mach ich mit meiner Mama und Schwester und mir beim Thema Pflege etzerdla a. Ich bin also in der Pflegechallenge... Ich hab bloss ned gwussd, dass des a Challenge werd. Habt Ihr des denkt?

So heut gibt's widder an Comic. Der hat amol nix mit dem Thema zu do.
Die Glaa aus ERH - Gute Frage

Übrigens Du allaans kannst a nix dro ändern o die Umständ und Zuständ. Du kannst halt bloss in Deim Umfeld schaua wiesd zurechtkumma dusd. Dassdes halt basserd um Di rum machen dusd.

Wieso hat mer nachm Waschen immer sovill Einzelsocken übrig? Ich hab zwar amol des Buch vo die Sockenfresser glesen, des is für Kinner und verzweifelte Hausfrauen und Hausmänner vielleicht a scheena witzige Erklärung, aber so recht ko i ned dro glabm. Naja, die werdn si scho widder eifindn.

Ich lieb bunte und lustige Socken. Wenni di ohob (und ich hab immer sedder o) dann habi gleich gute Laune. Die kennerdn die Leut draussen a gut braung. Ziechd a boar lustige Socken oder a lustiges Tea-Shirt o und gleich geht's Euch und die Leut , dies seng besser. Des is dann heilsame Kommunikation wenn Du mit am lustigen T-shirt-Spruch umanander laafen dusd. Siggsdes!

Die ältere Fraa im Nachbarhaus, zu dera wo des Essen auf Rädern kumma dud (a Lieferservice wie unser Brötchenbursche), hat mich amol auf mei Kruckn ogsprochen, dassi damit so flott unterwegs bin.
Do woar ich dann am offenen Bücherschrank und hab Kinetic und sodda Bücher mit Gymnastik gfundn. Die habi dann mitgnumma und ihr in ihrn Briefkasten gsteckt. Und weil sie gsachd hat sie is so allaa, a an Prospekt vo der VHS ihrm Kursangebot. Des gibt's etz bloss no online. Ich glaab ned, dassi mit am Handy oder Computer umgeh ko. Sie kummd ned amol mit ihrm Rollator zurecht.

Wahrscheinlich hat ihr Sohn gscheit gschimpft, wie er die ganzen Bücher und den Prospekt aus dem Briefkasten zu ihr hochtragn hat müssen. Obsis wohl wechgschmissen hamm? Des wär fei ewig schad. Weil ich hab des fei gut gmaand. Und mehra ko i ned mach. Schweinfurterisch is a sehr effiziente Sprach. Die lasst sogoar die Endunga wech. Dann bist schneller fertich mitm red. Mitm schreib a. Heut is mei Hirn widder recht assoziativ unterwegs. Amol quer durch die Botanik und den Wäschkeller. Siggsdes..

Donnerstag:
Die Challenge diese Woche war mit meiner schwerbehinderten Schwester mal nach Erlangen zu fahren. Sie geht gern bummeln. Ich geh nur wohin, wenn ich was brauch. Da sind wir leider nicht miteinander kompatibel. Deswegen war ich auch neugierieg wie ich das hinbekomme.

Hinwärts sind wir mit dem Bus gefahen. Das ist einfacher für mich. Sie als meine Begleitperson mit meinem Schwerbehindertenausweis. Wenn zwei Schwerbehinderte mit Recht auf Begleitperson auf Tour sind, ist es nämlich egal wer bei wem mitfährt. Im Grunde genommen hätten wir auch noch zwei Leut mitnehmen können. Aber ich kenn niemand und meine Schwester ja auch ned. Also hamm wir halt nur einander. Obwohl... was heisst "nur"?

Wegen der Baustelle am Neuen Markt , da wollt ich ursprünglich mit ihr hin und in den Buchladen in den Arcaden, mussten wir aber kurzfristig umdisponieren. Adhoc halt. Denn sie kann nicht so gut laufen. Und mir fehlt dann auch oft die Geduld.

Ich hab gestern einen Film mit Alpacas auf dem Dritten gesehen. Alpacawanderungen und Mist als Dünger. Also Alpacas bringen die Leut bei der Wanderung und wenn man mit ihnen zusammen ist auch runter. Meine Schwester tut das auch, weil sie nicht so schnell kann. Also lernst Du langsam zu machen und Rücksicht und Umsicht walten zu lassen.

Wohingegen die Stadt und das Gewimmel einer Achterbahn und einem Rummelplatz gleichen.

Meine Schwester ist wie ein Kind und mag dann halt alles, was bunt ist. Und so sind wir in den Buchladen bzw. in den Zeitschriftenladen am Bahnhof. Da guckt sie gern. Wie ein kleines Kind, mag sie was zum Essen mitnehmen. Eine Käsebreze. Nachdem wir auf dem Sanifair waren. Den Gutschein würden wir dort eh nicht lsobekommen, also nehm ich das Ding gar nicht erst mit. Klo musste einplanen. Ich kann es nicht einfach herzaubern, wenn sie muss. Also gehen wir gleich als wir mit dem Bus angekommen sind.

Da ich 1 Euro ganz schön happig finde, probier ich ob wir zusammen durchkommen. Ich umarme meine Schwester und es klappt. Der Rucksack bleibt ein wenig hängen. Ich reise mit leichtem Gepäck, denn meine Schwester kann nicht soviel alleine laufen, sonst stollpert sie und da hängt sie wie ein kleiner Rucksack an mir dran. An meinem CRPS-Arm. Ist ein bisschen unangenehm aber anders geht es nicht, weil sonst müsste einer von uns beiden rückwärts laufen und dann würden wir zusammen hinfallen. Ausserdem wären wir ne komische Nummer.

Weil... meine Schwester kann sich ja nur mit dem ungelähmtem Arm einhaken. Spastiken hat sie da aber auch und eine Karft. Sagenhaft. Einmal hat sie als wir gegangen sind den Haustürgriff verbogen. Weil sie dann immer noch auf Nummer sichergehen muss, dass wirklich zu ist. Deshalb läuft sie auch vor "Abflug" durch alle Zimmer und prüft ob alles zu und aus ist. Dan dauert.

Deshalb muss mer die Aufstehzeit und Weggehzeit grosszügig wählen und das schon miteinkalkulieren. Also es dauert halt alles viel länger. Schnell geht nix. Nur gleich. Wobei gleich ein sehr weit definierbarer Begriff ist.

Wir gehen noch in die Kornblume und ich seh, dass in der Nordsee das türkische Cafe mit den guten Sesamkringeln für einen Euro eingezogen ist. Meine Schwester möchte immer meiner Mama was mitbringen. Die Kringel. Aber wir haben genug zu essen daheim. Also muss ich sie da etwas ausbremsen.

Ich erfahre anhand der Flaggen am Erlanger Marktplatz dass die Deutschlandtour dort am 28. und 29. August gastiert. Ob das im Fernsehen kommt? Tät ich mir gern anschaun.

In der Kornblume schaut sie sich alles an und will gar nimmer gehen. Das ist im Buchladen bei Thalia auch ned anders. Da geh ich mit ihr in den Kinderbuchbereich. Da gibt es ja auch viel so Spielzeug. Und das zieht sie magisch an. Wir haben schon genug so Zeug daheim. Und am Ende gibt sie sich dann mit dem neuen Schleichkatalog und dem neuen Legokatalog zufrieden.

Ich erhasch noch einen Blick auf die neuen Sachbücher und Bestseller. 42 Grad hamm sie da. Lass ich diesmal aber noch liegen. Ich behalt meine Schwester im Auge und lass sie allein losziehen. Bis sie müde ist bzw. bis ich nimmer kann. Ich kann eher nimmer wie sie. Dann such ich sie und sammel sie ein und sag ihr, dass ich nimmer kann.

Und so gehen wir dann , was wieder etwas dauert, und dann suchen wir uns ein Taxi für den Schwerbehindertentaxischein. Denn mit dem Bus heimfahren, das tät ich jetzt gar nimmer packen. Allerdings muss ich mich jetzt mit einem Taxifahrer auseinandersetzen. Das Taxi am Stand am Hugenottenplatz mag sie nicht, also lauf ich mit ihr zum Bahnhoftaxistand. Das ist genehm. Das ist ein normales Auto, das da steht.

Das mit dem Schwerbehindertentaxifahrschein ist schwierig zu kommunizieren. Erstens, weil das ein bürokratischer Akt ist und ich es nicht mit der Bürokratie hab, weil ich schon fertig mit der Welt bin und der Taxifahrer nur gebrochen deutsch spricht und mich auch nur schlecht versteht. Der Mundschutz 2 hoch nfach macht die Verständigung auch nicht einfacher. Weil man damit schwerer hört und mumpfiger spricht.

Das ist anstrengend und am Ende telefoniere ich mit seinem Handy mit seiner Zentrale, damit er einen entsprechenden Auftrag elektronisch bekommt. Das geht also auch wieder elektrisch. Einerseits praktisch, weil ich direkt dieses Taxi nehmen kann, andererseits auch wieder zusätzliche Kommunikation und Abstimmungsbedarf. Seufz. Ich hätte mir einen Taxifahrer gewünscht, der das schon mal gemacht hat.

Es klappt trotzdem. Die Fahrt verbringen wir in Schweigem. Ich bin fertig. Meine Schwester red nix mit fremden Leuten bzw. braucht erst um aufzutauen. Meine Mama hätte in der Zeit ihre ganzen Krankenhaus und Krankenstories zum Besten gegeben. Sowas tut ihr gut.

Daheim muss ich noch aufpassen, dass ich meinen Schein wiederbekomme. Und dann simmer fertig. Ich hätte weder den Nerv noch die Energie mich in der Stadt in ein Cafe zu setzen. Unseren Kaffee trinken mir dann in Ruhe ohne Mundschutz dahamm.

ich hab es hingekriegt. Jippie. Aber ich bin auch erledigt. Meine Schwester ist glücklich und zufrieden und wedelt und fuchtelt mit den Spielzeug-Katalogen herum und ist damit erstmal beschäftigt. Davon zehrt sie jetzt wieder eine ganze Weile.

Ich brauch dann auch nix zum essen sondern will nur noch heim. Und so machen wir das dann. Meine Mama hat das früher als sie noch konnte, ähnlich gehandhabt. Obwohl... sie ist mit ihr dann doch noch in die Eisdiele gegangen. Das pack ich nimmer.

Ich mach dann halt wie mer dahamm sin, an Kaffee für uns zwaa und sie isst ihr Käsebrezen. Mir spieln halt Cafe dahamm.

Also wieder was gelernt und ausprobiert. Ist das mit kleinen Kindern ähnlich? Also wenn man denn welche hat? Dann könnten wir uns ja mal dazu austauschen.

Hmm... die Schwerbehindertenfahrten und den Ausweis bekommst Du als Workaroundlösung, weil Du die Ursache ned fixen kannst. So is des halt. Da kriegste dann a Babberla oder a Etikett so als Schutzzonenbezeichnung.

Soderla und der Comic bassd heut a dazu.
Die Glaa aus ERH - Das Leben ist ein Workaround

Wissder... ich bin immer heilfroh, wenn mer widder dahamm sin.

Von Juli Zeh und Flix gibt es übrigens eine Coop. "Socke und Sophie" ein Kinderbuch. Die Zeichnungen haben mir von anfang an gefallen und jetzt weiss ich auch warum. Weil die von Flix sind. Steht ganz klein drauf. Der Weg vom Comiczeichnen zur Kinderbuchillustration ist also gar nicht so weit. Cool!

Freitag:
Soderla... gestern auf dem Weg zur Physiotherapie hab ich allerhand erlebt.

Im Städtle hängt ein Plakat vom Zirkus "Corona". Da musst ich schmunzeln ;-)

Und auf einem Plakat steht, dass dein örtlicher Lokalpolitiker Studentenkochen macht. Ich hab noch nie einen Studenten gekocht. Ich kann nur Studentefutter... ;-)

Ausserdem hab ich einen "Prinz" einen Oldtimer in rot und Chromblitzend im Städtle gesehen. Sieht nach 50iger Jahreschic aus. Da gab es noch keine Sicherheitsgurte.

Zwetschgenkuchen gibt es auch wieder. Und von den 25 Euro, die ich für die Arbeitstherapie bekommen hab, hab ich dann 3 Stückchen für meine Mama und meine Schwester, also meine Herde daheim gekauft. Eins kostet 2,80 Euro. Fein!!! :)

Auf dem Hinweg hab ich eine Nachbarin getroffen, die an ihrer Mauer bastelt. Die ist etwas einsturzgefährdet und jetzt bessert sie sie aus. Mit Platten obendrauf. Da hab ich ihr gesagt, dass ich das toll find, dass und wie sie das alles selber macht.

Da hat sie gemeint, ihre Mama hat gesagt, dass mer alles lernen kann. Und ich hab gefragt, ob sie sich bei youtube oder beim Baumarkt informiert. Da hat sie gemeint, sie geht halt zum örtlichen Baustoffhandel und fragt die Chefin wie man das macht und dann macht sie das halt so. Und wenn es ein wenig schief oder krumm ist, dann ist das halt so. Also sie macht das noch analog. :)

Ich hab ihr auch erzählt, dass ich das Inlinerfahren im Keller geübt hab und lernen wollt, weil ich sie so verbeischweben hab sehen. Sie hat gemeint, mit den Aldidingern konnt sie auch nicht fahren und in Coronazeiten gab es die teuren Inliner im Sonderangebot. Die hat sie sich dann bestellt und damit kann sie fahren. Das macht also einen Unterschied.

Ich hab ihr auch erzählt wie wir uns über das Blasmusikkonzert gefreut haben. Und sie meinte, sie haben schon überlegt, ob sie nicht ein Strassenfest machen wollen, aber jetzt wollen sie sicherheitshalber doch noch abwarten wie es weitergeht. Aber demnächst wird es wieder so ein Konzert bei ihnen daheim geben. :) Freu mich schon drauf.

Ich hab ihr dann gesagt, dass ich auch mal vergeblich versucht hab mir Gitarre beizubringen. Da hat sie gemeint, bei ihr war es genauso. Sie kann auch nix spielen wo man zwei Hände braucht. Nur Trompete. Da braucht mer bloss ein paar Finger. Das wusst ich noch nicht. Ich dachte immer, wer ein Instrument spielen kann, der kann auch andere intuitiv spielen oder erlernen. Das ist also auch nicht gesagt. Das fand ich sehr spannend.

Und was habt Ihr gestern so erlebt?

Hier ist noch ein weiterer Schwerbehinderten-Comic. Viel Spass!

Weil aus der schwerbehindertensicht macht des Hauptsachegsund-Gschmarri überhaupt kann Sinn.

Die Glaa aus ERH - Hauptsache gsund

Samstag:
Ich hab auf dem Weg heimwärts von der Physiotherapie noch eine Nachbarin getroffen. Die hab ich früher beim Gassigehen mit ihren Hunden oft gesehen und mich unterhalten. Aber jetzt hab ich keinen Grund mehr rauszugehen. Ich fahr lieber daheim auf dem Trimm-Dich-Rad. Da muss ich dann nimmer schauen wie ich heimkomm und kann jederzeit aufhören.

Ich erfahr von ihr, dass sie mich vermisst und dass sie immer ins Fitnesstudio geht. Das hat sie mit dem Lockdown schmerzlich vermisst, obwohl sie diverse Sportgeräte daheim hat.

Ich frag, was den Unterschied macht. Sie sagt, wenn sie ins Fitnessstudio reingeht, dann issi motiviert. Und Leut trifft sie dort auch. Andere als daheim. Das sind die zwei Gründe. Sie probiert da auch 10 Fitnessgeräte aus und unter 2 Stunden kommt sie dort auch nicht raus. Das finde ich beeindruckend.

Ich mag keine Fitnesstudios. Also höchstens von aussen. Neulich hab ich jemanden, der arg verdriesslich auf seinem Crosstreainer dort trainiert hat, mal zugewunken. Da hat er dann geschmunzelt und zurückgewinkt. Siggsdes so schnell zauberst a Lächeln auf a fremds Gsicht.

Das verdriesslich gucken ist aber gar nicht, dass man schlecht gelaunt is, sondern dass mer halt konzentriert bei der Sach is. Ich schau a ned vill besser dabei aus, wenn ich mit meinen Gedanken so umeinanderfahr oder sie dann beim Blick auf den Vorhang stillstehen. Beides ist möglich.

Woran es wohl liegt, dass die Motivation beim Eintritt in das Fitnessstudio steigt? Ist das bei Euch auch so? Oder ist das bei Euch eher umgekehrt? Liegt das daran, dass da andere Menschen vor Ort sind. Dass die anderen einen mitreissen? Also hat das was mit sozialer Intelligenz oder Herdentrieb zu tun? Hmm.... Denn irgendwie scheint das ja eine Art soziale Ansteckung der Motivation zu sein... Hm...

Fit im Engelgarten läuft auch wieder. Es gibt kein schlechtes Wetter steht auf dem Flyer. Das Wetter scheint das nicht zu wissen. Krav Maga kann man auch lernen. In der Gruppe. Neulich sah ich wohl die Herzsportgruppe im Engelgarten einen Ball kreisen. Der Sinn dieser Übung ergibt sich mir nicht. Vielleicht ist es die ansteckungsfreude miteinander in Gemeinschaft Bewegung zu machen. Im Team sozusagen. Das kann ja durchaus anderen Menschen Spass machen. Ich konnte das noch nicht erfahren.

Allerdings sah die Ballgruppe alles andere als freudig erregt aus. Eher missmutig obwohl das Wetter damals schön war. Warum gehen dann Leute zu sowas hin, wenn sie dann dort nur ein Gesicht machen? Oder waren alle so hochkonzentriert dabei? Qautsch gehört doch auch dazu. Wahrscheinlich stört das wieder die Gruppenleitung und man darf im Gesundheitswesen keinen Spass mehr haben und keinen Quatsch mehr machen. Dafür ist das Thema wohl der restlichen Welt zu ernst.

Nachdem, was ich alles für Störungen haben soll und diagnostiziert worden sind, kann ich das Thema Gesundheit leider nimmer ernst nehmen. Nur mit Humor. Das merkt ihr ja. Verbissen wird um die Gesundheit gekämpft.... ich denke mit einem Lächeln und mit Humor geht es besser.

seit das Lachen als gesundheitsfördernd wissenschaftlich entdeckt worden ist, gibt es die Lachtherapie. Darüber muss ich schmunzeln. Über soviel wissenschaftlichen Ernst.

Fast täglich bekomm ich Post von der Krankenkasse bzw. Pflegekasse. Weil ich Pflegeperson und zu pflegende bin. Da machst was mit. Teilweise erschreck ich. Heut muss ich lachen, weil meine Mama auch schon schmunzeln muss.

Ein Flyer zum Gebärmutterhalskrebs. Ich hab keine Gebärmutter mehr. Die ist in Bamberg geblieben. Also werf ich das Ding in die Papiertonne. Wenigstens isses nix von der Pflegekasse, dass ich wieder irgendwas falsch gemacht hätte... Ich bin erleichtert. Bei der Kranken-bzw. Pflegekasse können sie langsam für unsere Familie allein einen Mitarbeiter beschäftigen. wir scheinen zu einer Grossbaustelle mutiert zu sein. Wir sind ein komplexer Fall. Ich glaub sowas wie uns dürfte es in der Praxis gar nicht geben. Dass sich schwerbehinderte gegenseitig plfelgen. Es tut mir leid, mir gehen die gesunden Leut aus. Mir hamm ka Backup mehr.

Die Dame von der Pflegekasse war neulich sehr irritiert, dass wir uns wechselseitig pflegen. Anscheinend kommt dieser Fall in der Lebenrealität der Dame nicht vor. In meiner schon. Und da sich unsere Welten nun überschneiden und es uns ja tatsächlich gibt, wäre es natürlich schön, wenn sie ihre Lebensrealität nun entsprechend updaten würde. Ich kann ja auch nix dafür wie das Leben so spielt.

Hab meine Physiotherapeutin gefragt wie sie Physiotherapeutin geworden ist. Eine Tante von ihrem Freund war in einer Rehaklinik und dort durfte sie mal reinschauen. Allerdings hat sie damals keine Stelle bekommen, weil die auch mit Vitamin-B besetzt wurden. Und so hat sie erst eine andere Ausbildung gemacht und erst später nochmal einen neuen Versuch gewagt. Cool!

Der Beruf hat quasi sie gefunden. Bei mir und der IT war es ja auch ned viel anders. Erst hab ich Fremdsprachenkorrespondent und Übersetzer gelernt. In einer schulischen Ausbildung. Nach der Schule wusst ich überhaupt nicht, was ich werden soll. Die Physiotherapeutin auch nicht. Aber nach dem Besuch in der Rehaklinik war sie voll begeistert.

Muss ähnlich mit meinem Traum vom Kunstmaler gewesen sein. Wir haben sogar mal den Herrn Rösing, den Erfinder des Pumas, der in Wirklichkeit ein Panther ist, getroffen. Der meinte aber Kunstmaler muss man sich leisten können. Und dass ich viel zu detailliert zeichne. Ich müsse das viel abstrakter machen. Hatte ein kleines Portfolio dabei. Aber dann wär ich ja nimmer ich gewesen, wenn ich mich verbiege, so wie es andere Leut wolln. Das hab ich noch nie gekonnt. Ich war auf der Heimfahrt sehr traurig, weil der Traum geplatzt ist.

Meine Eltern sind dann noch in die Kunstakademie in Stein bei Nürnberg und dort hamm sie am Imbisstand eine getroffen, die auch auf ihren Platz gewartet hat und dort gejobbt hat. Ohne Vitamin - B kommste dort nicht rein in die Kunstszene. Tja... dann hab ich halt meinen eigenen Weg gefunden. Bzw. er mich. Und bin irgendwie Strickdesigner und Comiczeichner geworden. Und Illustrator auch schon. Halt opensourcemäß. Die Wege des Herrn sind unergründlich.

Meine Physio meinte, sie ist noch auf der Suche, weil noch irgendwas in ihrem Leben fehlt. Ich hab gelernt, dass mich die Dinge irgendwie finden. Sie sind dann nicht so wie man es sich vorstellt, aber irgendwas ergibt sich dann. Ich bin also kein Sucher mehr, sondern ein Finder.

Ob das jedem Menschen ab einem bestimmten Zeitpunkt im Leben so geht? Oder ist das eine reine Einstellungs- und Erfahrungssache? Ich weiss es nicht.

Praxis schlägt die Theorie und in der Praxis sieht die Theorie ganz anders aus. Das hab ich gelernt. Denn erstens kommt es anders, zweitens als man denkt.

Meine Physio meinte auch, das mit der IT, das versteht sie nicht. Dass da Netzwerkadressen sind und via Strom die Bits übertragen werden und die richtigen Adressen finden tun. Dass das funktioniert. Dann hab ich ihr erklärt, dass das ja wie mit der Post ist. Du hast ja auch eine Hausadresse und die Post findet Dich im Normalfall ja auch. Also meistens funktioniert es. Und da kennt der Postbote ja den Absender und seine Adresse auch nicht (braucht er auch nicht). Also das ergibt sich halt im System.

So wie sie halt den Arzt auch nicht kennt, der mich behandelt hat, aber in seinem Auftrag meiner Hand Hilfestellung bei der Heilung gibt. Das hat sie dann verstanden. Das ist dann selbstorganisierendes System. Fertig.

Und Mac- oder IP-Adressen und Hausadressen und Hausnamen sind ja irgendwie dasselbe. Und auch in der Post gibt es Hauptverteilerzentren wo die Post halt sortiert und weitergeleitet wird. Und manchmal geht sie halt einen Umweg weil sie in einem anderen Verteilerzentrum landet. Bei e-mails kann das auch passieren. Also bei elektrischer Kommunikation generell.

Und dass die Information halt in Stromimpulsen, signalen verschlüsselt ist. Codiert halt. Wie beim Lichtschalter. Draufdrücken ist gleich Licht an. Schalter wieder raufdrücken ist Licht aus. Das ist ja auch eine Art Lichtsignal oder Codierung. Und anders ist das halt im Internet auch ned. Ausser, dass da halt viel grössere Datenmengen inzwischen übertragen werden. Vorbei die Zeit der alten Floppy-Disks auf die sehr wenig drauf ging. Da kämpfte man noch um jedes Byte im Programmcode. Vielleicht war das aber gar ned so schlecht. Einfacherer Code, leichter zu lesen. Weniger kompliziert.

Highltight beim Resteessen mit guter Sosse....
Ich teil die Sosse gerecht zwischen meiner Schwester und mir auf und schleck dann den Teller leer.
Sie:"Gell Dir schmeckt die Soss su gut?"
Ich schleckend..."Hmm..."
Sie:"Deswegn dusd mer sovill davo nei."

Sonntag:
Nachdem ich jetzt das Buch Sophie und Socke mit den herzigen Zeichnungen von Flix lese und es mir sehr gut gefällt... Socke steht kurz für Sokrates ein verstörtes bzw. störendes braunes Pony, das die Menschen genausowenig versteht wie ich... Wahrscheinlich gefällt es mir deshalb so gut.

Wild fuchtelnde Menschen verwirren und verscheuchen und ängstigen Fluchttiere wie uns nämlich. Und ich würde mir auch noch ein paar Herdenneuzugänge oder Herdenanschluss wünschen, die ich beschnuppern und gern haben kann. Irgendwie ist das bei den Pferden zumindest laut dem Buch einfacher als wie bei den Menschen. Woran das wohl liegt?

Auf jeden Fall wird Socke, der für aggressiv gehalten wird (ist mir auch schon passiert) zum Sozialprojekt von Sophie. Und mir ergeht es ja grade ebenso. Wahrscheinlich gefällt mir das Buch grad deswegen, weil es Überschneidungen zu meiner Lebensrealität gibt. Ist Euch schon mal aufgefallen, dass das Sozialwesen anscheinend eher weiblich ist? Nicht nur, ich weiss. Aber die Sozialtherapeuten, die ich kenne, Ergotherapeuten, Physiotherapeuten, Sozialarbeiter und Co sind alles Frauen. Komisch...

Ist das bei Euch auch so, dass es in Büchern, Filmen, Serien, Themenwelten ... Überschneidungen zu Eurer Lebensrealität gibt und sie Euch deswegen reizen? Welche Bücher lest Ihr den gern? Und was reizt Euch an ihnen? Also warum?

Socke stört also a oder hat eine Anpassungsstörung. Bei Pferden heisst des halt anders. Is aber im Grunde desselbe. Also aus meiner Sicht zumindest scho.

Anstatt in eine Herde kommt Sokrates in einen Stall wo alle Sportlerpferde separat in Einzelboxen stehen, damit sie sich nicht verletzen. Also wegen der Gesundheit und sie werden trainiert, damit sie spitzen-Leistungen erbringen. All das ist für Socke neu und unverständlich. Mir ergeht es genauso mit dieser komischen Leistungsgesellschaft, wo einer den anderen übertrumpfen will. Ich versteh schon, dass mer sich Sorgen um sein Nachwuchs macht und möcht, dass es ihm gut geht und er gut ausgebildet alle Chancen nutzen kann. Aber deswegn muss doch ned a jeder studiern. Mir braung doch a nu Praktiker, Handwerker... ko doch ned a jeder IT und Theorie machen. Oder geht beides? Geht des eine ned ohne des andere? Denkt halt amol selber drüber nach...

Wahrscheinlich hänga deswegn in Erlang in der Fussgängerzone überall die "Macher"-Plakate. Dann mach ich halt amol was und schau was dabei rauskumma dud. So wie des hier.

Ein Stimmchen hat mir jetzt zugeflüstert - auch weil ich Don Qixote von Flix mal im Comicladen in Erlangen gesehen hab, dass ich mir doch ein paar Comics von ihm zulegen soll. Mädchen und Held und auch ein paar von Spirou hab ich mir bei Medimops gebraucht bestellt. Und Faust. Ich bin gespannt, auf was ich mich da wieder eingelassen hab.

Dann lern ich auch mal dss Marsipulani kennen. Einen Tim und Struppi hab ich mir auch gegönnt. Sind das jetzt die Klassiker unter den Comics? Ich mag ja noch Vater und Sohn und den kleinen Nick und Calvin und Hobbes. Was sind denn Eure Lieblingscomics oder Lieblingskinderbücher? Die Illustrationen sind ja mit ausschlaggebend.
Ich bilde mich also Comictechnisch fort. Is ja a widder was technisches ;-)

Im November kommt der dritte Teil vom Glückskind heraus. Ob ich mir den dann gönne, weiss ich noch nicht. Meistens ist doch nach 1 bis 2 Teilen die Luft raus und es gefällt mir nicht mehr. Mal sehen... vielleicht kann ich ja irgendwo mal reinlesen.

Ich fänd es ja cool mal bei anderen daheim in ihren Bücherregal zu schnuppern und mir vielleicht mal was ausborgen zu können. Aber dazu braucht es ja viel Vertrauen. Ich würd dann freilich mit meinem Bücherschrank dasselbe machen. Alle Bücher würd ich nicht verleihen, aber zum Probelesen und gemeinsamen Abhängen und stöbern und geniessen vorbeikommen, das kann ich mir schon vorstellen.

Woanders gibt es ja die Sitte, dass die Kinder von Haus zu Haus gehen und dort mal wohnen. Oder Hütte zu Hütte. Das stärkt die Gemeinschaft. Also die Herde. Kann ich mir gut vorstellen. Und dann findet man "Wegweiser" denen man im Leben folgen kann.

Zu meinem gestrigen Hauptsache gsund-Comic gab es diese Kommentare:

  • Naja, so "gsund" simmer hier a net. Aber auch nicht wirklich "krank". Eher so gut es geht normal in einer verrückten Welt.
    Man darf das alles nicht so verbissen seh'n ;)
  • Glücklich ist, wer mit seinen Krankheiten leben kann :)
  • Mit manchen Macken, Krankheiten oder was auch immer muß man seinen Frieden schließen.
  • Wie mein Anatomielehrer einst sagte: Wer sagt er sei gesund wurde nur noch nicht richtig untersucht .

Heut kam die Brötchenlieferung und meine Mama empfängt mich zum Frühstück mit den Worten: "Aus dei Salzstanga sin Brezen wordn."
Sie lacht dazu und ich auch. Weil irgendwie is des scho wieder lustig. Ich hatt ja Salzstangen bestellt. Aber es is ja ned so schlimm. Is ja desselbe Material. Bloss a andere Form.

So heut gibt's mal wieder einen Comic. Viel Spass damit!

Die Glaa aus ERH - Pfuetzenweisheiten

Hmm... dann sind also Beziehungen das A und O, Alpha und Omega... die Qualität unserer Schnittstellen bestimmt unsere Lebensqualität und unsere Lebenseinstellung.

Hab heut sonnige Grüsse per e-mail aus Spanien bekommen. Und vorher Grüsse aus Potsdam. Von zwei Urlaubern. Sonnige und warme Grüsse sorgen für ein sonniges und warmes wohliges Gefühl. Da denkt jemand an mich. Mei is des schee! Ich find das schön, dass sie auch in Postkarten oder jpg-Form ihre Urlaubsreise und Urlaubsgefühle mit mir teilen.

Im Austausch teile ich mit ihnen mein Leben und erzähle was sich an der Teilzeit-Schwerbehinderten-Front so neu ergeben tut. Und ich schicke ihnen immer wieder neue Comics.

Ein Freund träumt davon Segeln in Kroatien zu gehen. Daran muss ich bei den Segelbooten am Kai vor dem Felsen und dem malerischen Meer und dem blauen Himmel denken. Also erinnert mich die Karte an den nächsten Freund, an den ich denk. Hoffentlich klappt das so wie er sich das vorgestellt hat. Weil er soviel arbeiten muss.

Als Daheimbleiber (mir ist die Vereiserei zu anstrengend, dafür brauch ich einen Grund , einfach so kann ich nicht) freu ich mich dann über das blaue Wasser und die Boote, die am Kai liegen und auf der Postkarte aus Spanien abgebildet sind. Ein Augenschmaus.

Es reicht mir vorzustellen wie es da so ist. Meine Phantasie bekommt Flügel. Wie bei dem Kosmosbuch von Baadingoo, das ich im offenen Bücherschrank gefunden hab. Solche Bücher haben mir Daheimbleiber die Ferien versüsst. Tina und Tini, 5 Freunde, Hannie und Nannie (da mochte ich nur die ganz alten), Bille und Zottel, Trixie Beldon, Nancy Drew und Comics wie Vanessa und Conny ...oder die lustigen Disney-Taschenbücher.... Ich schwelge in Erinnerungen...

Und Natascha die fliegende Stewardess und Heldin. Ich mochte immer den Walter lieber. Der schlaksige Kerl, bei dem immer was schiefgeht aber am Ende alles gut ausgeht. Happy Endings halt.

Eine Zeit lang hab ich damals davon geträumt Stewardess zu werden. Aber das hab ich mich dann nicht getraut. Als Fluglotse hab ich mich mal in Frankfurt zu einem Test beworben. Dann aber doch einen Rückzieher gemacht, weil ich nicht soweit von meiner Herde entfernt leben kann. Ich kann ja nicht meine Mama und meine schwerbehinderte Schwester allein lassen.

Eine Zeit lang hab ich SWAT am Fernsehen geliebt. Diese 70iger Jahreserie. Und Pappy Boyington. Kennt Ihr die noch? Das kam auf Skychannel und da gab es auch die Bionic woman und eine Geschichte über ein Basketballteam. Oder die Bären sind los... Ogglvie und wie sie alle hiessen... Schade, dass es sowas heut nimmer gibt. Nur noch Mord und Totschlag.

Ich hab mich als Kind in die Serien hineingeträumt. Und so bin ich dann auch rausgekommen. Halt mit Phantasie statt mit dem Flugzeug in die Weltgeschichte.
Übrigens braucht man Kreativität auch um sich daheim den Tag einzuteilen oder die Woche. Meine schwerbehinderte Schwester muss das ja selber machen. Weil sie in keiner Schwerbehindertenwerkstatt oder so arbeiten kann. Und so lernt sie halt auch nie neue Menschen kennen. Das ist irgendwie schad. Immerhin mit der neuen Haushaltshilfe unseren Pflegeengel hat auch sie ein neues Gesicht bzw. zwei mit der Urlaubsvertretung. Also wenn man selber nicht nauskann, dann müssen die Menschen einen halt besuchen kommen.

Wenn man älter wird und nimmer autofahren kann, dann ist das ja auch so. Dann ist man auf andere angewiesen. Und es fällt einem schwer die eigene Selbständigkeit teilweise aufzugeben. Ob das eher geht, wenn die Unterstützung aus der eigenen Familie kommt anstatt, dass man sie sich selber organisieren muss? Leichter ist es ja, wenn einem jemand entgegenkommt. Aber wenn man sich dagegen wehren tut...?

Unsere Pflegeengel hams da auch ned leicht, denn da gibt es dann Leut, die lassen sie nicht rein, weil sie nicht dieselbe Frau wie beim letzten mal sind, oder weil sie keine Hilfe wollen. Vielleicht hamm die Verwandten sie für sie organisiert. Das ist gar nicht so einfach das alles zu handeln und damit umzugehen.

Die Pflegeengel bekommen nämlich auch erst am Tag vorher ihren Einsatzplan per App. Also total flexibel und agil. Und das musste ja erstmal können. Ich könnt das ned. Ich hab einen Heidenrespekt vor den Damen und Erzengeln. In der Pflege und im Krankenhaus zu arbeiten ist ganz schön anspruchsvoll. Weil Du da mit Menschen umgehst in Krisensituationen.

Ich brauch immer a paar Tage Vorlauf f&uumL;r Veränderungen oder Verabredungen. Manchmal bin ich auch flexibel aber das kommt dann halt auf die Umstände an. Immer geht das ned. Wie ist denn das bei Euch?

Ich telefonier auch nicht so gern. Ich schreib lieber Mails. Überhaupt wenn ich Erstkontakt aufbauen muss. Ich kann nicht einfach im nirgendwo anrufen ohne das Gegenüber zu kennen. Anscheinend ist das bei anderen Leuten anders. Der Frau vom Sozialdienst fällt das viel leichter. Die ruft da einfach an. Mich kostet das unendlich Überwindung.

Meine Mama mag jetzt auch nimmer soviel bei Ämtern und Behörden anrufen. Meine Oma hat damals als sie dement geworden ist, auch damit aufgehört ans Telefon zu gehen. Auch wenn ihr Bruder angerufen hat. Da mussten wir immer hin. Das war sehr schwer und hart sie zu pflegen und zu wickeln. Sie war nachtaktiv und wir waren nachts müde und wenn Du rundum pflegen musst, weil Du den geliebten Menschen nimmer allein lassen kannst, dann wirst Du auch gereizter. Das geht an die Substanz.

Wie ist und war das bei Euch? Seid Ihr Reisende oder Daheimbleiber? Und was macht Ihr im Urlaub und in den Ferien?

Apropos Ferien... ein Lehrer war das Lehren zuviel. Das hab ich im Bus mitbekommen. Eavesdropping halt... Oder wie die Pferde erfühlen und erspüren und beobachten und zuhören wie es den Umstehenden Herdentieren so geht...
Oder einfach wie bei Baadingoo detektivisches intuitives Gespür entwickeln... :)

Also er hat sich dann versetzen lassen. Und ist im Schulamt als Beamter gelandet. Da hat er aber weniger Urlaub. Und seine Frau hatte für die Ferienzeiten schon Pläne gemacht. Das hatten sie wohl nicht bedacht. So kann es gehen. Woanders mag das Gras grüner sein, aber da gibt es viellicht weniger Kräuterli auf der Weide. Wieher!

Apropos... Ich musste mal auf Arbeit so lachen. Da hat ein Kollege einen Anruf bekommen von einer Frau Hengst und die Kollegin im Hintergrund hat dann lebensecht dazu im Hintergrund gewiehert. Hab mich fast weggeschmissen vor lauter lachen.

In dieser Firma gab es lauter lustige Namen. Ob das Einstellungsbedingung war? Da gab es auch einen Herrn Senf und eine Frau Öl. Mit der Frau Essig dazu kann man dann einen richtig guten mixed salad wie in den USA machen :)

So... da mir ein bisschen langweilig daheim ist... bin ich auf der Suche nach neuen Dingen... und hab jetzt mal drei Leut, die ich kenn nach ihren Lieblingscomics gefragt. Dann lern ich auch ein bisschen was über meine Freunde, wenn sie mir denn die Frage beantworten tun. Schön wär's.

Da meine Mama und meine Schwester nicht rauskommen, muss ich halt kreariven und neuen Input heimbringen. Das war schon immer mein Job. Wie macht Ihr das denn? Teilt Ihr das mit Euren gesunden Geschwistern auf? Jeder bringt neue lustige und schräge Gschichtli aus seinem Alltag heim zu seiner Familie bzw. seinen Familien und Freunden? Also Ihr teilt Euer Leben Schönes und nicht so Schönes und dann wird die Freude doppelt und das Leid wird weniger. Das ist doch voll schön.

Ich tät mir wünschen, da ein bisschen mitmachen und an Euren Gschichtli teilhaben zu dürfen... Deswegen teil ich meine Gschichtli halt per Internet und E-mail. Analog wär auch mal schön. Ab und zu klappt das auch. Aber so nah andern Menschen zu kommen ist in digitalen Zeiten gar nimmer so einfach. Wo isn des Problem? Die Zeit? Oder ist Nähe per se ein Problem, weil mer andere Menschen ned so nah an sich ranlassen mag, weil sie einen enttäuschen könnten. Das weiss ich doch erst hinterher. Und bis dahin kann die Zeit ja auch sehr schön sein, die mer gemeinsam verbringt und teilt. Is ja ned vergebens. Oder seht Ihr das anders? Dann hättmer ja gar ka schöne Erinnerungen... Und mer kann sich ja auch wieder vertragen... Also theoretisch... praktisch is mer des no nie passiert. Aussser ich bin diesen Schritt gegangen, dann konnt ich Missverständnisse aufklären. Das war dann auch ein sehr schönes Erlebnis. Und ich glaub, die Erfahrung und die Freude und das Aha-Erlebnis war dann gegenseitig, weil der eine dann die Perspektive des andern verstehen konnte.

Ich hab sie dann halt einfach mal geschildert. Die Situation aus meiner Sicht. Wie in dem Buch Sophie und Socke. Da schildert Socke auch aus seiner Sicht wie er die Dinge sieht. Und Sophie aus ihrer. Und da kann mer ganz viel übers Leben draus lernen aus so Kinderbücher.

So...etz geht's ab zur effizienten Nutzung des Badewassers. :) Wemers teilt, dann is des sehr kostensparend.

Nachreichung Samstagsspezial...
Kleine Sockenkunde...
Also als ich vorhin zum Abendessen in die Küch komm (Pfannkuchensuppe Hmm...) hängt ein einzelner dunkelblauer Blümchenmustersocken am Küchenstuhl. Ich vermute, das ist der, der neulich als Einzelexemplar nach dem Waschgang übriggeblieben is.

Ich singe:"Sag mir ... wo die Socken sind... wo sind sie gebliiiieben ... sag mir... wo die Socken sind...."

Stellt sich dann raus, dass sich der in den Waschkorb meiner Schwester verirrt hat. Der andere hing noch in der Waschküche. Nun hab ich endlich mein Lieblingssockenpaar wiedervereinigt!!! Ein Sockenhappyend!
Diese schöne Geschichte wollt ich noch mit Euch teilen :)

Wahrscheinlich mach ich noch einen Comic draus oder einen Cartoon... über das Sockenverschundibus-Thema.

Hmm... meine Theorie, dass einen nur Bücher bzw. Themen interessieren, zu denen man einen persönlichen Bezug hat, wurde grad im Sonntags-Telefonat mit einer Freundin bestärkt.

Sie hat mir von dem Buch Bettina geht bummeln (konnt ich leider nicht finden oder ich hab den Titel durcheinandergebracht) erzählt, was das absolute Lieblingsbuch ihres Sohnemanns ist. Weil er auch als Kind viel allein daheim war. Und die Bettina ist das auch und geht halt bummeln und die Mama macht sich dann grosse Sorgen.

Nun hab ich mal ein paar Bekannte gefragt, welches ihre Lieblingscomics waren.... und einer hat weder mit Büchern noch mit Comics was am Hut und meinte ihm reicht der Duden ;)
und der andere meinte Isnogud und viele Comics konnten sie sich damals gar nicht leisten.

Ist dann Comicsammeln und lesen was für Erwachsene? Beim St&oumml;bern nach Isnogud bin ich dann auch auf Pitt Pistol, Valentin, Luc Junior und Die Abenteuer des Marc Jaguar gestossen. Jetzt bin ich schon mal neugierig da drauf, was das so ist. Mal sehen, ob ich meine Neugier stillen kann.

Neulich in einer Schublade bin ich auf Aladdin Fensterbilder aus Tonkarton gestossen, die ich mal gebastelt hatte. Der Papagei hat sogar drei Haare am Kopf ;-)

Neues gibt es auch zu meinem Paprikaexperiment. Es sind Blüten dran! Sowohl an den Pflanzen in den Einzeltöpfen als auch an denen in der Gemeinschaftsschale. Offen sind sie noch nicht. Mal sehen, ob da draus noch Früchtlein werden.

Meine Mama hat heut zum Mittagessenersatz Bananenmilch gemacht. Bananashake. Das macht satt. Mit ganzen Früchten ;-) Ne quatsch. Im Mixer püriert. :)

Hmm.. apropos Duden... ich kann mich noch genau dran erinnern, als ich in der Buchhandlung mit meinen Eltern stand und einen Volksbrockhaus geschenkt bekommen hab. Das Ding hab ich halten dürfen solange sie mit der Buchhändlerin geredet haben. Die hat das Buch empfohlen. Und ich konnt es kaum halten, weil es fast so gross wie ich war.

Genauso war das mit dem Schifferklavier. Das sollte ich lernen, weil meine Mama das gern spielen hätte können wollen. Über sum, sum, sum... bin ich nie hinausgekommen. Ich hätte als jüngste mit dem Ding auftreten sollen. Aber das wollte ich nicht. Dann wollte die Lehrerin nimmer und meine Mama hat dann auch eingesehen, dass das nix für mich war. Auch weil sie mich dann nicht mehr dorthinkutscherieren musste. Ich war sehr froh, wie sich das Thema erledigt hatte.

Ich hätte viel lieber mit der Playmobil Ritterburg des Sohnes der Schifferklavierlehrerin gespielt als mit dem Instrument. Ich mochte schon immer Dinge zusammenzubauen und zu sehen wie das funktioniert. So lernt man reverse engeneering. Also Du weisst auf den ersten Blick wie was funktioniert oder wie man was baut. Bei allen Dingen funktioniert das bei mir nicht, aber bei den Dingen, die ich halt schon ausprobiert und gemacht hab. Das lernste halt dabei.

Meine Mama hat dann selber Schifferklavierunterricht genommen. Da war ich sehr froh drüber, dass ich endlich meine Ruhe hatte. Ich bin mit Musikinstrumenten nicht kompatibel. Vielleicht mit einer Triangel oder einem Xylophon... ich konnt ja nicht mal mit den Holzblöcken den Takt halten. Ich bring immer alles aus dem Takt. Weil ich langsamer als der Durchschnitt bin. Ich brauch für vieles einfach länger bis ich es versteh. Wenn man dann aber erstmal das Grundprinzip verstanden hat, geht es dafür schneller. Also muss man sich erst Zeit nehmen, um später Zeit zu haben. So einfach ist das. Und fertig is der Lack!

Zum Hauptsache gsund - Comic kam der Kommentar: Simmer froh, dass der Gdb bloss bis 100 Prozent geht ...

Kennt Ihr Gdb-Quartett? Der, der den höchsten hat, gewinnt ;-)

Hmm... ich überleg grad... mein neues Spezialinteresse scheinen Comics zu sein. Weil ich ein bisschen neugierig drauf bin. Und auf die Lieblingsbücher und Comics von Menschen, die ich kenn, bin ich auch neugierig. Mal sehen, was da noch eintrudelt. Wieder ein spannendes Experiment!

Mittwoch:
Schad... hatte einen Erst- bzw. Zweitkontakt per e-mail zu einem anderen Autisten, der Freunde sucht. Leider bin ich ihm zu alt. Meine Comics hat er gern genommen. Warum isn das so? Wieso ist Alter so ein grosses Ausschlusskriterium? Warum stecken Menschen andere in Schubladen? Ehrlich gesagt, dachte ich dass es bei Autisten anders ist. Jetzt mach ich da dieselbe Erfahrung.

Mein Wanted-Freund-Aufruf hat also nix gebracht. Schade. Das tut auch ein bisschen weh, wieder mal abgelehnt zu werden. Autisten sind also auch nicht anders oder offener. Zumindest aus meinen bisherigen Erfahrungen mit anderen Autisten kann ich das nicht bestätigen. Wenn es welche gibt, die so wie ich sind, dann hab ich sie noch nicht gefunden. Bin ich jetzt sogar unter den Autisten ein Sonderling? Ich weiss es nicht...

Momentan konzentrier ich mich auf meine Familie. Und dass es mir gut geht. Das ist für mich gar nicht so einfach, weil ich als Schwester einer schwerbehinderten Schwester gewöhnt bin auf andere Rücksicht zu nehmen. Wahrscheinlich zuviel. Und wahrscheinlich ist mir auch deswegen mein ganzes Universum um die Ohren geflogen. Weil ich es jedem rechtmachen wollte. Inzwischen habe ich begriffen, dass das unmöglich ist. Dass auch ich Grenzen und ein Recht darauf habe. Sonst bin ich nämlich hin.

Wonach richtet sich denn, wer als Freund in Frage kommt? Ich dachte wir sind Begleiter und Wegweiser füreinander. Dafür muss mer sich aber erstmal kennenlernen und dann lange Zeit miteinander durch dick und dünn gehen. So seh ich das. Freunde fallen nicht vom Himmel. Das würde auch sehr wehtun.

Andererseits hat, weil ich grad selber nicht mehr kann , auch eine Entfreundisierung stattgefunden. Eine heilsame Bereinigung meiner Kontakte. Die anstrengenden sind weggefallen. Die kann ich nimmer bedienen. Ich kann nicht dauernd über meine Grenzen gehen. Dafür muss mir der andere auch mal entgegenkommen und sich nicht von mir und der Glaa aus ERH mitschleppen lassen.

Dafür hör ich von anderen lieben "Menschenkindern" an die ich gar nicht gedacht hab. Also sie finden mich. Ergeben sich echte Freundschaften so? Aus Richtungen, an die man gar nicht gedacht hat? Dann ist das irgendwie voll cool.

Da ich aus der Zeit der Brieffreundschaften komme, bevorzuge ich E-mailkontakt und es ist dann schön, wenn wir die e-mail so im alten Brieffreundschaftsstil nutzen. Dann kann ich die e-mail in Ruhe lesen und das ganze sacken lassen und mich mehrfach drüber freuen. Weil ich die auch wieder lesen kann, wenn es mir mal nicht so gut geht.

Grad heut hab ich eine solche e-mail bekommen und eine Einladung das alte Brieffreundschaftsspiel wiederaufleben zu lassen. Da merkt man dann, dass es dem anderen ähnlich wie einem selbst geht. D.h. ich kann mich da auch versichern. Ja, dem andern geht es mit Ämtern und Behörden ebenso... Das ist halt einfach so. Und wir freuen uns dann zusammen über unsere "Erfolge". Mit - und füreinander. Das ist für mich echte Solidarität. Du musst jetzt aber auch das tun, was alle anderen tun. Ich kann das nicht. Weil mir die Ressourcen dafür schlicht und ergreifend fehlen. Wann ist das Leben so anstrengend geworden? Wo sind diese ganzen Pflichten und Todos hergekommen?

Ich kenn die meisten nicht mal. Meistens fall ich erstmal auf die Nase und stell dann fest, dass das wohl allgemein bekannt ist, dass das so gehört. Das sind dann Dinge, die ich unlogisch finde und nicht mal verstehe. Es wär halt schön, wenn mir mal jemand erklären würde wozu das gut sein soll.

Ich brauch immer erst einen guten aktuellen Grund um etwas zu tun. Wie ist denn das bei Euch? Nur weil es alle können und machen, kann ich das noch lange nicht. Es ist mir einfach viel zuviel, was andere so alles tun und können. Da konnte ich noch nie mithalten. Das ist einfach so. Und dann trag ich halt die Konsequenzen für mein Handeln oder mein Nicht-Handeln. Irgendwie werd ich dann schon aktiv, aber halt anders. Weil ich das nicht hinkriege, was anderen leicht fällt. Inzwischen sag ich das dann halt oder schreibe es. Ich kann das nicht. Gibt es dazu eine Handlungsalternative? Können Sie mir da bitte irgendwo entgegenkommen?

Denn anscheinend (zumindest aus meiner Sicht) sieht das Gegenüber gar nicht, was er da alles für selbstverständlich erachtet. Ist sich nicht bewusst, was er weiss und ich nicht. Und dass mir der Handlungsspielraum fehlt, den er hat. Also der andere kann sich nicht in mich hineinversetzen. Und ich tu mir schwer mich in ihn reinzuversetzen und hellseherische Fähigkteiten zu entwickeln.

Lustigerweise heisst es, dass mir als Autisten die Theory of Mind fehlt, mich in andere hineinzuversetzen. Aber könnt Ihr es denn soviel besser? Ich kann doch nur Menschen besser verstehen, wenn ich mich auf sie einlasse und ihnen zuhöre. Und wenn ich sie nach ihrer Sicht frage. Ansonsten betreib ich doch hellseherei. Oder ned? Und wie bei der Wettervorhersage kann sich die irren... wenn ich jemanden einfach frag, wie er die Dinge sieht, dann weiss ich wie er es sieht. Das ist doch viel einfacher. Und zeitsparender. Also auch für das Hirn effizienter.

Aber auch, weil ich kein Bedürfnis nach den Dingen habe, die andere brauchen, weswegen sie das tun. Ich fahr nicht in Urlaub. Das wär mir viel zu aufwendig und zu anstrengend. 1 x war ich fort. In Mannheim auf einem Schmerzkongress aber dazu brauchte ich einen guten Grund. Und dann zieh ich das halt durch.

Wobei... was ist den Solidarität? Ist es solidarisch, dass meine Schwester wegen ihrer Schwerbehinderung daheim ist und vom Arbeitsleben ausgeschlossen wird? Dass sie nie eine eigene Familie gründen kann? Dass ihr alle Freunde den Rücken gekehrt haben? Ich weiss es nicht. Auch wenn ich verstehe, dass man selber halt seine eigenen Sorgen hat. Wie funktioniert das denn?

Was ich weiss... meine Schwester wünscht sich auch eine Familie und Kinder. Meine Schwester hätte auch gerne Freunde. Aber es ist keiner da. Warum ist das so?

Also grad hab ich mal nach Solidarität gegoogelt. "Unter Solidarität versteht man heute die aktive Verbundenheit von Personen, Gruppen, Organisationen und Staaten, die sich nach Massgabe der eigenen Leistungskraft unterstützen, ohne die gegebene Hilfe wieder einzufordern."

Was ist denn die Massgabe der eigenen Leistungskraft? Ich gebe soviel ich kann? Ist das gleichzusetzen mit Nächstenliebe? Mit Rücksicht und Umsicht und Nachsicht? Warum sind dann so viele Menschen einsam und allein? Warum fühlt sich das Leben oft so unmenschlich an? Liegt das an der Art und Weise wie wir unsere Beziehungen gestalten?

Wieviele Freunde habt Ihr? Und wer wäre noch da, wenn Ihr eine schwere Krankheit bekommen würdet? Oder wenn Ihr ein schwerbehindertes Kind hättet?

Donnerstag:
Hmm... die Comics aus den 50igern hatten Reporter als Hauptpersonen. Und ein Hund war auch dabei als Co-pilot und Teampartner. Das war schön. z.B. Tim und Struppi. Die erste Frau in einem Comic als Hauptrolle soll Natascha gewesen sein, die Stewardess. Und die kommt ja auch in der Weltgeschichte herum und erlebt ganz viele Abenteuer.

Kennt Ihr Pitt Pistol und Valentin? Das ist das schöne an Amazon. Da kann man nach Comics stöbern, die man so im Zeitschriftenhandel und im Buchladen nicht so einfach findet.

Und kennt Ihr Benni Bärenstark? Und liebt Ihr die Schlümpfe genausosehr wie ich.

Und in Held von Flix hab ich auch mal reingelesen. Dem ging es in seiner Schulzeit wie mir. Der wurde auch als letzter ins Völkerballteam gewählt. Ich bin der unsportlichste Mensch der Welt. Anscheinend gibt es aber von meiner Sorte noch mehr.

Im offenen Bücherschrank hab ich das Buch "Als wir zum Surfen noch ans Meer gefahren sind..." gefunden. Das weckt Kindheits- und Jugenderinnerungen. Seid Ihr auch als Kind auf der Autobahn auf der Hutablage über dem Kofferraum herumgekrabbelt? Da gab es weder Kindersitze noch Sicherheitsgurte. Kurt nimm den Gurt war erst später...

Und habt Ihr auch mit Stadtplänen so eure Faltprobleme? Wie bei den Gilmore Girls? Oder es werden dann irgendwann zwei draus? Kennt Ihr auch die Streitereien zwischen Papa und Mama , wenn sie die Karte lesen muss, ihr aber im Auto davon schlecht wird und Papa unwirsch wird, weil sie sich verfahren haben?

Die Zeiten, wo man Menschen noch nach dem Weg gefragt hat....

Und kennt Ihr noch das Wählscheibentelefon? Das hat immer so schön geklackert. Da hat man noch Zeit zum telefonieren gebraucht und sich genommen und es gab noch die gelben Telefonzellen an denen stand: Fasse Dich kurz! :)

Habt Ihr auch Mickey Mouse und Goofy in der Grundschule abgemalt? Und Euch Eure Plsymobil Landschaft aus Buntpapier gebastelt? Da gab es noch nicht so viele Themenwelten wie heute. Die Auswahl war noch überschaubarer und neutraler unisexer. Playmobilfrauen und Kinder gab es noch nicht.

Freitag: Seit einer halben Woch telefonier ich einem Formular zum Ausfüllen hinterher. Also ich hab es vor drei Wochen persönlich vorbeigebracht und abgebm und seitdem habi nix ghört. Mir hams gsacht, wir rufen Sie dann an.

Also die Woch mehrmals danach gfragt und wieder hiess es: wir rufen Sie zurück.

Heut also der dritte Versuch. Ich ruf wieder an. Und trag bei derselben Frau wie die anderen beiden male mein Anliegen vor.

Sie freudestrahlend am Telefon (das kann ich spüren, das hört man nämlich): ja ich hab das Formular jetzt gefunden, nächste Woche wird es ausgefüllt...

Seufz... war des scho mal anders, dass mer ned sovill Zeuch hinterherlaafen muss? Oder is des irgendwann überall so? Weil die Leut einfach Land unter sin und dann gehen solche Sachen verschütt. Und Du kannst nix dafür, darfst es aber dann ausbaden. Weil Du kriegst dann a Mahnung oder Abmahnung oder einen beamtischen Drohbrief, weils des Formular immer noch nicht innerhalb der unrealistischen 10 Tagesfrist dorthin gschickt hast...

So etz habis mir von der Seele gschriebm. Etz geht's mehr gleich besser. Absicht is des ned, des weiss ich ja. Aber schön isses a ned. Weil derschossen werd dann ich im friendly fire der Bürokratie. Und des is fei a ned grod des allergsündeste.

Der Limomensch war heut und letzte Woch scho vill eher (früher) do. Weil des is die Urlaubsvertretung. Des is ein Franke. Mit dem klappt die Verständigung und deshalb isser a schneller durch. Do siggsd amol wieviel Kommunikation so beim Limokauf ausmachen dud. Sprachbarrieren sin halt a Hindernisse. Ned bloss a Schwerbehinderung. Vielleicht wird ja a Sprachbarriere a bald zu einer Schwerbehinderung. Mer weiss es ned für welche schrägen schutzbedürftigen Vögel die nächsten Schutzgebiete ausweisen.

Im Endeffekt is a Vogelschutzgebiet oder a Naturschutzgebiet wie der grusse Baam am Kellerberch a nix anderes als des Schwerbehindertenschutzgebiet. Weil wennsd die Ursache ned behebm kannst, dann musst an Workaround machen. Des kenni vo der Ärbert. Und des habi dort scho ned verstanden, weil's meiner Ansicht nach einfacher gwesen wär bei einigen Dingen die Ursache zu beheben. Des wär nämlich aus sachlicher und ursachenbozogener Sicht ganga. Aber aus beziehungssicht ned, weil mer hat ka Leut dafür mer ghabt. Die wo do worn, hamm ka Zeit dafür ghabt und drum habi immer mehra Zeit für Workarounds braucht. Am End beissts di vo hint in den Oarsch. Und Du hast ein Silodenken par Excellence beinand.

Und dann werdn die Leut, die die Workarounds machen müssen derschossen. Vo ihr eigener Kollegn und vo die Leut, denna wo's nur helfen wolln. Also wennsd Dei Ärbert machen willst, wirst heutzutag derschossen. Vo alla Seiten.

Und im Zivillebm is a ned vill andersch, weil Du ja a dort vo dem Arbeitslebm der anderen betroffen bist und so a widder getroffen wirst. Also geht die derschiesserei im friendly fire weiter. A Leut, die Dir helfen wolln , derschiessen Di dann aus versehng. Des is fei a ned grod as allergsündeste. Überhaupt wennsd im Gesundheitssystem als Kranker vo die Profis derschossen wirst. Aber mehra wie ärbern könner die a ned. Und des hast Du ja a gmacht und deswegn bist etz a Fall für die gsundheitlichen Profis wordn. Denna geht's aber selber a ned besser. Die geraten a vo aller Seitn unter Beschuss.

Ich frooch mich halt, ob des so sei muss oder ob's ned a a andere Lösung dafür gibt... Und wo's langfristig hiegeht. Gestern habi im Fernseng ghört, dass a Bolidigger (Politiker) Bürokratie abbaua will. Jede dritte. Do bini fei gspannt. Wered amol widder Zeit zum Aufraama. Ich kann des aber a ganz schlecht. Und wennsd ka Zeit dafür grichsd und eh scho unter Zeitdruck stehst , dann is des des erste, wasd liegn lassen dusd. Des hat etz bis etz liegn bleibm könna, dann kanns a nu a weng länger legn bleibm.

Hams Di heut a scho derschossen?

Im Kaffee woar gestern und heit so a weiss Pulverli. Mei Mama kennt des Rätsels Lösung. Es liegt ned am Kaffee sondern o die Filderdüden. Die billichen bröseln... des habi noni gwissd. Widder was neus glernt. Mussi ned dumm sterbm.

Siggsdes do dafür is die Derschiesserei gut. Gehirnjogging. Du lernst jeden Dooch was neus dazu. Nämlich, dass vo jeder Regel a Ausnahme gibt und dass grundsätzlich die Ausnahme die Regel is.

Is des mit dem friendly fire a die Regel? Ghört des so? War des scho immer so? Is des a Menschheitsgrundproblem? Dass mer was gut machen will, und dann genau des Gegenteil dabei aussikummd? Is des dann a ganz normaler Entwicklungsschritt? It gets worse before it gets better... ich hab amol a Liedla drüber gmacht...

Aber immerhin, wenn mers mit frühere Zeiten vergleicht, dann is doch vill besser wordn. Hmm... Ghört des etz asu?

Wenni mer die Comics oschau, dann glaabi des is halt asu. Erschd kummd as Chaos und dann duds an Schlooch und der gordische Knoten löst sich auf und dann geht des ganze widder vo vorna los.

An Comic habi a nu für Euch.
Die Glaa aus ERH - Gott und die Welt

A Freind hat mir vorgschlagn, dass mer eine Art e-mail-Spiel spilln. Also über ein Thema. Ich stell eine Frage. Und etz heit habi ner amol die Frage zum friendly fire gstellt, die mich grad beschäftigen tut. Bin scho gspannt, was er dazu schreibt.

Is a weng wie früher mit den Brieffreundschaften bloss, dassi des in den E-mail-Verkehr verlegen tu. A weng zur Entschleunigung. Slow mailing. Slow traf-ficking.

A Bekannte aus Canada aus dem Strickforum hat mir schöne bunte Bllder vom farmers market gschickt. Bei ihnen kommen die guten leckeren Biowaren von den Amish.
Bei uns aus dem Knoblauchsland neben der Einflugschneisen vom Flughafen ;-)

Die Welt is fei scho gscheit merkwürdich... komisch... gell?

Stellt Euch vor... ich hab a analoge Verabredung auf neutralem Gebiet. Am Marktplatz. Hoffentlich weri ned widder aus Verseng dortn derschossen. Des hatmer scho mal...

Ich wünsch Euch a scheens Wochenend!

Samstag:
Manchmal brauchi a Pause vo dera Bürokratie, vo Menschen, vo Beziehunga, ... aber Du kumsd do einfach ned raus aus der Nummer. Du mogsd nimmer mitspilln. Aber es geht ned... Du hast immer mit Leut zum du...

Heut gibt's an Comic zu dem Thema.
Die Glaa aus ERH - Die Navigationshilfe

Wasd machen kannst... is Dich über Leut freua, die Dir grad as Lebm ned zur Höll machen. Denn do davo gibt's a immer a weng a. Zumindest aan oder zwaa.

Des sin dann Dei Kampfesgefährten. So wie der Danny der vom Steve McGarrett in Hawaii 5-0 is. Wennsder des so vorstelln dusd, und Du amol Dampf (muss ja ned in Form vo aaner Handgranaten wie beim Steve sei) ablassen kannst, dann geht's danach widder. Wennsd a weng Kriegsrat mit Dei Verbündeten ghalten hast und a weng Rückendeckung grichd hast. Da freust Di dann drüber. Im Endeffekt spilln mir allaa desselbe Spill bloss in a andern Tonart.

Mit meiner Comic-Retrophase und Neu-Entdeckerphase (Tim und Struppi und Spirou und Fantasio und Gaston) und auch Lucky Luke oder die Bluecoats (Blauröcke, die Kavallerie) kam in mir die Lust auf , mal ein Mobile von meinen Comichelden zu machen. Wobei ich die liebe, die einfach immer wieder auf die Nase fallen und wieder aufstehen. Und über die man schmunzeln kann, weil man ja selber genauso ist oder jemanden kennt, der so ist.

Ich möchte das aus Tonkarton machen. Ich hab eins mit Fischen, das sehr stabil ist und der Staub haftet auch sehr wenig dran. Also hab ich mal nach Schlumpf, Lucky Luke und Jolly Jumper als Malvorlagen bei der Bildersuche gegoogelt und bin fündig geworden. Hab also einiges davon ausgedruckt.

Damit hab ich gelernt, dass man keine Malbücher mehr kaufen muss sondern dass man einzelne Seiten zum Ausmalen auch im Internet findet. Ihr könnt das auch als Mandala - Ausmalersatz zum Runterfahren benutzen.

Wobei ich sagen muss, wenn ich dann hochkonzentriert da sitze und die Formen ausschneide, wenn ich vorher das ganze im Geist in Einzelteile (reverse engeneering) zerlegt habe (das ist auch Gehirnjogging), werde ich alles andere als entspannt. Wenn ich hochkonzentriert was neues ausprobiere, dann brauch ich meine Ruhe und die Tür zu. Da regt mich die Mücke und meine Mama auf, die ein Joghurt isst. Ich weiss auch ned warum das so ist. Aber beim rumprobieren und basteln brauch ich einfach meine Ruhe.

Und dieser Schlumpf hier ist dabei herausgekommen. Also ich hab mir das Ausmalen gespart und die Form in Einzelteile zerlegt. Es sind 7 Teile. Zunge, Mütze, Bauch mit Gesicht, Füsse mit Hose, die Finger, die das Eis halten und das Eis und der Guss vom Eis. Der Rest ist mit schwarzem Filzstift aufgemalt.

Wie macht man das dann? Ich schneide die zerlegten Teile doppelt aus, das gibt mehr Halt. Und dann leg ich sie auf die Malvorlage und kleb sie zusammen. Abpausen tu ich die Formen mit Butterbrotpapier. Dann drehst Du es um und fährst die Linien nach. Auf weiss klappt das sehr gut. Auf dem dunkelblau und rot nicht ganz so gut. Da arbeite ich mit mehr Druck, damit ich die Linien nachspüren kann. Und dann nachfahren. So ensteht dann der "Nachfahre" der Schlümpfe.

Das Eis ist rot-weiss. Das passt zu Franken war aber keine Absicht. Mir schwebte das gleich so vor. Meine Schwester möchte jetzt auch so einen Schlumpf basteln. Das will ich dann mit ihr zusammen machen. Alle Teile sind mit der Schere und ohne Cutter (das ist so eine Art kleines Teppichmesser) ausschneidbar. Also ist das auch was für kleinere Kinder. Man kann die Teile dann auch gut aufteilen. Ich schneid die Mütze aus, Du die Füsse mit der Hose. Und dann setzt man es nach und nach zusammen. Und das ist halt dann das Ergebnis. Eine Hommage an Peyo, den Vater der Schlümpfe.

Hab mir jetzt noch eine Schlumpfine, Schlaubi und Papa Schlumpf ausgedruckt. Mal sehen... der Schlumpf für meine Schwester wird eine andere Eisfarbe haben. Vielleicht grün.

Der Schlumpf ist vorne und hinten gegengleich gearbeitet. Also er hat zwei schöne Vorderseiten. Man kann rhein theoretisch auch eine "Echte Rückseite" machen. Aber ich mag lieber zwei lachende Gesichter. Macht gute Laune!

Und dann kann ich Schaschlikstäbchen nehmen, sie in bunte Strohhalme stecken und dann Holzkugeln dranmachen und dann die Schlümpfe dran aufhängen. Eins mit Lucky Luke und Jolly Jumper (vor allem Jolly Jumper) schwebt mir auch noch vor. Aber das sind viel mehr Einzelteile. Mal sehen, ob ich das hinbekomme... Muss mich halt genug reizen. Und dann brauch ich meine Ruhe einen grossen Tisch und Tür zu. Und dann verschlumpf ich ;-)

Ich stell mir das grad total cool vor. Ich lieg im Bett und über mir kreisen Lucky Luke und Jolly Jumper und die Schlümpfe in der lauen Sommerbrise. Wenn dann wie gestern noch die Live-Musik vom Schlosshoffestival dazukommt, dann bin ich im 7ten Himmel. Und Ihr? Was macht Euch glücklich?
Der Eisschlumpf aus Tonkarton fuer Comic-Mobile
Der Eisschlumpf aus Tonkarton fuer Comic-Mobile
Der Eisschlumpf aus Tonkarton fuer Comic-Mobile



Mein Resttonerbehälter ist mal wieder alle. War ja klar. Ich konnte wegen der zahlreichen Motive nicht mehr mit drucken aufhören. Jäger und Sammler halt.

Mal sehen, ob das diesmal wieder so eine Sauerei gibt wie das letzte mal.

Und die Krankenkasse hat mir wohl irrtümlich einen Brief zu einem Unfall am 08.09. geschrieben. Da hatte ich keinen Unfall. Nicht dass ich wüsste... Anscheinend ist die fortlaufende Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung auf Abwege gekommen. Jetzt muss ich das am Montag klären. Bürokratie als ABM-massnahme und Gehirnjogging. So hab ich das auch noch nie gesehen. Und man hat was zu tun. Also wird einem auch nie langweilig. Dann existiert die Bürokratie also auch gegen die Langeweile. Hmm... So hab ich das auch noch nicht gesehen. Ihr?

So... habt Ihr jetzt auch Lust auf ein Comic-Mobile? Oder ein T-Shirt mit Eurem Lieblingscomichelden?

Damals kam man schon mit kaum 20 in die Lehre. So ist Walthery bei Peyo in die Lehre gegangen. Also hat er einen Mentor oder Ersatzpapa in seinem Ausbilder gefunden. Ist ja irgendwie bei jedem Ausbilder so. Der möcht ja, dass was aus einem wird. Der Papa auch. Und dennoch bringt mer ihn zur Verzweiflung. Obwohl mer des gar ned im Sinn hat. Einfach weil mer des ned versteht und denkt er will einen ärgern. Und dabei will er bloss des Beste. So wie Papa Schlumpf a. Den bringen seine Schlümpfe a oft genug zur Verzweiflung. Papa Schlumpf is a der Schlumpdoktor. Da gibt es sogar einen Comic drüber. Dann geht es einem Arzt mit seinen "Pappenheimern" auch so.

Braucht Ihr einen neuen Kalender für 2022? Jaja, die Zeit vergeht... ;-)

Bei toonsup gibt es einen Wimmelbildkalender von den toonsup-Zeichnern. Den könnt Ihr dort käuflich erwerben. Dann habt Ihr mal was anderes.

Ich für meinen Teil hab mich nach dem diesjährigen Snoopy-Kalender (leider sind die deutschen und bayerischen Feiertage dort nicht richtig eingezeichnet...) für einen Uli Stein Streifenkalender entschieden. Der hatte die schöneren Cartoons :) Denn mir geht es einfach besser, wenn ich jeden Tag was lustiges seh. Ob das meine Comic-Socken, Comic-T-Shirts oder mein Comic-Kalender oder mein Mobile sind, ist egal. Hauptsache Schmunzelfaktor. :)

Sonntag:
Kennt Ihr das auch? Ihr möchtet gern mit jemandem zusammen etwas unternehmen, halt machen... und ihr macht was mit ihm, ihr aus und dann wartet Ihr und wartet... und dann macht ihr's irgendwann allein, weil der andere nicht auftaucht.

So geht mir das auch mit meiner Schwester, wenn ich mit ihr mal zusammen was machen will. z.B. ein bisschen basteln. Ergotherapeuteln is desselbe in lilablassblau.

So hab ich mal, weil ich es schön fand so eine Bastellaterne bei Buttinette bestellt, wo das ganze Material halt dabei ist und ich es nicht selber kaufen muss und dann viel zuviel Zeug übrig hab und wollt das mit ihr zusammen zusammensetzen.

Nach einer Stunde Wartezeit diversen hin - und her und ihr hinterherlaufen und Bitten, Komm Doch bitte und der immer selben Antwort: Gleich... hab ich es dann aufgegeben. Denn irgendwann ist auch der Geduldigste mit seiner Geduld am Ende. Also hab ich das Ding bevor ich die Lust endgültig für immer verloren hab, allein zusammengebaut.

Es staubte dann als Dekoartikel vor sich hin. Mehr als ein Oh von meiner Mama hübsch gab es nicht. Meine Schwester hat es gar nicht wahrgenommen. Bzw. als sie dann drei Stunden später endlich kam - ich inzwischen fertig mit mir und der Welt und der Laterne war und auch ein bisschen glücklich, das geschafft zu haben - sagt sie hättst doch auf mich gewartet.

Ja, so ist das Leben. :)
Sie meint es nicht bös. Sie lebt halt in einem anderen Raum-Zeit-Kontinuum. Die Autistin, die ich kenne, und die keine Gehirnblutung wie meine Schwester hatte und nicht halbseitig gelähmt ist, hat mich auch zig mal so auflaufen lassen. Da wollten wir uns am Bahnhof treffen, und das ganze drumrum ist für mich eh schon superanstrengend und dann kommt sie nicht. Ich hab dann halt noch 15 bis 20 Minuten gewartet und dann bin ich allein zu dem Treffen gefahren, wo wir zusammen hin wollten.

Ich hatte mich auf Quatschen mit ihr gefreut. Stattdessen trudelte sie dann verspätet beim Treffen ein und setzte sich dann am entgegengesetzten Ende der Runde hin, dass wir ja kein Wort miteinander reden konnten. Und ich hatte mich so auf Quatsch mit ihr gefreut.

Im Anschluss blieb sie dann noch, das war mir dann aber zuviel und redete mit den anderen. Da bin ich dann heimgefahren. So geht es einem also mit den lieben Menschenkindern.

Sie meint es auch nicht bös und tut das auch nicht absichtlich, aber dennoch biste hinterher enttäuscht. Auch weil ich mich immer wieder drauf einlasse. Weil ich doch noch Hoffnung und Zuversicht in Menschen habe. Okay, vielleicht bin ich ein Träumer. Aber immer noch besser wie eine verbitterte Giftspritze, der Jammerlappen oder der ewige Brummler ;-)

Die Laterne existiert heute nicht mehr. Denn meine Schwester hat sich beim Windowsurfing (also beim Hinausblicken aus dem Fenster) auf sie draufgelehnt und platt gemacht. Also sie wurde zerquetscht. Das Gefühl kenn ich gut ;-) Auch das geschah nicht mit böser Absicht sondern einfach, weil sie halt draussen was gesehen hat oder sehen wollte.

So geht das halt im Leben. Der eine macht was und gibt sich viel Mühe und ist geduldig und der andere trampelt versehentlich darauf herum. Was bei mir die Frage aufwirft ob wir Menschen wirklich so sozialverträgliche Wesen sind, wenn wir das in einer Tour hinbekommen. Ich weiss es nicht. Und Ihr?

Ich habe schon bis zu 3 Stunden auf Menschenkinder gewartet, die mir versichert haben, ich komm gleich. Ich kann das etz nimmer. Jetzt müssen andere mal mit mir geduldig sein. Denn ich brauche meine Geduld inhäussig für meine zwei beiden, die auch nicht so einfach in der Handhabung aber sehr liebenswert sind. Manchmal bringen sie mich zur Verzweiflung und zum Heulen und dann wieder zum Lachen. So sind Menschen halt. Überhaupt die, die uns am nächsten sind.

Morgen hab ich mal vor mit ihr einen Schlumpf zu basteln. Den zweiten für das Schlumpfmobile. Ich hab eine Malvorlage mit einem anderen Schlumpf rausgesucht. Denselben mag ich nicht nochmal machen. Mal sehen, ob meine Schwester kommt. Wenn nicht, dann bastel ich halt allein vor mich hin und komm so auch einen Schritt zu meinem Mobile weiter.

Wenn sie kommt, dann kann sie entweder ihren eigenen Schlumpf basteln oder ein oder zwei Teile ausschneiden. Wir werden sehen. So flexibel bin ich inzwischen. Ich vermute allerdings, dass sie mich wieder mal versetzt und das ganze der ich-komm-gleich-Zeitzone unterliegen wird. Dann ist das halt so. Auch das werd ich überleben. Es scheinen ja mehrere Menschen in dieser Zeitzone zu leben. Dann kann ich mich auch gleich dran gewöhnen.

Ausserdem bin ich morgen gespannt, was mir die Krankenkasse erzählen wird, welchen Unfall ich jetzt gehabt haben soll... ob das auch wieder ein technisches oder ein menschliches oder ein beiderseitiges Problem ist? Meine Mama vermutet, es könnte an der Urlaubsvertretung liegen. Wer weiss. Mal sehen, wie sich das klären lässt. Und ob sie mir glauben, dass ich keinen Unfall hatte. Also zumindest nicht schon wieder und nicht am 9.08.

In Ühlfeld gastiert der Zirkus Corona. Da musste ich schmunzeln. Ich hoffe, Ihr auch. Schönen Sonntag! Arrividerci!
Die Glaa aus ERH - Zirkus

Toonsup ist derzeit nicht per ping erreichbar. Da liegt halt auch ein technisches Problem vor. Ich frage mich inwieweit technische und menschliche Probleme zusammenhängen. Bedingt das eine das andere? Treten sie immer in Kombination auf? Mensch und Technik, wenn Mensch, das Mitmenschliche mit Hilfe der Technik zu lösen versucht? Ihr könnt ja mal drüber nachdenken.

Gelernt hab ich vor zwei Tagen auch, dass ein Studium im sozialen Bereich , damit man im Jugendsozialwesen arbeiten kann, auch nicht besonders hilfreich dabei ist, wenn man plötzlich zwei Kleinkinder im Haushalt hat. Denn die Frau, die ich kenne ist ganz schön lautstark explodiert. Erst hat sie geplärrt, dann ihre Älteste, dann alle beide mitnand. Dann kommt Geduld und ein dickes Fell also erst mit dem Alter und mit den Erfahrungen, die man im Laufe seines Lebens macht.

Und die Jugensozialmenschen sind noch so jung und können sich mit den Problemen der Normalsterblichen Jugendlichen identifizieren. In die Elternrolle müssen sie aber selber erst hineinwachsen. Naja, wenigstens hat sie zwei gesunde Kinder. Aber ob ihr das bewusst ist, welches Glück sie damit hat?

Ein Freund von mir hat mir zum Schlumpfkarton folgendes gemailt.
"Danke, für deine schönen Ideen.
Vielleicht mag ich Mainzelmännchen, die haben für mich was fleißiges.
Bräuchte ich nur noch eine Figur die sich gut ausruhen kann, als gutes Gegenteil, sozusagen.
Mobile finde ich auch schön, hab mal überlegt mir eines aus Holz zu machen, aber ich finde es schwierig das Gleichgewicht herzustellen. "

Das mit dem Gleichgewicht zu finden, ist nicht nur bei Mobiles schwer ;-)
Das gilt für das ganze Leben und für dsa Zusammenleben.

Ich hab die Schlafmütze für ihn gefunden und ihm gemailt. Vielleicht ist ja das was für ihn. Es ruht zwar nicht, aber es sieht sehr müde aus und es beruhigt mich auch, wenn ich es angucken tu. Vielleicht wirkt es ja genauso auf meinen Freund.

Obwohl so ein Mainzelmännchenmobile hätt auch was für sich. Die heiteren Gesellen purzeln schon seit ich denken kann durch das ZDF-Programm. Im Laufe der Zeit hat sich ihre Gestalt auch gewandelt. Wer die wohl zeichnet? Ist das auch wie bei Franquin und Peyo, dass dann andere Zeichner den Mainzelmännchen immer wieder neues Leben einhauchen und sie updaten? Irgendwie schön. Ich hatte mal irgendwo so eine Mainzelmännchenfigur als Kind. Mal gucken, ob ich die noch finden tu.

Ich hab meine Bekannte aus dem Strickforum in den USA, die mit dem farmers market gefragt, ob das mit der Bürokratie in den USA genauso kompliziert geworden ist. Hier ist ihre Antwort.

"Oh yes, it is here as well. Local, state and national governments seem to have all come unglued with the pandemic. Making it worse than normal.
Everyone in any remotely job of power wants to hang onto their little kingdom. I'm 66 and I've never seen anything like it in my life. Bureaucracy is bad enough, but confused bureaucracy is worse!

No one is really in charge, either. And the ones that are don't know what's going on."

Ihr seht also woanders isses a ned andersch. Das Bürokratiechaos scheint ein globales Problem zu sein ;-)

Hmm... Comics , die Schlümpfe, die Mainzelmännchen, Spirou und Fantasio oder Gaston karikieren menschliches Verhalten und so bleibt ihr Humor zeitlos. :) Weil Menschen einfach so sind :) Manchmal einfach nur furchtbar und ein andermal furchtbar putzig. Je nachdem von welcher Seite man es betrachtet... ;-)

Mittlerweile ist die toonsup-Seite im Browser aufgegangen... :"...is down for maintenance reasons. Please try again in about 15 minutes."

Is wie überall bei der Technik, ausschalten und nochmal probieren... ;-) Manche Dinge ändern sich nie :) Oh... etz geht's widder! Heureka! Jucheirasa! Und so sorgt die Technik und der Reboot tut gut-Effekt für mein heutiges Erfolgserlebnis! Mei is des schee! Technik und Aussagen auf die man sich verlassen kann :)

Tja... die Seite ist zwar da.. aber der Upload funktioniert leider nicht. Irgendein name value scheint zu fehlen. Das kam schon öfter vor. Gut, dann heisst es wieder abwarten und es ein andermal probieren. Vielleicht geht es ja morgen wieder. Ich bin also wieder zum Softwaretester geworden. Aber Feedbacken mag ich jetzt ned. Das können ja mal andere machen. Im Comicforum war die Verlinkung kein Problem. Is ja schön, wenn es wenigstens an zwei von drei Orten klappt. Das sind ja schon mal 66,.. Prozent, die funktionieren :)

Hmm... ich frage mich, ob's vorm Zirkus Corona ein Impfmobil aufgstellt hamm ;-) ... Oh... jetzt ist der Upload doch drin... dann hat die Fehlermeldung wohl nix zu sagen... Die Wege der Technik sind unergründlich. Datenbanken führen nämlich ein Eigenleben ;-) Der Entwickler dachte und die Datenbank lachte ... :) Eine Kollegin von mir im Bereich der technischen Redaktion hat mal gemeint, es gäbe Datenbank-Kobolde. Nein, das sind die Anwender, die Benutzer, die mit dem Ding arbeiten tun. Weil die geben Dinge ein, die die Datenbank stört aber das Eingabeprogramm nicht abfangen tut. Weil Du kannst ned an alles denken und auf vieles was möglich ist und passieren kann, kommste gar ned ausser Du siehst es dann. Weil es unglaublich ist :) Das ist halt wie überall im Leben wo viele Dinge ineinandergreifen. Komplex halt. Und Komplexität mit Kompliziertheit zu lösen ... ich weiss halt a ned, ob des der günstigste Ansatz is. Ich wär ja für die Vereinfachung, Simplifizierung. Aber wie und ob des gehen tut... das weiss ich auch ned.

So is halt as Lebm. Ich hab gelernt, dass immer, wenn ich dachte, dass ich jetzt was für die Zukunft weiss, ich mich getäuscht hab. Weil dann halt was ganz was anders passiert is.

Montag:
Heut hab ich für meine Mama Rezepte geholt. In der Praxis hab ich dann die Frau getroffen, die mir helfen wollte mich in der Schwerbehindertenwerkstatt unterzubringen. Aber ohne Träger macht das noch keinen Sinn. Und anscheinend darf man auch nur in eine Werkstatt wenn man 5 Tage die Woche dahingeht. Und ich kann nur 2. Weil ich noch zwei Schwerbehinderte daheim zum pflegen hab. Anscheinend gibt es wenige Teilzeitschwerbehinderte.

Also muss ich mal wieder abwarten und hänge in den Seilen. Ich bedank mich bei ihr. Das ist ja schön, dass ich so nette Bekannte hab, die sich für mich einsetzen.

Das mit der Krankenkasse und dem Unfall hab ich telefonisch (urgs...) klären können. Die Dame am Telefon war anfangs etwas genervt, das hör ich am Tonfall, auch weil ich die Versichertennummer auf dem Schreiben erst so spät gefunden habe. Ich versteh halt nicht, warum man in die Software nicht einfach den Namen und das Geburtsdatum eingeben kann. Die Nummer war sehr klein gedruckt. Die hab ich mit Brille kaum finden können. Ja, wenn sie im Betreff gestanden wär. Aber sie steht so versteckt am rechten Fahrbahnrand.

Sie hat gemeint, das wär ein technischer Defekt oder Irrtum. ich glaub, dass es an den Parametern liegen könnt. Denn eine ICD-Nummer hat sich irgendwann mal auf dem Attest geändert. Und aus Versehen hab ich letztes mal die Ausfertigung für den Versicherten eingescannt und hingemailt. Und wenn die Software mit sowas nicht rechnet, kann sie ja nicht, sie geht ja davon aus, dass es so ist wie sich der Entwickler und der Product Owner vorstellen, exakt so funktioniert (so funktionieren Menschen halt ned und auch menschliches Verhalten halt ned), dann passiert halt sowas.

Ende vom Lied (lalala), ich kann das Schreiben zerreissen und die Angelegenheit ist erledigt. Das Krankengeld bleibt davon unbeeinträchtigt. Das hab ich extra nochmal nacherfragt.

Und wo menschliches Verhalten nicht den Erwartungen der Software entspricht, da braucht es menschliche Brücken und Knotenstellen. Mit Empathie und Geduld, die diese überbrücken. So wie ein Startkabel beim Auto, wenn die Batterie nimmer mag. D.h. an diesen Stellen braucht es guten Service. Und der lebt von der Mitmenschlichkeit.

Wer an der Technik und an Technikern spart , dürfte das dann daran merken, dass mehr Zeit und Energie und Aufwand und damit auch Kosten in den Servicebereich gesteckt werden müssen. Zum Ausräumen und Aufklären von Missverständnissen. Weil Software halt mit der Realität nicht rechnen kann... also sie kann nicht alles einbeziehen. Denn sowohl Product Owner als auch Entwickler können ja nur ihre eigenen Erfahrungen in die Programmierung derselben einbringen. Wenn sie noch nie mit dieser Realität konfrontiert waren, dann kennen sie das Problem nur aus der Theorie. Und dann geht das Produkt vermutlich an der Praxis und damit an der Realität vorbei.

Was ausserdem ein Problem ist, das ich sehe, ist dass wenn dieser Fehler immer wieder bei einem anderen Servicemitarbeiter auftaucht , fällt er in der Summe bei einem Einzelnen nicht auf. Landet also auch nicht in einem Bugticket. Obwohl er in Summe der Einzelfälle doch ins Gewicht fällt. Nur eine zentrale Knotenstelle kann dies erkennen. Wenn es die aber nicht mehr gibt, weil die Prozesse zu komplex und kompliziert geworden sind, dann fehlt der Überblick. Keine Ahnung wie man das Problem lösen will. Es wird sich irgendwie von selber lösen. Weil die Beteiligten ja irgendwie damit umgehen lernen. Und dann ergibt sich halt irgendwas. Und was sich ergibt ist je nach Umgebung unterschiedlich, weil Du ja immer andere Menschen hast, die wiederum anders auf solche Dinge reagieren.

Da haste die "Greenhorns", die wütend werden oder dem Kunden die Schuld und Verantwortung dafür aufbürden. Da wird durch die aufgestaute Wut die Wut hochgeschaukelt und damit die Unzufriedenheit auf beiden Seiten. Und Du hast die alten Hasen, die sich in den Kunden einfühlen können und die Dinge entwirren und Wut auflösen und Zufriedenheit und Glückseligkeit erzeugen können. Das sind nur zwei "Spielarten". Es gibt auch noch viele Nuancen dazwischen.

D.h. man kann aus ein und derselben Ausgangslage durch geschickte Taktik und Intuition und Erfahrung und Einfühlungsvermögen ein ganz anderes Ergebnis erzielen. Faszinierend!

In meinem heutigen Comic zeig ich Euch ein Beispiel dafür :)
D.h. Ihr selber könnt Glück oder Unglückselligkeit erzeugen. Je nachdem wie Ihr die Welt seht, wie Ihr gepolt seid. Denn es gibt immer unterschiedliche Perspektiven ein und diesselbe Sache zu sehen. Also wie Ihr die Sache codiert und decodiert. Es geht halt wieder mal um Chiffrierung. Menschliche Sprache ist auch eine Art der Chiffrierung. Und deswegen ist sie wohl auch so störanfällig. Überhaupt weil soviel beim Zuhören mitreinspielt. Obste genervt bist, hunger hast, auf's Klo musst oder grad mit allem &uumL;berfordert oder vollkommen tiefenentspannt bist...

Die Glaa aus ERH - Lost in Translation - Die Geschichte vom Decodieren

Wow! Es geschehen noch Zeichen und Wunder! Meine Schwester war grad da und will einen Schlumpf basteln. Geht aber noch nicht, weil Mama den Küchentisch noch mit einem Van Haasteren Puzzle (auch Comics im Wimmelbildstil) bevölkert. Also hab ich mal gesagt, dass wir da gern hin möchten zum Basteln. Drei Leut in Abstimmung und zur richtigen Zeit zusammen zu bekommen ist gar ned so einfach. Also die gegenseitigen Interessen mitnand in Einklang zu bringen, zu synchronisieren sozusagen. Einem Dirigenten bei einem Orchester muss das auch so gehen. Wie macht der denn des?

Mich würd es ja in den Fingern jucken, die Ursache des Krankenkassenproblems zu ermitteln. Auf den Grund zu gehen. Aber das darfste nur, wenn Du dort arbeiten tust. Vielleicht interessiert das auch keinen ausser mir. Ich weiss es ned. Ich tät das gern Debuggen. Wär doch interessant, was die Ursache is. Vielleicht lässt es sich dann abstellen und so könnten wieder Kosten im Druck und Briefversand und Servicebereich eingespart werden. Aber was weiss schon so ein kleines Lichtlein wie ich...

Beim Arzt ist mir dann auch der Mann aus dem Altenheim begegnet. Ich hab ihn freundlich gegrüsst und keine Antwort erhalten. Er will wohl zeitlebens ein Griessgram bleiben. Ich möcht das ned. Ich hab mich dafür entschieden daran zu arbeiten, die schönen Dinge im Leben zu sehen. Also muss ich halt lernen die entsprechende Perspektive zu sehen und mich drüber zu freuen.

Gestern hatt ich sogar einen analogen Sozialkontakt und bin zu einem Spaghettieis eingeladen worden. Und darüber freu ich mich wie ein Schneekönig. Wann is Euch das denn zum letzten mal passiert? Das war eine ganz schön grosse Portion und dann hat mir mein Kumpel von seinen aktuellen Bastelprojekten erzählt und ich ihm von meinen Baustellen. Das war toll. So stell ich mir eine kumpelhafte Beziehung vor. Ich glaub, ich bastel ihm ein Mainzelmännchen, wenn ich wieder drucken kann. Weil die Vorlage von der Schlafmütze hab ich ja jetzt. Da freut er sich dann ganz bestimmt. Und ich hab auch wieder ein neues Freundschafts-Projektle und was worauf ich mich freuen kann.

Wie macht Ihr das denn so?

Im Gegenzug zu den geholten Rezepten bruzelt meine Mama grad Knoblauchbrot im Ofen. Hmm... eine Hand wäscht die andere. Das ist schön. Ich bekomm schon vom Duft Hunger.

Hm... dann ist alles Leben und die eigene Glückseligkeit eine Frage der Decodierung ... wer hätte das gedacht?

Mittwoch:
Der 2.te Schlumpf aus Tonkarton ist fertig. Hier isser...
Schlumpfmobile Teil 2
Beide Schlümpfe zusammen.
Schlumpfmobile Teil 2

Jetzt will ich noch eine Schlumpfine dazu machen- Die ist etwas komplizierter, weil sie mehr Teile hat.

Neulich im Bus. Eine ältere Dame auf zwei Krücken steigt ein.
Aus dem hinteren Teil des Busses ertönt:"Des Mariechen! Die einzige vo uns, die nu ohne fremde Hilfe geh kann!"
Mariechen schwenkt eine Krücke zum Gruss und ruft:"Unkraut vergeht ned!"
Drauf von hinten:"Mer kann a sang gute Ware hält sich lang."

Oder wie ich sagn däd. Ich bin ned kabudd. Ich ghör asu.

Siggesdes so ko mer mit aaner Schwerbehinderung a kreativ umgeh ;-)

Meine Schwester hat gestern und vorgestern auch an ihrem Schlumpf gebastelt. Sie will den Eisschlumpf. Hier auf dem Bild seht Ihr wie sie mit einer Hand ein Teil ausschneiden tut.
Einhaendiges Ausschneiden
Alles kann sie ned allein und so muss ich oder Mama helfen. z.B. beim Abpausen die Vorlage und das Butterbrotpapier festhalten. Und beim Zusammenkleben hab ich auch geholfen. Jetzt fehlt noch die Zunge und die Finger. Und so seht Ihr, dass mer mit einer Schwerbehinderung sowohl kreativ umgeh als auch kreativ sei kann. Siggsdes! Q.e.d.

Zum Workaround-Comic von gestern oder war es vorgestern... egal... gab es dieses Quatsch - Feedback :)
"Flickwerkfamilie" würd auch irgendwie doof klingen"
Wenn mer des aso siggd, dann bist mit a boar Krucken a gepatched oder gepatchworked oder updated.

Zwei Nacktschnecken hab ich heut bei dem Wetter eng umschlungen beim schneckolieren entdeckt. Die machen Kinner. Bei dem Wetter vielleicht gaor ka so schlechte Idee. Aber Du wassd halt nie, was sich dabei ausbrüten dud...

Wahre Lebenskunst is glaub ich, wenn mer sich's in der Hölle gemütlich machen kann. Mei... is schee warm do...

Donnerstag:
Hmm... wie schafft mer es denn, dass in einer Gemeinschaft keiner überfordert wird? Dass es für jeden bassd... Muss dann jeder auf den andern und gleichzeitich auf sich selber obachd gebm...? Im Beruf is mer des leider ned geglückt. Etz mo i dahamm damit weitermachen. Ich arbeite daran :)

Wie "arbeitet" mer denn ein neues Mitglied in die Familie ein? Dafür braucht mer Zeit und Geduld. Und mer muss anfangs in der Kennenlernphase a vill Missverständnisse und Fragen aushalten lernen. Sonst werd des nix. Dann isser widder furt. Und die ganz "Ärbert" is für die Katz.

Alles für die Katz vom Komödienstadel mit dem Maxl Graf und der Erni Singerl und dem Max Grieser is mei Lieblingskomödienstadel. Zusammen mit dem ganz alten in schwarz weiss mit die Drei Eisbärn. Vielleicht weils bei uns dahamm a oft so zugeht. Mei Vorbilder wohna im Komödienstadel. Und Euer? Die hamm nu an Humor ghabt.
Wann sin denn die Leut so ernst wordn? Dass vor lauter Angst vor dem Sterbm des Lebm verlernt hamm?

Als Regnwurm ko mer wemer bloss Körner frisst, uralt werdn. Aber was für a Lebm is des dann? Einsam machts a. Weil wenn mer dahamm nix gscheits zum essen und trinken hat, dann kummd a kanner mehr. Und wenn mer bloss immer jammert, wie schlecht dass einem geht, dann kummd a kanner mehr. Wennsd zum selbsternannten Gesundheitsapostel und Missionierer wirst, dann stehst a eines Tages allaans do. Weil ewig mog des a kanner ohörn.

Wo ich doch so gern was guts Essen und Trinken du, is des für mich keine Alternative. Und ab und zu a Kontakt schod a nix. A neue Perspektive.

A Freind werd etz immer, wenn er an Spitzer sichd, immer an mich denken müssen. Ned, dass in die digitalen Zeiten nu vill zum Spitzen gebm dud. Komischerweis bini auf Ärbert notgedrungen widder vo Kuli auf Bleistift umgstiegn, weil des billich Glumb nix gschriebm hod. Leider hammer dann zwar Bleistift ghabt, aber kann Spitzer mehr. Die woarn out. Ich hab mein in der U-Bahn gfundn. Weissd, is scho komisch, wennsder Dei eigns Werkzeuch zum ärbern selber mitbringa musst. Aber vielleicht ghört des asu. Ich was es ned.

Do frachi mi scho, wo die alla hingeh, die ich etz zammschraub. Ob die alla für die Schulkinner sin?

Ich hab etz die Technik verfeinert mit der ich sie zammschraubm tu. Und damit hab ich die Zammschraubgeschwindigkeit gesteigert. Mei Gegenüber is mit dem Etikettieren goar nimmer nachkumma. Des machi ned um ihn zu ärgern, sondern ich brauch des, um mein Spass o der Ärbert ned zu verliern. Der Dale Carnegie hat a über sowas gschriebm. Du machst eine Art Wettbewerb mit Dir selber. Ich glaab einfach unser Hirn funktioniert so. Damit ihm ned langweilig wird und damit es Energie sparen kann. Also verfeiner ich mei Technik und des is dann des Ergebnis davo. Ich bin schneller fertig.

Der Werstattleiter hat dann gmeint, ich soll etz amol mit die lila Spitzer aufhörn, weil die etz zuvill werdn. Und soll mit die türkisen weitermachen.

Wenn jeder a andersch Arbeitstempo und andere Techniken hat, wie kriegt mer denn dann a Teamwork hi? Weil einerseits musst ja dem kleinsten gemeinsamen Nenner entegegenkommen und auf Dei Kollegen a Rücksicht nehma und sie ned überfordern (so wie ich mit meiner Schwester und Mama) und andererseits musst ja selber hirntechnisch dei Freid finna könna. Bei mir is des auf Ärbert nimmer zammganga.

Weil wennsd schnell bist, weil Dei Hirn des halt so macht, dann kriegst immer mehra Ärbert aufbrummt. Und irgendwann is dann zuvill. Des merkst aber erscht wenns zu spät is. Wenns goar nimmer geht. Also selber. Also müsserden Dei Kollegn a a weng obachd auf Dich gebm. Aber wenns selber ned amol auf sich aufpassen könna und dich oschrei tun, dann werd des halt a nix. Oder wenns ihr Heil in der Flucht suchen und den Arbeitsplatz wechseln. Ich kann doch a ned dauernd neua Leut a nu dazu eiäbern, wenni selber nimmer ko. Und wenn des Durcheinand durch die Wechselei und die Gesamtsituation so gross is, dass des goar nimmer geht. Dann müsserden mir erst amol alla zammhelfen und aufraama bzw. amol die andern aufraama. Ich ko des nimmer. Ich hab versucht mein Kasten sauber zu halten bis zum Schluss. Und dann hams mi vo alla Seiten derschossen. Aus Verseng. Ich kanns etz a nimmer ändern. Hi is hi.

Wissd Ihr was cool is? Ich hab Euch doch mal des Video mti dem Ketamin zum CRPS zeigt... auf jeden Fall hat des der Narkosearzt bei der OP vo meim linken Arm etz bei der OP berücksichtigt und hat's mir gebm. Und damit is dann der linke Arm a schee widder verheilt. Die moderne Medizin hat also doch ihre Daseinsberechtigung. Ich hab halt bisher no ned sovill gute Erfahrungen damit gmacht ghabt. Ich hoff, Ihr seht's mir nach.

Wennsd eh a Psychose hast und scho Halluzinationen und Stimmen im Kopf, dann kummt's auf die Halluzinationen, die des Ketamin nu erzeugn ko a nimmer o :) Die könner nämlich als Nebenwirkung auftreten. Dann hat mei Aufklärungs- und Forschungskampagne mir etz doch amol gholfen. Selbsthilfe halt. Mei is des schee! :) Ich frei mi a su!

Sonntag:
Meine Bekannte aus dem Strickforum (die mit dem farmers market) hat mir nachdem ich ihr die Bilder von den Tonkartoon-Schlümpfen geschickt habe, folgendes zurückgeschrieben. Ich hab sie auch gefragt, wie denn Schlumpfine auf englisch heisst. Smurfine?

"They are fabulous! And the female Smurf is called Smurfette."

Cool! Das wusst ich noch nicht.

Flix Schöne Töchter hab ich gestern bis zur Mitte gelesen. Das ist ein toller Band über Beziehungsgeschichten. Und damit kann sogar ich als Autist was anfangen. Weil vieles davon sich auch in den Beziehungen mit meiner Mama und meiner schwerbehinderten Schwester sich widerspiegeln tut.

Hinten im Einband war dann noch in blau und gelb - in schönen Farben - ein Verweis also ein Quellverweis, Wegweiser zu Ferdinand dem kleinen Reporterhund - Comic für Kinder abgebildet. Jetzt hab ich mir mal die ersten beiden Bände gegönnt zusammen mit Freddy Lombard. Das zweite ist eher so ein Überraschungsding.

Also es gibt viele Comichelden, die Reporter sind. Kein Wunder denn die meisten Comicstrips haben ja in der Zeitung angefangen und mit irgendwas mussten sich die Comiczeichner ja auch ihr Geld verdienen. Man muss es sich erstmal leisten können, Comics zu zeichnen. Dazu braucht man auch die richtige Inspiration, Ideen, Input. Ohne Input kein Output. Shit in , shit out. Lifo, Fifo. Last in first out, first in first out. Stackverarbeitung ... so funktioniert auch unser Hirn.

Und Underzo und Goscinny haben sich halt gefunden. Ein Szenarist und ein Zeichner. Wobei beides auch ineinander fliessend übergeht und in Personalunion vorhanden sein kann. Je länger man den Job halt machen tut.

Pitt Pistol von den beiden lieb ich inzwischen heiss und innig. Pitt ist auf der Suche nach Abenteuern und wird zum Korsar des K&oumL;nigs mit seinem sehr löchrigem Schiff , der Seestern. Zusammen mit seinen Freunden , die ebenso auf der Suche nach Freiheit und Unabhängigkeit sind, erlebt er haarsträubende Abenteuer. Mir gefällts. Überhaupt der Adhoc-Humor.

Heute durfte ich meine Modellbaukünste unter Beweis stellen. Meiner Mama hat der Eiswagen von Lego so gut gefallen. Als Dekoelement. Steht er jetzt auf der Fensterbank. Im Wohnzimmer grasen Zebras und Haflinger von Sschleich zwischen den Orchideenstöcken auf der Fensterbank. Ein Diorama im Miniformat.

Sie hat mich um Hilfe gebeten, weil sie an einer Stelle mit der Anleitung nimmer weitergekommen ist. Dabei hat sie gar keinen Fehler gemacht. Ich wussste nicht, dass aus Lego ein Modellbausystem geworden ist. So wie Ministeck oder Faller. Ich glaube, das bauste einmal zusammen und lässt es so. Früher war doch grad die Möglichkeit immer wieder was neues draus zu bauen und die Dinge wieder auseinanderzunehmen, der Vorteil von Lego. Das machte kreativ weil man einmal ein Flugzeug oder ein Auto aus denselben Teilen bauen konnte. Nacheinander halt. Heut ist das festgelegt.

Obwohl Ansätze gab es auch zu meiner Kinderzeit schon. Mein zweites Legoset war die Feuerwehr. Ein Leiterwagen. Der war in Nullkommanix zusammengebaut. Das war sehr enttäuschend und langweilig. Meine Schwester bekam das grosse Krankenhaus und das hab ich dann entgegen der Altersangabe halt zusammengebaut. Das war viel spannender. Vielleicht resultiert daher meine Beziehung zu Krankenhäusern und daraus, dass meine Schwester oft genug dort drin war und da auch nimmer hin will. Wenn Du chronisch krank bist, dann ist das halt so. Du hast irgendwann die Schnauze gestrichen voll. Weil Du halt merkst, Du kannst nur Dir selber helfen. Oder anderen. z.B. meiner Mama beim Modellbau. Mei is halt so.

Im Endeffekt ist das zerlegen der Schlümpfe in Einzelteile und das nachherige wieder zusammenbauen auch Modellbau. Genau wie Ministeck oder Puzzlen. Wir sagen puzzeln. Andere sagen passeln. Und auch nähen besteht ja aus dem Aneinanderfügen von Teilen und Stricken und Häkeln ja auch. Sogar Programmieren. Du nimmst Sprachteile und setzt sie in neuer Form dem Zweck entsprechend neu zusammen. Sprache ist auch dasselbe. Gedanken, Worte , Ideen... Du verknüpfst sie halt nur neu.

Paracord z.B. vernküpft Knotentechnik und Seil zu einer Handarbeit und Du bekommst ein Freundschaftsband draus. Oder einen Schlüsselanhänger.

Genausogut kannst Du Makrame machen oder Knüpfen oder Hardanger oder Klöppeln. Bei Musik ergeben die Noten und der Takt und die Einzelteile auch wieder ein neues gemeinsames Ganzes. Freundschaftsbänder kannst Du auch aus Sticktwist knoten. Ich hab da mal eins mit dem Text Star Wars gemacht. Heute würd ich mir eher ein T-Shirt mit dem Aufdruck "Ich wars" machen.

Aus den Tonkartonschnittmustern für meine Schlüpfe könntet Ihr auch eine Schlumpfapplikation auf ein Kissen oder eine Decke machen oder Ihr nutzt die Malvorlage für ein Fensterbild oder malt es mit Stoffmalfarben auf ein T-Shirt auf. Die Varianten sind unendlich.

Ein ausgedienter Kleiderbügel kann als Mobilehalter dienen. Hängt einen Schlumpf an den Haken oben, einen an das Plastikding links und eins an das Plastikding rechts und fertig ist das Mobile. Ihr könnt die Dinge also immer wieder neu kombinieren. So wie Mode halt auch. Die nordische Kombination ist ja auch eine neue Kombination bereits bestehender Sportarten.

Damit lässt sich das Leben immer wieder neu entdecken und erleben. In neuen Varianten.

Je schwierige so Modellbausätze sind, desto eher bin ich in meinem Element.

So meine Mama ist jetzt happy. Der Wagen steht und dekoriert die Küchenfensterbank und ergibt mit den Orchideen dort ein schönes Diorama.

Meine Freundin macht heute einen Flohmarkt. Da will ich mal hin. Ich will nix kaufen. Ich will sie nur mal sehen, weil sie mich eingeladen hat. Alsso guck ich halt mal vorbei. Im Leben gibt es viele Offerten. Auch ein stehengelassener Wäschekorb ist eine Offerte. Du kansnt sie annehmen oder halt nicht.

Hm... welche coolen Comics es wohl noch zu entdecken gibt? Was lest Ihr denn so?

Müssiggang ist, die Gedanken ziehen zu lassen und sich auch mit unangenehmen Fragen zu beschäftigen. Der Dame vom sozialpsychiatrischen Dienst hab ich neulich ein paar gestellt. Und Antworten darauf bekommen. Welche auf die ich nicht allein gekommen wäre. Und die findet man auch nicht im Internet. Weil diese Fragen tabu sind. Ich weiss ja nicht wozu das gut sein soll. Damit hadere ich ja , weil ich das nicht verstehe, dass es tabus gibt. Sie lenken uns vom Leben ab. Oder so...

aber irgendwann kommt die Zeit, wo man sich mit sich selbst und den eigenen Gedanken auseinandersetzen muss. War es das jetzt mit dem Leben? Soll das jetzt alles gewesen sein? So steht es in dem Buch 10 Gebote zur Gelassenheit für Frauen.

Ich bin irgendwie in diesen Müssiggang hineingerutscht und hinaus- oder hineinkatalputiert worden. Das ist irgendwie heilsam. Aber auch anstrengend, wenn man feststellt, dass es mehr als eine Antwort auf eine Frage gibt. Und ganz viele Perspektiven die Dinge zu sehen. Also richtig und falsch ist relativ und liegt im Auge des Betrachters.

Am Ende des Buches als wir zum Surfen noch ans Meer fuhren, geht es auch um das Thema. Es gibt sogar Bücher dazu. Alleinsein lernen oder so ähnlich Leitfaden für den Müssiggang. Ist sowas ähnliches wie Meditation oder Achtsamkeit. Vielleich ist das alles auch irgendwie dasselbe. Wenn das jetzt in ist. landen dann alle Menschen schneller dort? Irgendwo im Nirgendwo? Und wo stehst Du grad im Moment?

Ob es im Leben darum geht, sich darin gemütlich zu machen, Chancen zu schaffen und Optionen zu ergreifen? Und eine gehörige Portion Glück gehört auch noch dazu. So wie wir geworden sind, zu werden. Schon der Hammer wie das so alles geklappt hat. Findest Du nicht? Du bist ein Wunder und Dein Leben ist wunderbar. Auch wenn Du das vielleicht nicht immer so sehen kannst. Aber wenn Du einmal um die Dinge rundherum läufst und den Scheinwerfer und Spot auf andere Dinge richtest und aus einer anderen Richtung beleuchtest (z.B. von unten statt von oben) , dann wirst Du das auch sehen.

Du kannst ja entweder die Schwierigkeiten sehen, die vor Dir liegen oder die, die Du grad überwunden hast. Also entweder schasut Du vor Dich oder hinter Dich. Wahrscheinlich braucht man eine gesunde Mischung. Wie man die wohl hinbekommt?

Die einen leben minimalistisch in tiny houses, die anderen entrümpeln und fengshuien ihr Leben und wir räumen irgendwie ab und zu mal auf und trennen uns von liebgewordenen Dingen. z.B. unserem alten Golf. Der hatte Automatik und die Fenster musste man noch mit der Handkurbel aufmachen. Der ging gestern ruckzuck über Mobile.de und mit Hilfe des Autohändlers, Reifenhändlers und TÜVÜbernehmers unseres Vertrauens über Bord. Also etz isser weg. Anscheinend ist das alte auch wieder mehr gesucht. Weil man da noch mehr selber dran reparieren kann. Weil nicht soviel elektrisch geht.

Meine Paprika bestäube ich mit den Fingern. Also die Blüten. Wie eine Biene hümpft mein Finger von Blüte zu Blüte. Jetzt hängen schon kleine Paprika dran. Grün halt. Dann werden sie hoffentlich gelb , orange und dann noch rot. Das ist nur der Reifungsgrad, der die Farbe ausmacht. Es ist schön, ihnen dabei zuzuschauen wie sie so langsam erblühen. Die Einzelpflanzen sind etwas kräftiger als die in der Schale. Aber sie blühen alle und es hängen überall schon kleine Paprika dran.

Meine eine Saatbandsonnenblume, die aufgegangen ist, hat Ähnlichkeit mit mir. Sie ist kleinwüchsig. Hat aber zwei Köpfe :) Scheint also ein rechter Dichschädel zu sein. Wenn sie sich gegen die ganzen Insekten und Schmetterlinge behaupten kann. Gegenüber von unserer "Ranch" ist nämlich ein verwildertes Grundstück und deshalb zirrpt und grillert es bei uns rund um die Uhr. Wahrscheinlich wär das Stadtmenschen viel zu laut.

Die Hibiskusse blühen und Bienen summen darin herum. Wie auf Hawaii. Der Slow Fox des artgerechten Lebens.

Apropos Slow Fox und Ferdinand... kennt IHr die Geschichte von Ferdinand dem Stier? Der wollte gar nicht kämpfen. Friedlich stand er auf seiner Weide als ihn eine Biene stach und da ging er halt durch... vor Schmerz und Erschrecken...

Da sah ihn ein Talentscout und nahm in mit für die Stierarena. Dort wollte El Torero ihn dazu bringen einen guten Kampf abzugeben. Aber Ferdinand war mitnichten und Tanten daran interessiert. Der wollte nur seine Ruhe. Mir geht es irgendwie auch so. Euch auch?

In der neuen ANNA (Handarbeitszeitschrift) gibt es ein Gewinnspiel zu einem neuen Kinderbuch. Ein sprechender Regenbogenringelpulli (Anleitung im Heft Seite 46) spielt dort die Hauptrolle. Ist der Übergang von Kinderbuch und Kinderbuchillustration zu Comic fliessend? Meiner Ansicht nach schon.

Der Pulli hilft seiner Besizterin bei den täglichen Problemen. Also beim Lösen. Pillou heisst er und ein Starterkit kann man hier erhalten.

Mit Pillou kann das Mädel seine Probleme besprechen und so wird er zu ihrem besten Freund. Früher hat mer halt imaginäre Freunde ghabt. Ob das auch in echt funktioniert?

Ist wohl sowas ähnliches wie die Sorgenfresserchen. Das sind putzige Monster, die sich um die Tabus unseres Lebens kümmern. Warum machen wir das so kompliziert? Warum reden wir nicht einfach drüber? Warum ist das so schwer? Muss man solche Dinge alle mit sich allein ausmachen? Kann ich mich da nicht mit anderen austauschen? Ihre Meinung zu dem Thema anhören? Dann kann ich mich doch immer noch für meinen Weg entscheiden bzw. welche Option und welchem Wegweiser ich folge.

Und der Austausch ist auf Augenhöhe. D.h. der Lehrer oder Ausbilder lernt auch von mir und ich von ihm. Also sind unsere Rollen wechselseitig.

Schon komisch, wenn man keine Freunde hat, dann werden vom Sozialwesen Menschen dafür bezahlt mit einem Zeit zu verbringen. Mir persönlich wären Freunde lieber. Hat sich die Freundschaft oder deren Möglichkeiten in die Professionalität verschoben? Weil nur dort die Menschen dafür bzw. füreinander Zeit haben? Natürlich auch nur termingericht. Also nach einer Stunde ist schluss. Auch wenn noch viele Fragen offen sind. Das find ich etwas doof. Aber ich verstehe, dass der Zeitdruck nicht mehr zulassen tut. Weil da ja auch noch andere Menschen wie ich sind, die ebenfalls freund- und kontaktlos ihr Dasein fristen und auf die Dame warten tun.

Die Freundschaft wird also in den Servicebereich der Professionalität verlagert. Komische Welt. Ginge es nicht einfacher, direkter und ressourcenschonender, zeitsparender und druckentlastender? Ich hab auch keine Lösung dafür. Würde mir aber mehr Freunde wünschen, Menschen die sich für einen Zeit nehmen und für die ich mir auch Zeit nehmen und ihnen z.B. beim "Modellbau des Lebens" helfen kann. Indem ich meine Meinung und meine Erfahrung mit ihnen teile. Vielleicht lässt sich dann der ein oder andere Irrweg ersparen und die ein oder andere Abkürzung nehmen.

Dann finde ich vielleicht eine Praktikumsstelle durch Mund-zu-Mund-Propaganda anstatt durch die Anonymisierung eines Internetportals. Weil derjenige mich und meine Stärken aber auch meine Schwächen kennt. Und dann passt es besser. So stell ich mir das halt vor. Ist das dann Vitamin-B? Oder ist das Vitamin-K? Vitamin Kontakt halt... ich kenn Dich gut , ich mag Dich.

Hmm.. Greggs Tagebuch ist ja auch eine Art Comic-Roman. Die sind anscheinend in. Was zu meiner Zeit Trixie Belden, Bille und Zottel, Nancy Drew, Tina und Tini, Hanni und Nanni, die drei Fragezeichen, Vanessa, Conny waren, sind heute solche Bücher und Geschichten. Mehr im Tagebuchstil. Naja.. im Endeffekt mach ich hier ja auch nix anderes.

Montag:
So heut hab ich meinen Pflegeeinsatz telefonisch gemacht. Aus Versehen. Pflegeeinsatz ist der Nachweis für die Pflegekasse durch einen Pflegedienst, dass die zu Pflegenden noch leben und gut versorgt sind.

Wollte nur nachfragen, wann der Anruf mit dem Termin kommt, wenn die Frau vom Pflegedienst kommt. Aber sie kommt nicht. Wegen Corona machen die das noch telefonisch. Ab Oktober läuft das dann wieder anders. Dann kommt sie wieder zu Besuch. Bisher hab ich leider noch nicht erlebt, dass das mit dem Anruf und dem Termin funktioniert. Bisher musste ich immer hinterhertelefonieren. Das ist für mich als zu Pflegende und Pflegende in Personalunion sehr anstrengend.

Jetzt hab ich wieder nix schriftliches für die Pflegekasse. Also einen Beweis. Ich hab ihr dann erklärt, dass es schön wär wenn diesmal die Übermittlung klappt und ich nicht wieder einen Drohbrief über eine Kürzung des Pflegegelds wegen angeblich nicht erbrachten Pflegeeinsatz bekommen würde. Ich weiss zwar jetzt, dass ein Fax an die Pflegekasse vom Pflegedienst das Problem dann aufklären und lösen kann, aber ich möcht das jetzt nicht nochmal machen müssen, weil ich mir mit Struktur und Strukturierung sehr schwer tu. Das ist ja ein Grund für meine Pflegebedürftigkeit.

Den nächsten Termin bekomm ich auch nicht vorab. Das wär mir am liebsten. Eher so adhoc. Wahrscheinlich lässt sich der bürokratische Irrsinn nicht planen. Und das ist mit mir als Autisten und mit meiner Schwester halt nicht so kompatibel, wenn die Frau dann überfallartig vor der Tür steht. Ich würd halt gern 2 Wochen vorher oder wenigstens 1 vorher Bescheid wissen, damit wir uns drauf einstellen können. Sonst sitzt meine Schwester in der Wanne oder ich hör die Klingel nicht oder ich bin in AT in Erlangen. Und dann bekomm ich von der Frau einen Anschiss, warum wir nicht da waren. Als wenn Du als Pflegender und zu Pflegender immer da sein musst auf abruf und bereit für die bürokratische Kontrolle.

Die Dame am Telefon meinte, ich soll dann beim Anruf von der Adhoc-Frau, die zu uns kommt, sagen, dass ich halt eine Woche Vorlauf brauche und dass sie nicht gleich kommen kann. Einmal stand sie schon vor der Tür. Und genau das ist mein Problem: Das kann ich Nicht! Wie soll ich jetzt aus diesem Dilemma rauskommen? Ich bräuchte also Hilfe um mit den Bürokratieausführenden, der Exekutive zurechtzukommen. Einen Vermittler zum Umgang mit den lieben Mitmenschen, die ich leider nicht verstehe und die meinen, sie können einfach so reinschneien und alles durcheinanderbringen mit ihrer Hektik und Unruhe. Und dass ist nicht gut, weil hinterher brauchen wir ewig um uns davon wieder zu erholen.

Und dann hat die Frau noch erzählt, dass wohl viele, die bei derselben Pflegekasse wie ich sind, dasselbe Problem mit dem Nachweis hatten. Da ham die Leut vom Pflegedienst soweit ich sie verstanden hab, nämlich gedacht, dass sie bis die Heimbesuche wegen Corona wieder erlaubt sind, den Pflegeeinsatz auch aussetzen können. Das scheint aber von der Pflegekasse abhängig zu sein. Bei meiner geht es nicht. Und wenn Du das dann rückwirkend nicht beibringen kannst, dann kürzen sie Dir das Pflegegeld obwohl Du alles so gut wie möglich gemacht hast. Da soll sich noch einer auskennen. Wahrscheinlich ist genau das das Problem, weil es so viele unterschiedliche Träger gibt.

Das kannst Du auch nicht googeln, da brauchst Du Menschen, die Dich da durchlotsen. Also Pflegepaten und Pflegelotsen. Und die sitzen dann anscheinend beim sozialpsychiatrischen Dienst. Und dafür bin ich sehr dankbar.

Also ich bräuchte etwas Navigationshilfe. Jetzt bin ich schon so alt und werd aus Menschen immer noch nicht schlau. Mir kommt es so vor, als würde alles immer verrückter und hektischer werden. Und das ist mit uns nicht kompatibel.

Apropos Navigationshilfe... hier ist ein Comic zu dem Thema. Weissd... manchmal magst und kannst Du dann einfach nimmer. Weilsdes a ned glauben kannst, dass mer Dinge so kompliziert machen muss.

Die Glaa aus ERH - Die Navigationshilfe

Einmal, wenn man den Versicherungsmenschen brauchen tut, ist er nicht zu erreichen. Meine Mama ist ganz zwozlerd. Also unruhig und hibbelig deswegen. Weil sie will das halt jetzt fertigmachen. Also meine Mama wär jetzt mal für Adhoc-Betrieb und dann funktioniert er auch nicht. Also hab ich jetzt für meine Mama die Autoversicherung per e-mail gekündigt und das Dokument als Anhang dran gehängt. Mal sehen ob das funktioniert oder ob man das auch wieder nur schriftlich per Brief machen kann.

Ich tu mir nach wie vor schwer mich im Tagesablauf zurechtzufinden und dem Tag eine Struktur zu verpassen und mich aufzuraffen Dinge zu tun. Das fällt mir und meinem Hirn immens schwer.

Das wiederaufgetauchte Formular hat der Arzt auch noch nicht ganz ausfüllen können. Also wart ich auch darauf wieder. Am Donnerstag frag ich wieder nach. Wahrscheinlich hilft mir die Aufschreiberei hier, dass ich meine Gedanken ordnen und dem Tag etwas Struktur und Sinn geben kann. Also ich hab was gemacht auch wenn es sich nicht so anfühlen tut.

Gestern war ich bei einem Flohmarkt einer Freundin und dort haben ein paar ihrer Freunde über Geschichte und Corona diskutiert. Ich hab zugehört, weil ich es spannend finde, wie Menschen unterschiedliche Meinungen austauschen und aushalten können ohne einander an die Gurgel zu gehen. Faszinierend.

Eine Schlumpfine hat sie mir geschenkt :)

Spannend fand ich auch, dass bei einem Haushaltsflohmarkt dort dasselbe Zeug rumsteht, dass wir auch bei uns daheim haben. Das sammelt sich so im Laufe der Zeit an. Weil man neues ausprobieren will und weil man neugierig drauf ist. Oder weil man es bei jemand anderem gesehen hat und gut fand.

Der eine Bekannte von meiner Freundin interviewt Zeitzeugen zu Geschichte und Geschichten und kann ganz viele davon erzählen. In der Duma war er auch, obwohl es anfangs hiess, dass da keine Ausländer rein dürfen. Ist das jemand, den man als Kosmopoliten bezeichnen würde? Er hat erzählt, dass er bei seinen Interviews oft viel Kaffee und Kuchen bei älteren Damen essen muss ;-)

Habt Ihr gewusst, dass es Fake-Flughäfen gab, die die Umgebung auf dem Land beleuchteten und den Alliierten weissmachen sollten, dass das Nürnberg ist, um Nürnberg zu schützen?

Mittwoch:
Heut hab ich eine schöne Begegnung erlebt. Eine Bekannte hat mich auf das nächste Gesundheitsnetzwerktreffen angesprochen. Da bin ich ja im Zuge des CRPS-Zeugs hin und ein bisschen reingewachsen.

Seit der Psychose krieg ich keine Einladungen mehr. Das hab ich ihr dann erzählt und dann war ich schon sehr traurig. Weil ich mich da ja auch versucht hab einzubringen mit dem Vortrag und den Comics. Und auch sonst so mit meinen Ideen und denen, die ich so im Internet oder in meinen Büchern bei meiner Heilungsrecherche gefunden habe. Schade, dass das so endet. Ich hätte gern weitergemacht und hätte das auch gebraucht. Aber anscheinend ist man , wenn man psychisch krank ist, unten durch. Obwohl doch die Leut vom Autismus gewusst habm. Und da landest Du in Deutschland auch in einer ICD in der Psychiatrie. In USA landest Du da soweit ich weiss in der Neurologie. Beides gehört ja irgendwie zusammen.

Also ich weiss nicht, warum ich nimmer angemailt werd. Das tut weh. Das ausgeschlossenwerden. Wie bei der Selbsthilfegruppe halt auch. Es ist traurig, wenn Du Dich einbringst mit all Deinen Ideen, Deiner Empathie und Deiner Energie und wenn Du dann mal Energie und Ideen bräuchtest, weil es Dir nicht gut geht, löst sich das alles in wohlgefallen auf. Seltsam. Warum ist das so?

Meine Bekannte hat auch schon viel Gegenwind überwinden müssen. Weil sie eine Frau und nicht von hier ist. Sie kennt das Gefühl ausgegrenzt zu werden gut und hat mich umarmt und getöstet.

Und sie hat mir erklärt wie man ein fröhlicher und zufriedener Mensch wird.
Indem man jeden Tag einen Menschen findet und ihn tröstet und ihm Zeit schenkt. Dann geht es einem besser und man ist dankbar. z.B. wenn sie kranke Menschen sieht, dann gelingt ihr das.

Ich brauch da auch nicht aus dem Haus zu gehen, ich hab da ja meine Schwester und meine Mama. Bastel mit meiner Schwester einen Schlumpf aus Tonkarton. Dann freut sie sich. So funktioniert das auch.

Das wertvollste, was Du einem anderen Menschen geben kannst, ist Deine Zeit. Also danke dafür. Denn auch wenn Du das hier liest, nimmst Du Dir Zeit. Zeit für mich, aber auch Zeit für Dich selber.

Mir macht zu schaffen, dass ich den "Halt" verloren hab. Arbeit gibt Halt im Leben. So wie andere liebgewonnene "Routinen" auch. Jetzt ist mir alles auf einmal weggebrochen und jetzt lern ich das, was ich ja unbedingt lernen wollte: Das Adhocertum. Scrumismus. Agilität. Das daheim ist für mich neu.

Apropos Zeit schenken...
Hab heut im Städtle aber eine Frau vom Bus getroffen. Sie ist älter und in Rente und da hab ich mal gefragt wie sie das mit dem Tag so macht. Wie sie es schafft in den Tag hinein zu leben. Sie macht das, worauf sie Lust hat. Immer hat man keine Lust, was zu machen. Geht Dir mit dem Rasenmähen oder Staubsaugen oder Putzen wahrscheinlich daheim ähnlich. Oder kannst Du das daheim "delegieren"? Oder teilt sich das bei Euch daheim allein auf? Bei uns ist das so. Manchmal reissen wir uns sogar um die Arbeit.

Jetzt versteh ich das, das man die Arbeit gleichmäßig verteilen muss. Ich würd das aber nicht Arbeit sondern Chores oder Aufgaben oder Teil-Aufgaben nennen. Weil man sie teilt und mit ihnen Anteil nimmt. Weil wenn man was für sich und andere gemacht hat, macht einen das zufrieden und glücklich. Glückshormone werden ausgeschüttet. Und Du fühlst Dich als Teil eines ganzen einer Gemeinschaft und nützlich.

Und wenn jeder zufrieden ist, weil jeder ein bisschen seinen Anteil leisten kann, dann ist das wohl das, was man soziale Teilhabe und soziale Gerechtigkeit nennt. Das machen wir daheim also im kleinen. Funktioniert das bei Euch?

Und es ist wohl "normal" dass man nimmer ganz viel produziert (strickt oder so) sondern nur noch nach Lust und Laune. Du brauchst ja für die eigene Gemeinschaft oder denen zu denen Du dazugehörst oder für die Menschen, die Du magst, nicht endlos zu produzieren. Also verändert sich das, was man unter Produktivität und Potentialentfaltung versteht. Produktiv ist dann, dass man sich als Teil der Gemeinschaft fühlt und Mithelfen darf und kann im Rahmen seiner Möglichkeiten. So hab ich das schon immer gesehen, weil ich es von daheim nicht anders kenn und deshalb bin ich mit der wirtschaftlichen Definition des immer mehr und des Konkurrenzkampfes nicht zurechtgekommen.

Potentialentfaltung ist, sich im Rahmen seiner Möglichkeiten und seiner Lebenserfahrung in die Gemeinschaft einzubringen. Leider sieht es so aus, dass man wenn man wirtschaftlich gesehen nimmer nach der wirtschaftlichen Definition funktioniert, nicht mehr dazugehört. Man muss sich also woanders häuslich einrichten und neu ausrichten. Das ist gar nicht so einfach. Manche Freundschaften überdauern diesen Prozess andere nicht. Bekannte von denen man es nicht erwartet, werden plötzlich zu Freunden, weil sie ähnliches schon erlebt haben. Das hätte ich nicht gedacht.

Man isst mehr und geniesst Zeit mit anderen. Denn jetzt hat man sie. Meistens wohl beim essen. Anscheinend sind wir Menschen nahrungsmittelfixiert. Oder beim Fernsehen.

Wieder andere Reisen mit einem Partner oder wandern oder pilgern und finden dort Gleichgesinnte und Weggefährten.

Unser "Scrum-Meeting" findet in der Küche statt. Beim Frühstück sagt jeder, was er heut so vor hat und abends ziehen wir dann Resümee. Und wenn einer was nicht geschafft hat, dann isses auch nicht so wild. Morgen ist ja auch noch ein Tag.

Die Rentnerin hat mir erzählt, dass sie bei einer Reinigungsfirma war und nachts bei schlechtem Wetter (Glatteis und so) oft in den zu putzenden Bürogebäuden übernachtet hat oder bei Glatteis ganz daheim geblieben ist und eine Abmahnung bekommen hat. Es gibt noch Menschen, die Dinge anders machen. Genau das mag ich. Das Besondere an Menschen. Das Menschliche.

Einen Flyer von Amalias zauberhafte Abenteuer hab ich im Cafe Baier gefunden wie ich Zwetschgenkuchen für meine zwei und mich geholt hab. Das klingt spannend. Ich mag kleine Hexen. Magst Du auch Zwetschgenkuchen? Mal sehen, ob das etwas neues ist oder eher noch auf der Harry Potter Welle mitschwimmt. Die Bücher fand ich damals gut, weil ich mich mit einem gemobbten Menschen identfizieren kann und mir auch als Kind vorgestellt hab, Superkräfte zu haben... aber dann sind die Filme und Bücher so finster geworden... ich brauche Licht .. Highlights...

Oder in den Worten eines Freundes, dem es grad auch nicht so gut geht und der das Prinzip Hoffnung mit Highlights ebenfalls anwenden tut...

"nun schreibe ich dir erst Heute, die vergangene Woche war ziemlich hart für mich.
Manchmal ist das so bei mir.
Jetzt schaue ich mal ob ich mich wieder hinkriege?
Manchmal ist diese Welt schon verrückt, und das vereinfachen das ich dann immer anwende, wird schwieriger.

Es gab auch Lichtblicke, und die waren schön."

Und dann les ich grad neben Spirou und Fantasio noch von Flix und Ruthe den kleinen Reporterhund Ferdinand. Das sind auch lauter so Lebensweisheiten. Aber in schöner einfacherer Form als in den Erwachsenenbüchern ohne Bilder. Die meisten Comicfiguren sind also Reporter. Naja, die Natascha die erste Frauliche Hauptfigur war eine Stewardess. Ich wollt damals auch mal Stewardess werden. Und hab mich auch mal als Fluglotse beworben. Hab dann aber wegen meiner Familie, die kann ich ja nicht allein lassen, einen Rückzieher gemacht. Hat lang gedauert bis ich was gefunden hab. Eher hat es mich gefunden. Mein Papa war sauer auf mich, weil ich so lange nix gefunden hab.

Ich will heut noch die Schlumpfine basteln. Mal sehen, ob ich das hinbekomm und mich aufraffen kann. Ob die Lust gross genug ist. Ob das mit der Agilität im Leben funktioniert. Ich arbeite daran ;-)

Ich hab gestern in der AT mit einem Taubstummen zusammenarbeiten dürfen. Das war ein wunderbares Geschenk. Ich bin dankbar dafür. Denn da klappte die Zusammenarbeit ohne grosse Kommunikation, einfach durch Gesten. Ganz anders als mit Menschen, die reden können. Die haben das zuhören und zuschauen verlernt. Oder muss man das erst im Laufe des Lebens lernen? Ist das auch so ein Geschenk?

Er hat sogar mit mir herumgeblödelt und sich ein bisschen über die Betreuerin lustig gemacht. Ich hab zwar nicht verstanden, was er das gestikuliert hat, aber ich konnte es sehen und spüren. Ist ja für mich mit der "normalen" Gestik und Mimik auch nicht anders...

Mal sehen... ich könnt ja mal nachschauen wie Hallo, Danke und Auf Wiedersehen in der Taubstummensprache funktionieren. Dann kann ich ihm wenigstens noch ein Stück weit entgegenkommen.

Blindenschrift wollt ich auch schon mal lernen, aber die von der Blindenschule haben mir auf meine Anfrage, wie ich mir das selber beibringen könnte, leider keine Antwort geschrieben. Warum versumpft denn soviel gut gemeintes irgendwo im nirgendwo?

Hmm.. schade, dass man vieles als selbstverständlich wahrnimmt, was es gar nicht ist. Das merkt man erst, wenn es nimmer da ist. Das möcht ich nicht. Ich möchte mir der schönen Dinge um mich herum immer bewusst sein. Zumindest oft. Denn auch ich nehme manche Menschen wie die Frau mit dem guten Rat von heute erst sehr spät als das wahr, was sie sind. Engel.

Hier gibt es im Comicforum auch ein Gemeinschaftsprojekt ... :)

Donnerstag:
Hmm... einerseits mag ja man seine Arbeit. Andererseits wird sie immer mehr je besser man sie macht, weil das Gehirn Leerlaufzeiten sinnvoll nutzen will. Also zumindest meins. Und je besser Du die Arbeit machst, desto mehr kommt obendrauf. Und irgendwann isses dann zuviel, wenn die Umstände nimmer passen. Wie löst man dieses Problem? Wie kann man das noch angehen?

Weil unser Einkaufsengel hat das ja auch. Rückenschmerzen, aber sie will ihre Pappenheimer nicht im Stich lassen. Wie kriegt man das dann so hin, dass mer sich selber nicht aufreibt? Wie findet man die Mitte? Oder geht das gar nicht? Schiesst man zwangsläufig über das Ziel hinaus? Und merkt erst dann: scheisse, das war jetzt zuviel... Hmm...

Darf ich vorstellen? Schlumpfine, Smurfette :)
Die Augen hab ich diesmal nicht aus Tonkarton auch noch in Schwarz ausgeschnitten. Da hab ich es mir leichter gemacht und sie einfach schwarz auf den weissen Tonkarton aufgemalt.
Schlumpfine aus Tonkarton

Das Trio ist jetzt perfekt :)
Mein Schlumpftrio
Und der Schlumpf von meiner Schwester ist auch fertig. :)
Den Körper und die Hose und die Mütze und die Hand und den Eisüberzug hat sie selber ausgeschnitten. Zusammengeklebt und die Zunge und das Eis hab ich gemacht. Das kann sie nicht allein. Ich lass ihr soviel wie es geht und meine Geduld im Rahmen meiner Möglichkeiten es zulassen tut, selber machen.
Birgits Schlumpf


Jetzt wär es schön, wenn der ein oder andere mal eine Challenge, eine Herausforderung , einen Task für mich als Taskforce formuliert. Einen Wunsch. Kannst Du nicht mal... den oder den als Comic aus Tonkarton machen? Das würd mich motivieren und etwas aus meinem Loch herausholen. Irgendwie fehlt mir das, das andere sich was von mir wünschen. Geht das Euch auch so?

Ich weiss noch, dass als ich vor 10 Jahren bei meiner Stelle angefangen hab, ich meinen Kollegen beneidet hab, weil er eine zentrale Knotenstelle war und Heinz und Kunz zu ihm kamen. Und das wollt ich auch. Und das hab ich auch geschafft. Aber wie schafft mer es, dass mer nicht als selbstverständlich wahrgenommen wird und dass das ganze zuviel wird? Das ist mir ein Rätsel. Ich hab alles , was mir einfiel, die Situation zu entschärfen ausprobiert und doch ist es mir nicht gelungen. Ich hab halt noch etwas länger durchhalten können.

Am Ende musste ich neue Aufgaben generieren, die mir Spass machten um die Motivation für den alltäglichen Einheitsbrei nicht zu verlieren. Muss mer nach 7 oder 8 Jahren die Stelle wechseln und was neues anfangen, damit es dem eigenen Hirn nicht langweilig wird?

Ich kenne aus der Firmenkultur-Veranstaltung junge Leute, denen die Aufgaben nach der Einarbeitungsphase zu langweilig waren. Und die sind dann gegangen. Zum Kunden. Da bekommen sie eine andere Perspektive , nämlich die Innenansicht statt der Aussenansicht. Ist das die Entwicklung wo es hingeht, dass mer nach ein paar Jahren die Stelle wechselt? Aber wie bekommt man dann die Erfahrung und damit erfahrene Leute? Oder entsteht diese Kultur durch den ständigen Wechsel. Das ist ja voll agil, wenn ich immer wieder neu anfange. Wollen das auch die Arbeitgeber? Ständige Wechsel eine zunehmende Fluktuation? Wie schafft man es dann Karriere zu machen, wenn man das denn möchte. Normalerweise doch erst, wenn man lange Zeit dabei ist. Wird das dann zukünftig auch an der Anzahl der Stellen und Posten in anderen Betrieben also Bereichsübergreifend in einer Firma festgelegt. Das hab ich noch nicht erleben dürfen, dass das funktioiniert. Hmm...

Oder werden dann die Leut vermehrt selbständiger, weil sie dann ihre Zeit frei einteilen können? Andererseits musst Du Dir dann auch Deine Kunden und Projekte selber an Land ziehen und das liegt auch nicht jedem. Und es funktioniert auch nicht immer. Das liegt auch an den Rahmenbedingungen. Wenn der Rahmen sich ändert, dann musst Du Dich mitverändern. Obwohl das tust Du ja sowieso. Aber dann musst Du es glaub ich noch schneller lernen... wenn man das von klein auf lernt, dann hat man sicher einen Vorteil. Wie lernt man das? Lernen das die Kinder heute schon, wenn sie mal in die Schule dürfen und mal nicht? Das ist doch auch schon Agilität. Oder seh ich das irgendwie falsch?

Kultur ist das, was da ist. Jede Gemeinschaft hat ihre eigene Kultur. Und die entsteht durch die Einstellung ihrer Mitglieder. Wenn ich sie befrag, dann find ich die auch heraus. Wenn ich eine andere Kultur möchte, muss ich entweder neue Perspektiven ermöglichen oder andere und neue Mitglieder bekommen. Am besten beides zusammen. Und das geht nicht von heut auf morgen. Das braucht Zeit.

Ich denk, das einzige, was ein einzelner tun kann und was er auch macht, ist das zu leben wofür er steht. Und das tun doch eh die Menschen. Das macht den Menschen ja aus.

Im Städtle macht im September ein neuer Laden auf. Dort kann man Regalfläche mieten und die Inhaberin verkauft dann die selbstgemachten Waren. Ob sowas bei uns funktioniert? Ich bin schon neugierig, was dann dort alles angeboten wird.

Ich weiss ja ned, aber selbstgemachtes ist doch mit Herzblut verbunden. Also jemand macht das aus Motivation für mich. Weil er mich kennt. Und dann denk ich immer, wenn ich das Trum sehe, an den anderen. Handgemachtes ist also gut für das Gehirn weil es Gehirnjogging ist. Dinge erinnern mich an Menschen, die ich mag. Und für Menschen, die ich mag, mag ich auch gern was machen und mach mal ein kleines Geschenk.

Wie ist das bei virtuellen Dingen? Da finden die Augen ja keinen so guten Halt, wenn ich meinen Blick in der Wohnung umherschweifen lasse. Also ist das dann weniger Gehirnjogging. Und wenn mir jemand was virtuelles schenkt, z.B. ein e-book, wird das dann genauso empfunden und genauso erinnert wie etwas, das ich anfassen kann? Die haptik fehlt dann doch. Ich kann es auch beschnuppern. Oder mich in einen selbstgestrickten Pullover kuscheln. Mit einer pdf-Datei geht das nicht.

Also sind Dinge auch wieder Symlinks zu Menschen und Erinnerungen. Und die wecken wiederum Gefühle. Wie ist das, wenn ich mich von vielen liebgewonnen Dingen trennen muss, weil ich umziehe und nicht alles mitnehmen kann? Verschwinden dann auch die Anker zu den Erinnerungen und so die Erinnerungen selbst bzw. der Zugang dazu?

Andererseits wenn ich in dem Buch zum Surfen fuhren wir früher ans Meer lese und an alte Dinge erinnert werde, dann kann ich auch wieder in Erinnerungen schwelgen. Auch wenn ich im offenen Bücherschrank reinschaue. Da steht doch glatt ein Fury und ein Bonanza - Buch und ein paar Schneiderbücher drin rum. Das weckt Erinnerungen. An 5 Freunde, an Hanni und Nanni, an Trixie Beldon ... ich fühl mich in meine Kinderheit versetzt. Und das fühlt sich irgendwie schön an. Irgendwie würd ich auch mal gern mit jemandem zusammen in Erinnerungen schwelgen. Aber bisher hab ich keinen gefunden. Mal sehen. Vielleicht kommt das ja noch.

Das Bonanzarad und die Cartwrights... Kettcar und Saturnhüpfball ... Tretroller sahen damals noch anders aus. Die hatten noch Gummireifen und eine Rücktrittsbremse.

Also ich hab jetzt daheim mit meiner Schwester ergotherapeutlt. Auf schlumpfige Art und Weise. In unserer eigenen "Schwerbehindertenwerkstatt" in unserem Schwerbehindertenwohnheim daheim , in unserer Küche.

Jetzt hab ich mal die Schlümpfe auch im Strickforum in meinem eigenen Thread gepostet. Dabei wollt ich mal sehen, was Mobile auf englisch heisst. Tja, da bekomm ich nur so neumodisches Zeug angezeigt. mobile phone , mobiles home.... aber das gute alte Mobile find ich dort nicht. Also hab ich halt geschrieben, dass ich die drei an die Decke hänge "put on the ceiling and watch them dance in the wind". Ich glaub, dann weiss man oder frau auch was gemeint ist.

Apropos neumodisches Zeugl. Am Sonntag hat auch der Geschichtenerzähler (der, der die Duma besichtigt hat und den die Geschichte hier im Ort interessiert und darüber wie Tim von Tim und Struppi Artikel für die Zeitung schreibt und sich auch mal politisch querstellt :) von so einer Begegnung erzählt.

"Da geht die beim Netto mit ihrm Einkauf an die Kasse, hält ihre Uhr hin und geht...! Ich hab denkt, ich bin a Fossil!"
Schmunzelt Ihr etz a? :)

Ich hab mal in dem Strickforum auch als Mod(erator) gearbeitet. Bin da so reingerutscht. Weil die, die das ganze begonnen haben, sich aus dem Staub machen wollten und die Sache abgeben wollten. Ich war eigentlich nur als Vertretung da. Und dann ist der ganze Mist bei mir gelandet. Ich hab noch versucht den Thread am Leben zu halten, dass die Damen halt wieder mehr mitmachen und sich involvieren. Da hab ich jeden Monat einen Wettbewerb gemacht und auch Preise bei anderen Designern (Strickanleitungen halt) organisiert. Aber all das hat nix genützt.

Ich wollte dann den Thread schliessen, weil die Beteiligung gefehlt hat. Es haben immer nur dieselben 5 Leut mitgemacht und sich beteiligt. Da war dann das Geschrei und Gejammer gross! Nein, wir wollen die Möglichkeit noch haben ... blablabla... Ich konnte das Zeug aber nimmer machen, weil mir erstens die Zeit und zweitens die Motivation zwecks der fehlenden Motivation der Leser ausblieb. Die liessen mich einfach verhungern. War irgendwie genau dasselbe in grün oder lilablassblau wie auf Arbeit.

Ich hab es dann einfach stehenlassen und mich nimmer drum gekümmert, denn schon das auflösen und schliessen des Thread wär über meine Kräfte gegangen. Warum bin ich immer der last man standing? Wo bleibt der Nachwuchs?

War beim Wanderverein genauso. Da hab ich mal, weil ich halt Lust hatte , angeboten die Wanderseite im Internet zu machen. Das hat mir Spass gemacht. Nur den ganzen Infos hinterherzulaufen , war furchtbar anstrengend. Es kam nie was. Auch kein Danke. Drei Jahre lang hab ich das gemacht. Ich hab viel gelernt über Webprogrammierung. Menschen sind mir nach wie vor ein Rätsel. Ist das, was nix kostet , was Du ehrenamtlich machst, nix wert? Ist das selbstverständlich?

Als ich die Seite geordnet übergeben wollte, weil auch da mir aus demselben Grund die Motivation abhanden gekommen ist, hiess es erst, dass sich einer drum kümmert und auf mich zukommt. Der kam bis heute nicht. Ich hätte ihm gern die Seite erklärt und wie er neue Inhalte einstellen kann. Das hätte mir Spass gemacht.

Stattdessen übergab ich die Logins an eine Bekannte und die gab sie dann weiter. Der Herr war offensichtlich damit dann überfordert, denn ich bekam noch mit, dass sein Sohn sich um die Seite kümmern wollte. Dann wurde sie einfach vom Netz genommen und da dümpelt sie wohl noch heute rum. Schade. Wieso laufen solche Übergaben von Lebens- und Lebensabschnittswerken so schief?

Auch in den Wirtschaftsmagazinen suchen viele Geschäftsleute, wenn sie in Rente gehen h&aulm;nderingend jemanden, der ihr Lebenswerk übernimmt und fortführt. In ihrem Sinne. Das hätt ich mir auch gewünscht. Aber vor allem mal ein Miteinander. Ich helf Dir und Du hilfst mir. Wir lernen zusammen. Ich von Dir und Du von mir. Warum klappt das in den heutigen Zeiten nicht mehr? Was kann ich machen, dass es funktioniert? Wie find ich Menschen, die mit Herz , Leib und Seele dabei sind? Wie find ich begeisterte statt entgeisterte Menschen?

Also wenn man verreist, tut man das um Land und Leute kennenzulernen. Urige und schräge Gestalten und um neue Geschichten oder alte Geschichten kennenzulernen. Das geht doch daheim auch. Das zeigt z.B. Gernstl unterwegs auf dem Dritten. Gestern ging es um eine alte Technik der Fotographie. Auf einem anderen Programm kam dann noch der Baumflüsterer. Der hatte auch ein Burnout, weil er ein Querdenker ist. Ihm ist es wohl auch ähnlich ergangen. Und jetzt findet er die Mitstreiter an einer ganz anderen Front. Irgendwie cool.

Ich glaub, ob man mit jemandem zusammenpasst, merkt man, wenn man über dieselben Dinge lachen kann und sich in mehreren Dimensionen also mehrdimensional ergänzen tut. Also auf mehreren Ebenen halt... und wenn man interessante neue Querbeziehungen herstellen kann.

Aber mir fehlt da die Erfahrung. Was meint Ihr? Was ist denn Euer Lebenswerk? Gibt es einen roten Faden oder derer mehrere, die sich durch Euer Leben schlängeln? So als Schlängel und Schlingpflanzerl?

Freitag:
Heut hol ich mir ein paar Angebote. Gut, dass Papier gab es ned, aber Süsskram und Pombär hab ich. Ich hab jetzt mal daheim verglichen, ob die Pombär - Angebotspackung kleiner ist als die normale. Nee, sind überall 75 Gramm drin.

Unterwegs treff ich meinen Busnachbarn. Er ist jetzt auch Stammgast im Gesundheitszentrum und meinte, euss demnächst auch "einrücken". Ich hab ihm gute Besserung gewunschen. An einer Kaffeepause hat er kein Interesse. Das versteh ich, denn wenn man sich mit einer Krankheit arrangieren muss, dann braucht mer erstmal seine Ruhe und die Familie. Und sonst wahrscheinlich erstmal niemanden. Aber ich find es gut, dass dann Leut da sind und einem Offerten zu einem möglichen Treffen oder Quatschmachen machen. Die kann mer dann annehmen, wenn mer wieder kann. Am Anfang geht das nicht. War zumindest bei mir so.

Hm... also ins Krankenhaus geht man, wenn man krank ist und gesund macht einen dann das Gesundheitszentrum. Bin ja auch da. Bin auch Stammgast. Gestern war ich erst wieder dort bei meinem Psychiater. Das klingt komisch. Er trägt graue Chucks und ist riesengross und lang und dünn. Am Anfang konnt ich ihn nicht besonders gut leiden, weil er mich nicht heimgelassen hat, inzwischen komm ich mit ihm klar, weil er mir jetzt dabei hilft, dass ich nicht wieder einrücken muss oder eingerückt werde. Da kommt auch die Polizei. Das ist auch nicht grad des allerschönste. Auch zum Eigenschutz. Und auch zum Fremdschutz. Dass Du halt keinem vors Auto läufst. Weil ich in der Gegend rumgelaufen bin. Ohne Anorak im Februar. Anscheinend derf mer des ned. Und ich war wohl ned ganz im Hirn beinand. Naja gut, mit Stimmen im Kopf... ich hab auch mit Brennesseln geredet bzw. sie mit mir.

Und dass mer halt a keine anderen Verkehrsteilnehmer gefährden tut. Dann packens Dich zamm und fahren Dich in die Psychiatrie. Da wollt ich ned hi. Ich hätte kein drei-Betten-Notbett gebraucht sondern einen ruhigen und stillen Rückzugsort.

Ich weiss halt auch ned, ich halt es halt ned für so eine gute Idee, wenn mer lauter kranke Leut auf engstem Raum zammsperren tut. Mir hat des ned gutgetan. Ich brauch denn mei Ruh, um mich zu sammeln und zu regeneriern. Was guts zum Essen und Leut, die mich einfach in Ruh und wieder kommen lassen.

Is wie bei der Katz, die zu uns zu Besuch kommt. Wenn Du willst, dass sie wieder aus dem Wohnzimmer naus auf die Terrassen geht, dann darfst Du sie ned bedrängen und in die Ecke treiben, dann muste sie kommen lassen. Des is bei Menschen a ned anders. Der kumd scho widder, wenn er widder beinand is. Lass ner halt amol a weng geh. Wie an Hefeteich halt a. Der muss ja a geh, sonst gibt's a recht harts Brot.

Des mit dem Psychiater ist ein bisschen wie bei Monk. Vielleicht schau ich mal wieder ne Folge an. Und die blonde Frau das ist dann unser Einkaufsengel von der Entlastungshilfe. Aber rund um die Uhr ist sie nicht da. 2 Stnnden alle zwei Wochen. Und weil meine Schwester auch 2 Stunden frei hat, kommt sie dann zu uns dreien jede Woche 2 Stunden. Einmal halt.

Schon komisch, jetzt bin ich von lauter Vollprofis umgeben. Und die sind alle sehr lieb zu mir. Das bin ich gar nicht gewöhnt.

Auf dem Heimweg seh ich einen Regenwurm. Ich könnt stundenlang zuschaun, wie der sich fortbewegt. Geht ganz schön schnell. Wie eine Raupe. Dann könnte die Maschine statt Raupe auch Regenwurm heissen. Wär viel lustiger.

Spirou hab ich gestern gelesen.. den Teil mit den Bohnen und der WHO und dem Professor Rummelsberg. Ich bin jetzt nach Tim in Amerika (Tim und Struppi) , der war klasse, neugierieg wie Spirou in Amerika und im Wilden Westen ist.

The blue coats da geht es um Pferdenachschub und da kam nur ein Kamel und ein paar Esel...

Momentan ist mein Highlight der Angebotsprospekt. Oreokekse, diese schwarzen Dinger, hab ich noch nie probiert. Das werd ich jetzt mal machen. Denn irgendwas neues und neuen Input möchte mein Hirn. So wie Freddy Lombard. Der hat sich von Tim inspirieren lassen und im Stil der 50iger ist es auch und eine Frau ist beim Team auch dabei.

Spirou haben auch schon viele Zeichner nach Franquin gemacht. So wie das bei Lucky Luke zum 75igsten Jubeläum auch der Fall ist. Wobei ich das Original am schönsten finde. Da hat also die Übergabe des Lebenswerks und die Fortführung desselben funktioniert. Spannend!

Der Stil eines Zeichners verändert sich je länger er oder sie seine Figuren und Geschichten zeichnet. Und wenn dann andere die torch (den Staffelstab) übernehmen, dann bringen auch sie ihren Stil ein und auch sie sind ja wieder von anderen Zeichnern beeinflusst und inspiriert.

Denn normalerweise fängst Du wohl damit an, dass Du Comics, die Du magst abzeichnest. Also zumindest ich hab das mal so gemacht.

Die Mickey Mouse und Goofy und Co haben sich mit der Zeit ja auch verändert durch die vielen Einflüsse. 2 hoch n halt.

Eine Psychose ist übrigens eine transzendentale Erfahrung. Einige Leut sin ja sehr scharf auf sowas. Ich weiss ja ned. Ich kann's etz a ned ändern, aber ich hätt des etz ned unbedingt braucht. Anscheinend war der liebe Gott und des Universum anderer Meinung. Es is dann auch so, dass Du auf einmal Dinge einfach weisst. Mir war des viel zuviel. Am Anfang war das ja noch spannend so mathematische und naturwissenschaftliche Dinge einfach so von der Natur erklärt zu bekommen, aber wenn das dann in einer Tour so geht, dann ist das ganz schön anstrengend und viel zuviel.

Übrigens hab ich nur dumm geschaut als die Polizei da war. Mehr geht da nimmer. Zumindest bei mir. Und das ist ja auch gut so.

Wisst Ihr was ein Brennpeter ist? Das ist ein Gerät für Brandmalerei um Schriftzüge einzubrennen. Hätt mer auch Brennsusi nennen können ;-)

Eine Freundin hat mir geschrieben, dass bei ihr noch Hausputz ansteht. "Das ist wie Meditation."
Könnt Ihr das auch so sehen? Hmm.. im Putzen kann man sich auch verlieren... also in der Tätigkeit... aber dazu brauch ich schon ein bisschen Lust oder die Notwendigkeit dazu. Ist das bei Euch auch so?

Samstag:
Brauch positiven Input. Happy Endings um mein Gehirn zu kalibrieren. Anfangs konnt ich gar nix lesen nur an die Decke gucken. Da hat das Gehirn einfach nicht die Energie dafür. Dann Sachbücher oder kurze Texte in Grossschrift lesen.

Nach fast einem Jahr kann ich wieder Comics lesen. Die sind anspruchsvoller, weil sie detailreicher sind und Bilder und Text enthalten.

Was mir nach wie vor schwerfällt, ist Lust zu entwickeln etwas zu tun. Also mich aufzurfaffen. Anscheinend braucht das Gehirn dafür einen entsprechenden Neurotransmittercocktail. Also Lust auf... ob das dann eine Mischung aus Serotonin, Oxytocin , Endorphin, Andrenalin und Noradrenalin und Co ist? Muss ja auch die Chemie der Neugier sein. Etwas auszuprobieren. Ab und zu klappt es, aber noch lange nicht so wie früher. Da hab ich mir darüber wie ich den Tag verbringe, strukturiere , keine Gedanken machen müssen. Langeweile war für mein Gehirn ein Fremdwort. Ihm ist immer was eingefallen. Und da möcht ich gern wieder hin.

Anfangs als mir langweilig war oder wenn ich grad strukturlos in Raum und Zeit - also irgendwo im nirgendwo - herumwabere, hab ich einfach Sport gemacht. Du machst einfach irgendwas, was halt grad einfach ist. Also auf dem 70iger Jahregedächnisrad meiner Schwester bin ich rumgefahren.

Derzeit kann ich wieder mehr Reiz-Input vertragen und den brauch ich auch , um mich wieder hochzuschaukeln und meine Gehirnchemie wieder ins Gleichgewicht zu bekommen. Ich denke, es funktioniert genauso. Mit Hochschaukeln. Und dann wieder abbremsen und hochschaukeln... So funktioniert zumindest meine Psychose. Sie erzählte mir anfangs anfangs furchtbar traurige dann lustigere Fortsetzungsgeschichten und liess das Ende offen und mich hoffen und die Hoffnung brachte wohl Endorphine und Hochstimmungsbotenstoffe... am Ende des Tages gab es aber auch wieder einen "Duscherer" , der mich zurück auf den Boden der Tatsachen holte... also schaukelte es anfangs zwischen Himmelhochjauchzend und traurig umanand. Mittlerweile sind die Schaukelbewegungen nicht mehr so extrem. Ich denke ich nähere mich meinem artgerechten individuellem Takt an.

Allerdings fehlt mir momentan Input von Bekannten oder aus Fernseehen (das ging übrigens vor der Psychose auch nicht mehr, ich bekam nix mehr von der Geschichte mit und der Film war mir zuviel, zu viele charaktere und Handlungsstränge...). Wohl eher von Menschen.

Ich konnte auch nicht mehr an den Computer. Schon das Einschalten überforderte mich. War viel zu anstrengend. Inzwischen geht das wieder. Die C-Mos-Batterie ist alle. Ich hab zwar neue da, aber ich kann mich nach wie vor nicht aufraffen sie auszutauschen. So hält mich aber das Datumseinstellen auch im Tag. Es erzeugt Struktur und eine Art Routine. Wie eine Teezeremonie hab ich jetzt halt eine PC-Zeremonie.

Mit einem Smartphone war ich schon zuvor überfordert. Das kommt für mich also gar nicht in Frage. Das wär mir auch heute zuviel. Meine Mama ist auch am Seniorenhandy gescheitert. Einfach, weil sie keinen Grund hat, es zu benutzen. Sie hat niemanden, den sie anrufen könnte. Ein Telefon macht also nur Sinn oder ein PC, wenn Du was damit anfangen kannst.

Und Du kannst das auch nur solange wie Du es dann machst. Benutz mal Dein Smartphone ein halbes Jahr nicht mehr und fang dann wieder an. Es wird Dir schwerfallen.

Ging mir so, wie ich beim CRPS Wiedereingliederung gemacht habe. Ich wusste nicht mehr wo die Netz-Laufwerke waren, wie sie hiessen, und was ich wo finde... wo die Programme waren ... wo ich die Links gespeichert hatte ... Du verlernst Dinge, die Du nicht täglich machst, sehr schnell...

Und langsam merke ich, dass ich meinen hauptsächlich benutzt habe, um Kontakte aufrechtzuerhalten und zu knüpfen. Indem ich einfach eine e-mail an jemanden geschrieben hab und ab und zu ist dann halt jemand hängengeblieben. Und das kann ich jetzt erst langsam wieder anfangen. Weil mein Hirn erst jetzt wieder dazu fähig ist. Also braucht es , um soziale Kontakte Beziehungen aufrechtzuerhalten, hinterher zu sein und neue zu knüpfen mehr Energie. Wenn Du krank bist, ziehst Du Dich zurück. Einfach weil Du mit Deiner Energie haushalten musst. Du musst sie Dir gut einteilen. Das passiert automatisch. Intuitiv halt. Du hast nicht mehr die Energie Kontakte, bei denen Du hinterher sein musst und die anstrengend sind, aufrechtzuerhalten. Und so brechen diese dann weg. Dann bereinigen sich die Kontakte. Das Leben simplifiziert sich.

So landet man aus einem zuviel und scheinbarem Chaos wieder auf einer soliden einfachen Basis. Der gordische Knoten löst sich auf. Er explodiert oder implodiert und das simplifiziert die Dinge. Weil sich dann viele Probleme auf einen Schlag in Luft auflösen.

Also hab ich jetzt mal ein paar Menschen, denen ich davor gemailt habe, angeschrieben, ob sie mir ein bisschen Input schicken können. So, welche Bücher sie lesen, welche Filme sie grad gucken und gut finden.... oder was grad schönes in ihrem Leben passiert. Bin gespannt, ob was zurückkommt. Das werden dann die Highlights meines Lebens.

Eine Ex-Bekannte hat mir mal gemailt, dass sie sowas mit Postkarten bei einem schwerbehinderten Kind macht. Es hat sich Postkarten gewünscht. Ich glaub, da geht es um dasselbe. Möglichst viel positive Reize von Aussen zu bekommen. von echten Menschen.

Denn meine Mama ist halt schon 79 und hat keine Bekannten oder Freunde mehr. Und meine Schwester ist seit ich denken kann, sozial isoliert. Also muss ich mir den Input selber generieren. Und das kann ich , wenn die Gehirnchemie wieder ähnlich wie vorher funktioniert. Ansonsten brauch ich wie alle Menschen Input von aussen. Und jetzt halt ein bisschen mehr. Anfangs wär mir das zuviel gewesen. Da hast Du dann einen Overload, eine Reizüberladung und dann geht auch nix mehr. Jetzt trau ich mich langsam wieder raus aus dem Schneckenhaus. Vielleicht mag ja auch mal jemand zu Besuch kommen. So von Schneckle zu Schneckle... Oder wir treffen uns auf dem Marktplatz auf neutralem Gebiet.

Apropos... ich finde immer noch Regenwurmfahrzeug klingt viel lustiger als Raupenfahrzeug ;-)

Übrigens hier... das Schreiben, das Assoziieren und das Erinnern ist eine Art und Weise sich eigenen Input zu erzeugen. Denn beim Erinnern an Menschen und Dinge kommt einem dann auch in den Sinn (heisst ja schon so!) , da hätt ich mal wieder Lust drauf, das könnt ich auch mal wieder machen. Es generiert sich so eine Art virtuelle Todoliste... Bucketlist...

Das ist Gehirnjogging... übrigens rede ich nicht laut vor mich hin... sondern denke nur... die Dialoge finden also in meinem Kopf statt. Vorher waren die zwar auch irgendwie da, aber irgendwie anders. Sie haben mir nicht geantwortet. Vielleicht ist das irgendwann so, dass man sich die Fragen durch das Unterbewusstsein oder durch dsa Universum selber beantworten kann. Keine Ahnung wie das funktioniert.

Aber immerhin hat das schon mein Mathelehrer in der 11.ten Klasse immer behauptet:"diese Frage können Sie sich selbst beantworten..."
Damals konnte ich das noch nicht. Vielleicht macht das das Hirn irgendwann einfach so. Vielleicht ist das eine andere Dimension sozialer Intelligenz... Wer weiss...

Aufraffen geht erst ... wenn irgendwann der Reiz und die Lust gross genug sind. Da fehlt mir noch einiges...
Eine Mütze hab ich z.B. angefangen zu stricken, aber ich kann mich nicht aufraffen sie zu Ende zu machen. Also anfangs war der Reiz und die Lust gross genug, aber jetzt ist sie mir etwas abhanden gekommen ...
Auch das kann passieren...
Genau wie Comiczeichnen oder Schlümpfe basteln. Wobei ich da schon Hilfe vom Universum, dem lieben Gott und Peyo hatte ;-)

Ein Bekannter hat mir gemailt, dass ihn die drei Schlümpfe zum Schmunzeln gebracht haben. Weil er hat alle Schlumpffilme gesehen. Ich hab einen halben gesehen. Und die andere Hälfte hab ich dann im Comicalbum gelesen.

Das wär cool, sich mit andern über ihre Lieblingscomics und bücher auszutauschen. Ganz persönliche Buchempfehlungen und Filme und comics... Ob das klappt? Ich bin gespannt.

Übrigens scheinen auch andere Menschen wieder wild auf neuen Input zu sein. Denn es werden wieder mehr analoge Postkarten verschickt. Denn da sind Bilder und das Urlaubsfeeling und Denkanstösse (z.B. Karte mit Segelbooten und Hafen aus Spanien drauf erinnern an jemanden, der mal segeln gehen möchte oder an einen Segelurlaub oder machen Lust drauf, das selber mal auszuprobieren oder mal selber wieder ans Meer zu fahren... ) Also sie sprechen all unsere Sinne an. Und sie sind handgemacht. Machen mehr Aufwand. Also sind sie zeitintensiver als Mails. Obwohl lange Mails sind ja sehr zeitintensiv. Aber bitte mit Neuigkeiten... denn das wertvollste was Ihr einem anderen schenken könnt, ist Eure Zeit. :)
Das, was Ihr ihm rauben könnt auch. Neben den Nerven...

Mich nerven Menschen, die immer über dasselbe jammern... und sich nicht ändern und nicht einfach mal was anders machen. Die versteh ich beim besten Willen nicht. Und die rauben mir meine Energie. Und die hab ich nicht mehr.

Ich mag Menschen, die sich neues einfallen lassen und versuchen ihre Probleme aus eigener Kraft zu lösen. Weil ich von ihnen lernen kann. Jammern möchte ich nicht lernen. Denn ich hab noch nie erlebt, dass das irgendwas zum Guten hin geändert hätte.

Dass man sich mal auskotzen muss, das ist notwendig und tut gut. Das versteh ich. Das ist aber auch was anderes als jammern und sich zu rechtfertigen. Wenn etwas passiert ist, dann ist es halt so. Dann kann ich den Ist-Status feststellen und ausloten , welche Möglichkeiten mir zur Verfügung stehen. Und dann kann ich das angehen, damit ich aus der Situation rauskomme und mir dann immer wieder klarmachen wo ich grad steh.

Ab und an kann ich die Vergangenheit analysieren... aber wirklich für die Zukunft helfen, kann sie mir nicht unbedingt. Denn die Zukunft hat mit der Vergangenheit halt nicht unbedingt viel gemein. Denn ich hab mich ja dann verändert und die Umstände auch. Ich bin nicht mehr derselbe Mensch, der ich damals war. Wie soll mir das dann weiterhelfen? Ich muss immer gucken, wo steh ich und was will ich? Und wie kann ich dahinkommen? Und meistens muss ich auch die Dinge erstmal auf mich zukommen lassen. Denn ich kann nix erzwingen. So ist zumindest meine Erfahrung.

Warum ich trotzdem immer wieder über die Vergangenheit nachdenken muss und Dinge erkennen darf? Wahrscheinlich brauch ich es, um irgendwie durchs Leben zu kommen... damit ich weiss, was ich da schon alles hinbekommen und gemacht hab. Damit ich mich besser kennen- lieben und schätzen lerne. Wie ist das denn bei Euch? Mögt Ihr Euch? Könnt Ihr über Euch lachen und schmunzeln?

Sport hilft einem übrigens auch, sich wieder Gehirnchemisch hochzuschaukeln... aber das wisst Ihr ja schon...

Eine Freundin von mir will eine Weltreise machen und auch darüber berichten und sich so die Reise finanzieren. Also irgendwie über eine Art Crowdfunding. Ihr Partner macht sich darüber schlau wie das so gehen könnte. Sie haben schon tolle kurze Videos zum Thema Kneippen gemacht :) Also haben sie darin schon Erfahrung. Im sozialen digitalen netzwerken.

Geht heutzutage netzwerken auch noch analog? Oder braucht es beides zusammen, und muss beides ineinandergreifen? Also bei mir ist das wohl so. Und bei Euch?

Für morgen hab ich mich per e-mail zu einem telefonischen Kaffeeklatsch verabredet. Mal sehen wie das so wird. 1:1 Kontakt. Mit vielen Menschen auf einmal fällt mir das schwer. Das geht aber nicht nur mir so. Auch die Weltreisende hat mir erzählt, dass es ihr schwerfällt mit mehreren Menschen an einem Treffen teilzunehmen. Naja, es spricht ja nix dagegen, wenn mer es bei 1:1 Kontakten belässt. Obwohl ich auch gern ein Beisitzer bin und so Diskussionen live gern mitverfolge. Das ist zwar sehr anstrengend aber auch sehr lehrreich und manchmal auch komisch.

Schönes Wochenende!

Samstag und Sonntag:
Ich bin jetzt auch ein g-ei-mpfter. War gestern beim offenen Impfen im Impfzentrum und so ein Kärtchen für nicht-smartphone-Besitzer hab ich mir in der Apotheke bestellt.

Am längsten hat das Warten an der Anmeldung und davor gedauert. Dann ging es recht schnell.

Beim Impfstoff war die Aufklärungsärztin nicht meiner Meinung. Aber das kann ich ja auch nicht ändern.

Ich hab ihr dann erklärt, dass ich als Autist den praktischen Weg brauch. Wenig Menschen und so wenig wie möglich hin in diese Extremsituation. Also such ich mir den 1 x Impfstoff aus und fertig ist der Lack. Damit ist der Bürokratie genüge getan. Ich kann das nicht nochmal. Ich bin froh, dass das jetzt rum ist.

Jetzt bin ich beruhigt.

Heimwärts hab ich dann zufällig noch den Bus erwischt und mir in der Apotheke so ein Ich-bin-geimpft-Kärtchen für den Geldbeutel für 9,90 Euro bestellt. Weisst, ich weiss wie mein Busausweis nach ein paar mal zeigen , rein und raus , ohne Schutzhülle ausschaut. Zerfleddert. Und dem Impfausweis wird's a ned besser geh. Deswegen wart ich jetzt auf das Kärtla. Soll 10 Tage dauern.

Damit kann ich jetzt wieder aur Arbeitstherapie. Die hab ich weil ich mich ins Boxhorn hab jagen lassen aus Angst vor der vielen Testerei mit den neuen Corona-Regelungen (des wär mir vill zuvill und da wä,r ich dann halt einfach dahamm bliebm, weil ich des nimmer derbaggen du - des is mir alles viel zu kompliziert. Ich brauch's einfach und simpel. So, dass ich des halt versteh ko.) , nämlich erstmal ausgesetzt. Weil ich Angst hatte "derschossen" zu werdn. Gut, von der Bürokratie bin ich aber trotzdem die Woch derschossen wordn.

Weil ich hab halt ein Feedback gebraucht, ob die Befundberichte beim Amt angekommen sind. Weil die nix schicken. Aber mer braucht doch im Lebm eine Versicherung. Also ein Feedback. Sonst is mer ganz verunsichert. Aber die Frau hat gsacht, sie können ned immer eins schicken. Aber wenn ich das doch brauch. Als Individuum. Um Unsicherheit und Angst aufzulösen braucht mer nämlich Feedback. Eine Versicherung, dass es scho so bassen dud. Also ihr Indivduum war gestresst und gereizt. Und des scho um zehna in der Früh! Wie is die Fraa dann am nachmittag drauf? Des is fei a ned grod as gsündeste. Weder für sie nu für des Gegenüber, weil Du brauchst ja ewig um Dich widder zu derrappeln und runterzukumma.

Im Endeffekt nutzt es auch nix, wenn ich mir das Feedback einspar, dann kommt es halt durch die Hintertür als telefonische Nachfrage wieder rein. Also Arbeitstechnisch spar ich da nix. Ich denk eher, dass es so mehr kost. Zeit und Nerven und Energie und die Gsundheit. Ich glaab, da spart mer am falschen End. Aber was versteh ich scho davo.

Ich komm mir dann immer wie ein Störfaktor vor. Weissd die Leut hamm alla ka Zeit, weil sie sovill Ärbert hamm. Und dann störst als Mensch, wennsd was brauhcst. Vielleicht hamms deswegn die ganzen diagnostischen Störungen erfunden. Was meint Ihr?

Ich hab den Anpfiff erst verdauen müssen.

Eine Freundin hat mir erklärt:
"ja das ist immer alles nicht so einfach mit den Behörden. Die wollen immer nicht direkt angerufen werden, dass sie nicht gestört werden. Alles geht immer nur über die HOtline - das find ich auch sehr ätzend. Meistens hat man ja nicht mal eine Direktwahl. "

Ich hab zwar eine Direktwahl ghabt, aber da ist keiner hin, wenn ich mal durchgekommen bin. Dann kannst Du Dir die auch sparen. Wir leben in einer Frustrationsgesellschaft. War des scho immer so? Oder wird des schlimmer? Wird des a amol widder besser?

Hat amol a widder jemand Zeit, Empathie und Sympathie für mich und mein Anliegen? Oder nerv ich bloss? Bin ich eine wandelnde Irritationsstörung?

Des nützt übrigens auch nix, wenn Du sagst, dass Du eine bestimmte Diagnose hast. es nützt auch nix, wenn Du einfach sagst, was Du brauchst. Irgendwie weiss ich mir da keinen Rat. ausser Abwarten. Und Geduld kann ich nur mit Menschen hamm, die auch Geduld mit mir haben. Komisch. Is des bei Euch anders. Irgendwie find ich des alles sehr schwer mit der Kommunikation und Interaktion heutzudooch. Geht's Euch besser?

Soderla Jolly Jumper habi aus Tonkarton bastelt. Ein sogenannter Ton-Cartoon.

Mein Jolly Jumper
Und über die Dame vom Amt hab ich einen Comic gezeichnet. Etz habi widder an Grund. Ich muss mei Gefühle transformieren und mit Humor klappt des recht gut. Und Ihr könnt vielleicht a a weng drüber schmunzeln. Die Glaa aus ERH - Der Duscherer - die Irritationsstoerung

Freitag:
Heut hat mir widder aaner was davo derzählt, dass die Gsundheit as allerwichtigste is.
Ich kann dann nimmer vor lauter Lachen :)

Des woar dann o der Ampel. Ich muss dann hielaafen und mein Kopf an den Stecken hidodzen. So wie im Comic. Weil ich des so komisch finden du.

Aber wahrscheinlich ghört des zu dem Menschen dazu, weil der ärbert in seiner Renten in der Apotheken. Wennsd etz nimmer o die Heiligkeit der Gsundheit glabbsd, darfsd dann nimmer in aaner Apotheken oder im Krankenhaus oder sonstwo in der Gsundheitsindustrie ärbern?
Bist dann wie Robin Hood a Geächteter?

Obwohl des haut ja a ned hi. Weil vo hinten rei bin ich ja etzerdla zur Pflecheberson dahamm wordn. Komisch...

Oh wie schön! Ein paar Leut im comicforum hamm mir geschriebm wie schö sie mei Kartonfiguren finden tun! Da freu ich mich.

Ebenfalls eine riesige Freude, Kelly hat die Unicorn Beanie in wunderschönen Farben im Regenbogenstil nachgearbeitet. Mei is die cool!

Samstag:
Hmm... Früher war länger Vorfreude.

Mit Amazon bestellst Du an einem Tag (auch ohne Amazon-Prime) und in 1 - 2 Tagen isses dann schon da. Irgendwie ist die Vorfreude die schönste Freude. Wenn man sich ausmalt wie das dann ist, wenn es endlich kommt. Zu Zeiten des Quellekatalogs war das noch ganz anders. Könnt Ihr Euch noch dran erinnern?

Da ging alles noch langsamer... und die Bilder und Produktbeschreibungen standen in einem Katalog.

Eine Postkarte vom Edersee hab ich heut auch bekommen. Da drüber hab ich mich auch riesig gefreut. Weisst, wenn Du ned nauskommst, dann kommt die Welt in Form einer Postkarte zu Dir nach Hause. Auch eine Art Homecoming oder Hauslieferservice.

Gestern hab ich mein neues Toncartoon-Projekt in Angriff genommen. Und heute noch eine Mailanfrage beantwortet. Eine.

Auf Arbeit nahm die Anfragen- und Auftragsflut kein Ende. Und jetzt fühlt es sich etwas so an, als würde ich auf dem Trockenen sitzen. Das ist schon irgendwie komisch.

Gestern hat mir die Folge von "The good doctor" richtig gut gefallen, weil das zwei Themen drin vorkamen, die ich gern hab. IT und Autismus. Und Teamwork. Zumindest, das, was ich mir darunter vorstelle. Und Konfliktlösung. So wie ich mir das vorstelle. Aber das gibt's wahrscheinlich bloss im Film. Und ich hab auch an ein paar Stellen schallend lachen müssen. "Allmächd! Sie bringen mich noch ins Grab!"

Ein Fall für zwei ist auch immer mit einem Schuss Humor versehen. Der geht anderen deutschen Serien ab. Die sind so ernst und düster. Die guck ich ned gern. Ich brauch Happy Endings. Ich glaub die braucht ein jeder.

So heut sind die 4 letzten Bände von die Campbells gekommen. Bin schon ganz gespannt. Sind dann Comics im Fortsetzungsstil, von denen wurden auch immer nur eine oder ein paar Seiten abgedruckt um die Spannung aufrechtzuerhalten und die Leser bei der Stange ... die Vorläufer der heutigen Fernsehserien? Hat alles damals im Print angefangen, bevor die Bilder laufen lernten. Irgendwie cool. Und im Zuge dessen sind auch die Zeichentrickserien und Filme entstanden.

Damals noch analog gezeichnet. Und die Comiczeichner arbeiteten in der Werbeindustrie als Grafiker. Die waren auch eierlegende Wollmilchsauen. Dann verlagerte sich die Grafik immer mehr in CAD- und Corel Draw also in Programme auf den PC also in digital. Und damit entstanden dann auch neue Zeichentrickfilme und Studios wie Pixar.

Auch die Computerspielwelten wurden damit erst möglich. Das ist gar nicht mal so lange her. Also aus meiner Sicht der Dinge. Für die Kinder von heute ist das Ewigkeiten her, weil alles halt relativ ist zum Auge des Betrachters.

Mal sehen, wo das alles noch hingeht. Manchmal hab ich ein wenig Sorge, ob ich da noch mitkomm und Schritt halten kann. Aber vielleicht muss ich das auch gar nicht. Vielleicht kann ich mir aussuchen, was ich machen und haben möchte und was nicht. Aber es ändert auch nix daran, dass sich viele Dinge im Leben auch einfach so ergeben. Ohne dass man gross gefragt wird oder die Wahl hat. Und auch das ist ja alles für was gut. Schau mer mal.

Der comic Go West erinnert mich an die Fernsehserie "Der lange Treck". Die Titelmelodie geht mir heut noch im Kopf herum. Mache ich dasselbe wie damals als Kind nun in einer anderen Dimension durch? Scheint so. Mal gucken wo es mich danach hinverschlägt. Weil mit der Psychose sind mir meine vorigen Hobbies irgendwie abhanden gekommen. Da fehlt mir die Lust und Energie. Anscheinend bin ich wieder in einer Art Sammelphase gelandet. Wie damals als Kind. Wo ich staunend die Welt betrachtete.

Die Comics wie die Campbells und Tim und Struppi mit einfachen Hintergründen (die nicht so Detailüberfachtet wie Natascha und Sophie sind), kann mein Hirn inzwischen wieder geniessen. Also Bild und Text. Der Humor spielt auch eine grosse Rolle. Aber auch die Reizverarbeitung.

Meine Mama macht zum Gehirnjogging Puzzles von van Haasteren. Die sind mir zuviel. Die sind im Stil "Wo ist Walter?" where is Waldo?. Am Anfang waren die Wimmelbilder nicht ganz so wimmelig. Die kann ich mir grad noch anschaun. Aber die am Ende, sind mir viel zuviel.

Geht es Euch auch so?

Wenn ja, dann könnt Ihr auch mal anstatt von Comics illustrierte Kinderbücher wie Zarah und Zottel lesen. Das geht. Weil der Text grösser geschrieben ist, das ist leichter für mein Hirn und weil der Text mit schönen Bildern aufgelockert ist. Und ich kann auch besser Dinge lesen, die in Kapiteln aufgeteilt sind. So kleine abgeschlossene Fortsetzungsgeschichten. Wie z.B. auch bei den Jugenduchklassikern wie Robin Hood. Also ich kann die in der kindgerechten Form leichter lesen als als Erwachsenenwälzer.

Es gibt ja inzwischen auch Biographien in Kurzform im kindgerechten Format. Vielleicht sind die für Menschen, die mit ihrem Gehirn Probleme haben und grad in einer Umkonfigurationsphase stecken viel besser geeignet. Weil die Info dort in leichter verdaulicher und humorvollerer Form vorliegt. Also mir hilft das. z.B. Das Buch über Vivian Westwood hat dazugehört. Für little people.

Auch die Bilder mit ihren angenehmen Farben stimulieren mein Gehirn. Also es fühlt sich gut an.

Ich lese also eher quer und kurze Stücke, Teile und verbinde sie dann assoziativ mit meinen Gedanken. Scheint auch so eine Art Gehirnjogging und Training zu sein, um wieder auf die Beine zu kommen.

Schon irgendwie spannend, dass alles aus bereits bestehenden Teilen immer wieder neu und querbeet zusammengesetzt werden kann. Und so entsteht dann was neues. Innovation. Oder halt ne Tonkartonfigur. Das ganze Leben ist eine Art Puzzle. Bei meinen Toncartoonfiguren fertige ich die Puzzleteile selbst und setze sie dann selbst wieder zusammen. Also erst aufteilen in Teile und dann wieder zusammensetzen in anderer Form. Auch eine Art Transformation der Malvorlage. Also eine Co- und Decodierung oder umgekehrt. Dechiffrierung und Neuchiffrierung. Schon irgendwie cool.

Programmieren ist ja auch nix anderes. Es ist auch eine Art Übersetzung also Transformation. Gestaltenwandlung. Umcodierung. Im Leben findet die in mehreren Dimensionen statt. Wow! Das Leben ist doch immer wieder überraschend!

Genausogut könnte ich die Figuren in Patchworknähteile aufteilen und diese dann wieder als Puzzle neu zusammensetzen. z.B. auf einem Wandbehang oder einem Kissenbezug. Das kann man mit allen Ideen machen oder bei allen Ideen so sehen. Cool!

Eine Freundin von mir macht einen Kurs in Geomantie. Das ist auch so eine Art Mustererkennung also Datenanalyse. Euer Hirn und auch meins macht nix anderes. Es versucht immer Muster im scheinbaren Chaos zu erkennen und die Dinge zu ordnen und so Euer Weltbild aufbauen zu können. Damit die Welt einen Sinn ergibt. Jeder lebt also in seiner eigenen Kultur und Erfahrungswelt. Und dadurch, dass wir einander kennen , ist sie miteinander verbunden. An Knotenpunkten. Über Eckdaten. Wie beim Puzzle der Rand... mit dem fängt meine Mama immer an. Aber alles andere ist dynamisch und das in mehreren Dimensionen. Mehrdimensional halt. Mit allen Sinnen. Und darüber hinaus.

Hmm... Hannah Arendt - the human condition interessiert mich jetzt. Das klingt richtig spannend. Auch das mit der Paradoxitis. Denn genau das ist wieder die Relativitätstheorie. Je nach Standpunkt ergibt sich ein anderer Sinn. Du kannst jeden Standpunkt eines Menschen nachvollziehen, wenn Du ihm zugehört hast und er ihn Dir erklärt hat, auch anhand seiner Hintergründe und Erfahrungen auf denen die Entscheidung und Perspektive basiert. Also gibt es mehr als eine Wahrheit. 2 hoch n. Aber selbst darauf mag ich mich nicht festlegen ;-)

Im Endeffekt kannst Du ein Thema von verschiedensten Seiten (Perspektiven, Relationen also relativ) dadurch betrachten, dass Du mit unterschiedlichen Menschen , aus unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten redest und ihnen zuhörst. Und dann stellst Du fest, dass die Widersprüchlichkeit vollkommen normal ist. Weil Wahrheit relativ ist. Jeder macht sich also die Welt wie er denkt. Mach wie Du denkst... also...

Hmm... dann muss man auch lernen können andere Meinungen und Erfahrungen zu respektieren. Das ist nicht immer einfach. Offenheit, die Dinge von einer anderen Sichtweise aus zu betrachten... am Ende steht man dann da und ist auch nicht schlauer wie zuvor. Man sieht, wo der Konflikt ist. Aber kann man ihn dann auflösen? Oder muss man damit leben, dass es eben so ist und Konflikte und unterschiedliche Erfahrungen und Meinungen aushalten lernen....? Wahrscheinlich schon. Und dann mach ich halt weiter wie ich denk und was sich für mich richtig anfühlt. Leben mit Gefühl. Leben Mitgefühl...

Montag:
Soderla es ist vollbracht! Der war mit Abstand jetzt der schwierigste. Der Gaston ist fertig. Gereizt hat es mich ja. Hat sich etwas gezogen. 3 Anläufe (Sessions) hab ich gebraucht, um ihn fertigzustellen. Er hat auch mehr Teile. Aber die mussten sein.

Gaston aus Tonkarton - Toncartoon Gaston
Gaston aus Tonkarton - Toncartoon Gaston

Gestern hat mich das fliegende Klassenzimmer von Erich Kästner "verzaubert".

Und ich war gestern mal kurz am Minirummelplatz. Findet glaub ich vom 10. bis 20.September im Engelgarten statt. War irgendwie schön, kleine Kinder mit einem Delfin- oder Einhornluftballon glücklich herumlaufen zu sehen. Das Glück aus zweiter Hand ;-)

Und eine Fünferbande Kinder unterschiedlichen Alters tobte am Brunnen herum. Die haben mit den Wasserfontänen gespielt. Und aufeinander gezielt und gelacht und Spass gehabt. Wie hab ich das vermisst. Die Erwachsenen schauen oft so griessgrämig und traurig.

Ein Eis war ich mit einem älteren Bekannten essen. Aber das war mir dann nicht spannend genug.

Wann finden wir Menschen spannend? Wann entspinnt sich ein Dialog? Oder wann hängen wir gebannt an den Lippen des anderen und lauschen seinen oder ihren Geschichten? Da muss auch die Körperchemie stimmen. Du fühlst Dich in dem Moment wohl mit dem anderen. Und vergisst die Zeit und den Raum. Du befindest Dich in einem gemeinsamen Raum-Zeit-Kontinuum. Ich nehme an, das ist auch eine Dimension von sozialer Intelligenz. Ihr merkt also, ich habe meine Quest, meine Suche noch nicht aufgegeben.

Auch die nach einem heilsamen Betriebsklima. Also Betriebsklima für mich. Und wenn es mir gutgeht, dann schaff ich es, das auch weiterzugeben, dass sich andere auch bei mir wohlfühlen, im Rahmen meiner Möglichkeiten. Also ist heilsames Betriebsklima ansteckend. Wie cool ist das denn? Denn wir reizen andere. Auch wenn wir uns an ihnen reiben und so entsteht was neues... ein Funke, der etwas in Gang setzt. Auch bei Misstönen. Und wenn wir die aushalten lernen, dann denk ich , entstehen Freundschaften fürs Leben. Aber das weiss ich noch nicht, weil soweit bin ich noch nicht gekommen. Da geht noch was :)

Und die können auch in mehreren Dimensionen bestehen. Also vielleicht eine als Brieffreundschaft remote oder per e-mail aber in nah. Auch aus der Ferne kann man jemandem nah sein. Das ist faszinierend. Durch Offenheit und Ehrlichkeit. Aufrichtigkeit halt. Nur durch Authentizität scheint das zu gelingen. Gelinggarantie gibt es nur bei Dr. Oetker ;-) Das müsst Ihr schon selber ausprobieren.

Wisst Ihr was das coole an dem gestrigen sozialen Experiment mit dem älteren Herren war? Erstens tauchte dort noch ein anderer Bekannter auf und ich hab es geschafft , mit beiden zu reden. Also zwei Menschen. Das krieg ich selten hin. Und zweitens wenn Du rausgehst und Menschen triffst, die Dir eigenartig vorkommen, bist Du auch froh drum, daheim wieder auf Menschen zu treffen, mit denen Du zurechtkommst. Weil sie Dich schon ein Leben lang kennen.

Dabei ist mir morgens früh noch die Decke daheim auf den Kopf gefallen. Ich war gereizt und meine Mitbewohner gingen mir auf die Nerven. Mit Sport hab ich es dann etwas in den Griff bekommen und mit Ablenkung mit den Blauen Boys, dem Comic. Der ist auch cool!

Aber durch den mehrmaligen Perspektivwechsel und Tapetenwechsel (Aussflug) wobei das ja auch ein Perspektivwechsel ist, also war das ein mehrdimensionaler Perspektivwechsel (Standort, Personen) hat sich mein Hormonhaushalt total verändert. Denn dann freust Dich wieder auf daheim. Du hast also wieder Vorfreude und geniesst den Abend. Und der war dann vor dem Fernsehlagerfeuer sehr schön, weil auch noch ein passender Film kam. Der war reizarm und hatte eine Handlung mit der mein Hirn zurechtgekommen ist. Das war total cool. Und danach schläfst Du wie ein Baby :)

Hier noch ein lustiger Spruch der IT und Mensch miteinander verbindet. Technik und Mensch - Beziehung oder Dimension.

"Das sind keine Speckröllchen. Das ist externer Speicherplatz für mehr Bauchgefühl."

Ein Freund meinte, dass er emotionaler als ich daherkommt. Weil er Entscheidungen aus dem Bauch heraus trifft. Im Endeffekt mache ich das auch. Ich brauche nur bedeutend länger um das herauszufinden. Und das hat auch einen Grund. Wenn Du in der Flut (ohne Reizfilter reagiesrt Dein Körper und HIrn auf alles mögliche) Deiner Gefühle versinkst, dann tust Du Dir schwer sie zu benennen und einzuordnen. Und dazu brauche ich dann die Logik um das Bauchgefühl zu verstehen und annehmen zu können. So kann ich dann letztendlich auch zu dem Schluss kommen: Ach deswegen machst Du (ich) das so. Du bist schon so okay wie Du bist. Das passt schon so. :)

Der Weg ist halt bedeutend länger. Zumindest bei mir und aus meiner Sicht und Perspektive gesehen. Aus meiner Dimension. Wie das aus Eurer Dimension aussieht, das werd ich nur erfahren, wenn Ihr es mir verratet oder mit anderen darüber reden tut. Und ich vermute fast, dass dann auch Unterschiede zutage treten. Wir sind alle irgendwie verschieden. Und doch irgendwie auch gleich und ähnlich. Das ist ja die Mehrdimensionalität bzw. die ganze Dimension des Lebens.

Donnerstag:
Hmm... ist gar nicht so einfach sich einzugestehen wieviel Raum die Arbeit in so einem Leben einnimmt. Und dass mer sich über sie definiert. Ob Menschen, die die Arbeit öfter wechseln oder mal ein Pausenjahr oder ein Jahr zum Baumumarmen nach Costa Rica oder sonstwo im Einsatz sind, früher wahrnehmen?

Hilft es da, wenn man sozial kompetent ist? Also mit anderen Menschen gut und intuitiv umgehen kann? Ist unsere heutige Gesellschaft dann eher für Menschen geeignet, die diese Art der sozialen Intelligenz aufweisen? Weil in der IT hab ich erlebt, dass der Umgang mit den Anwendern und den Kunden immer wichtiger wird. Die Zeiten, wo ich mich im Serverraum verrammeln konnte und glücklich im halbdunkel in der crontab herumeditieren konnte, scheinen endgültig vorbei zu sein.

Auch weil die Störangriffe, die Disponenz in Form von Mails und Apps und Telefonkonferenzen , video calls immer mehr wird. Also muss mer sich seiner Haut auch besser erwehren können. Und dazu zählt viel soziale Intelligenz. Wie sag ich das, um den anderen nicht vor den Kopf zu stossen? Wie wahre ich meine Interessen und meine Gesundheit in Form meiner physischen und psychischen Grenzen? Weil die sind ja individuell. Ich kann das bis heute nicht. Könnt Ihr das?

Ein Freund hat sich dafür bedankt, dass ich ihn an die "alten" Comics und so an seine Jugendzeit erinnert habe. Er konnte so in Erinnerungen schwelgen und das hat ihm gutgetan. Das ist also auch etwas, was unseren Sinnen und damit uns gut tut. Wenn wir uns an schöne Dinge und Erlebnisse erinnern. Egal wie klein sie auch sein mögen.

Unser Entlastungspflegekraft hat mir heut von einer Freundin erzählt, die Steine professionell anmalt. Meine Schwester hat ein Bastelset dafür. Aber die Steine waren gegossen und die bröseln. Die sind nix zum Anmalen. Also hab ich von draussen mal welche mitgebracht. Erst wollt ich einen Marienkäfer drauf malen. Aber jetzt nachdem sie mir die Bilder von den Steinen ihrer Freundin gezeigt hat, bin ich baff und würd gern sowas professionelles draufmalen. Könnt auch ne Comicfigur sein. Aber ein echtes Auge wär auch cool.

Gestern bei der Arbeitstherapie hat eine Frau ein Disney Schneewittchentatoo gehabt und davon hab ich ihr erzählt , weil sie auch ein Tattoo hat. Da hat sie mir erzählt, dass sie es sich auf der Tattoomesse in Erlangen hat stechen lassen. Also das tät mich mal interessieren. Das kommt auf meine Bucketliste... auf meinen Wunschzettel. Ich möcht jetzt kein Tattoo. Aber mich interessiert die Technik, die Muster. Das find ich faszinierend. Ich lern gerne neue Techniken.

Es gibt viele Leut, die kreative Dinge machen, aber sich nicht trauen sie anderen zu zeigen. Dabei sind die Sachen total cool und daraus lernt man dann auch immer was über den Menschen dahinter.

Also unsere Hilfe bekommt ihre Einsatz"befehle" immer per App. So lebt sie auf Abrufdisponenz. Also werden Menschen jetzt auch schon wie Waren disponiert. Die Technik macht es möglich. Damit werden die Einsatzmöglichkeiten durch die Technik flexibler und dynamischer und agiler. Unser Gehirn muss also lernen schneller mit Veränderungen umzugehen. Meins tut sich damit sehr schwer. Und damit tu ich mir schwer mich in den aktuellen Zeiten zurechtzufinden.

Andererseits muss sich mein Gehirn damit kreativ neue Wege ausdenken, wie es durchkommt. Was es stattdessen machen kann. Einfach ist das nicht. Herausfordernd schon. Und ich mag Herausforderungen schon. Andererseits sind sie mir oft zuviel, wenn es zu viele auf einmal sind. Wie findet man als Mensch so seine Balance? Die Life-Balance?

Mittlerweile kenn ich mich besser. Und ich versteh, dass ich halt das Kommunizieren mit anderen Menschen, dass vielen so leicht fällt genausowenig lernen kann wie das Rollschuhfahren. Da werd ich auch immer wieder auf die Nase fallen.

Dafür kann ich andere Dinge. Komplexe Sachverhalte in einfachen Worten und Bildern beschreiben. Durch Analogismen. Und so kann ich Dinge auch aus dem einen in einen anderen Bereich übertragen. Und das ist ja auch eine Art der Intelligenz. Nur halt eine andere. Die gibt es nämlich in neurodiversen Formen.

Von der Verpackung und dem ersten Anschein lässt sich nicht auf den Inhalt schliessen. Dafür muss man einen Menschen erst kennenlernen und sich auf ihn einlassen und ihm zuhören.

Manchmal hab ich den Eindruck, dass der Redebedarf auf der Welt rasant ansteigt. Wenn Normalos immer mehr erleben, dann bleibt für mich immer weniger. Dann muss ich mich kreativ in den negativen Raum zurückziehen und ihn nutzen. Aber wenn Dir dann von der anderen Seite auch die Ressourcen entzogen werden, gerätst Du beidseitig unter Druck. Und dann implodiert Dein ganzes Universum und Du landest in einem Paralleluniversum.

Das ist wie bei der Tischdecke. Wenn Du an einem Ende ziehst, weil Du da mehr brauchst, wird sie halt hinten raus weniger. Das was da ist verteilt sich um. Es wird nicht mehr. Wo immer etwas auf einer Seite mehr wird, muss es auf der anderen Seite weniger werden. Wenn der Tisch freiliegt dann befindet sich die Tischdecke oder der Tisch im negativen Tischdeckenraum.

Das ist eine Sicht der Dinge. Es gibt derer noch unzählig viele. Und wenn man sie kreativ und assoziativ miteinander verbindet, dann kann man es sich auch in unbequemen Lebenslagen schön machen. Und mit wenig auskommen. Mal sehen, ob ich das hinkriege.

Eine Freundin aus dem Strickforum (die mit dem farmers market) hat mir erzählt, dass sie eine neue Katze adoptiert und somit in ihre Gemeinschaft aufgenommen haben. Das Kätzchen miaute und schrie im Unwetter als sie es gefunden haben. Weil es soviel schrie haben sie es Ella genannt, nach Ella Fitzgerald. Solche Geschichten find ich schön.

Wie wird man Teil einer neuen Gemeinschaft? Wie wird man von anderen Menschen respektiert und "adoptiert"? Und gibt es Gemeinschaften die Zeit und Raum (also das Zeit-Raum-Kontinuum) überdauern? Oder ist es immer so, dass sich die Mitglieder mal näher und wieder weiter entfernt voneinander sind? Umkreisen wir einander wie die Gestirne und gehen uns aus dem Weg? Wie kriegen wir das hin, dass wir einander einerseits genug Nähe andererseits genug Freiraum und Rückzugsraum gönnen? Das ist alles gar nicht so einfach.

Reibung und eine "Kollision" ab und zu ist auch heilsam. Und die Versöhnung nach dem Krach auch. Weil das zusammenschweisst. Krisen können also Menschen verbinden aber auch auseinanderdiffidieren. Spannend!

Das toonsup-Forum bekommt endlich sein neues Layout. Es wird zwar noch etwas dauern, aber ich konnte mir heute schon mal eine preview der zukünftigen Seite ansehen. Das finde ich gut. Wenn man bei Veränderungen die Leut mitnimmt und informiert. Aber so, dass sie es auch mitkriegen. Dass sie sich mitgenommen und abgeholt fühlen. Das ist auch ziemlich schwer.

Toonsup hat halt jetzt einfach mal einen Link mit einer Seite geschickt und ich kann es mir vorab ansehen. Also hier wird es mir gezeigt und ich kann entscheiden, ob ich diese Einladung annehme. Es ist also eine Offerte an mich. Freiwillig.

Bei Ravelry fand ich das Upgrade nicht so schön. Vom Prozess hab ich gar nix mitbekommen damals und auf einmal sah die Seite bunt und ganz anders aus. In meinen Augen überfrachtet mit Menüs , die sich auch noch überschneiden. Vieles ist doppelt und dreifach. Und damit bin ich nur schwer zurechtgekommen. Es gab auch keine Ankündigung, dass sich das Layout ändert. Dabei finanzierte sich die Seite ja auch von meinen Beiträgen. Da hab ich mich weder abgeholt noch mitgenommen gefühlt. Eher abgehängt und überrollt.

Offenheit ist ja schön und gut. Aber bitte alles mit Maß und Ziel. So hatten mich verschiedene Kundinnen früher angemailt, weil sie anstatt einer Chart (einer Bildanleitung) lieber eine Wortanleitung (Text) gehabt hätten. Ich hab ihnen dann in Worten (Text) erklärt wie die Bildanleitung zu lesen ist. Also zu decodieren ist. An einem Beispiel von ein paar Strickrunden.

Und so haben sie das dann verstanden. Ich hab also erst erfahren müssen, wo das Problem liegt. Dann konnt ich die Kundinnen dort abholen wo sie waren. Und dazu muss man den Kunden zuhören, um ihn und seine Bedürfnisse verstehen zu lernen. Erst dann kann ich ihn beraten und helfen. Zumindest hab ich das so aus meinen Erfahrungen gelernt.

Du musst also erst das Problem decodieren und dann neu so umcodieren, dass es der andere versteht. Und dazu musst Du wissen, wo der andere steht und ihn dort abholen kommen.

Hier der letzte Kommentar dazu von einer Strickerin.

"Thanks so much.. Charts are new to me even though I have done a number of relatively complex patterns. It's just a new way of thinking.
I appreciate your time and effort to translate for me. I will give it a go using your instructions
Cheers "

Das ist dann Service. Also ist Service, wenn ich jemanden da abholen kann, wo er steht. Mich in seine Schuhe stellen kann. Also seine Sicht einnehmen kann. Das ist auch soziale Intelligenz. Und das krieg ich ganz gut hin, wenn die andere Seite mir verständlich machen kann, was sie braucht und will und wo genau das Problem oder Missverständnis im Konflikt liegt.

Bei Ämtern gibt es extra Service-Hotlines, weil die direkten Ansprechpartner das aufgrund der Aufgabenflut nicht mehr können, sich in Deine Sichtweise versetzen. Dafür wurden also Servicehotlines erfunden. Um das Problem zu lösen. Da hab ich auch durchwachsene und unterschiedliche Erfahrungen.

Hmm... welche Fähigkeiten braucht mer dann als Servicemitarbeiter? Soziale intuitive Intelligenz und soziale kreative Intelligenz? Empathie und die Fähigkeit dem anderen aus der Nase zu ziehen, wo das Problem liegt? Und Du musst Menschen auch besänftigen können.... Also bist Du auch Moderator und Vermittlungsstelle... also brauchst Du ein Geschick für heilsame Kommunikation und die Fähigkeit für andere ein Wohlfühlklima zu erzeugen. Und Taktgefühl. Mir scheint heutzutage sind einige Menschen aus dem Takt geraten... aber vielleicht ist das nur meine Erfahrung und Sicht der Dinge. Wahrscheinlich habt Ihr ganz andere.

Also dienen Servicemitarbeiter und guter Service und damit auch die Qualität und die Qualitätssicherung auch unserer Gesundheit. Denn wenn wir uns weniger ärgern müssen, dann ist das auch besser für unsere Gesundheit. Aber ein wenig Aufregung im Leben brauchen wir schon. Sonst verlernen wir ja auch damit umzugehen. Das wär auch nix. Also braucht es auch hier die Balance und den Vergleich...

Hmm... kann mer die Theory of Mind dann doch noch nachlernen oder auf anderem Wege durch die Logik auch ans Ziel kommen? Ist zwar ein grosser Umweg, aber es scheint ja zu gehen... Es gelingt mir halt nicht immer. Nur, wenn der andere auch bereit ist mir mit einem Handshake und Feedback entgegenzukommen. Wir bewegen uns also via Offerten aufeinander zu.

Oder ist das dann keine Theory of Mind? Ist das dann was anderes? Weil da hör ich ja zu und geh individuell und direkt auf den anderen Menschen ein. Den einen. Das kannst Du auch nicht automatisieren. Du kannst die Technik automatisieren, mit der Du das machst, denk ich. Also mit Übung bekommst Du das hin, wenn Dein Gegenüber im Modus ist , Deine Offerte auch anzunehmen. Wenn er wütend auf Dich ist , dann wird er das nicht können. Dafür wär dann diese andere Art der sozialen Intelligenz von Vorteil. Vielleicht kann man das ja in diversen und neurodiversen Formen kombinieren. Hmm... Ihr könnt ja mal drüber nachdenken.

Derweil bin ich neugierig wie Susanne Fröhlich und ihre Freundin Constanze den Lockdown erlebt haben. Die haben nämlich über ihre täglichen Telefonate und E-mails ein Buch geschrieben. Wie das eine Buch über Astrid Lindgren und ihre Freundin. Das waren damals aber noch Briefe. Also eine Brieffreundschaft.

Hier kann ich erfahren wie Frauen, die viel reden und tun, Corona erleben. Und das ist ein ganz schöner Kulturschock für mich. Die machen in Coronazeiten noch mehr und haben mehr soziale Kontakte als ich ohne. Ich würd mich also schon über das wenige freuen, über das sie unglücklich und traurig sind.

Mit wem habt Ihr denn so in Coronazeiten korrespondiert und tut es noch? Seid Ihr Euch in diesen Zeiten nähergekommen? Hält Eure Freundschaft jetzt mehr oder weniger aus? Ist der Kontakt vertieft worden oder hat er sich aufgelöst? Und tut Euch das gut oder nicht? Habt Ihr darüber schon mal nachgedacht?

Hat er denselben Humor wie Ihr? (Das würd mich wirklich mal interessieren ;-) aber ich denk schon, dass es so ist. Ihr könnt das ja mal überprüfen. So für Euch im kleinen Rahmen. Also Ihr macht Quatsch zusammen und erzählt Euch lustige Geschichten und lacht über dieselben Dinge.
Passt gut auf Euch auf!

Freitag:
Anscheinend gibt es oder gab es, so genau weiss ich das jetzt nicht, auch ein Heft wie Spirou oder Pilote in Deutschland. Sprechblase heisst es. Da geht es nicht um einen sondern um unterschiedliche Comics. ich kenn das Magazin nicht. Das hab ich ausser jetzt bei Amazon noch nie irgendwo gesehen.

Hm... Ehrenamt... das hab ich aus Versehen auch schon gemacht. Hab nämlich die Seite der Wanderfreunde mal erstellt und 3 Jahre lang gepflegt. Es gab weder Dank noch einen feuchten Händedruck. Und die Übergabe dieses Werks ist dann auch noch grandios in die Hose gegangen. Inzwischen ist die Seite vom Netz. Leider. Viele fanden das schade, dass sie dann ungepflegt lange Zeit herumstand und dann ganz verschwunden war. Das war im Gästebuch über das Feedback zu lesen.

Ich war ja bereit dem Nachfolger das ganze zu zeigen. Leider hat er sich nie bei mir gemeldet. Schade. Da verpufft Energie. Und dann geht's dahi.

Und meine Strickanleitungen habe ich auch für diverse Charityprojekte zur Verfügung gestellt. Also die Leut hamm mich gefragt, ob sie sie ausnahmsweise auch Stricken und das Ergebnis ausnahmsweise verkaufen dürfen für den guten Zweck. Bei sowas hab ich immer mitgemacht. Der Erlös kam dann z.B. dem Tierverein zugute.

Manche Ravelrer spenden den Erlös ihrer auch direkt an einen Tiergarten oder so. Auch das ist die open source Welt. Dann gehören open source und ehrenamt auch irgendwie zusammen. Beides ist ja irgendwie dasselbe oder ähnlich. So kann ich auch als eher "unsozialer Mensch" (der die sozialen Gepflogenheit beim Umgang mit Mitmenschen nicht beherrscht) soziales Engagement zeigen.

Wahrscheinlich ist Euch das auch mal irgendwann und wo im Leben passiert und Euch ist es gar nicht bewusst.

Sonntag:
Hab mich die Woche endlich aufgerafft, den Resttonerbehälter meines Druckers auszutauschen. Hat ganz ohne Sauerei geklappt. Musste natürlich erst soweit sein, dass er jeden weiteren Druck verweigert hat.

Jippie! Ich hab was geschafft und mich aufgerafft! Die Freude wärte nicht lang, denn nun druckd mei Druckerla as nächste Wehweh. Es möchte eine neue Bildeinheit. Das hatt ich noch nie wechseln müssen.

Also hab ich mal danach gegoogelt und dann ein Video bei youtube gefunden, wie man über einen Kurzschluss per Alufolie an den Kontakten den Drucker dazu bringt diese Fehlermeldung nicht mehr anzuzeigen.

Ob ich mich das jetzt trau, weiss ich noch nicht. Kurzschlüsse hatte ich in letzter Zeit genug in meinem Leben und in meinem Hirn. Das Ding kostet im Original 107 Euro und ca. 58 im Nicht-Original. Wo ich allerdings schon mit Tonern im Nicht-Original sehr durchwachsene Erfahrungen gemacht habe.

Ich habe mich entschlossen die Entscheidung zu vertagen, bis er nimmer druckt. Also bis ich muss und mit dem Rücken zur Wand stehe. So mache ich das im Grunde immer. Wie das Wasser. Ich gehe den Weg des geringsten Widerstands bis er zu hoch wird und dann wieder den geringsten.

Im Buch Fröhlich auf Abstand kann ich mir einige Vergleiche für meine aktuelle Lage abholen. Also ich fühl mich von dem Buch abgeholt. Weniger von den beiden Frauen und ihrem Alltag, eher von dem, was sie so aus ihren Beobachtungen berichten. Von Menschen, denen daheim die Decke auf den Kopf fällt und die an der Langeweile fast eingehen.

Was ich mich frage... ist Euch das Rausgehen im Anschluss auch nicht so leicht gefallen? Brauchtet Ihr wie ich erst einen Grund? Also z.B. einen Artztermin oder ein Angebot im Supermarkt (ein Gelüst) um wieder rauszugehen? Mir geht das heut noch so. Ich brauch einen Grund, das kann auch ein Treffen mit einem Freund oder Bekannten sein, um vor die Tür zu gehen. Ansonsten bleib ich daheim. Einfach so um den Block gehen kann ich nimmer. Ich hab mich in Coronazeiten draussen ausgerannt. Und im Anschluss derhuzd. Ist das bei Euch auch so?

Ich glaub das Homeoffice , überreizte Kollegen im Ausnahmezustand haben mir dann noch den Rest gegeben. Nicht absichtlich. Keiner hat es bös gemeint. Es ist einfach so passiert. Kann mer mache nix, muss mer gucke zu. Wer mag kann sich ja im Extras-Bereich mein Liedlein mit diesem Titel anhören. Das sorgt dann gleich für gute Laune.

Apropos... ist es wirklich so, dass sich alle Lieder im Radio und so um Beziehungen drehen? Oft haben die Lieder einen eher traurigen Text , aber eine fröhliche Melodie. Sind alle Lieder Paradoxlieder? Ambivalenzlieder? So wie die von Johnny Cash? Er besingt Mord und Totschlag und andere Katastrophen (how high is the water mama? 4 feet high and rising...) und von einem boy named Sue (ich bin dann eher a girl named Sam) und packt das ganze in eine mitreissende wunderschöne Melodie. Shoe shine boy...

Ist Kreativität die Fähigkeit die Pardoxie und Ambivalenz also die Widersprüchlichkeit des Lebens miteinander in Einklang zu bringen? Ich glaub schon. Denn unser Hirn will ja nur Pi mal Daumen irgendwie durchkommen. Und Widersprüche sind an der Tagesordnung. Sie begegnen uns ständig und damit muss unser Hirn ja irgendwie zurechtkommen. Also besingen wir sie im Radio. Oder reden oder diskutieren darüber.

Ach so... die Trielle und wie diese Redeshows alle heissen (die sind meinem Hirn viel zu anstrengend, ich hätte das ganze lieber in Kurzfassung und in schriftlicher oder bildhafter Form) spiegeln ja auch diese Widersprüchlichkeit wider. Hm... wie geht Ihr denn damit um?

Da guck ich mir lieber die x.te Wiederholung einer US-Serie oder anderen seichten Happy Endings oder Actionunterhaltung auf einem anderen Programm an. Wie Indiana Jones. Da weiss ich wenigstens dass es gut ausgeht. Auf den Teil mit Sean Connery freu ich mich jetzt schon. Die Dialoge find ich einfach herrlich. Viel geredet wird da ja nicht. Auch das find ich herrlich.

Wir reden daheim auch nicht besonders viel. Diskutiert wird gar nicht. Heute haben wir beim Frühsück herausgefunden, was passieren kann, wenn man sich nicht abspricht. Also ich hatte mal eine Phase (das muss 20 Jahre her sein) da hab ich mir mal Sun von Jill Sander gekauft. Das ging vom Duft noch, wenn man dezent damit umgeht. Das stand dann leer und vertrocknet lange Zeit herum. Und neulich hab ich es dann mal weggeworfen.

Nun stellte sich heraus, dass das aber eine neue Packung war, die sich meine Mama, weil ihr der Duft taugte , zugelegt hatte. Leider hat sie mir nix davon gesagt und das Ding auch noch an dieselbe Stelle gestellt (auf meine Seite , links). Tja und so nahm das Schicksal seinen Lauf.

Schon seltsam, ich hab jetzt anscheinend mal die Energie ab und an etwas aufzuräumen und wegzuwerfen. Aber feng-shuien werd ich nie. Bei mir ist eher innen pfui... aber ich hab mich dran gewöhnt an mein organisiertes Chaos. Und beim Staubsaugen eine Topp-Paracord-Bastelpackung entdeckt. Das kann ich ja mal machen, wenn mir langweilig ist. Allerdings kann ich mich schwer zu irgnedwas ausser dem, was ich machen muss, aufraffen. Geht es Euch auch so?

Mit dem Schwung, Widerstand und der Spannungsenergie aus der Arbeit ist mir auch mein Elan abhanden gekommen. Es ist aber nicht so, dass ich gar nix mehr mache. Inzwischen krieg ich den Tag ganz gut rum. Ich mache halt nichtproduktive Sachen oder wiederholende, die ich sonst nicht gemacht habe. Sport, Einkaufen, Waschen, Comics lesen und ab und an kann ich mich zum Basteln aufraffen.

Manchmal häng ich etwas durch und es fällt mir die Decke auf den Kopf. Ach ja... schreiben tu ich auch wieder. Hier im Blog. Und ab und an, mach ich einfach mal nix und geniess das dann. Einfach mal nachmittags ein Nickerchen machen. Einnicken kann ich zwar nicht, aber den Gedanken nachhängen. Inzwischen sausen sie nicht immer und jeden Tag so durch mein Hirn und pusten es auseinander. Ab und an kommt es aber wieder vor. Ghört halt so.

Krimis konnt ich lange Zeit überhaupt nicht anschauen und auch keine deutschen Serien. Da ist mein Hirn vor Langeweile oder weil es zu anstrengend war, vielleicht ist ja beides dasselbe..? fast eingegangen. Inzwischen kann ich mich langsam wieder drauf einlassen. Überhaupt wenn wie bei den Rosenheim Cops ein guter Schuss Humor dabei ist. Tempe Brennen ging letzte Woche auch mal eine Folge. Aber die zweite war mir etwas zu anstrengend und zu abgefahren. Da bin ich lieber ins Bett. Weil ich fertig mit der Welt war. Komm mir ein bisschen wie ein kleines Kind vor, dass erst wieder lernen muss mit der beständigen Reizflut umzugehen.

Ab und zu kann ich sogar wieder Nachrichten schauen, ohne dass es mir den Boden unter den Füssen wegzieht. Ich beobacht mich dabei und versuch mich in Büchern und durch Beobachtung zu versichern, dass das alles schon so passt. Das macht das Hirn anscheinend so, weil in dem Buch Fröhlich mit Abstand machen es die beiden Frauen genauso. Also hat das nix mit einer Psychose zu tun sondern ist ein ganz und gar natürlicher Vorgang. Und das find ich wieder irgendwie sehr spannend. Weil ich zugucken kann wie mein Hirn so funktioniert.

Hmm... wie kriegt man das hin, dass man einerseits genug Input und Anreize bekokmmt, andererseits nicht zuviel? Kann ich das noch lernen? Üben, damit es intuitiv wie laufen aus dem Bauch heraus funktioniert?
Hier die Antwort von einem guten Freund.

" ... jetzt verstehe ich dein Intuitiv besser,
Ja, das kenne ich. Und üben ist in vielen Bereichen möglich.
Für mich gibt es da noch etwas ähnliches, und das ist meine Natur.
Die versteht als Instanz gesehen auch ziemlich viel.
Was für mich richtig wichtig ist, ist was ich bei einem Menschen spüre,
früher habe ich mich nicht getraut, darauf zu hören.
Aber mittlerweile kann ich gut damit umgehen, und es ist auch eine Sache, die man üben kann."

Ich hab das mit dem üben auf sich selber zu hören, also dass man es intuitiv aus dem Bauch heraus kann, mit einem auslagern in die Cloud verglichen... vielleicht kann man es sich dann leichter vorstellen. Das ist wie beim Laufen lernen. Darüber denkt Ihr ja heut auch nicht mehr nach, wie das geht. Ihr macht das einfach. Ich stell mir dann vor, dass dieses Wissen irgendwie outgesourced wird und so im Hirn wieder Platz für neues Lernen freigeschaufelt werden kann. Denn so funktioniert ja Effizienz. Und Effizienz ist ja, dass unser Gehirn Kosten also Energie spart.

Und deshalb ist wahrscheinlich die Arbeitswelt so wie sie ist. Weil unser Gehirn Kosten sparen will. Dann ist unsere Arbeitswelt aber auch viel gefühlsgesteuerter als wir denken. Oder zumindest wie ich dachte. Ich dachte, das funktioniert auf Logik. Weil doch immer alle so erwachsen tun. Und deshalb benehmen wir uns dann doch recht kindlich. Deswegen ist oft gar kein grosser Unterschied zwischen einem Betrieb und einem Kindergarten. So kann ich mir das erklären.

Ich kenn momentan einige Leute, die viel verreisen. Italien oder in Deutschland. Teutoburger Wald. Da gibt es eine Pilgerstätte von Mönchen errichtete Steine wie in Stonehenge oder so ähnlich schaut es aus. Zwei davon sind Pärchen und eine fliegt bzw. reist Solo.

Han Solo... er war gar nicht Solo. Und wieder bin ich bei Harrison Ford gelandet. Der hatte ja Chewbacca. Das ist auch ein Team. Auf Dauer ist man aber gar nicht solo, weil man doch immer wieder Teil von etwas ist. Also jeder Teil ist wieder in etwas grösseres eingebettet, so wie die Bauteile vom Gaston, die dann wieder den Gaston ergeben in Summe.

Bringt uns assoziatives Denken, das verlaufen in Details oder das Hangeln von Fakten und Dingen zu anderen, wie die Verlinkung im Internet oder am PC durchs Leben und durch die Welt? Ist das die Basis unseres kreativen Denkens und Schreibens? Ich glaub schon. Das bringt uns auf andere Gedanken oder zu Erinnerungen.

Jetzt hat sich schon ein zweiter Mensch bei mir für die Erinnerungen, die mit den Comics verbunden sind, bei mir bedankt. Das ist schön. Also wenn man Erinnerungen weckt, dann kann man Menschen glücklich machen.

Komisch... da hat mir jemand gemailt, dass er froh ist, dass ich ein Missverständnis aufklären konnte und sie hat gedacht, dass sie einen Fehler gemacht hat. Und ich dachte, ich wär die Einzige, die den Fehler immer zuerst bei sich selbst sucht. Dann geht das ja anderen auch so. Das finde ich jetzt ungeheuer beruhigend.

Das Paprikaexperiment zeigt, dass beide gut gedeihen. Die in der Schale sind nur kleiner und heller also hellgrüner. An beiden hängen Paprikas. An den Einzelpflanzen hängen 2 - 3 grössere Paprika in sattgrün. An den kleineren hängen 2 Paprika und die sind etwas kleiner. Bin gespannt, ob sie noch orange oder rot werden.

D.h. beide entwickeln sich nach ihren Umständen weiter. Die in der Schale muss ich nicht so oft giessen. Die in den Töpfen schon. Die brauchen mehr Wasser und sind auch kräftiger und sattgrüner.

In der Schale sind ein paar sehr kleine Pflanzen auch dabei. Also da ist die neurodiversität oder biodiversität grösser. Auf den ersten Blick von aussen betrachtet zumindest.

Nachdem ich jetzt wieder mit dem Bus durch die Gegend gondel (ich muss sagen, die Reisezeit hat mir sehr gefehlt, weil ich da viel unter Menschen und unterwegs war und das Teil meines Lebensabenteuers ist), fallen mir wieder Dinge auf und hier ist mal wieder ein Comic. Anscheinend braucht mer um viele Comics zu zeichnen auch ein entsprechendes kreatives Umfeld. Input. Derzeit ist der Input etwas weniger. Bzw. mäandert anders umanand.

Langsam schaffe ich es wieder Kontakte per e-mail zu pflegen. Und ab und zu treff ich auch mal jemanden. Aber eher zufällig. Denn soviele Menschen wollen sich nicht mit mir treffen. Was ich verstehen kann. Ich kann ja auch nicht mit jedem und jederzeit.

Letzten Sonntag war ich nicht gut drauf und das hab ich dann demjenigen, den ich getroffen hab auch gesagt. Aber ich wollt ihn nicht enttäuschen und gar nicht kommen. So war das dann ein Kompromiss und ich bin ein Eis mit ihm essen gegangen. Er ist schon in Rente und sucht ein wenig Kontakt. Kumpels hat er am Marktplatz gefunden. Aber nur rumsitzen und Kaffee trinken oder Eis essen, ist mir auf Dauer einfach zu langweilig. Ab und zu kann ich das, auch mal für eine Stunde oder so, und auch nur, wenn ich was zu erzählen hab oder der andere. Aber es muss irgendwie ausgewogen bleiben. Mir kam zu wenig zurück. Ich kann ja gern schweigen. Aber das kann ich halt auch daheim. Das ist halt so, wenn man jemanden gut kennt. Dann hat man sich nimmer soviel zu sagen, weil man sich nicht mehr soviel abstimmen und aufeinander einstimmen muss, denk ich. Wie ist das denn bei Euch?

Die Glaa aus ERH - Das Parkhaus
Ich find reisen anstrengend. Mich graust schon vorm Packen. Und erst vorm Auspacken und Aufräumen. Ausserdem brauch ich einen Grund irgendwohin zu gehen. Und den hab ich momentan nicht. Also hab ich auch keine Lust auf Museum oder so. Naja... vielleicht raff ich mich mal auf das Germanische anzugucken. Das technische in München fänd ich auch mal spannend. Oder das Senkenbergmuseum und eins am Museumsufer... Hm... ob ich mich dazu mal aufraffen kann, so ein Abenteuer wieder zu wagen? Momentan kann ich es noch nicht. Wie ist das denn bei Euch? Seid Ihr schon in der unternehmungslustig und ich - tu - das - für - mich - Phase? Oder habt Ihr Gleichgesinnte, die Euch mitziehen?

Im Comicforum erfahr ich grad, dass Gaston auch eine Freundin hat. Fräulein Trudel. Wenn Gaston in den späteren Bänden jemanden gefunden hat, der zu ihm passt, vielleicht besteht bei mir auch noch Hoffnung ;-)

Auch im Comicforum war der ein oder andere in Urlaub unterwegs. Und hat das ganze dann gezeichnet und als Cartoon oder Comic festgehalten. Siehst, der eine macht Fotos und schickt sie mir , die andere schickt mir eine Postkarte, der dritte telefoniert mit mir und erzählt mir davon und der vierte teilt es im toonsup-Forum mit Gott und der Welt. Das ist doch schön. Dass wir alle teilhaben können. Auch das ist dann wohl soziale Teilhabe. Oder etwas nicht?

Teamwork findet also durch Feedback statt. Dass mer sich austauscht und beim anderen versichern und rückversichern kann. Und dann fühlt man sich beim andern gut aufgehoben. Also zumindest aus meiner Sicht schaut des so aus. Dann muss man einander dazu gar nicht so gut kennen, sondern nur punktell eine Gemeinsamkeit in den Unterschieden finden. Cool!

Hmm.. jetzt hat mich meine freundin gefragt, die grad eine schulische IT-Ausbildung macht, wie sie sich dann bewerben soll. Am liebsten würde sie sich auf alles vorbereiten.

Aber das geht nicht. Du musst Dich halt für was entscheiden, wo Du Dich bewurbst und dann wirds was und dann musst Du halt schauen. Nach der Ausbildung geht es ja erst richtig mit dem Lernen los. Wie jedesmal, wenn Du in eine neue Firma kommst und die Stelle wechselst. Da fängt das Lernen erst an. Weil Du ja erst dort auf die IT-und Serverlandschaft triffst. Und die ist von Firma von Firma unterschiedlich. Du kansnt nicht alles wissen. Du lernst es by doing. So hat das bei mir funktioniert.

Und das hab ich ihr jetzt auch so gemailt. Mal sehen, wie sie sich schlägt und wo sie dann landet. Ich bin gespannt. Du musst Dich halt auf Neues einlassen. Und irgendwie hat mir das gar nicht soviel ausgemacht. Vielleicht liegt mir das einfach in der IT. Mir hat eher zu schaffen gemacht, dass ich soviel Zeug machen musste, was mir keinen Spass mehr gemacht hat. Es kam soviel Routinekram dazu. Und das tötet jede Kreativität. Und die kann ich mir nicht mehr abgewöhnen.

Einfach Dienst nach Vorschrift ist einfach nix für mich. Ich brauch auch mal wieder was neues. Und damit was neues dazukommen kann, muss halt auch mal was altes wegfallen. Und das ist halt nicht passiert. Und dann derhuzd Du Dich, weil Dir die Arbeitslust, die Motivation abhanden kommt. Deine Dopaminwelle wird Dir praktisch unter dem Arsch weggezogen. Tja und dann strandest Du halt oder derhuzd Dich. Ist das dann ein Bore-Out? Oder ein Burnout? Oder ist dazwischen gar kein Untersechied und es liegt nur im Auge des Betrachters. Mir ist halt die Freude an der Arbeit vergangen. Obwohl ich sehr kreativ darin war, sie am Leben zu erhalten. Wird mein Umfeld wohl anders gesehen haben. Dem hab ich nicht genug gemacht. Ich hätt nicht mehr gekonnt. Tja, so ist das halt.

Vor lauter Vorschriften und Kontrolle konnt ich meine Arbeit nimmer machen. Das ist meine Sichtweise. Obwohl ich nix anderes wollte. Ich wollte niemanden missionieren, niemanden motivieren... ich wollte einfach in Ruhe weiter meine Arbeit machen. Und das hat nicht funktioniert. Aus vielfältigen Gründen. Und dann landete ich in der Psychose. Immerhin besser als das, was meinen Vorgängern passiert ist. Des is fei a ned grod as allergsündeste... So reihe ich mich also in die Derhuzdenreihenfolge meiner Vorgänger ein. Vielleicht sin des ja mei Vorbilder. Die hamm alla vill draufghabt. Schad. Ich weiss es ned.

Montag:
Hmm... mir geht es ja so, dass mir die Lust fehlt. Nun dacht ich halt, das liegt an der Psychose und meiner veränderten Hirnchemie. Also dass mir das Dopamin abhanden gekommen ist. Aber heut bin ich einer Bekannten im Städtle begegnet und sie sagt, ihr sind ihre Hobbies wie die Acrylmalerei seit Corona auch eingeschlafen. Für eine Freundin will sie eins für die neue Küche machen, aber derzeit kann sie sich auch nicht aufraffen. Ich würd gern mal Bilder von ihr sehen und ihr beim malen zugucken. Ich liebe es neue Techniken kennenzulernen.

Das mit dem Aufraffen geht mir mit den Tonkartoons auch so. Den neuen hab ich schon aufgemalt auf Butterbrotpapier, aber weiter bin ich noch nicht gekommen. Stattdessen war ich beim Aldi im Beschaffungswesen. Komm mir vor wie Tony Curtis in Unternehmen Pettycoat. Habe Backfisch, Leberwurst, Wiener Würstchen und Sour Creme besorgt. Im Auftrag of her majesty, my mom.

Hmm... ob es in diesem Lebensabschnitt und dieser neuen Lebensrealität um das Erinnern geht? An Menschen, die wir mal gekannt haben, an all die Dinge, die wir schon gemacht haben, an Orte, die wir schon besucht haben?

So wie gestern. Da kam am Fernsehen auf HR das Radrennen um und in Frankfurt. Das weckt schon Erinnerungen an die Zeit wo ich da war. Ach dazu ist twittern da. Also vor lauter emotionaler Bewegtheit postet man dort einen Satz. Mir ist der Gebrauch dieser sozialen Medien noch nicht so klar gewesen. Mir war schon FB zuviel.

Ausser im Beschaffungswesen, war ich heute noch Mülleimermässig unterwegs und habe einen Comic gelesen und die Sonne genossen. Irgendwie schön. Mal das zu geniessen, was da ist. Und das zu geniessen, was ich so erlebt habe. Irgendwie läuft in meinem Kopf so eine momentane Bestandsaufnahme. Schreiben deswegen Leute eine Biographie? Um sich zu erinnern und zu wissen wer sie sind und was sie so alles schon gemacht und geleistet haben? Und welche Abenteuer Du so erlebt hast? Sehnt es Dich wie mich wieder nach neuen?

Komm mir ein bisschen wie die Campbells vor. Oder Pitt Pistol, wenn sie gelangweilt in der Spelunke sitzen. Geht's Euch auch so? Ihr Freibeuter der sieben Weltmeere?

Auf dem Rückweg vom Aldi hab ich ein paar Jungs mit ihrem Skateboard bewundern dürfen. Was wär das schön sowas auch zu können! Ich hab den Jungen gefragt, wann er damit angefangen hab. MIt 14. Da muss mer den Schwerpunkt wohl setzen. Für mich zu spät. Ja, ich weiss, ich werd keinen Unsinn machen, obwohl ich zugeben muss, dass ich mir schon mal so ein Brett gegönnt hab. Allerdings kann ich nicht mal das einfache sich mit einem Fuss draufstellen und dann anschubsen und sich dann rollern lassen mit beiden Füssen auf dem Ding.

Neulich vom Bus aus hab ich die Jungs am Skaterpark bewundert. Das sieht schon cool aus, wenn man es denn kann. Und bis es soweit ist , muss mer sicher lang und hart üben wie bei allen Dingen und holt sich viele blaue Flecke.

Die krieg ich ja schon so, weil ich einfach nicht einschätzen kann, wo ich anfange oder aufhöre und so an Türrahmen und Türgriffen hängenbleibe. Ich seh immer ein bisschen aus wie ein blau und gelb gepunktetes Marsupilami. Ohne Schwanz.

Toonsup wird gerade migriert, befindet sich im Umzugsmodus bis 27.09. wohl voraussichtlich. Migrationen haben mir immer Spass gemacht. Hab mal einen Linuxserver auf einen Windows Small Business Server umgezogen. 98 Prozent der Dinge haben nach dem Testlauf auf einem Client-PC funktioniert. Was ich nicht berücksichtigt hatte, waren die über 256 Zeichen langen Pfadnamen. Für Linux waren die kein Problem. Für Windows schon. Mein Batch ist beim Kopieren abgeschmiert. Dann musste ich halt von Hand nacharbeiten. Das ist meiner Erfahrung immer so. Weil man einfach nicht alles im Voraus testen kann. Oder die Konfiguration halt doch etwas anders ist.

z.B. wenn Ihr bei einer Datenbank eine andere Codierung eingestellt habt. Das fällt dann erst später auf. Hatten wir alles schon.

Hmm... witzig... und irgendwie schräg. Ich such ja schon immer nach einem Platz für mich. Irgendwo muss ich ja mal hinpassen. Also ein heilsames Betriebsumfeld. Nun schlägt mir Amazons - Empfehlungsalgorithmus heute doch ein Snoopy Astronauten Shirt vor mit dem Spruch "I need my space". Irgendwie passend und ein bisschen unheimlich, weil ich mir schon immer so vorkomm als hätt ich mich auf der Erde verlaufen, weil ich mir mit anderen Menschen so schwer tu. Geht's Euch auch manchmal so?

ach... und dann wird mir noch ein T-Shirt mit der Beschriftung "normal people scare me" offeriert.

Am Gymmi (Gymnasium) bin ich heut auch vorbeigelaufen. Die haben da anscheinend heutzutage coolere Lehrer als zu meinen Zeiten. Jedenfalls hörte ich, dass er sagte:"Aufgrund der Neurodiversität der Klasse werden sich einige jetzt langweilen, weil sie das schon wissen und andere nicht..."
Lehrer mit Humor. Wo gibt's denn sowas?

Donenrstag:
Hm.. es gibt mit der Technik und der Digitalität ja diverse Wege bzw. immer mehr Wege mit einem anderen Menschen Kontakt aufzunehmen. E-mail, chat, telefonieren, skypen, einen Brief schreiben, eine Postkarte , ms-teamsen oder zoomen (Videocall). Also die Art des Kontakts wird individueller bzw. Du kannst es individueller oder abwechslungsreicher gestalten.

Selbst im Videocall selbst kannst Du dann wieder individuell unterwegs sein. z.B. Bild ausgeblendet (inaktiv), Micro ausgeschaltet ... Für Massenveranstaltungen (grosse Videocalls) ist das mit dem Microausschalten ja sogar notwendig.

Wenn Ihr mit bestimmten Leuten Kontakt habt, findet der immer auf dieselbe Weise statt? Oder wechselt Ihr die Möglichkeiten durch?

Gestern hat mir eine analoge quietschgelbe Postkart mit einem lachenden Comic-Gesicht drauf den Tag versüsst. Geschrieben hat sie mir eine Ex-Teststrickerin aus dem Strickforum. Irgendwie sind wir auch nachdem die Strickphase rum war (zumindest meine) in losem Kontakt geblieben. Jetzt konnt ich ihn wieder auftauen.

Hmm... ich kenn also mehr Leut als ich glaub. Aber wer mit mir grad kompatibel ist und Zeit und Lust und grad keine anderen Sorgen hat, das kannst Du Dir ja nicht aussuchen. Wie sich das wohl ergibt? Ob das schon Schwarmitnelligenz ist? Wenn Du nicht genügend Freunde hast, bekommst Du Kontakte aus dem professionellen Bereich und umgekehrt? Hast Du genug Freunde oder Menschen , die so für Dich da sind brauchst Du weniger Profis, die diese Rolle übernehmen? Ich glaub schon, dass da was dran ist. Das Tischdeckenprinzip.

Sinn... mein Sinn ist mir abhanden gekommen. Also der Lebenssinn, meine Quest, das was mich angetrieben hat. Das fühlt sich komisch an. Und ich dachte, man kann ohne Sinn nicht leben. Es lebt sich ganz gut, wenn man den Sinn in den kleinen Adhoc- Momentaufnahmen sieht. Mehr brauch ich offensichtlich derzeit nicht. Denn Sinn ist auch relativ. Also kontextbezogen. Wirst Du aus Deinem Kontext hinauskatapultiert, dann erledigt sich auch der Sinn , der dem alten Kontext innewohnte. Einerseits ist das etwas unheimlich andererseits aber auch spannend.

Blöd ist halt, dass mir meine Hobbies komplett abhanden gekommen sind. Und ich muss mal schaun, was sich jetzt so ergibt aus dem neuen Kontext, in dem ich gelandet bzw. gestrandet bin. Mal sehen wie das alles weitergeht.

Meine Mama hat jetzt auch einen Pflegegrad. Neulich ne Sendung zu Pflege gesehen und da fiel das Wort Pflegebegrleitung. Also auch für Angehörige.

Grad mal gegoogelt. Also die Pflegebegleitung dient dazu unkonventionelle und damit individuelle Lösungen für die GesamtPflegekonstellation zu finden. Das klingt ja schon mal gut. Denn genau das ist ja das was ich brauche. Weil jede Familie halt ihre individuelle Familienkonstellation hat. Mal sehen, ob ich da mal bei der Pflegekasse anruf und die mir da weiterhelfen können. Also wo und wie wir zu so jemandem kommen.

Den Pflegeeinsatz muss ich dann noch organisieren und Bescheid geben und dann auch wegen der Entlastungsstunden mich bzw. meine Mama auf die Warteliste stellen lassen. Mal sehen, wie das ganze weitergeht. Werd ich jetzt zur Pflegemanagerin? Dann würden meine komischen Managementbücher ja doch noch Sinn ergeben.

Menschen motivieren, zumindest die zwei bei mir daheim, funktioniert über Wegweiser. Anreize halt. Also bei meiner Mama sind das z.B. analoge Kataloge oder Prospekte. Auch der Buttinette-Bastelkatalog gehört dazu.

Bei meiner Schwester ist das eher, dass ich halt jetzt auch auf ihr Trimm-Dich-Rad geh und dann will sie auch. Bei kleinen Kindern an der Schaukel im Engelgarten konnt ich das auch mal beobachten, dass das so funktioniert. Also wenn ich auf der Schaukel sitze, dann wird die Schaukel plötzlich für ein anderes Kind interessant, das vorher, als die Schaukel leer war , kein Interesse zeigte. Faszinierend.

Meine Schwester radelt jetzt mehr und damit bleibt sie mobiler. Dadurch bleibt dann auch die gesamte Truppe selbständiger. Meine Mama bekomm ich so nicht zum Sport. Ich hab ihr mal so einen Gummi-Venentrainer so eine Art Stepperersatz zum Aufblasen geschenkt. Also schon was gscheites. Eine Zeit lang , anfangs hat sie damit auch trainiert. Zumindest im Sitzen. Aktuell macht sie das leider nicht mehr. Aber wenigstens vorübergehend hat das neue doch funktioniert. Allerdings gehen mir da dann doch die Ideen aus.

Stattdessen hält sie sich mit Stricken und Häkeln, Gehirnjoggingmässig fit. Und mit dem Schreiben von Einkaufslisten. Ich bin froh, dass mir beim Wocheneinkauf unsere Haushaltshilfe hilft, sonst wär ich damit überfordert. Das würd ich nie auf die Reihe bekommen. Mal von der Menge abgesehen. Ich könnt das ganze Zeug auch nicht zu Fuss heimschleppen.

Mach ich jetzt Gehirnjogging mit dieser Organisiererei? Und mit dem Familienmanagement? Ich weiss auch ned. Soziale Arbeit fühlt sich ganz anders an. Das ist auch einfach mal meiner Schwester und Mama Gesellschaft zu leisten, meine Schwester zu baden, ihr die Haare zu waschen, zu fönen, zu schneiden oder zu kämmen. Das ist mir oft gar nicht bewusst, weil ich das ja schon immer mache. Ich lang halt hin. Wenn ich kann. Im Rahmen meiner Möglichkeiten.

Das Problem bei uns ist oft, dass meine Mama nicht sieht, wenn ich was nicht kann. Weil sie davon ausgeht, dass ich genauso "funktionier" wie sie. Und das was sie kann , kann ich noch lange nicht. Ich will das auch gar nicht. Und umgekehrt ist es wohl genauso. Und bei meiner Schwester ist das auch wiederum so. Meine Mama ist oft sauer, wenn meine Schwester zu etwas ewig braucht oder es nicht versteht. Und glaubt, sie macht das absichtlich. Und das stimmt halt einfach nicht. Meine Schwester kann nicht anders und sie gibt sich schon alle Mühe. Mehr geht nicht. Und mir geht es halt ebenso.

Unser Haushaltsengel hat mir aber erzählt, dass es ihr mit ihrer Mama ähnlich geht. Da hab ich also wieder Gemeinsamkeiten in den Unterschieden zu Versicherung gefunden. Das ist okay. Das passt schon so. Andern geht es auch so. Data mining. Denn sie sagt, wenn sie für ihre Mama putzen möchte und ihr so helfen möchte, dann macht sie schon beim einlassen vom Wasser in den Eimer alles falsch. Seht Ihr? Das ist vollkommen okay, dass es diesen Konflikt gibt.

Das ist ein TOM-Problem? Also ein Perspektivproblem auf jeden Fall. Ich habe meine Sicht und Du hast Deine Sicht auf die Dinge. Für Deine Mama ist es logisch, dass sie zum Fensterputzen Lappen x und Putzmittel z verwendest. Du machst das aber ganz anders. Gehst Du nun zu ihr und machst es wie bei Dir, weil Du es so gelernt hast, dass es fü,r Dich funktioniert, dann kollidiert das mit dem Gelernten Deiner Mama, die gelernt hat, sie braucht Putzmittel z dazu. Und da treffen Perspektiven, Welten aufeinander. Ganze Paralleluniversen und Raum-Zeit-Kontinuums. Und dann kommt es halt zur Kollision. Meist beginnt das mit einer Irritation und da kann man das noch abfangen. Und wie , das wisst Ihr, wenn Ihr Eure Mama gut kennt. Denn dann wisst Ihr auch (intuitiv) wie Ihr die Lage entschärfen und somit deeskalieren könnt. So wie ich das an meinen Kollegen geübt hab. Jetzt kommt die K&uumL;r daheim.

Ob soziale Menschen diese Kür früher gelernt haben oder anders? Also können die das von Haus aus aus dem Bauch heraus? Beneidenswert. Ich muss mir das hart erarbeiten, indem ich den anderen gut kennenlerne. Und so macht das unsere Entlastungspflegerin auch. Wenn sie in Urlaub geht, dann informiert sie auch ihre Vertretung über die Besonderheiten ihrer Kundschaft. Um so Konflikte zu vermeiden. Aber auch sie hat beratungsresistente Kollegen und Kolleginnen, die halt ihren Stiefel durchziehen und dann kommt es halt doch zur Kollision von Parallelunviersen.

Auch durch andere Missverständnisse oder Versäumnisse. Also z.B. wenn in der Urlaubsphase der Betreute davon ausgeht , es kommt niemand. Und dann kommt doch eine Vertretung, die derjenige nicht kennt, dann kann es eben sein, dass der zu Betreuende der Helferin die Tür nicht aufmacht. Weil er sie ja nicht kennt und vergessen worden ist, ihn zu informieren. Und das ist dann auch eine Kollision diverser Paralleluniversen. Da bewirkt eins das andere. Wie Billardkugeln, wo eine die andere anstösst. Und die Gefühle nimmt man ja dann auch mit heim. Den Frust. Wenn man ihn sich nicht von der Seele reden oder schreiben kann. Vermutlich tu ich deswegen das hier. Diese Bloggerei. Irgendwo muss ich ja damit hin... Dampf ablassen... Tapetenwechsel...

Ihr fahrt dann in Urlaub und das kann ich halt nicht. Also brauch ich dafür andere Lösungen. Also geh ich auf AT oder in die Holzgruppe oder was besorgen. Allerdings brauch ich dafür immer einen Grund. Einfach so was zu machen, dafür fehlt mir die Energie. Es braucht immer ein Miniziel. Also reduzierst Du Dich auf ein Minimum und nimmst Dich zurück. Ziehst Du Dich zu weit in Dich zurück und gehen andere somit zu weit über Deine Grenzen , dann kommt es zur Implosion und Explosion. Und es entsteht ein neues Paralleluniversum. Das ist das Universen-Paradox, das täglich in vielen Dimension im Alltag stattfindet und so denselben ausser Kraft setzt. Auch wieder ein Paradoxon. Weil das Leben halt aus Widersprüchen be- und entsteht. Fasnzinierend!

Wusstet Ihr, dass es von Playmobil mal ein Raumschiff Enterprise gab? Das Ding wird auf Amazon für fast 500 Euro gehandelt. Und das nur um Erinnerungen an die 70iger oder 809ger-Serie zu wecken. Das geht doch auch in kostengünstiger. DAss ich mich einfach dran erinnere wie ich das bei meiner Oma gucken durfte. Denn daheim war mein Papa Herr des Fernsehprogramms und der Fernbedienung. Die dann doch mal im Fusswasser landete, nach anstrengendem Zappingabenden und dem damit verbundenen Einschlummern. Vielleicht ist das öfter vorgekommen. Weil dann gab es auf einmal Universalfernbedienungen. Heut geht das auch über das Handy.

Es gibt also immer mehr Möglichkeiten Dinge zu tun mit HIlfe der Technik. Aber der Mensch ist bisehr nicht überflüssig geworden, denn zum Ausreden und Zuhören braucht es halt Menschen. In der Pflege. Selbst da sollen aber zukünftig Plfegeroboter zum Einsatz kommen. Da bin ich skeptisch. Ich möcht sowas ned. Ich glaub ned, dass sich meine Mama so auf einen Pflegeroboter freuen tät wie auf unseren Pflegeengel. Da geht es auch ums Geschichten austauschen. Nicht nur um Wissen. Was aber ein Nebeneffekt des Geschichtenerzählens ist. Wir lernen dadurch voneinander.

Denn durch die Gemeinsamkeiten in den Unterschieden erfahren wir aus den Geschichten Dinge, die uns weiterbringen. Das ist Data Mining. Cool gell! Und das nur mit Deinem Hirn. Also zumindest meins macht das so und bringt mich so durch das Leben. Und wie sieht das bei Euch aus?

Difficult women hab ich mir grad als Buch bestellt. Hab ich am Bahnhof in der Buchhandlung gesehen. Auch ein Symlink. Ein Wegweiser. Die letzte Buchempfehlung, die zu mir gepasst hat, hab ich von meiner jahrelangen Physiotherapeutin bekommen. Weil die mich gekannt hat und gewusst hat, was zu der Zeit zu mir gepasst hat.

Die Buchempfehlung von der Buchladenbesitzerin zu einer Art Road-Movie hat leider nicht zu mir und meinem derzeitigem Raum-Zeit-Kontinuum gepasst. Weil sie mich nicht gut genug kennt und meine Gesamtsituation. Wahrscheinlich braucht es dazu denselben Humor. Was mich dazu bringt, zu fragen: ist der variabel? Also verändert sich unser Humor mit unserer Stimmung? Und damit lande ich bei der provokanten Frage: Ist alles relativ? Relativ zum Kontext zu unserem Umfeld, zu unserer Stimmung, zu unserer aktuellen Lage...? Also auch 2 hoch n-fach , mehrdimensional? So wie der Sinn halt auch... Klingt für mich vollkommen logisch. Wieso sollte es da anders sein.

Denn in letzter Zeit fand ich Dinge gut, die andere im toonsup-Forum nicht mit gelben Sternchen gewürdigt haben. Auch einer meiner letzten Comics bekam nur ein grün. Was zum einen an der Stimmung und den Umständen der Bewertenden als auch der Stimmung und der Umstände des Zeichners (also meinereiner) liegt. Faszinierend!

Wilde Zeiten, ein Buch über die Pubertät hab ich mir jetzt auch noch gegönnt. Weil ich noch Einblicke und Perspektiven brauche, wie ich in der derzeitigen Lage zurechtkomme und mich zurechtfinde. Denn irgendwie ist das grad wie damals als ich nach der Schule auch nicht wusste, wohin mit mir. Bzw. Wo es mit mir hingehen soll. Dann kann ich mir da mal abgucken, wie es anderen damit geht und was sie da so machen. Und dann werd ich wie immer feststellen: ich mach das schon so und das passt dann auch so. Ich hol mir also eine Versicherung ab. Feedback. Weil mir dazu leider die Peergruppen fehlen. Wenn Du ganz anders bist, als alle um Dich herum und Du nie Anschluss findest, dann musst du das wohl so machen.

Wahrscheinlich gibt es dazu auch diese Ratgeberbücher. Wobei mir nicht unbedingt wichtig ist, was jetzt so ein Psychologe denkt, sondern was der Jugendliche tut. Das beruhigt dann ungemein. Weil ich will mich ja nicht in die Perspektive eines Psychologen hineinversetzen. Eher brauch ich die Sicht des Papas und des Jungen, weil Die mir beide ähnlich sind und weil ich deren beider Sichten für die aktuelle Lebenslage brauche. Das wird spannend!

Ausserdem kommt mal wieder der Paketbote und meine Schwester freut sich, wenn sie dadurch Aussenkontakt hat. Ein Highlight ihres Tages, weil sie ja auch keine Kontakte hat. Weil es schwer ist jeamnden in der exakt gleichen Lage, mit so einer Schwerbehinderung zu finden. Also Peers gehen ihr genauso ab wie mir. Und meine Mama hat hier nach der Ausbombung in Regensburg auch nie Anschluss gefunden. Also hat sie auch niemanden, mit dem sie sich austauschen kann. Allerdings kommt sie auch so zurecht. Sie macht das wohl irgendwie anders als ich. Weil sie liest höchstens Kochbücher und Häkel und Strickanleitungen. Oder mal das Amtsblatt. Vielleicht macht sie es durchs Fernsehschauen. Dort gibt es ja auch immer Geschichten. Sie guckt ja immer Krankengeschichten. Diese furchtbaren scripted realities. Also das kann sein, dass sie sich dort ihre Versicherungen abholt. Dann ist das auch wieder irgendwie cool. Dann ist auch das Mediem Fernsehen eine Art soziales Netzwerk.

Ach dazu sind soziale Netzwerke da! Dass wir Peers oder Überschneidungen zur Versicherung unser individuellen Lebenslagen finden und weitermachen können. Cool. Und die einen finden die in Serien wie Netflix und Co und andere wieder in den ZDF und ARD-Vorabendserien... Ist es das, was uns reizt? Die Gemeinsamkeiten in den Unterschieden, die wir dort finden? Macht das unser Gehirn unbewusst, immer nach Dingen suchen, die uns so versichern, Du machst das schon gut so, wie Du das machst ...? Ich glaub schon. Zumindest bei mir dienen Bücher und Fernsehsendungen diesem Zweck.

Auch das Versenden von virtuellen Postkarten, das Sharing von lustigen Videos ... auch das hilft uns durchs Leben zu kommen, weils die Stimmung hebt. Weil jemand an uns denkt. Hmm...

Das ist dann die Schwarmintelligenz. Meiner bescheidenen Ansicht nach. Die muss man also nicht erzeugen und wahrscheinlich kann man es auch nicht. Genausowenig wie ein angenehmes Betriebsklima. Das kannst Du vielleicht um Dich herum schaffen, wenn Du auf alle und jeden eingehst, aber das tut Dir dann leider nicht gut, weil dann auch alle über Deine Grenzen gehen. Das mit dem behaupten gehört also auch zum Leben dazu. Das muss ich wohl erst noch lernen. Ich arbeite daran.

Und auch eine Unternehmenskultur, die ja das Betriebsklima oder Familienklima oder Gruppenklima ausmacht, also die Kultur darin generell, wie man miteinander umgeht also , ist ja schon da. Und da kriegt man halt das, was man auch befeuert. Was man selbst lebt und vorlebt. Billardkugeln, die sich selber innerhalb der Gruppe anstossen, und den Aufprall aber auch nach aussen hinaustragen, also wiederum weitere Billardkugeln anstossen. Ist das dann eine Art Perpetuum Mobile? Weil das hört ja nie auf. Weil immer irgendjemand etwas tut oder sagt oder denkt.... und so einen Einfluss oder influence auf andere hat... anderen den Weg weisst oder versymlinkt... Quellverweise und Zielverweise zieht. Und darauf basiert ja das Internet. Auf Verlinkungen. Es ist ein Netz. Und wir alle sind miteinander verwoben. Irgendwie. Also hängen wir immer alle da mit drin. Und raus kommst Du aus der Nummer auch nicht. Weil es immer jemanden gibt, der sich um Dich sorgt und der dann einspringen muss, wenn alle Stricke reissen... Das ist ganz schön komplex. Und es hört ja nicht beim Menschen auf. Ist es gar unendlich...? Gibt es keinen Anfang und kein Ende? Denn Du selbst bist ja Anfang und Ende zugleich, aber Du kannst auch irgendwo in der Mitte herumhängen, also dazwischen... faszinierend...

Freitag:
Habe eine Anfrage zur Verwendung des Comics Wissen3 von der Uni Köln für einen Vortrag zum Thema Wissensmanager:innen-Kurses in kooperation mit der IHK bekommen. Und mich tierisch gefreut und zugesagt. Jippie! Mein heutiges Highlight des Tages :)

Wobei ich natürlich neugierig bin, was genau Wissensmanagement so ist. Wahrscheinlich ist das das, was unser Hirn so den ganzen Tag macht, Informationen abgreifen, damit wir irgendwie durch das Leben kommen. Ich hab das einfach mal in der Antwortmail gefragt. Mal sehen, ob ich noch ein Feedback dazu bekomme. Wär schon cool. Also so bekommt man Kontakt über das Internet. Indem man fertige Projekte, Arbeitsproben einstellt.

Dann war die Homepage der Wanderfreunde und ist meine eigene auch so eine Art Arbeitsprobe. Genau wie meine Strickanleitungen und die Comics. Das alles kann also das Internet bzw. social media. Dann kann man sich also selbst präsentieren und in einer gewissen Form auch vermarkten. Ob man so auch an Stellen kommt?

Bei den Stadtwerken hab ich ja auch einfach mal frech einen Comic zum grünen Schlot hingeschickt und dann ist da draus was geworden. Ist leider mit der Zeit eingeschlafen. Erstens wegen Corona, zweitens aber auch weil die Kreativen dort gewechselt haben und die neuen sich nicht soviel trauen. Mut gehört bei Kreativität wohl einfach dazu. Ins kalte Wasser springen und sehen, ob mer schwimmt. Und falls mer untergeht, lernt mer draus. Auch wenn man negativ auffällt, fällt mer ja auf. Auch das ist Publicity. Kommt von public. Public source und open source ist das dann dasselbe?

So grad weil ich doch zu neugierig bin und auf meine Schwester mit dem Baden warte... gegoogelt. Wissen ist mehr als die Ansammlung von Informationen. Informationen ist das know what. Wissen ist die Verknüpfung der Informationen und damit meiner Ansicht nach die praktische Handhabung desselben. Also das Know-how. Howtos halt. Wie es sie unter Linux gab. Etc config und co - Beschreibungen, die Michael Kofler Linux-Bibel. Die gurkt bei mir auch noch irgendwo rum. Hach! In Erinnerungen schwelgen.... Ich fand es ja schon cool, weil es grün war und das Chamäleon mag ich auch, weil es ein kleines Comictierchen ist. Der SuSe Slox war ja auch ganz putzig. Der trat in Konkurrenz zum Small Business Server von Microsoft an. Irgendwann hiess er dann Nox. Und dann hab ich nix mehr von ihm gehört. E-mail und co waren damals Browserbasiert. Das war halt kein Outlook aber ich fand es cool. Weil es einfach sehr gut funktioniert hat. Hat sich dann aber leider im Client-und Server -Bereich nicht durchgesetzt. Irgendwie schad. Aber das ist halt leider so.

Die Nachfrage, der Kundengeschmack bestimmt halt das Angebot. Wer was braucht. Und wer was mag. Und was dann gemocht und gebraucht wird.

Verknüpfung von Informationen ist dann wieder die Anwendung von Querverweisen, Symlinking bwz. assoziatives Denken. So funktioniert halt unser Hirn und deshalb sieht das Internet so aus, wie es aussieht.

Know why wird das hier genannt, was ich Know how nennen würde. Hm... also Fakten bzw. die Interpretation derselben (Perspektiven) werden erst durch Verknüpfung miteinander zu praktisch anwendbarem Wissen. Das geht Dir dann durch das Tun in Fleisch und Blut über. Und das ist dann Deine Intuition. Dein Bauchgefühl. So machst Du die Dinge dann halt. So erklär ich mir das. Und Du brauchst dann gar nimmer gross darüber nachzudenken. Beim ersten mal hast Du so ne Art Aha- oder Heureka-Effekt. Ach so geht das! Ach deshalb funktioniert das so! Und das ist ein cooles Erlebnis jedesmal, wenn ich das hab. Langeweile unterstützt übrigens Aha-Effekte, weil das Hirn muss sich ja irgendwie mit der Langeweile arrangieren. Und das tut es dann, indem es sich anderweitig beschäftigt. Dem Einstein ist das auch so gegangen. Der hat im Patentamt gearbeitet. Aber sicher hat er auch von dort Ideen, Wissen aufgeschnappt, das sich dann bei seinen Heureka - Momenten in Howto, Know-why und Know-how transformiert hat. Also ist Wissenstransformation die assoziative Verknüpfung von Daten und Fakten , von einzelnen Perspektiven zu etwas neuem, einer neuen Erkenntnis oder gar einer ganzen Flut von neuen Erkenntnissen, weil dann wiederum durch das assoziative Denken, die Verknüpfung eine Kettenreaktion in Gang kommt. Cool! Gell?

In Grafiken in Powerpoints wird das oft als Wolke dargestellt und drin steht dann : und hier geschieht ein Wunder. Wunderbar. Gell?

Anscheinend ist grad die Zeit der Migration. Bankenzusammenschluss und Umzug des Toonsup-Forums. Bin grad unfreiwillig zum Softwaretester geworden. Und es gibt jetzt neue IBAN und so. Damit muss ich einiges, was digital läuft umstellen. Ob ich auch die Pflegekasse informieren muss, werd ich erst am Montag erfahren. Weil die Hotline noch nicht freigeschalten ist. Da läuft eine Bandansage. Und am Montag werden da sicher viele Leut anrufen und fragen. Meine Mama hat schon einen Brief bekommen. Ich noch nicht. Ich kann mir aber anhand dessen die neue Nummer erdenken. Weil sich ja die ersten drei Blöcke ändern. Denk ich mal. Genauer wüsst ich es, wenn ich noch ein Datenset zum Vergleich hätte. Mindestens 2 braucht mer, besser mehr, um ein Muster (das macht unser Hirn so) in den Unterschieden , also eine Gemeinsamkeit aus den Unterschieden , zu ermitteln.

Ich geh einfach mal davon aus, dass in nächster Zeit noch einiges schief läuft bzw. ich noch nacharbeiten muss. Bei Amazon bin ich gespannt, ob die aktuellen Bestellungen da noch über die Bühne gehen, oder ob es da schon Probleme gibt.

Merke... Migration und Transformation ist überall.

Durch den unfreiwilligen Softwaretest hab ich einen netten neuen Kontakt aufgetan. Einen Softwareentwickler. Das ist doch schön. :)

Am Montag werd ich also wegen der Pflegestufe meiner Mama 3 Anrufe tätigen und auch noch bei der Bank versuchen durchzukommen. Mal sehen... Erst war meine Mama sehr erschrocken, weil sie da nicht durchgeblickt hat bei dem Schreiben. Die meisten ihrer Fragen kann ich aber aus dem Schreiben beantworten. Jetzt ist sie etwas beruhigt. Ich hoffe, halt, dass nicht zuviel schief geht. Weil das ist anstrengend und ich bin nicht so gut Dinge auf der menschlichen Basis zu klären. Eher auf der sachlichen. Und das mit den Gefühlen ist so eine Sache, der von anderen Menschen.

Migration , Bankenzusammenschluss, das sind ja auch Grossprojekte. Da geht es auch um das Vernezten und die Anwendung von Wissen. Gestern auf Arte in Wissen hoch 2 kam ein Beitrag zu Bürokratie und Grossprojekten. Und dass das halt aufgrund der Komplexität sehr schwer ist, alles zu bedenken und kleine Fehler einen Rattenschwanz (Kettenreaktion) von Fehlern nach sich ziehen.

Auch weil da Leute solche Sachen machen, denen die notwendige Erfahrung fehlt. Also braucht man auch dazu Experten. Wissensmanager oder halt Projektleiter mit entsprechender Erfahrung. Und dass es nicht gut ist, grad in einem solchen Projekt eine ganz neue Technik anzuwenden. Weil dann die Folgen gar nicht abzuschätzen sind.

Laut Beitrag ist es so, dass in Deutschland immer noch die Suche nach dem Schuldigen im Fokus steht, anstatt das Vertrauen in Erfahrung. Erfahrene Menschen sind halt auch älter. Ich find komisch, dass ältere Menschen abserviert werden. Oder ändert sich das? Mir ging es auch so, dass meine Bedenken oft nicht ernst genommen wurden, obwohl ich ja die Erfahrung habe. Ich hab halt viel negative Erfahrung mit Menschen gemacht. Und dsehalb tu ich mir schwer ihnen zu vertrauen. Ich lass mich aber gern mal eines besseren und schöneren belehren. Also dass mal was klappt. Und dass jemand auf mich hört. Das fänd ich ultrafein.

Was ich gestern gelernt habe, ist, dass Bürokratie nicht per se, wie ich bisher geglaubt hab, schlecht ist. Nein, sie ist auch notwendig. Sie ist Segen und Fluch zugleich. Je nach Perspektive und Erfahrung und Anwendung halt. Blöd ist halt, wenn sie zuviel wird. Das Einscannen bei der Rentenversicherung von Befundberichten dauert derzeit bis zu 4 Wochen. Das find ich schon heftig. Wobei das Formular ja auch per Post und analog an mich kam. Also die Möglichkeit dass der Arzt das Formular z.B. als pdf digital am Rechner ausfüllen kann, besteht gar nicht. Hm... Deswegen dauern die Dinge so lang.

Und Fälle nicht abschliessen zu können aus diesem Grund, weil man dauernd wieder auf was wartet, ist ja für den Sachbearbeiter auch nicht grad gesundheitsförderlich. Weil Du keinen Haken hinter die Sache machen kannst. Erst dann passiert was in unserem Hirn. Fertig! Juchu! Deswegen braucht es dann die Servicehotleine, weil wenn Du kein Feedback bekommst, in der Luft hängst, aber auf das Geld angewiesen bist, also Deine Existenz davon abhängt, dann hast Du Angst, bist verunsichert und brauchst eine Versicherung....

Also kommt es dann dazu, dass Du vermehrt nachfragst, was wiederum zu einem noch höherem Arbeitsaufkommen führt. Ob es auch einen gangbaren menschlichen Weg dazwischen gibt? Kein Wunder dass der Sachbearbeiter am andern Ende der Leitung mit den Nerven am Ende und sehr unwirsch im Tonfall ist. Das macht ja nicht glücklich. Nur Frust.

Ob sich das Problem auch anders lösen liesse? Anstatt in einer Hotline, die Dir halt nur sagen kann, dass es halt so und so lang dauert. Und Du in 2 Wochen wieder nachfragen sollst. Also sie beschafft sich selbst wieder ihre eigene Arbeit. Irgendwie find ich das etwas schräg. Geht es da nur mir so?

Bei der Banktransformation ist es auch so, dass mir im Kopf Dinge rumschwirren, dass halt das Konto am Anfang des nächsten Monats im Minus ist, weil die Zahlungen nicht drauf eingehen können, wegen der geänderten Kontonummern und des fehlenden bzw. etwas spät kommenden Informationsflusses. Hm... wie geht man sowas richtig an? Gibt es Leut, die das dauernd machen? Bankenzusammenschlüsse handeln und dann dafür die Experten sind? Kann die sich dann jede Bank leisten? Spart sie dadurch sogar hintenraus Nerven und damit Zeit und Geld... und verliert auch kein Kundenvertrauen. Denn das ist ja die Basis ihres Geschäfts. Wenn jetzt bei einem Kunden viel schief geht, dann wird der bestimmt nich tatenlos dabei zusehen, sondern hinterher die Konsequenzen draus ziehen. Weil er weiss ja dann auch schon für den nächsten Kontoumzug was alles schief gehen kann. Dann ist er der Experte für seinen Umzug zu einer andern Bank. Also hat er dann was draus gelernt. Die Bank hoffentlich auch. Oder ist ihr das dann wurscht? Kunden, die gehen, aufgrund sowas, werden die noch in Betracht gezogen? Als Lernerfahrung? Damit das beim nächsten mal oder bei anderen ähnlichen Aktionen besser läuft?

Also wär es nicht sinnvoll hinterher zu eruieren, woran es gelegen hat? Und die Schlüsselfaktoren zu identifzieren und dann beim nächsten mal ins Kalkül einzubeziehen? Ist das dann Risikomanagement? Oder Qualitätssicherung oder beides? Oder fällt das bei beidem raus, weil der Kunde eh weg ist. Meiner Ansicht nach könnte man hier das meiste lernen. Das hätte das höchste Potential.

Apropos die Wolke vom Wissenmanagement... das ist doch auch das was bei der künstlichen Intelligenz passiert. Das, was man nicht weiss. Das weisst Du aber auch bei Deinen Mitmenschen nicht, was sie aus einem Projekt oder Erlebnis gelernt haben. Dazu musst Du sie befragen. Ob Du das bei einer k.i. auch kannst. Fragen wie sie das wahrgenommen hat, bzw. wie sie durch die Verknüpfung der Fakten , des Wissens zu dem Weg bzw. den neuen Erkenntnissen gekommen ist? Das fänd ich schon spannend.

Vielleicht sollten wir da erstmal als Menschen mit entsprechend gutem Willen und als Vorbild vorangehen. Warum ist das für Dich eine eher negative belegte, schlechte Erfahrung? Fänd ich bei Arzt und Patient durchaus spannend. Wer was wie sieht. Oder auch bei Partnern , die zusammenarbeiten. Oder auch bei den Leuten aus utnerschiedlichen Abteilungen, die miteinander zusammenarbeiten müssen oder dürfen. Je nach Perspektive. Dann kannste individuelle Perspektiven und Muster einsammeln. Um dann wieder aus den Gemeinsamkeiten in den Unterschieden zu lernen und Heureka - und Ahaeffekte zu haben. Hmm... ob das möglich ist?

Obwohl in Fragebögen zu Onlinestudien oder wie die Dinger heissen, die auch vom Autismuskompetenzzentrum in regelmässigen Abständen als E-mail-Einladungen herumgehen, passiert das ja in einer Form. Aber ist das dann nich tzu standardisiert? Oder muss man das dann so gruppiert machen? Das wäre die Form Gemeinsamkeiten in schon vorhandenem Gemeinsamkeitendenken zu finden...

Aber wo bleiben dann die Gemeinsamkeiten in den Unterschieden, mit denen der Forscher noch nicht rechnet? Das ist ausser meiner Sicht immer das viel interessantere. Weil das wieder zu neuen Erkenntnissen führt. Zu Erkenntnissen mit denen man gar nicht gerechnet hat.

Wohingegen Standards eher bereits bestehende Erwartungen bestätigen sollen. Was ist aber, wenn diese Erwartungen durch die Gemeinsamkeiten in den Unterschieden widerlegt werden könnten oder eine andere neue Interpretation (durch die neuen Sichtweisen) zulassen? Hm...

Forschung ist also sich auch überraschen zu lassen und sich dahin führen zu lassen, wo man gar nicht gedacht hätte , dass der Weg hinführt. Das macht sie wohl so spannend. Und Menschen sind von Natur aus forscher und Entdecker. Unser Hirn arbeitet so mit der assoziativen Verkettung von Wissen und Daten. Unser Hirn betreibt also standardmässig Datamining um uns irgendwie durch das Leben zu bringen. Schon cool!

Und Experten schreiben Bücher oder bieten Kurse an über das was sie sich im Laufe ihres Berufslebens beigebracht haben. Also dienen Bücher der Wissenstransformation. Softwaredoku übrigens auch. Trotzdem ist es sehr schwer eine einheitliche Basis zu finden, die jeder versteht, der das liest. Vielleicht wenn man die Beispiele einfach genug wählt. Je simpler desto besser.

Andererseits handelt es sich ja um komplexe Sachverhalte und der Komplexität muss mer auch Rechnung tragen. Also wie findet man die richtige Mitte?

Das seht Ihr ja im Buchhandel. Schaut mal in die Schaufenster. Da gibt es ja z.B. die little people - Reihe. Das ist einfach formuliert, so dass es jeder versteht. Dann habt Ihr komplexe Sachbücher wie the human condition, die sehr kompliziert formuliert sind. Daran erkennt Ihr auch wie der Autor denkt. Nicht immer kannst Du ihm folgen. Aber vielleicht hast Du ein anderes einfacheres Beispiel oder einen anderen Zugang (Lösungsweg) zu derselben Wissenserkenntnis? Mir geht das meistens so.

Dann denk ich mir immer, warum formuliert derjenige das denn so kompliziert. Das geht doch viel einfacher. Oder durch die Verwendung von Bildern. Weil wenn ich was seh, versteh ich das viel eher, als wenn jemand das in Worten beschreibt. 1 Bild sagt mehr als 1000 worte. Dann wär das auch noch Ressourcensparend. z.B. bräuchte man weniger Papier. Mehrdimensionales kann man ja auch erstmal auf eine Dimension herunterbrechen.

Das geht z.B. bei Strickanleitungen so. Also meine Fair Isle Muster wie die Don't bei afraid of the hospital beanie (gut, das hat jetzt bei mir nicht so gut funktioniert) hat viele kleine Details und Muster. Das sieht auf den ersten Blick für jeden Stricker sehr kompliziert aus. Aber das Gesamt-Muster zerlegt sich in sich wiederholende Einzelmuster, Charts, die sich ebenfalls um die Mütze herum wiederholen. Also rekursiv angebracht sind.

D.h. im Endeffekt konzetrierst Du Dich auf die eine Chart, die Du gerade strickst und lässt alles andere ausser acht. Die Mütze (der Weg) ergibt sich also bei jeder Masche (jedem Schritt). Und das ist dann wieder sehr agil. Und gleichzeitig ist es ja ein Mützenplan. Also ist es sowohl agil als auch geplant. Vielleicht ist es wichtig beides in ausgegllichenem Mass zu machen. So einfach, dass es jeder versteht. Und wenn jemand es nicht versteht, ihm an einem einfachen Beispiel das ganze zu erklären. Weil er es dann am Beispiel (bildhaft) sieht. Und fertig ist der Lack!

Vielleicht findet Ihr die Lösung ja eher in einem für Kinder geschriebenem Buch, wo Ihr sie gar nicht erwartet. Oder in einer Fernsehsendung, die sich mit einem ganz anderem Thema (Analogismen) befasst. Von dem Thema könnt Ihr dann das Wissen auf Euren Bereich transferieren. Auch das ist Wissenstransfer. Nicht nur von einer Person auf die andere sondern auch von einem Sach- bzw. Fachbereich auf den andern. Also von einem Umstand zum anderen. Und das ist richtig cool. Wenn Ihr die Verknüpfungen so ziehen könnt. Da macht es Bing-Bing im Hirn. Heureka am laufenden Band. Dopamin für lau. Ganz genau ;-) Auch das ist assoziatives lernen.... Out - of -the - box thinking halt. Barrierefreies Denken. Und das passiert auch in Eurem Hirn die ganze Zeit. Ob Ihr wollt oder nicht.

Cool grad einen Freund zum Thema Wissensmanagement und ob er mir da Bücher oder so empfehlen kann, gelöchert. Per mail halt. Und einiges neues erfahren. Werd mich mal in das Thema einarbeiten. Das interessiert mich. Weil das ja auch mit sozialer Intelligenz und neuronalen Netzwerken zusammenhängt. Und unserer Haltung und einem heilsamen Betriebsklima. Es liegt also voll in meinem Beuteschema.

Cool fand ich diesen Spruch aus den Unterlagen, die er mir geschickt hat.
"Man kann Wissen genauso wenig managen wie Liebe oder seine Kinder. Ich kann jedoch ein Umfeld schaffen, indem Wissen gedeiht." (Larry Prusak)
Und genau das wird dann halt ein entsprechendes heilsames Betriebs- oder Familien- oder Gruppenklima sein... Und da will ich ja hin. Allez! Allez!

Hobbala... dass Menschen unterschiedliche Entwicklungsstufen und damit Weltanschauungen (Perspektiven) im Laufe ihres Lebens durchlaufen, damit befasst sich spiral dynamics.

Vielleicht ist dann ob ein Mensch TOM (Theory of Mind) intuitiv lernen kann auch so eine Art Entwicklungsstufe, die Du halt nur erreichen kannst, wenn Du viel mit Menschen zu tun hast. Weil Du dann die entsprechende Übung bekommst. Und auch wenn Du einen entsprechenden "Ausbilder" (Deine Eltern) hast. Wenn die keine Freunde haben , dann können sie Dir das ja auch nicht beibringen. Also hängt es halt von den Umständen ab, ob Du das lernen kannst. Die Möglichkeit hast. Wie ob Du schimmen oder Radfahren oder Inlineskaten oder Skateboard fahren lernst.... Entweder ergibt es sich oder halt nicht.

Dafür ergibt sich dann im Austausch und Ausgleich etwas anderes...

Hm... wenn zwei K.I.s Wissenstransfer machen wollen, geht dabei genausoviel schief wie bei uns Menschen? Weil jede K.I. was anderes gelernt hat? Und andere Erfahrungen gemacht hat? Kann man K.I.s , die mit unterschiedlichen Daten gefüttert wurden, miteinander vernetzen?

Bei Menschen geht das ja, weil wir ein Thema oder einen Menschen spannend finden. Wie funktioniert das bei K.I.s?

Samstag:
Spiral dynamics bringt immer neue Lebenswelten hervor. Hmm... haben die Menschen mit immer mehr Technik und Digitalität mehr Möglichkeiten ihr Leben zu gestalten als früher? Es gibt ja mehr Berufe denn je... ja klar, alte fallen auch weg und werden durch neue ersetzt. Wäre die Frage, was da überwiegt.

Heisst das, Menschsein wird immer individueller? Weil jeder unzählige Möglichkeiten hat wie sich sein Leben gestalten kann?

Wenn Menschen ähnliche Lebenswirklichkeiten haben, dann können sich z.B. Mütter im selben Alter mit Kindern im selben Alter bei einander versichern, dass das schon passt, was sie da so machen. Unbewusst oder bewusst. Andere nehmen dazu Erziehungsratgeber.

Wenn Du solche Vergleichsmöglichkeiten wie ich nicht hast, weil Dein Leben halt in ganz anderen Bahnen verläuft, dann musst Du Dir die Bitzelchen herauspicken, die sich mit anderen und deren Lebenswirklichkeiten überschneiden. Mit den Gemeinsamkeiten in den Unterschieden. Und das bietet kleinere Andockstellen. Highlights.

Während Normalos mehr gleiche oder ähnliche Andockstellen aufgrund ähnlicher Lebenswirklichkeiten aufweisen. So denk ich mir das. DAs ist meine Sicht. Eure würd mich auch mal interessieren.

In dem Buch Fröhlich mit Abstand tauschen sich zwei Frauen über Corona aus und wie sie das alles empfinden. Und sie bestätigen und ermutigen einander. Sie haben viel gemein , aber nicht alles. Und sie vergleichen ihre Lebenswirklichkeiten miteinander und so kommen sie gut durch die Krise soweit ich das bisher gelesen habe. Dafür sind also Freunde da.

Wenn es einem nicht gelingt welche zu finden, dann muss man sich diese Bestätigung anders holen. Aus der Natur. Gut, dazu gehört Freundschaft auch. Die ist ja auch natürlichen Ursprungs. Aber dann halt aus anderen natürlichen Quellen. Entweder von anderen Menschen (sogenannten Profis) oder halt von anderen seltsamen Vögeln und Normalos. Also aus einer bunten Mischung von unterschiedlichen Kontakten in mehreren Dimensionen.

Also entweder hat man eine enge Freundschaft oder halt viele lockere Kontakte oder einen Hund oder ganz was anderes.... Irgendwie gleicht sich das aus. Oder zumindest kann es das. Denn wenn keine Kontakte zur Verfügung stehen, dann muss das Gehirn das ja irgendwie anders lösen.

Samstag:
Hab grad das Buch "Wilde Zeiten Wie Du Deinen Sohn gelassen Durch Die Pubertät begleitest" gelesen. Weil auch in der Pubertät genau wie in einer Psychose Umbauprozesse im Hirn stattfinden.

Ich glaube bei Demenz oder anderen neurologischen oder sonstigen Erkrankungen ist das ebenso.

Das Leben basiert auf Assoziationen, Verklinkungen und das sind dann alles Bindungen. Und diese Bindungen und wie wir als System Mensch in Systeme mit anderen Menschen (Gemeinschaften) eingebunden sind, ergeben unsere Lebenswirklichkeit. Wobei die Sichtweisen der Einzelsysteme oft miteinander kollidieren. Das sind dann Konflikte.

Weder der Pubertierende, noch der Demenzkranke noch der Psychotiker können ihr Verhalten immer kontrollieren. Bzw. es gibt auf der Seite der Gemeinschaftsteilenden Missverständnisse, weil das Verhalten fehlinterpretiert wird. Es wird davon ausgegangen, dass Dein Hirn funktioniert. Weil man es Dir halt nicht ansieht, ob Du grad im Delirium Clemens durch die Gegend watschelst.

Also kann es sein, dass Dir Dein Umfeld Bösartikeit oder Absicht unterstellt. Du aber rein gar nix dafür kannst, weil Dein Hirn aufgrund seiner Hirnchemie keine andere Handlungsreaktion bleibt als Abwehr. Weil ihm alles zuviel ist. Das ist also dann keine Rebellionsphase. Du kannst einfach nicht anders, weil Dir alles zuviel ist.

Dann brauchst Du ein Umfeld, das genau dies wahrnimmt und dem das bewusst ist, dass Du das nicht absichtlich tust. Das ist in den heutigen hektischen Zeiten extrem schwer, weil ja auch das Umfeld ständig an seine Grenzen kommt. Leben wir in einem Zeitalter der Grenzerfahrungen?

Es gibt halt Behinderungen, die man nicht sieht. Zumindest nicht auf den ersten Blick. z.B. meiner Schwester siehst Du auch nicht an, dass sie nur ein halbes Gehirn hat. Es ist aber halt so. Und genau deswegen ist sie wie sie ist.

Und das versteht halt nicht jeder, dass sie für Dinge viel länger braucht, sich nix merken kann und selbst die Halbseitenlähmung hat ein ungeduldiger Mensch in der Warteschlange im Supermarkt "übersehen" und meine Mama angeschnauzt, warum meine Schwester ihr nicht beim aufs Band legen hilft. Wenn meine Schwester da helfen würd , würds noch länger dauern ;-)

Die Ungeduld verstärkt das Unverständnis. Leider.

Bei Demenz oder Alzheimer ist es glaub ich ebenso. Denn auch da siehst Du die Beeinträchtigung dem Menschen nicht an. Und Du gehst dann davon aus, dass er wie Du funktionieren kann. Das kann er aber nicht.

Meine Mama macht den Denkfehler auch immer noch. Dass sie denkt, dass ich das kann, was sie alles kann. Das kann ich aber nicht. Dafür kann ich aber andere Dinge, die sie nicht kann. Und so ergänzen sich Gemeinschaften und Systeme. Obwohl sie inzwischen weiss, dass ich Autismus hab. Das ist nicht leicht aus den alten Denkmuster und Verhaltensmustern herauszukommen. Weil auch sie uns Halt geben und unsere Lebenswirklichkeit formen.

Bei einer Psychose und ich denk bei Demenz und co ist es auch so... gehen Dir die Bindungen (Verknüprungen, Assoziationen, Erinnerungen sind auch Assoziationen) verloren. Du waberst in einer Art Nebel umeinand und nimmst vieles in einer Art Wurschtigkeit wahr. Du bist Dir Deines Umfelds nicht bewusst, weil Du ja die Verbindung verloren hast.

Dopamin spielt glaub ich dabei eine entscheidende Rolle. Weil nur mit Dopamin neue neuronale Verknüpfungen ausgebildet werden können. Ich vermut das mal. Weil mir ist mein ganzes Dopamin weggebrochen. Die Dopaminwelle auf der meine Comics entstanden sind, ist mir einfach unter dem Arsch weggebrochen.

Dein Hirn packt Dich dann in Watte, das scheint der Zustand der Haltlosigkeit zu sein. Zumindest hat sich das bei mir so angefühlt bzw. tut es das noch.

Leben ist mehrdimensionale Bindung. Erinnerungen, Erfahrungen, Menschen, Liebllingsessen, Routinen, Rituale, Lebens- und Themenwelten, Hobbies... alles was usnere Identität ausmacht ist relational.

Brechen diese aufgrund der Hirnchemie zusammen, verlierst Du den Halt. Und tappst unsicher wie ein Kleinkind durch die Gegend. Für die Umgegend ist das schwer ersichtlich, was mit Dir passiert. Und sie reagiert mit Unverständnis. Was aus dieser Sicht vollkommen verständlich ist. Also man wird irgendwie komisch oder noch komischer als sonst.

Kommst Du dann allerdings in ein Umfeld, wo weder Dinge noch Menschen sind, die Du kennst, hast Du es mit der Reaktivierung von Assoziationen schwer, wenn Dein Dopamin langsam zurückkehrt. Schichtdienst in Pflegeeinrichtungen erschweren das dann. Und den Arzt siehst Du ja auch sehr selten. Und obwohl Du auf dem Weg der Besserung bist, kann es sein, dass er Dich dann halt nicht für voll nimmt. Das ist keine schöne Erfahrung. Das macht Dich verzweifelt und wütend.

Du kaufst auch neue Dinge ein. Warum? Weil Du auch neue Dinge brauchst um neue neuronale VerknüLpfungen auszubilden. Du knüpfst dabei an bereits vorhandene Erfahrungen an. z.B. hab ich mir Dinge von Playmobil gekauft. Die stehen halt rum, zu Erinnerungszwecken. Und ich freu mich drüber. Ob Freuen und Vorfreude Dopamin wiederherstellt? Und Rauchen und Chips und Süssigkeiten? Ich glaub schon. Gutes Essen, wenn Du Dich drüber und drauf freuen kannst. Das hat bei mir gedauert, weil es im Krankenhaus leider nicht so gutes Essen wie daheim gibt, und ich auch nie das bekommen hab, was ich angekreuzt hab auf dem Zettel, weil ich mit dem Ausfüllen desselbigen überfodert war. Also bekommst Du eine Überraschung. Und mit Überraschungen kann Dein Hirn da noch nicht umgehen. Das kann meins Heut noch nicht.

Bekanntes hilft also die Vernetzungen im HIrn wiederzu reaktivieren und neue aufzubauen. cool! Und das macht das Hirn anscheinend von ganz allein, diesen Prozess einzuleiten. Nix anderes tut meine Psychose.

Gestern konnt ich zum ersten mal, seit über einem Jahr wieder einen Krimi geniessen und verstehen. Wow! Mit der Spannung konnte mein HIrn bisher noch nix anfangen. Da langweilte es sich. Oder es war ihm zuviel. Ich konnte das nicht angucken.

Schaut Euch das Internet an. Es ist auch eine mehrdimensionale Verknüpfung und bildet seine eigene Welt und seine eigenen Teilwelten, die Wiederum Teil Eurer Lebensrealität sind. Dort sind Querlinks zu Büchern , Filmen ...

Social media ist also Crosslinking bzw. besteht aus Assoziationen. Das ist also ein Abbild unserer Hirnvernetzung oder ein Teil davon, weil da sind ja auch noch die Gemeinschaften, die nicht im Internet drin sind, dabei und wir haben nicht das gesamte Internet im Kopf. Wär a weng viel.

Sonntag:
Hmm... ich glaub eine Psychose tritt dann auf, wenn der letzte Tropfen das Fass zum Überlaufen bringt. Also wenn der Garbage Collector nicht mehr ausreicht. Das ist der Tag, an dem ein Projekt gegen die Wand gefahren ist, weil die Performance des Programms, das entwickelt wurde, nicht funktioniert. Also wenn die Datenbank ständig ausgelastet ist, weil ständig irgendwelche Prozesse auf ihr ablaufen und auf sie zugreifen. Wenn die Anzahl der Workarounds neben dem Programm zuviel und zu unübersichtlich geworden ist.

Also ist eine Psychose aus meiner Sicht heilsam. Weil damit ein Neustart, Systemreboot initiiert wird. Und so der Arbeitsspeicher mal durchgespült wird.

Also bereinigt sich das System selbst. Ein System hat auch immer Auswirkungen auf alle am System beteiligten und damit also auf deren Systeme und die Systeme mit denen es in irgendeiner Form verknüpft und damit verbunden ist. Komplexität entsteht also durch Bindung und Verbindung oder Auflösung derselben. Weil sich dann bei deren Auflösung wieder neue Systeme herausbilden. Also entsteht erst aus einem System und dessen Vernetzung ein Chaos und dieses bereinigt sich dann wieder. Cool! Das ist ein natürlicher Prozess, der auch in menschlichen Prozessen und Gemeinschaften auftritt.

Wird es zuviel, dann kommt es zu einer natürlichen Bereinigung. Menschen bauen diese natürlichen Prozesse nach. Sie entwickeln Wissenschaften, die diese Prozesse analysieren, damit genau dieses Wissen auf praktische Weise nachgebaut und so bewusst in der Praxis angewendet werden kann. Ach so ist das auch in der Medizin! Cool. Also in allen Bereichen. Weil unser Hirn die Katastrophen des Lebens analysiert um daraus zu lernen. Und das macht sogar Spass. Denn erstens denken und lernen wir gern und zweitens helfen wir gern anderen.

Hm... ob das dann auch irgendwann so wird, dass das Wissen in die Intuition übergeht? Doch genau das passiert ja. Denn egal welche Arbeit Ihr macht, Ihr macht irgendwann Dinge automatisch ohne darüber gross nachzudenken. Weil auch so unser Hirn funktioniert. So wie ich als ITler ein Gefühl für Datenbanken bekomme, bekommt dann jeder Profi ein Gefühl für die Dinge, die er täglich anwendet und dann funktionieren sie automatisch. Aus dem Bauch heraus. Ohne grosses Nachdenken. Wow!

Heisst dann wohl auch, wer viel mit Menschen umgeht und mit schwierigen Menschen, der lernt auch den Umgang mit schwierigen Menschen intuitiv. Obwohl... was sind den schwierige Menschen? Menschen in einer Notlage, die sich mal ausreden müssen und einfach einen guten Freund brauchen. Und wo gehen die heut hin. Zum Hausarzt? Zum Facharzt? Zum Psychiater? Zum Psychologen? Oder zu einem Barkeeper oder reden sie sich bei der Frau an der Supermarktkasse aus? Also bei den "Profis". Also bei Menschen, die dafür bezahlt werden, sodenn man keinen guten Kumpel hat. Oder jemanden, mit dem man drüber reden kann. Oder man landet im inneren Dialog mit sich selber (z.B. in einer Psychose) und dann muss das auch irgendwann raus. Also schreib ich mir das von der Seele.

Ob der menschliche Drang zum Bloggen, Influencen und Bücher, E-mail, Whatsapp schreiben da seinen Ursprung hat? Weil wir uns Dinge von der Seele reden oder schreiben müssen? Wahrscheinlich hat es schon einen gewissen Anteil dran. Und auch, dass wir uns so mit anderen vergleichen und austauschen und so versichern können, dass es schon so passt wie wir das machen.

Kann man dieses Ausreden auch in homöopathischen Dosen auf mehrere Schultern verteilen? Ach so... das ist dann E-mail, Bloggen, Whatsappen, reden ... Ist dann unser Rededrang grösser geworden, weil die technischen Neuerungen und auch die Art und Weise wie wir leben, sich immer schneller ändert? Weil die Rahmenbedingungen schnell kippen können? Oder hatte man früher eher einen guten Kumpel mit dem man zusammengearbeitet hat und mit dem man sich auch ausreden konnte? Ist Ehe eine Art diese Partnerschaft zu leben? Also seid Ihr Steve MCGarrett und habt Danny geheiratet? Obwohl... das wär auch nicht gutgegangen... und das tut es heut auch oft nicht, dass Ehen lange halten. Früher blieb einem keine andere Wahl. Auch da gibt es heute mehr Optionen. Hmm... machen uns mehr Optionen dann unglücklicher? Weil das viel zuviel für uns ist?

Andererseits haben wir so Chancen, die wir früher nicht gehabt hätten... Auch hier gibt es zwei Seiten... oder mehrdimensionale Verbindungen, Sichtweisen... zahllose soviel es Menschen gibt, denn jeder Mensch hat seinen eigenen Standpunkt und seine eigene Perspektive und Arten wie er die Dinge tut, die er tut, und Gründe, warum er die Dinge tut wie er sie tut. Also jeder Mensch hat einen verdammt guten Grund, warum er so ist, wie er ist. Und doch kannst Du immer auch selbst entscheiden, wie Du die Welt sehen willst. Je nachdem wohin Du Deinen Fokus und Deine Aufmerksamkeit richtest.

Wie kriegt man das jetzt ausgewogen hin? Lifebalanced? Wo ich es doch nicht allein in der Hand habe, sondern immer in menschliche Systeme und Gemeinschaften und deren Ordnungen und Regelungen eingebunden bin. Und diese Ordnungen und Regelungen können sich in den unterschiedlichen Gemeinschaften auch noch widersprechen. Wie soll ein Hirn mit diesen Widersprüchen umgehen? Reicht es, dass es Dir bewusst ist? Oder musst Du es Dir auch mal von der Seele reden und schreiben und irgendwie verarbeiten und auflösen? Und was kommt danach?

Im Endeffekt wirst Du Dir dann klar, dass Du gar nicht anders konntest und dass Du das schon so gut wie möglich im Rahmen Deiner Möglichkeiten gemacht hast. Dass Dir oft gar keine andere Wahl blieb. Und was machst Du dann mit dieser Erkenntnis? Kommt dann die Gelassenheit, dass Du Dich selber nicht mehr in Frage stellst und die Systeme um Dich herum? Oder geht das immer so weiter? Hm... Spannende Fragen. Wie handhabt Ihr das denn?

Ich komm mir ein bisschen wie ein Verwundeter vor, der viele Schlachten in seinem Leben geschlagen hat und der sein Leben lang versucht hat, es allen recht zu machen und jetzt feststellt: das geht gar nicht! Aufgrund dieser Widersprüche.

Also passt das schon irgendwie. Ich mach das schon. Ich werd schon eine Lösung finden. Oder sie mich. Ich kann nicht alles planen. Derzeit schon gar nicht, weil alles um mich herum flexibel ist. Werd ich jetzt zum Adhocer? Oder war ich das schon immer? Wenn Du als Libero auf allen Positionen gespielt hast, die Dir das Leben halt zugeteilt hat? Ich weiss es nicht.

Ich schreib das, weil ich noch nix gefunden hab, wo jemand über ähnliche Erlebnisse berichtet hat. Vielleicht ist das auch ein Tabu. Das kann ich ja nicht beurteilen. Also brech ich das auf jeden Fall, wenn es so ist. Weil ich halt so bin. Und weil ich das brauch. Vielleicht geht es Euch ja ähnlich. Ich lande da, dass ich mich zwar in jeden hineinversetzen könnte, wenn ich seine Geschichte kenne, aber was bringt es dann? Du kannst dann Mitgefühl und Verständnis für den anderen entwickeln. Nachsicht, Umsicht. Vielleicht kannst Du ihm auch versichern, dass er auch so okay ist, wie er ist. Aber ihm sein Leben abnehmen, das geht nicht. Aber ihn dabei begleiten, den Mensch in ihm sehen und für ihn da sein und ihm Halt geben. Sowas würd ich mir ab und an von anderen Menschen wünschen.

Du bist nicht mein Feind. Du bist ein Mensch. Ich bin nicht Dein Feind. Ich bin ein Mensch. Vielleicht kann ich so ein liebevolles und verständnisvolles Umfeld um mich herum schaffen und Gefühle deeskalieren. Einfach indem jemand merkt, dass ich ihn so annehme wie er ist. gilt auch für sie. Die Genderei finde ich ein wenig nervig. Ich hab nämlich keine Ahnung was ich bin. Ein Mensch halt. Wie alle andern halt auch.

Aus dem was Menschen tun, erkennst Du übrigens auch wie gut sie zusammenarbeiten. Ein guter Coder, der anderen und sich die Aufgabe erleichter will, kommentiert seinen Code beim Schreiben. Nicht nur für sich. Aber auch. Denn auch wenn er schneller seinen Code wieder versteht, kann er ja wieder schneller an anderer Stelle helfend eingreifen, weil er dann wieder an einer neuen Baustelle arbeiten kann. Aus dieser Sicht macht Effizenzdenken auch Sinn. Nicht nur aus der wirtschaftlichen. Da beide miteinander verwoben sind, ergeben sich genau daraus auch Konflikte. Denn ein guter Coder wird dann auch schnell überlastet, weil er überall in die Bresche springt. Das ist dann aber nicht wirtschaftlich, wenn der Coder dann ausfällt , weil er krank wird. Also wie bekommen wir da die Balance hin?

Ich denke im Pflegebereich ist es ebenso. Grad warst Du noch der Libero auf allen Stationen und im nächsten Moment liegst Du selbst auf einer. Wie kriegen wir den Balanceakt hin? Mit Systemdenken. Indem Du Dir halt klar machst, dass wenn Du dem andern noch mehr aufbürdest und Dich aus der Verantwortung nimmst, dieser überlastet werden kann und dann ganz ausfällt und dann kommt die Arbeit als Bumerang auf Dich zurück.

Also liegt es auch in Deiner Verantwortung Verwantwortung für die Gemeinschaften, in denen Du bist, zu übernehmen. Nur wie schaffst Du das ohne Deine eigenen Grenzen zu überschreiten? Denn wenn Du ausfällst und Dich überlastest, dann ist es ja genau dasselbe nur umgekehrt. Können wir einander im Blick behalten? Und erkennen, wenn jemand über seine Grenzen geht? Meiner ANsicht nach geht das nur, wenn ich den anderen gut genug kenne. Dann kann ich ihn, das System und mich vor Schaden bewahren. Und wirtschaftlich effizient wär das dann auch, weil Prävention kostengünstiger ist als ein akuter Notfall. Hm... ich bin gespannt wo es higeht.

Ich für meinen Teil bin jetzt als Pflegefachkraft daheim gelandet. Gestern meinte ein Mann vor dem Schaufenster eines Pflegedienstes: "Da liegt die Zukunft."
Ich hoffe, sie liegt darin, dass wir besser für uns und einander sorgen als wir es jetzt tun. Jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten. Was meint Ihr? Das ist eine gesellschaftsweite Entwicklung. Und die sozial Schwachen muss man da mitnehmen. Denn genau da liegt ja das grösste Konfliktpotential also die grösste Chance! Und damit das meiste Wachstumspotential!

Hmm... ob es gelingt Fehler, Krisen, Konflikte als Chancen zu sehen? Oder machen Menschen das nicht schon immer so? Hat sich nicht langfristig vieles zum Besseren gewandelt? Besser als vor 10 oder 20 Jahren? Oder liegt das auch wieder im Auge des Betrachters? Und ist diese Sicht dann subjektiv oder objektiv? Und wenn subjektiv aus den Erfahrungen eines Menschen gesehen ist, gibt es dann überhaupt eine objektive Meinung? Hm... und doch kann ich ja entscheiden wie ich die Dinge sehen will... zu vergleichen, wie es mir vor 2 Monaten ging und wie es mir heute geht... Und dann kann ich andere fragen (wenn sie denn Zeit haben) und mich versichern, ob ich das richtig sehe und wenn ich jemanden finde, der anders denkt, dann erkenne ich wo noch Chancen (Konflikte) und Potential verborgen liegt....

Im Endeffekt erkenn ich dann, dass auch ich als kleines Lichtlein irgendwie einen Unterschied mache, weil ich in Gemeinschaften eingebunden bin. Ob ich will oder nicht. Ob das jetzt das Comicforum ist, toonsup, eine Gemeinde bei der ich ehrenamtlich eine Comicausstellung und einen Vortrag zum Thema Schmerzen gehalten habe und beim Gesundheitsnetzwerk mitgearbeitet habe oder ob ich als Bürger zu einem Amt oder als Patient zu einem Arzt oder in ein Kr ankenhaus gehe...
Irgendwas bleibt immer ;-)

Ach so... da sind wir jetzt in den Sozialwissenschaften angelangt. Da geht es um komplexe Systeme. Hm... wenn es überall auch in der IT um komplexe Systeme geht, könnte dann nicht die IT z.B. von den Sozialwissenschaften und die Betriebswirschaft auch von den Sozialwissenschaften lernen? Die Basis , die Essenz ist doch dasselbe? Also ich stell mir eine Art interdisziplinäres Crossverlinking vor. Ich kenn da jemanden, der arbeitet da zu dem Thema... ich geb Dir mal seine e-mail-Adresse, schreib ihn doch mal an. Sowas fänd ich klasse.

Wissenschaften befassen sich also mit komplexen Systemen. Cool. Deswegen find ich sie wohl so spannend. Infotainment halt. Also wenn man Systemdenken machen will , muss man an den richtigen System-Hebeln ziehen und die muss mer erstmal identifizieren. Und dabei hilft das Systemdenken. Und dabei ist irgendwie Adhoc-Denken von Vorteil. Aber auch planerisches Denken hat seinen Anteil. Du musst Dir jedes Problem individuell ansehen und dann analysieren. Denn Du hast unterschiedliche Leut im Team und die haben unterschiedliche Erfahrungen und sind ihrerseits mit anderen Systemen (Menschen) verwoben. Und das ist dann menschliche Vernetzung und Networking.

Irgendwie hab ich das nur mit einem bisher hinbekommen. Obwohl adhoc und kurzfristig und vorübergehend auch mal mit einem sehr bekannten Wissenschaftler. Alle anderen haben mir leider nicht geantwortet. Vielleicht hab ich sie mit meinen Fragen überrannt. Und war einfach zuviel oder zu unglaubwürdig. Zu direkt. Ich kann ned anders. Wenn mich was umtreibt, dann reizt mich das und dann muss ich das so machen. Dann wird es dem andern halt zuviel gewesen sein. Das ist auch wie Systeme funktionieren. Ich bin über Deine Grenzen gegangen. Und deshalb hast Du mir nicht antworten können. Oder andere sind über Deine Grenzen gegangen und deshalb ist die Mail runtergefallen. Oder es lag ein technisches Zustellungsproblem vor. Oder sie ist im Spamordner gelandet. Da gibt es derer viele Variablen. Deshalb nehm ich sowas inzwischen nimmer persönlich. Enttäuscht bin ich trotzdem etwas, wenn wieder so ein Testballon versumpft. Es gibt für alles gute Gründe und es muss nicht an mir liegen. Auch wenn ich ein nerviger Zeitgenosse sein kann. Ich kanns etz a nimmer ändern. So bin ich halt.

Dann hast Du gut auf Dich aufgepasst. Weil ich ja Deine Grenze überschritten hätte. Das ist dann ja auch wieder gut. Weil jeder Mensch eine endliche Menge von Ressourcenkapaziät hat.

Bei den Sozialwissenschaften geht es auch um gefühle. Logisch. Bei allen Wissenschaften , die das Leben betreffen und an denen Menschen, Tiere und Plfanzen betrifft, kommen Gefühle ins Spiel. Wie denkt Ihr denn wie Fridays for future gestartet sind? Mit Wut... Also ist Wut auch gut... Kommt halt drauf an, was man damit anstellen tut.

Hmm... das Thema Sozialwissenschaften interessiert mich jetzt. Mal sehen, ob ich mir das nicht im Selbststudium mit einem guten Praxisbuch reinziehen kann. Ist dann die Pädagogik die Verbindung zwischen Sozialwissenschaften und Wissensmanagement? Dann ist Personalwirtschaft das Bindeglied zwischen Betriebswirtschaft und Sozialwissenschaften, weil es Mensch und Wirtschaft bzw. Betrieb verbindet und so einen Menschen in eine neue Gemeinschaft integriert. Behindertenwerkstätten machen das auch. In Schulen, Kitas und Kindergärten passiert dasselbe. Also geht es überall um Gefühle. Cool!

Hab jetzt einen Bekannten gefragt. Obwohl das ist wohl schon eher ein Freund, wenn ich ihn mit so einem Zeug immer "belästigen" kann. Soziale Arbeit fühlt sich irgendwie anders an als Programme coden. Da hab ich weniger Dopamin, wenn ich 2 - 3 Stunden meine Schwester bad. Da passiert nicht viel. Es wird auch nicht viel geredet. Weil wir uns blind verstehen. Ich lang halt hin, wo ich gebraucht werd. Ich kenn den Ablauf ja, weil ich auf meine Schwester eingestimmt bin. Hm... und was macht mein Hirn im Rest der Zeit?

Irgendwie ist mir immer noch langweilig.... Und ich wollt ja im Openvhs mir das Zeug ansehen... aber irgendwie reizt mich das momentan überhaupt nicht. Da geht es um ethische Fragen... okay, das ist auch wieder was , was Sozialwissenschaften und Technik und wissensmanagement und das Gesundheitsmanagement betrifft... Vielleicht komm ich da noch hin, dass das für mich persönlich grad relevant wird.
Derzeit würd ich gern lernen, geduldig mit Menschen vom Amt umzugehen. Wie und wo kann ich das denn lernen? Welche Wissenschaftsfelder muss ich da denn noch abgrasen?

Obwohl... das mit der Ethik betrifft Dich, wenn Du andere pflegst ja mit den Vorsorgevollmachten. Meine Mama hat eine für mich. Sonst hätt sie mich in der Psychiatrie gar nicht besuchen dürfen und auch keine Auskunft bekommen. Die hat sie zum Glück damals gefunden. So kannst Du ethische Fragen also individuell in einer Gemeinschaft regeln. Habt Ihr da drüber schon nachgedacht?

Mittwoch 06.10.21:
Hmm... Systemdenken ist spannend, aber am Ende bringt es einen auch nicht wirklich weiter. Denn am Ende stellst Du fest: mach wie Du denkst ;-)

Wegen einer Bankenfusion gibt es neue IBANs. Und da konnt ich heut live in der Bank mitbekommen, wie unterschiedliche Menschen damit umgehen. Eine Frau ist wütend und laut geworden und die Dame in der Bank ist ganz ruhig geblieben. Sie hat das sehr schön deeskaliert. Und dann kam eine entspannte Kundin, die gemeint hat, naja etz hat sie sich grad an die Kontonummer gewönt und sich merken können und jetzt bekommt sie eine neue. Die merkt sie sich nimmer. Mir geht's genauso. Und dass auf ihre alten Tage die Banken ned hätten fusionieren müssen. Da hat die Dame von der Bank gesagt: wegen mir auch nicht.

Sowas find ich menschelnd. Das gefällt mir. Da muss ich schmunzeln.

Genauso wenn meine Autistin mich drum bittet ihr ein paar Dinge zuzuschicken und ihr Mailpostfach dann voll ist und ich eine undelivered mail zurückbekomme. Erst seuftze und dann denkste Dir... es gibt Dinge, die sich nie ändern.

Sie hat mir auch eine Mail geschrieben und im Betreff was von einer neuen Therapie. Nun hatt ich angenommen, dass sie da eine macht. Und nachgefragt, was sie denn da ausprobiert. Es war ein Scherz. Unten hing noch eine Karte mit dem folgenden Zitat dran: "Mama darf ich Gras kaufen? Kommt gar nicht in die Tüte. Ist gebongt. "
Die versteh ich leider nicht. Genausowenig wie den Witz.

Der unterirdische Humor lässt für mich den Schluss zu, dass es ihr grad nicht so besonders gut geht. Jetzt hab ich ihr nachdem sie mir gemailt hat, "Sorry. Hab grad mein Postfach aufgeräumt. Kannstes mir nochmal schicken?" nochmal geschickt. Hoffentlich hilft's.

Sonntag 10.10.21
Hmm... wenn sich die Kontonummer wegen einer Bankenfusion ändert, fällt einiges an Arbeit an. Bin aber gut dabei und hab auch ein paar Feedbacks , Bestätigungen schon bekommen. An anderen Stellen musste ich nochmal nacharbeiten, weil die ihr eigenes Formular und nicht das von der Bank wollten. Wird langsam.

Ich hab so eine Liste, damit ich den Überblick nicht verliere. Und für meine Mama mach ich das auch mit, weil sie damit nicht allein zurechtkommt. Irgendwie macht mer also auch wenn mer im Krankenstand ist irgendwie Homeoffice, weil bürokratisch halt immer wieder was anfällt.

Lustigerweise hab ich diese Woche den Pflegeeinsatz für meine Mama fast im Vorbeigehen telefonisch gemacht. Das war gar nimmer so schlimm. Vielleicht lern ich das noch, das mit Menschen am Telefon umgehen. Mit fremden. Wobei wir da eine Dame haben, die uns fest zugeteilt ist. Leider kann sie zwar keinen festen Termin im Voraus ausmachen, weil sie ihre Tätigkeiten und damit ihre Zeit auch adhoc planen muss. Also sie muss sehr flexibel sein. Das wusste ich noch nicht. Alternativ hab ich gefragt, ob sie mir den Termin per mail einen Tag im Voraus mitteilen kann. Dann kann ich mich drauf einstellen und adhoc umplanen. z.B. die Arbeitstherapie absagen. Ich muss ja auch an andere denken.

Bei unserer Haushaltshilfe ist das mit dem Adhocen auch so. Sie wird über App informiert , halt über das Handy wenn sich der nächste Einsatz ändert. Das erfodert erstaunliche Flexibilität. Ich könnt das nicht. Und es haben auch schon einige wieder bei der Firma gekündigt. Weil das alles nicht so einfach ist. Das ist in sozialen Berufen wohl die Regel.

Weil Du nie weisst, was der Tag bringt. Und wen. Auf wen Du Dich einstellen musst. Und Menschen in schwierigen Lebenslagen sind halt auch eher schwierig. Wenn Du Schmerzen hast, dann biste halt vielleicht grantig und auf Krawall gebürstet und eher unflexibel. Auch wenn Du älter wirst oder wie ich bist. Also nciht, dass ich aggressiv bin. Ich versuch immer zu mitteln.

Andererseits konnt ich in der IT beobachten, dass es da auch immer mehr so läuft und ich auch nie wusste, was der Tag bringt und von welchem Menschen ich grad Aufträge bekomme. Das fällt mir schwer und deshalb bin ich der Meinung, dass ITler jetzt sozial kompetente Menschen sein sollten. Ich weiss zwar nicht, ob das überall so ist, oder ob es noch Fluchtpunkte gibt, wo man als ITler noch in seinem Serverraum allein und ungestört herumbasteln kann. Bei uns war das definitiv nicht mehr der Fall. Und der Prozess kam schleichend.

Je mehr ich wusste und konnte, desto mehr kam hinzu. Vielleicht sollte man also öfter den Beruf oder die Firma, den Bereich oder das Fachgebiet wechseln, damit man nicht überlastet wird bevor alles über und auf einen hereinbricht.

Irgendwie hatt ich auch immer mehr mit Menschen in Extremsituationen zu tun. Corona hat den Trend meiner Ansicht nach verstärkt. Mit dem Homeoffice konnte ich mich auch nicht einfach umdrehen und aus dem Raum verschwinden wie früher als ich Aufträge face2face annahm. Ich habe bis heute Schwierigkeiten Menschen, die viel reden zu stoppen. Ich wusste auch nicht, dass man das darf. Geschweige denn wie man das sozialkompetent hinbekommt. Das wird mir jetzt erst klar und das wurde mir zum Verhängnis. Passt also da gut auf Euch und Eure Grenzen auf, damit andere nicht über selbige hinwegtrampeln.

Nachdem die Dopaminwelle auf der ich dahingesurft bin, weggebrochen ist, schaff ich es langsam wieder in die Gänge zu kommen und bin wieder auf meinen eigenen Wellen unterwegs. Andere bespassen kann ich momentan nicht mehr. Ich denke, das Spezialinteresse Comics hat sich damit erledigt. Also das Zeichnen. Ich wüsste ehrlich gesagt auch nicht mehr, was ich noch zeichnen sollte, weil ich doch schon alles abgegrast habe.

Ähnlich verhält es sich bei Tonkartoons. Ich hab zwar noch eine comicfigur abgepaust, aber wozu? Ich muss niemandem etwas beweisen. Auch nicht mir. Ich stecke gerade in der Ausbildung zur Pflegeperson und zu Pflegenden in einem. Also ich lerne gerade beide Seiten auf einmal kennen. Und Hilfe anzunehmen und mir neue Optionen und Handlungsspielräume zu erschliessen. Also neue Chancen zu generieren.

Ansonsten tu ich das erste mal in meinem Leben was für mich. Ich bilde mich zum Spass und aus Interesse zu Soziologie fort. Weil für mich das Zusammenleben von Menschen wie das funktioniert, sehr spannend ist. Grad weil ich ja mit dem Andocken an andere Schwierigkeiten habe. Das liegt wohl daran, dass andere in der Jugend Peergruppen finden und sich daran angleichen. Auch Klamottisch. Und Gestisch und Co. Das konnte ich nicht, weil mich keine Peergruppe haben wollte. Also hab ich meinen eigenen Stil entwickelt. So bin ich halt.

So hab ich dann auch nicht die Erfahrungen gemacht, die andere in dem Alter machen. Also nicht alle. Einige schon. Weil auch Aussenseiter so eine Art Peergroup sind. Halt eine sehr schräge. Wir haben das auch ausprobiert, was anderen Spass gemacht hat, aber mir hat es halt keinen Spass gemacht. Meine Definition von Spass scheint eine ganz andere zu sein. Ich les gern. Und inzwischen schau ich gerne Sitcoms. Amerikansiche. Wie soll es auch anders sein. Last man standing oder Mom gefällt mir derzeit sehr gut.

Frau Ella mag ich auch. Das ist kein Wunder, weil ich mich ein wenig mit ihr identifizieren kann. Das Wutschen und Wedeln hab ich auch, wenn ich hibbelig werde, weil nix um mich mehr funktioniert. Dann bin ich voll von der Rolle. So bin ich aber auch, wenn ich ganz begeistert von was bin. Und im Dopaminrausch stecke. Den kann ich offensichtlich generieren, wenn genug Trubel um mich rum herrscht, weil ich Energie in Kreativität umwandeln kann. Und dann bin ich wie ein kleines Kind auf Süssigkeitenrausch ...

Inzwischen komm ich mit dem Adhoc-Daheimdasein besser zurecht und es fällt mir nicht mehr sooft die Decke auf den Kopf, weil ich auch wieder Fernsehen und Sport machen kann. Das ging anfangs gar nicht. Und ich kann jetzt auch wieder drei oder vier Bücher und Comics aus unterschiedlichen Genres parallel lesen. Also in unterschiedliche Themenwelten am Tag eintauchen.

Apropos Themenwelten...
Die lange Nacht der Wissenschaften in Erlangen gibt es ab 21.10. auch im Netz online. Da will ich mich mal einklinken. Ich find es aber schwer sich für ein Thema zu entscheiden. Mal sehen.

Und was habt Ihr so vor?

Ah ... noch was. Die Dame von der Uni Köln zum Thema Wissensmanagement hat mir geantwortet und wir haben 2 x hin und hergemailt. Ein Wissensmanager ist so eine Art Vermittler und Projektleiter für die Übergabe von Wissen. Also nicht von reinen Fakten sondern Knowhow. Also dem wie etwas geht. Ich kenn das so, dass man sein Knowhow leider nicht los wird, weil alle andern Land unter sind. Da wird auch ein Wissensmanager nix dran ändern können. Weil zur übernahme von Wissen brauchst Du ja ein Verantwortungsgefühl. Eine Emotion. Etwas, das dich dazu bewegt Dich zu bewegen.

Da sind wir dann also wieder in der Psychologie und weil es sich um Menschen und Gruppen handelt in der Soziologie. Die neuen DK-Bücher zu beiden Themen sind übrigens klasse! Auch für's Selbststudium. Weil sie nicht langweilig sind und schön bunt. Auch zum Diskutieren geeignet. Mangels Menschen in meinem Umfeld findet der Diskurs in meinem Kopf statt. Ob eine Psychose dafür gut ist, um Dir eine Art grossen Bruder zu schaffen, der mit Dir diskutiert und Dir hilft, Dich im Leben zurechtzufinden? Irgendwie cool. Manchmal aber auch etwas gruselig. Also ambivalent. Wie wir Menschen halt so sind.

Ich frage mich wie man ein Betriebsklima hinbekommt, auf dem ein Wissensmanager gedeihen und wachsen kann und nicht frustriert den Kopf in den Sand steckt, weil ausser Meetingeritis leider nix dabei herauskommt. Wenn wir drauf verzichten würden uns rechtfertigen zu müssen, wenn man einander einfach glauben würde, das würde schon enorm viel Zeit sparen.

Ach und da sind wir wieder bei der Einstellung, dem Mindset, dass es nicht schuldigerorientiert sondern lösungsorientiert ist. Hm... wie bekommt man das in einer grossen Gruppe, in einer Firma hin? Als einzelner kannst Du nur mit gutem Beispiel vorangehen und das leben, was Du predigst. Dann schaffst Du um Dich herum ein heilsames Umfeld für andere. Sie kommen gern zu Dir, weil sie sich auf Dich verlassen können. Das kann aber dann Dir zum Verhängnis werden, weil Dich dann keiner mehr sieht und Du als selbstverständlich wahrgenommen wirst. Und dann stellst Du fest, dass Du Dich auf keinen verlassen kannst. Und das ist dann schon eine sehr bittere Erkenntnis.

Der teamfähigste Mitarbeiter geht also zugrunde wenn er nicht mindestens einen Teamplayer findet. Das ganze müsste dann noch sozial ansteckend sich ausbreiten und dann würde das ganze funktionieren. Und wie denkt ein Teamplayer? Der denkt systemrelevant. D.h. er denkt auch an die anderen. Also an die Auswirkung seines Handelns und Nichthandelns auf andere. Aber auch an sich. Weil er weiss, wenn er nicht gut auf sich aufpasst, dann kann er auch den anderen nicht helfen. Und dann bricht das System zusammen.

Hmm... wie lange es wohl dauert bis dieses Denken (Nächstenliebe) um sich greift... ich bin gespannt. In den sozialen Bereichen finde ich für mich derzeit ein viel angenehmeres Betriebsklima. Also z.B. in der Arbeitstherapie. Da menschelt es.

Wisst Ihr wer mir zum Geburtstag gratuliert hat? Also da ist Oton, die Telekom (da bekomm ich ein Notizbuch mit Stift, hab mir grad den QR-Code ausgedruckt, das hol ich mir ;-), und unser Pflegedienst. Cool gell.

In unserer wirtschaftlichen Firma hat man Grusskarten vor einiger Zeit aus Kostengründen eingestellt und schickt sie nur noch digital hinaus. Irgendwie macht eine echte Karte, die ich in der Hand halten, fühlen und anfassen kann, aber mehr mit mir. Sie berührt mich mehr, weil ich sie in echt anfassen kann. Also wieder eine Emotion. Es bewegt sich was in mir. Und ich freu mich mehr drüber als über eine digitale Postkarte.

Ob deswegen wieder mehr analoge Karten verschickt werden? Weil sie der Bindung und Verbindung dienen und sie stärken?

Im Gegenzug bekommst Du dann aber auch kein oder ein weniger positives Gefühl vom Kunden zurück. Also Du bekommst das dann gespiegelt. Weil er sich nimmer so wohl und gut aufgehoben bei Dir fühlt. Weil er sich weniger ernst genommen fühlt, wenn Du an ihm sparst. Denn er investiert ja sein Geld in Dich. Und da möcht er ja auch etwas Menschlichkeit zurückbekommen. Menschlichkeit verbindet also.

Also ich hab Geburtstagskarten von den Servicedienstleistern bekommen. Das ist doch schön. Eine lustige Comickarte war auch darunter. Die hab ich an den Kühlschrank gehängt, weil sie gute Laune macht.

Und eine Karte aus Spanien mit schönen Bildern von einer Freundin ist auch eingetrudelt. Da denkt jemand an Dich. Er hat mich gern. Ich bin systemrelevant :) Jippeyjay Schweinebacke!

Dienstag:
Hmm... gestern beim Bus heimwärts mit einem Mann ins Gespräch gekommen... Ich hab mich ja gefragt, wie andere das machen, die eigenen Grenzen zu wahren... also er hat gemeint, er macht jetzt nur noch Dienst nach Vorschrift.

So genau weiss ich zwar nicht wie das geht, aber anscheinend machen das irgendwann die Menschen, wenn sie zu lange in ein und demselben Job feststecken. Weil andernfalls kommen alle zu Dir und laden ihre Probleme und Aufgaben bei Dir ab. Es ist also eine Schutzreaktion.

Wie macht Ihr das denn? Oder wie habt Ihr das hinbekommen, dass Ihr Eure Arbeit gern tut inklusive der dort vorkommenden Beziehungen? Dass sie Euch nicht überfordern? Jobrotation? Oder hilft das gar nicht?

Der Comic (den hab ich schon vor geraumer Zeit mal gemacht, momentan fällt mir, weil mir meine Dopaminwelle auf der ich durch Corona gesurft bin, abhanden gekommen ist, nix mehr ein, passt ganz gut dazu. Das ist dann wenn so eine Beziehung ned funktioniert. Dann schimpft mer halt vor sich hin.

Ich hoff Ihr könnt drüber schmunzeln.

Die Glaa aus ERH - Andere Laender andere Sitten ...

Lese grad ein langsam dahinplätscherndes Buch , in dem es auch um Beziehungen geht und um Micah, den Tech hermit. Er ist der nette Kerl von nebenan, der in seiner Nachbarschaft aushilft und der Menschen bei PC-Problemen hilft.

Hmm... Krimis kann ich grad gar nicht lesen. Aber die US-Krimiserien wie Bones kann ich wieder gucken. Wenigstens ein Fortschritt. Ansonsten plätschert mein Leben wie das vom tech hermit dahin... mir ist ein bisschen langweilig, das geb ich gern zu. Ich war ja mehr Trubel um mich rum gewohnt. Und etz isser fort. Also trauer ich dem ganzen auch ganz schön hinterher. Obwohl es ja nicht gut für mich war. Da haste Dich irgendwie an den Irrsinn gewöhnt... Der Mensch ist ein Gewohnheitstier.

Jetzt hat sich also mein Leben entschleunigt. Von der Überholspur auf den Seitenstreifen... Auf Cartoons basteln hab ich grad keine Lust. Ich mach das nötigste und gut is. Mehr Energie hab ich auch ned.

Mittwoch 13.10.21
Gestern ein Buch von einem Läuferpapst angefangen und den Tech hermit zuende gelesen (redhed by the roadside oder so ähnlich ;-). In dem Buch ist nix passiert, ausser dass er sich am Ende mit seiner Freundin versöhnt hat und ein Missverständnis aus der Welt geräumt hat. Also war das eine Beziehungsgeschichte. Am Ende hab ich den Text nur noch im Schnelltempo gescannt auf das Wichtigste. Weil ich einerseits fast vor Langeweile dabei eingeschlafen bin, aber doch wissen wollte, was noch am Ende passiert.

Der Sohn seiner ersten Ex hat sich zu ihm geflüchtet und da war Micah der Vermittler, dass sie sich wieder versöhnt haben. Es war also ein mehrdimensionales Versöhnungsbuch mit mehrdimensionalen Beziehungen.

Der Läuferpapst schildert wie er sich quält, aber dass er das Laufen auch nicht lassen kann. So wie er es auch nicht lassen kann, sich neue Sportausrüstungsgegenstände zuzulegen um dann doch von einem 8jährigen geschlagen zu werden. Warum sieht man das Leben als einen Wettkampf? Wieso kann ich nicht einfach zurückblicken und mich mit mir selber vergleichen? Also vor zwei Wochen war ich noch nicht so gut in schuss... da würd mer sich einiges ersparen. Oder brauchen das die Menschen aus irgendeinem Grund?

Wenn ich mich mit jemandem vergleichen kann, dem es schlechter geht als mir, dann kann ich immer noch sagen, hey schau wie gut es mir geht. Da versteh ich das.

Übrigens wegen der ganzen Laufausrüstung , die seine Frau dann ab und zu mal ausrangiert (das hat meine Mama bei uns als Kindern genauso gemacht), geht es ihm wohl wie mir... Du hast einfach zuviel Kram im Laufe Deines Lebens angesammelt, kannst Dich aber nicht davon trennen, weil daran Deine Erinnerungen und Erfahrungen hängen. Was mir meine Bücher als Freunde sind, sind ihm seine schweissdurchtränkten Laufklamotten. Ist ja irgendwie logisch.

Meine Klamotten geben mir auch Schutz und Halt. Überhaupt die Hoodies, weil sie einen wortwörtlich behüten, wenn man die Kapuze aufzieht. Ausserdem signalisierst Du dann klar: ich bin grad nicht ansprechbar. Ich brauch meine Ruhe, wenn Du sie aufhast. Du brauchst nix sagen. Find ich furchtbar praktisch.

Soderlein mein Experiment mit den Paprika geht in die nächste Runde. Inzwischen sind sie in den Innenraum umgezogen, damit sie mir nicht draussen erfrieren. Es hat zwar noch nicht gefroren, aber ansonsten vergess ich es garantiert.

Jetzt stehen die grossen, die genug Freiraum haben, um sich gut zu entwickeln mit grünen grossen Schoten am Fenster. Lustigerweise werden die kleinen, die in der Schale nicht soviel Freiraum haben und weniger und kleinere Früchte tragen, jetzt rot! Das Wunder der Neuro- und Biodiversität. Das hätte ich jetzt nicht vorhersagen können. Ich weiss auch nicht, warum die grossen grünen nicht rot werden. Weil sie mehr Wasser brauchen und ich sie entsprechend mehr giessen muss? Oder bekommen sie rechts am Fenster etwas weniger Licht und Sonne, weil sie sooo gross sind und sich so gegenseitig das Licht streitig machen. Wohingegen die kleinen, die weniger Platz haben es sich besser aufteilen, weil sie ja nicht so gross sind und sich so auch weniger das Licht streitig machen. Hm...

Ich kann nur beobachten und mich wundern. Ich finde das Experiment sehr spannend. Und bin dann auch gespannt wie die roten schmecken. Orange oder gelb ist keine der Paprikas bisher geworden. Sie werden von grün, eher schwarzlich und dann gleich rot. Das kann ich beobachten. Obwohl es ja heisst, orange und gelb wären nur unterschiedliche Reifegrade. Warum reift das dann hier bei mier anders? Also nicht invers-Ampelkonform?

Hier sind ein paar Beweisfotos.

Paprikaexperiment Biodiversitaet
Paprikaexperiment Biodiversitaet
Paprikaexperiment Biodiversitaet

Schon witzig... jetzt hätte man ja denken können, dass die Paprika, die viel Platz und viel Wasser bekommen, auch die grössten und am schnellsten reifenden Früchte bekommen. Das ist aber nicht so. Zumindest nicht bei mir und meinen Mini-Paprikas. Der Samen war identisch. Nur die einen hab ich in der Anzuchtschale belassen und die anderen grossen ausgedünnt, also in grosse Töpfe umgepflanzt.

In der Schale ist übrigens auch das ein oder andere Plfänzchen, das keine Früchte trägt. Ich bin davon überzeugt, dass es dennoch irgendwie sozial paprikaintelligent seinen Beitrag zu den roten Früchten und damit zur Erhaltung der Art leistet. Denn auch seine Wurzeln durchziehen die Erde. Und Wurzeln sind ja nix anderes als ein Netzwerk. Glasfaser der Natur halt. Bzw. Wurzeln sind das Gehirn der Pflanzen meinen Experten.

Vielleicht msust Du ja miteinander interagieren um rot zu werden. Bei Meschen ist das ja auch so. Ob das rot der Paprika der sozialen Reife von Menschen entgegengestellt werden kann? So als Analogismus?

Keine Ahnung. Ich kann Euch nur zeigen, wie das halt bei mir am Fensterbrett so ist. Ich bin gespannt, ob die Paprika im Topf auch noch rot werden.

Dabei muss ich an die Superchickens denken. Also optimal geförderte Hühner die dann aufeinander einhacken und sich gegenseitig den Lebensraum streitig machen. Wohingegen neurodiverse (also eine Durchschnittsmischung von HüHnern) weiterhin ausreichend Eier legt und als Gruppe überlebt.

Mal sehen, welche Pflanzen dann am Fensterbrett eher eingehen. Die in den Extratöpfen oder die in der Schale. Was glaubt Ihr?

Zu meiner Frage, ob bei jedem irgendwann im Laufe seines Berufslebens, wenn er seinen Job mit Hingabe macht, die Energie und Puste ausgeht bzw. wie er sich wehren kann, kam die Antwort im toonsup-Forum.

"Halt weit weg sein..."
Hm... also man distanziert sich irgendwie davon. Ist das dann die professionelle Distanz? Braucht mer die dafür? Dass man die Dinge nicht zu nah an sich heranlässt? Das hab ich beim besten Willen nicht gekonnt. Anscheinend lern ich das jetzt durch die Psychose. Ist als hätt ich ein paar grosse Brüder bei mir, die mir die Welt erklären. Wär natürlich schöner gewesen, das mal in echt zu haben. Hätt mir einiges erspart. Aber das war mir halt nicht gegeben. Man muss halt mit dem zurechtkommen, was man so kriegt. Hauptsach es hilft irgendwie weiter.

Wie und wo lernt man denn professionelle Distanz? Und wie geht das? In sozialen Berufen musst Du das ja können, sonst gehst Du ein. Oder funktioniert das doch nicht und man macht sich was vor?

Hätt ich jetzt nicht gedacht, dass ich jetzt hintenrum wieder bei der professionellen Distanz lande. Also hätt die mir auch gutgetan, wenn ich das denn gewusst und hinbekommen hätte. Dafür hätt ich mal jemanden treffen müssen, der mir das erklärt und auch zeigt wie das geht. Damit ich mir das abgucken und von ihm lernen kann. Also braucht es wieder so ne Art Ausbilder oder Peer dafür. Tja die Ausfahrt hab ich leider zuletzt verpasst. Aber vielleicht bekomm ich das noch hin, dass ich nicht mehr so oft an Menschen und der Welt verzweifle... und Dinge nicht mehr so persönlich nehme... ich arbeite daran.

Vielleicht frag ich einfach mal ein paar "Profis" wie die das machen.

Im Comicforum kam noch keine Reaktion dazu. Ausser halt Klicks. Aber das sagt mir halt nix. Ausser dass jemand den Comic gelesen hat. Ohne Feedback komm ich da halt leider nicht weiter. Das ist dann die soziale Intelligenz der social Media nehm ich mal an. Die Verknüpfung des Wissens also sind wir wieder beim Wissensmanagement gelandet, das per Plattform wie Comicforum, health hackers oder toonsup oder meinem Blog ausgetauscht wird im open source verfahren. Weil wir halt so sind und einander helfen wollen. Irgendwie. Cool.

Toonsup hat ja jetzt ein neues Gewand. Auf jeden Fall ist einiges nimmer wie vorher. Was aber Absicht ist. Denn all die kleinen Schnickschnackgeschichten, die vielen Extras führen zu einer grösseren Komplexität und damit zu einer grösseren Fehleranfälligkeit und einer Einbusse der Programmperformance. Also es dauert länger bis der Output erscheint, je mehr Prüfungen und Extras und damit Details eingebaut werden. Deshalb ist eine Entrümpelung von Zeit zu Zeit gut.

Es dauert dann bis sich unser Gehirn an das neue Layout gewöhnt hat. Look and feel. Und Du fühlst Dich da am Anfang überhaupt nimmer heimisch, weil jetzt alles etwas anders ist. Bis Du Dich dran gewöhnt hast. Wie bei einem neuen Song, den Du im Radio hörst, und der Dir anfangs sauer aufstösst. Irgendwie hooked der Dich und wenn Du den dann oft genug gehört hast, dann verankert er sich als Ohrwurm in Deinen Gehirnwindungen. Also wieder eine Verlinkung und Bindung.

Die Bindung zu der neuen toonsup-Seite muss ich erst noch aufbauen und mit ihr warm werden.

Entrümpelung ob bei einem Programm oder daheim ist ja aus einem scheinbaren Chaos wieder eine neue Ordnung zu schaffen. Also wieder neu zu beginnen. Und das ist ja mit der Website jetzt passiert. Das passiert ständig und überall in unserem Leben und um uns herum. Meine Psychose ist ja auch irgendwie Ende und Anfang zugleich. Ich weiss zwar noch nicht wofür. Das werd ich irgendwann hinterher erst analysieren können. Wenn ich das dann überhaupt mitbekomme und es mich interessiert. Vielleicht brauch ich das gar nicht.

Hmm... die Frage ist... ab wann kannst Du erkennen, dass Du einen Neubeginn brauchst? Ob bei einem Programm oder in Deinem Leben... Ob man da mal einen Experten fragen kann? Und wenn ja, wer ist das? Gut, für das eigene Leben, ist man das selber.... aber wenn man den Absprung bisher verpasst hat... hmm... okay... dann lernst Du es ja weil Du den Absprung verpasst hast. Also ich krieg das wohl gerade durch die Psychose beigebracht. Interessant und faszinierend.

Wie habt Ihr das denn gelernt?

Das mit dem Neubeginn bei einem Programm hab ich jetzt mal einen Scrum-Master gefragt, den ich kenn. Bin mal auf die Antwort gespannt. Ich glaub aber, dass das derzeit Dinge sind an denen Menschen noch forschen. Also dass es darauf noch keine Antworten gibt. Ausser die, dass Du das situationsbedingt individuell erkennen musst.

Bei einer Firma würd ich sagen, kannst Du es an der Schwerbehindertenquote erkennen. Wenn die ansteigt oder wenn die Anzahl der Schwerbehinderten sinkt. Wenn z.B. viele Schwerbehinderte die Firma verlassen oder wenn viele Mitarbeiter eine Schwerbehinderung haben... Aber auch da kommt es auf die Umstände an. Vielleicht zieht ein gutes Betriebsklima auch schwerbehinderte an. Oder das kalte Betriebsklima erschafft die neuen Schwerbehinderten und treibt sie aus der Firma. D.h. man muss die Zahlen und die Hintergründe betrachen. Und dazu muss man halt einige Leute befragen, um sie zu erfahren. Deswegen machen Umfragen Sinn. Allerdings offene. Und nicht mit festgelegten Antworten. Das macht sie aber auch schwerer zum Auswerten. Weil Du das dann halt nicht automatisch machen kannst. Sondern Du musst da Menschen, Datenanalysten hinsetzen, die dann aus den Hintergründen einen Trend ablesen können. Ein Muster. Oder kann das KI auch?

Ich kenn das so, dass, wenn man eine Auffälligkeit findet, erstmal 20 Fälle oder so sammelt, wo diese Auffälligkeit auftritt und dann guckt man sie sich im Detail an und vergleicht die Fälle miteinander. Und so kann man dann ein Muster erkennen. Dass man dann an weiteren Fällen nochmals nachprüfen kann. Erst dann lässt sich eine Lösung ableiten. So ist das halt bei der Lösungssuche. Und erst dann lässt sich das Problem beheben. Denn Du musst ja erst rausfinden, wo Du hinlangen musst. Und das ist das aufwendigste am ganzen Prozess.

Das macht übrigens unser Heizungsinstallateur auch. Der hat grad ein Problem behoben, aber jetzt geht das Wasser nimmer. Da so eine Heizungsanlage halt auch ein sehr komplexes System ist, dass in Wechselwirkung zu den Subsystemen steht, haste halt dann oft Nebeneffekte mit denen Du nicht rechnen kannst. Jetzt sucht er den Fehler. Solange läuft halt heut kein Wasser. Ich bin sehr zuversichtlich, dass er das Problem mit seinen analytischen Fähigkeiten und seiner Erfahrung lösen kann.

Da Du bei einem komplexen System nie weisst, was als Nebenwirkung auftreten kannst, macht es keinen Sinn nach einem Schuldigen zu suchen. Sondern sich dann halt der Nebenwirkung zu stellen und sie in Angriff zu nehmen. Und das macht er grad. Und das ist nix anderes als Adhocertum. Das ist also nix neues. Das gibt es schon und wird schon gelebt. Du musst die Natur und die Neugier halt nur machen lassen.

Apropos... Individualmedizin geistert ja auch immer wieder durch die Medien. Wenn ich Euch sage, dass sie schon da ist. Denn Ihr wählt ja individuell zu welchem Spezialisten dass Ihr geht und welche Therapie Ihr machen wollt. Und das bei jedem Spezialisten.

Und bei den Handwerkern macht Ihr das genauso. z.B. wenn Ihr Euch für eine Hackschnitzelanlage entschiedet. Es ist überall dasselbe Prinzip.

Dann möcht ich noch einen schönen Kommentar mit Euch teilen, den ich grad wiedergefunden hab...
"I am amazed at how people like you are able to come up with designs, make them work, and break them down for people like me. "

Es macht mir einfach Spass Dinge einfach zu erklären... :) Jippieeye! Und schon hab ich ein bisschen Dopamin und wieder eine meiner Stärken kennengelernt. Durch jemanden, der mir das einfach mal so schreibt! Wie cool ist das denn?!?

Donnerstag:
Hab eine Antwort vom Scrum-Master bekommen zu dem Thema Software aufräumen bevor das Projekt gegen die Wand fährt.
"Was Du ansprichst, ist technische Schuld. Wenn dieser Berg zu groß wird, kann man ihn nicht mehr abbauen - schließlich kann man wegen Aufräumarbeiten nicht 3 Monate keine neuen Features mehr entwickeln.
Der einzig gangbare Weg ist, diese kontinuierlich abzubauen. Dies wird vorzugsweise im Rahmen von Featureentwicklung gemacht (wenn jemand die Komponente x eh anfasst), oder man reserviert einen Teil der Kapazität dafür (z. B. 20 Prozent). Ein Indikator für zu hohe Schuld ist, dass Neuentwicklungen immer länger dauern."

Ich bin ja ein kleiner "Ketzer". Mich stört schon ein wenig das Wort Schuld. Komisch. Das klingt nicht nach Chance. Eher nach Schuldstörung. Also ich glaub nur das, was ich sehe oder wenn mir jemand aus der Praxis erzählt, dass das bei ihm funktioniert und dann will ich gern wissen wie das dann praktisch aussieht. Weil ich das bisher nicht so mitbekommen hab, dass sowas funktioniert. Ja, eine Zeit lang hab sogar ich Migrationsreste bereinigen können und das hat dann auch Spass gemacht. Weil das ein tolles Erfolgserlebnis war, wenn man auf sowas gestossen ist und nicht damit gerechnet hat. Aber irgendwann hatte ich keine Zeit mehr dafür. Wie hält man da die Balance, die Leute bei der Stange (motiviert) und sorgt dafür, dass sie nicht mit fliegenden Fahnen untergehen? Wahrscheinlich muss da jeder zunächst selber auf sich achten. Aber auch aufeinander irgendwie. Das hab ich ja versucht. Und meine Variante hat nicht funktioniert. Jetzt würd ich gern wissen wie andere das machen.

Als Vorschläge hatte ich bis jetzt professionelle Distanz (Abstand) und Dienst nach Vorschrift. Da muss es doch auch noch einen Mittelweg geben. Nur wie und in welchem Umfeld? Bzw. wie muss das Umfeld dann aussehen? Es muss ja einerseits genug Freiheiten bieten, neues ausprobieren zu dürfen andererseits aber auch regelsicherheit. Man muss irgendwie wissen woran man ist. Aber ein agiles Umfeld lebt ja auch davon, dass es sich verändert. Hm...

Ich find das schön Experten zu fragen und wenn sie dann aus dem Nähkästchen plaudern. Ich finde das ultraspannend! Ihr auch? Ich liebe diese Querdenke...!

Freitag:
Hm... ich heule nimmer. Diese Traurigkeitsphase bzw. dieses Hoch- und Tiefbaugedöns war sehr anstrengend. Die Hoch und Runterschaukelei von Himmelhochjauchzend zu zu tief traurig scheint die Gehirnchemie wieder einzudengeln. Erstaunlich!

Ich bekomme zwar noch ein Neuroepileptikum in minimaler Dosis, das hilft anscheinend noch zusätzlich. Es scheint zumindest nicht zu schaden. Meine Schwester bekommt wegen ihrer epileptischen Anfälle nach dem Schlaganfall auch welche, aber in höherer Dosis.

Inzwischen träume ich nachts wieder. Ich denke, dass wenn Du nicht mehr schlafen kannst, die Verarbeitung der Reize und Geschehnisse und die Aufräumaktionen, die ja beim träumen passieren sollen, sich in den Tag verlagern. Also Du "träumst" bzw. wirst geträumt am Tag! Damit Dein Hirn und die HIrnchemie wieder ins Lot kommen. Entrümpelung bzw. Müllabfuhr.

Meine Kreativität scheint mich durch die Psychose zu bringen, indem sie mir Gschichtli erzählt. Denn das Gehirn muss sich in der Welt ja wiedfer zurechtfinden. Und wenn Dir einfach die Zusammenhänge fehlen, weil sie Dir auch niemand erklärt oder erklären kann, dann muss Dein Hirn das eben selber machen.

Meine Mama war anfangs noch sehr wütend auf mich. Da war damals auch keine HIlfe zu erwarten. Da musste ich ihr die Dinge aus der Nase ziehen und das konnte ich mit meiner damaligen Gehirnkonfiguration auch nicht. Kann ich heut noch nicht. Das ist anstrengend.

Die Traumgeschichten sind sehr real und Du verbringst den ganzen Tag darin und sie schaukeln Dich ordentlich wie ein roalercoaster ride durch. und spielen mit Deinen Gefühlen. Am Ende landest Du jeden Tag aber im Gleichgewicht in der Verwirrung. Das war ja mein Standardzustand. Anfangs ist dieses Wechselbad der Gefühle sehr anstrengend und krass, aber inzwischen scheine ich nicht mehr so krasse Geschichten zu brauchen. Faszinierend!

Jetzt kann ich wieder mehr selber denken. Anscheinend funktionieren diese Träume und Stimmen bzw. am Ende eine Stimme, wie Krücken. Sie nehmen Dich so lange an die Hand oder überbrücken Deinen Hirnzustand zur Realität (die Verbindungen zur Umwelt müssen ja erst wieder aufgebaut werden, also die Assoziationen zu Menschen und Dingen und das musst Du täglich einüben, trainieren , Gehirnjogging halt) bis Du wieder selber allein zurechtkommst.

Bei mir ist jetzt noch ein interner Dialog. Der auch auf Fragen Antworten gibt, die ich noch nicht kenne. Oder wie ein Script, eine Stimme aus dem Off, eine Art Regisseur, der mir eine Auswahl vorgibt und ich muss mich dann entscheiden. Denn auch die Exekutive ist beeinträchtigt. Also muss ich auch das wieder üben.

Ist z.B. ein Ding verschwunden (Buch z.B.), dann kommt eine Stimme und sagt, Mama hat es verräumt. Du kannst Dich dann entscheiden, ob Du daran glaubst und böse auf sie bist. Denn wenn Sachen plötzlich verschwinden, dann muss sich Dein Gehirn darauf wieder einen Reim machen. Sogar, wenn Du selbst derjenige warst, der es verbummelt hat. Aber mangels Hirnchemie kannst Du Dich nicht daran erinnern. Ich hab mich entgegen entschieden, bzw. dafür, dass es halt irgendwann und wo wieder auftaucht.

Vor einem Jahr hat mich sowas, das Dinge einfach verschwunden waren, vollkommen durch den Wind gebracht. Also ich denke, es wäre daher gut, wenn man generell Menschen sagt: Du ich räum das jetzt weg oder es sie selber wegtun lässt. Das muss dann zwar auch nicht unbedingt funktionieren, weil ich mich daran dann auch nicht mehr erinnern kann. Deswegen ist es einfacher davon auszugehen, dass es sich schon wieder anfindet. Da sparst Du Dir die Schuldfrage und ersparst Dir auch Ärger.

Nur die verwirrte Gehirnchemie bleibt halt. Und mit der musst Du dann halt klarkommen.

Dazu ist unsere Kreativität da. Unsere Phantasie, die wir ja eh benutzen bzw. usner Hirn um uns die Welt so zu machen, wie wir sie sehen. Es ergänzt ganz schön viel dazu. Wie ein Detektiv muss es sich die Welt aus Bruchstücken zusammensetzen. Also zumindest mein auf Details gedrilltes Hirn (so nehm ich die Welt halt wahr) muss das so machen. Wie ein Forscher entdeckt es die Welt anhand von kleinen Hinweisen und den Gemeinsamkeiten in den Unterschieden.

Und genau diese Kreativität wird wohl in den Tag und Wachträumen aktiv genutzt bzw. unser Gehirn fungiert dann als Regisseur. Bei mir ist das so. Ich kann das nur aus meiner Erfahrung schildern. Vielleicht kann ich damit anderen Menschen helfen und die Angst nehmen, dass irgendwas schlimmees passiert. Das sind nämlich die Auswahlmöglichkeiten , die Dir so eine Psychose lässt.

Und Deins macht es so, wie Du es bisher im Leben halt auch gemacht hast. Es greift auf seine Lösungsstrategien zurück und die beübt es halt. Es nutzt genau das und das wirkt sich dann wiederum auf den Erholungsprozess aus.

Also kann ich die Psychose nutzen um mich selber wieder in ein chemisches Gleichgewicht zu bekommen. Bei mir war das Dopamin weg. Jetzt ist es soweit wieder da, dass ich in meinem frühren Standardzustand bin. Ich langweile mich nicht zu Tode und ich bin im Status zufrieden. Ja, es gibt noch Dinge, die ich vermisse, aber ich denke, die werden sich einfinden, wenn meine Gehirnchemie wieder soweit ist. z.B. kann ich keine Dinge für andere machen. Also ausser Mails schreiben und hier bloggen. Das mit den Tonkartons funktioniert grad nicht. Dafür fehlt mir noch ein guter Schuss Dopamin und Endorphin und Adrenalin. Erst das generiert die Lust. Den Reiz sich in Bewegung zu setzen um etwas zu tun. Emotion halt.

Ich kann mich aufraffen und zu Arztterminen gehen. Also da wo ich hin muss. Das was ich brauch, kann ich tun. Aber viel mehr ist nicht drin. Ich kann auch am PC wieder Kontakt zu anderen aufnehmen und so Beziehungen oder die ansätze davon reaktivieren. Immerhin. Ich sehe Forschritte. Das kann ich aber nur, wenn ich mich jetzt mit mir vor ein paar Monaten vergleiche und dabei hilft mir der innere Dialog, die Stimme, die Krücke. Schon toll wie das HIrn das so macht. Es versucht die Dinge wieder ins Lot zu bringen.

Ich kann jetzt auch wieder Bones (Krimis) gucken. Und auch deutsche ernstere und düster wirkende Serien wie das Grossstadtrevier oder Hafenkante. Auch den Humor bemerke ich erst jetzt wieder in diesen Serien. Geniessen tu ich Drei Engel für Charlie und dabei radle ich auf dem 70iger Jahregedenktrimmdichrad. Gelb mit einer Maushupe. Das gibt Gute-Laune. Wie Süssigkeiten. Ich kann Euch nicht erklären warum das so ist. Diese Serien hab ich in meiner Kinderheit gern geschaut. Also wecken sie auch schöne Assoziationen und helfen so mein Hirn wieder einzdengeln.

Comics les ich zur Zeit weniger. Und zu Comics zeichnen oder stricken (ausser beim Fernsehen STricklieserln) fehlt mir noch der entsprechende Hormoncocktail im Hirn. Sprich... die Kreativität, die mich bisher durchs Leben geschaukelt hat, ist mir auch jetzt hilfreich, denn sie ist meine Krücke, Brücke in die neue Realität. Denn die ergibt sich auch gerade erst neu um mich herum. Es ist schwierig, mit einer Durcheinandergehirnchemie in einem unbekanntem Umfeld zu agieren. Dsa macht es nicht leichter. Andererseits schafft es neue Anreize, die den Heilungsprozess fördern können. Bei mir scheint sich das alles zu begünstigen. Sogar das Steuererklärungsmachen. Wobei mir da die Stimmen sehr dabei geholfen haben. Wie gute Freunde. Da trägst Du das ein. Wie die Lohi (Lohnsteuerhilfe) bloss im Hirn.

Wobei ich sagen muss, dass ich halt schon immer meine STeuererklärung selber gemacht habe. Also das hab icn guten Zeiten geübt. Ich nehme an, das ist die Voraussetzung für so ein Erlebnis. Und auch, dass Dir halt Freunde, Menschen fehlen, die das zusammen mit Dir tun können. Wenn Du immer alles selber mit Dir allein ausmachst, dann kann sich Dein Hirn wohl auch selber besser helfen, weil Du das geübt hast und es das so kennt. Ich nehme das halt jetzt mal aus meinen Erfahrungen so an. Bin gespannt wie es weitergeht.

DVDs gucken kann ich nicht. Das ist mir zu aufwendig. Das krieg ich nicht hin. Ich guck, was adhoc kommt. Gestern konnt ich mich sogar mal zu den Scripted Realities, die meine Mama guckt , etwas dazusetzen und mitgucken. Nicht lang. DAs ist meinem HIrn viel zu laut und zu anstrengend. Aber immerhin ein Fortschritt. Mal sehen, ob das dauerhaft so ist. Denn das konnt ich schon mal einmalig aber dann eine Zeit lang nicht mehr. Es gibt also auch ab und an Rückschritte. Dein HIrn muss sich erst wieder daran gewöhnen wie laut die Welt ist. Desensibilisieren halt. Das ist dasselbe in grün oder lialablassblau. Spannend! Findet Ihr nicht?!?

Zum Basteln fehlt mir wie gesagt die Energie und die Lust. Also fehlt da noch der ein oder andere Neurotransmitter in entsprechender Dosis. Bin gespannt, ob ich wieder vom Consumer zum Macher werde. Macher hat also viel mit Gehirnchemie zu tun. Derzeit bin ich wohl eher ein Sammler und Jäger. Was ich brauch und was ich muss. Und manchmal etwas extra. Viel mehr ist nicht drin.

Die Erholungsphase dauert länger als ich gedacht hätte. Von aussen sieht man das einem Menschen nicht an, wie es in seinem Oberstübchen so zugeht. aber vielleicht kann er oder sie drüber reden. In seinen Worten. In Bildern. Das macht man ja in der Kunsttherapie und so. Bzw. man sieht es ja in jeder Handlung. Also auch in der Arbeitstherapie merkst Du es. Da gibt es die, die dauernd Pausen brauchen, die können sich noch nicht konzentrieren und laufen dauernd durch die Gegend und haben vergessen, dass sie grad aufs Klo wollten. Das ging mir anfangs auch so. Du bist die Unruhe in Person und machst Dein Umfeld wahnsinnig. Das müsste aber wie in der Therapie ruhig bleiben, damit Du ruhiger werden kannst. Du machst das nicht mit Absicht. Das ist wie ein Entzug. Entzug von Reizen und Dein HIrn muss sich erst wieder adaptieren, akklimatisieren. Deshalb verhältst Du Dich auch so. Rauchst (ich hab auch mal angzogen, dabei bin ich NIchtraucher, aber ich hab das gebraucht), isst chips und Süssigkeiten in Überdosen. Berieselst Dich mit Musik oder Fernsehen. Machen das Jugendliche in der Pubertät genauso? Ich denk da läuft ein ähnliches wiederselbstfindungsprogramm im HIrn ab.

Du siehst auch an einer Datenbank oder an Programmiercode wie der Mensch, der sie angelegt hat, drauf ist. Ob er wirr ist oder hochkonzentriert bei der Sache oder sehr zerstreut. Das kannst Du aus dem Ergebnis der Handlung oder dem Ablauf der Handlung ablesen. Denn wenn Du Dich nicht richtig motivieren kannst, weil Deine Hirnchemie das nicht zulässt (auch bei Dienst nach Vorschrift oder Burnout oder Boreout), dann kommt halt auch nix gscheites dabei heraus. Allerdings ist das keine böse Absicht. Du kannst halt nicht anders.

Und wenn Dich dann einer zur Sau macht , dann beeinflusst das wiederum Deine Gehirnchemie und dann wird das mit der Heilung und dem heilsamen Betriebsklima halt auch nix. Im Gegenteil, dann kommt Deine Gehirnchemie noch mehr durcheinander. Und da wir aufeinander wirken, wird dann der Chef noch wütender. Und das setzt sich dann in anderen Kontexten, daheim in der Familie halt fort, weil Du Deine HIrnchemie dahin ja auch mitnimmst.

ich muss allerdings zugeben, dass die Highs, die mir mein Hirn so kreativ erzeugt hat, schon schön waren. Und ich vermiss sie. Auch die Manie, die dem ganzen voraus ging. Anscheinend haben sich da meine Träume (ich hab mir gewünscht bestimmte Leute miteinander zu vernetzen, dass sie sich kennenlernen und zusammen ihre Probleme lösen können, davon hab ich geträumt) verselbständigt. Da bin ich wirklich im Delirium Clemens durch die Gegend gelaufen. Und das schon geraume Zeit.

Anscheinend kann man sich da auch hineinworkaholicen. Und seine Gehirnchemie bis ins NIrvana schiessen. Und das ganz ohne chemische Zusätze. Die Euphorie befeuert Dich und damit erhöht sich wohl das Dopamin und das Endorphin und das Adrenalin und dadurch wirst Du immer leistungsfähiger bis Du über die Grenze hinausschiesst... oder Dir jemand den Stecker zieht. Bei mir war es das letztere. Dir wird dann bewusst, dass das so nicht funktioniert. Und dann geht Dir Dein Sinn verloren. Inklusive Deiner Sinne... Bis Du im neuen Kontext wieder einen neuen generieren kannst dauert es und Du wirst Dir dann dieser Dinge erst bewusst. Also die Aufarbeit kommt erst später, weil Dein Hirn , das im Schutzraum des Delirium Clemens weilt, das da nicht kann. Es muss erst wieder soweit kommen. Und das hat bei mir fast ein Jahr gedauert. Ich arbeite noch daran.

Sinn ist nämlich auch relativ. Er ist kontextabhängig und bis sich ein neuer generiert, das dauert. Ach so... Ziele und Sinn ergibt sich mehrdimensional in mehreren Kontexten seid Ihr ja eingebunden. Also pro Kontext.

Am Anfang musst Du Abläufe erst wieder bewusst einüben bevor Dein Hirn sie wieder automatisieren kann. Das ist extrem anstrengend. z.B. hab ich es im Krankenhaus nie zum Mittagessen und kaum zum Abendessen geschafft. Auch weil mir das Raum-Zeit-Gefühl komplett abhanden gekommen war. Das ist in dem "Schutzraum" des Delirium Clemens so. Das schützt Dich aber vor den Aussenreizen, die Du noch nicht verträgst.

Übrigens teile ich das mit Euch, weil ich einerseits hoffe, anderen damit helfen zu können, wenn Sie Gemeinsamkeiten entdecken und merken, mir geht es ja doch besser. Also es dient der Identifikation. Und andererseits weil ich glaube, dass so soziale Intelligenz funktioniert. Durch das Teilen und wir so besser aneinander andocken und einander helfen und füreinander da sein können. Halt auch in einer anderen Dimension. Weil ich auch glaube, dass das zukünftig immer wichtiger wird.

Sonntag 17.10.21
Juchu!!! Eine Paprika an den Einzelstöcken wird rot! Ich hatte ja schon den Verdacht, dass sie grün bleiben. Das ging sehr schnell. vorgestern war sie noch grün. Jetzt hat sie sich errötet. Ob die Wurzeln gar nicht in der Erde miteinander verbunden sein müssen? Kommunizieren Pflanzen auch über die Luft. Wie wir halt auch mit Schallwellen?

Reicht es, dass ich bestäubenderweise eine Pflanze mit der anderen "verbunden" bzw. bekannt gemacht habe, um ein soziales Netz aufzubauen? Hmm... Egal. Hier das Bild. Dann kann ich bald über die Naschpaprikas herfallen. Kleine Vitamin- und Gute-Laune-Bomben. ;-) Paprikaexperiment Biodiversitaet



Heut früh hammer lachen müssen. Weil mei Mama hat aus Versehng heut Preiselbeeren statt Marmelad auf den Tisch gstellt. Und ich hab dann meiner Schwester a "Marmeladbrötla" damit gschmiert.
Mei Schwester hat dann gmeint:"Sag amol, was hast mer denn da auf's Brot gschmiert?"

Herbst ist Alpha und Omega zugleich. Die Bäume bereiten sich auf den Winter vor und werfen zur Energieeffizenz (also aus Energiespargründen ihre Blätter ab. Das geschieht stufenweise. Sie stellen erstmal die Photosynthese ein und daraus ergibt sich dann das bunte Herbstlaub.

Wusstet Ihr, dass zwei Bäume, die nebeneinanderstehen, nicht gleichzeitig (auch wenn es dieselbe Baumart ist) ihre Blätter verlieren? Der eine denkt sich, ach das pack ich noch, es kommen noch ein paar warme schöne Tage (das ist dann wohl der optimistischere Charakter von den beiden), ich lass das noch ein bisschen ...

Der andere ist ängstlicher und will lieber auf Nummer sicher gehen.

Also haben auch Pflanzen Charakter. Wie cool ist das denn?

Gestern hab ich mich auf die Terrasse in die Sonne gesetzt und ein Buch gelesen und dann hat sich ein Pfauenauge (ein Schmetterling) auf mich drauf gesetzt und sich gesonnt. Das war schön. So eins zu sein mit der Natur.

Wenn ich draussen am Balkon oder der Terrasse sitze und lese oder esse, dann kommt auch das Rotschwänzchen (ein Vogel) vorbei und guckt neugierig, was ich da so treiben tu.
Auch das ist soziale Intelligenz. Cool. Gell...

Wann hattet Ihr zuletzt einen Termin mit Euch selber? Schon lang her?

Selber Termine zu für sich mit anderen zu machen, ist gar nicht so einfach. Denn das hängt ja nicht nur von Dir sondern auch von der Bereitschaft des anderen ab, ob er Dich denn treffen mag.

Ich hab Glück. Heut treff ich jemandem zum Cafe und am Freitag den Scrum-Master zum Mittagessen. Mal sehen wie das so wird. Was schön war, war, dass ich diesmal nicht die war, die dem andern hinterherlaufen musste. Sondern er kam auf mich zu. Das ist schön und eine ganz neue Erfahrung. Bin gespannt, ob ich diesen Kontakt erhalten kann. Weil ich spannend finde, was er so tut.

Heut nachmittag treff ich mich mit einer ehemaligen Pflegefachkraft. Er ist jetzt in Rente und hat selbst einen Betreuer.

Wusstet Ihr, dass Ihr auch, wenn Ihr schwerbehindert seid und in einer sozialen Einrichtung arbeitet, den Job wechseln könnt? Sogar in ein ganz normales Teilzeitarbeitsverhältnis. Jemand, den ich kenn und mag hat nämlich das Problem, dass seine Holzwerkstatt umzieht. Und da will er nicht mit. Er möchte stattdessen bei einem Fahrradladen als Reparateur und Fahrradingenieur arbeiten. Ich drück ihm die Daumen, dass es klappt. Dann würd er auch mehr verdienen. Wenn es über einen bestimmten Betrag ist, muss er das Geld aber abgeben. Er war mit Begeisterung dabei.

Eine andere Freundin macht sich demnächst, wenn alle Formalitäten erledigt sind, auf Weltreise mit einem Wohnmobil. Ganz allein. Das find ich supermutig! Ich könnt das nicht. Da wird sie sicher viele spannende Abenteuer erleben. Vielleicht schreibt sie mir ja von unterwegs ein paar Postkarten. Sie weiss, dass ich das gern mag.

Und? Wer lässt Euch so an seinem Leben teilhaben? Also.. ausser mir ;-)

Hmm... heut hab ich bei toonsup einen Kommentar zu einem meiner Kommentare bekommen. Da hat wohl jemand den Button falsch gewählt. Weil er hat zu einem anderen Cartoon was geschrieben. Der Schrei als Cartoon und in der Sprechblase steht: Allmächd, hab ich den Herd ausgemacht?

Missverständnisse gibt es also auch in Benutzeroberflächen ;-)

Dafür gibt es dann Wissenschaften, die das untersuchen und benutzerfreundlich machen wollen. So GUIs halt. Graphic user interface halt. Sie befassen sich mit der Mensch-Maschine Interaktion. Der hinterliegt aber wiederum das Systemdenken von Ingenieuren und Programmierern. Und wie man beides Systemdenken und menschliche Intuition und damit Gefühle in Einklang bringt, das ist gar nicht so einfach. Das habt Ihr ja mitgekriegt, wie ich mir da einen "abgezappelt" hab...

Inzwischen kann ich so ein "Malheur" aber entspannter sehen...oder sogar mit Humor. Wie jetzt. Und Möglichkeit und Chance daraus etwas zu lernen. Wir sind halt alles nur Menschen, egal wie unser Denken funktioniert. Und das gibt dann den Stoff aus dem Sitcoms wie Mom oder Last man standing gemacht werden. Und die Big Bang Theory. Kann mer mache nix, muss mer gucke zu.

Meine Autistin will Programmiererin werden. Weil das Autisten so gut können sollen. Jetzt lernt sie php. Und hat mich letzte Woche bei einem Script um HIlfe gebeten. Hab Ihr so die Basics anhand von Websiten rausgesucht und ihr gemailt. Heut mal nachgefragt, ob sie es auf einem WAMP mal getestet hat? Das ist der Apache Webserver für Windows mit php.

Bei Windows ist der IIS dabei. Nein, nicht die Raumstation. Das ist der Windowswebserver für ASPX-pages. Die kannste mit C-Sharp programmieren. Im Endeffekt kannste ihr Problem eine Einkaufsliste mit Checkboxen sowohl mit dem Windowswebserver mit C-Sharp als auch mit dem WAMP und php lösen. Oder perl oder .... Es gibt viele Wege ans Ziel.

Es gibt ja auch Apps dafür. Ich nehme dafür einfach einen Zettel und einen Kuli. Ich löse dieses Problem also analog.

In ihrer Fachinformatiker-Ausbildung einer Schule reissen sie wohl alle Programmiersprachen kurz an. Bei uns war das noch so in der Fachinformatikerausbildung im Betrieb, dass wir mit Assembler und C angefangen haben. Und durch das C-Buch hammer uns dann zu zweit, mein Azubikollege und ich durchgeackert und versucht die Aufgaben zu lösen. Oft haben wir dabei Fehler gefunden, weil der code dann nicht gelaufen ist.

Und bei den Zeigern hab ich den Pointer dermassen verbogen, dass mein Rechner nur noch einen schwarzen Bildschirm angezeigt hat. Das musste erstmal hinkriegen. Ach, das waren noch Zeiten...

Zurück zu den Terminen... auf Arbeit war ich ja viel bzw. andauernd am Schluss mit anderen zusammen und hab mir ihre Nöte und Sorgen angehört und versucht ihr Problem technisch und am Ende auch menschlich kreativ zu lösen.

Aber das waren Kontakte, die sich nur aus der Arbeit ergeben haben. Die Leute wollten was von mir. Ausserhalb der Arbeit hatte ich kaum Kontakte. Dafür war auch keine Zeit. Ist das bei Euch auch so? Und was macht Ihr dann wenn Ihr mal in Rente geht? Seid Ihr dann nicht auch auf so einer Art Sozial und Gebrauchtwerdenentzug?

Jetzt ist mein Hirn so effizient geworden, um die Probleme von anderen Menschen zu lösen und auf einmal sind diese Menschen samt ihren Problemen aus meinem Leben verschwunden.

Ich bin jetzt mit den Problemen meines direkten Umfelds wieder sehr viel mehr in der Realität. Das sind erstaunlicherweise gar nicht so viele! Komm mir vor als hätte ich die letzten Jahre in einer Art virtuellen Realitätsblase gelebt und jetzt ist sie geplatzt. Auf einmal haste Zeit ohne Ende. Die sich erst langsam wieder mit neuen Ritualen und Routinen befüllt.

Denn die alten brauch ich nicht mehr. Dazu muss sich Dein Gehirn umkonfigurieren und im neuen Kontext zurechtfinden. Jetzt lerne ich pflege von beiden Seiten kennen. Also als zu Plfegender mit Pflegegrad 2 und als Pflegender in unserem eigenen "Schwerbehindertenwohnheim" daheim halt. Und dass ich diese Ausbildung begonnen habe, hab ich gar nicht so wirklich mitbekommen. Is einfach passiert. Du stellst Dich einfach auf die Menschen in Deinem neuen bzw. alten Umfeld wieder besser ein und lernst sie von einer ganz neuen Seite kennen.

ist Euch das vom Wechsel von einem Kontext in den nächsten auch so gegangen?

Montag 18.10.21:
Jippie! Heute hab ich das erste mal seit langem wieder einen neuen Comic gezeichnet. Also mir ist wieder was lustiges eingefallen. So wie früher vor der Psychose. Das hab ich sehr vermisst. Anscheinend braucht man ein bestimmtes Level Dopamin und Endorphin um kreativ eigene Ideen ausbrüten zu können.

Ob das auch an der Akklimatisierung an den neuen Kontext daheim im Schwerbehindertenwohnheim zusammenhängt? Denn da sind ja andere Fähigkeiten gefragt als die in der IT. Da schraubste mal ein Türchen in der Küche wieder an oder staubsaugst oder wäscht die Wäsche.

Jetzt muss ich grad wieder an das neue Museum denken mit der Spiegeltherapie für Buntwäsche... ;-) Das wilde Assoziieren fördert kreative Prozesse und so kommt aus Altbekanntem was neues durch queerdenken dabei heraus. Es bildet sich ein neues Netzwerk. Wohl auch neuronal. Und man sieht es dann auch am Ergebnis. Also an dem was ich hier zusammenschreib und was ich sonst so gebacken bekomm. Soviel kommt mir das noch nicht vor. Allerdings schaffen wir es trotz des aufeinanderhockens uns nicht gegenseitig an die Gurgel zu gehen. Das ist ja auch schon ein sehr kreatives Tun wie man das Zusammenleben gestaltet.

Gestern hatt ich einen Termin mit mir und mit einem älteren einsamen Herrn, den ich am Marktplatz aufgegabelt hab. Wir sind uns einfach über den Weg gelaufen. Dann waren wir mal Kaffee trinken. Jetzt will er mal ins Kino. In einen Western am liebsten. Da hab ich gemeint, es läuft ja der neue James Bond, das ist dasselbe nur ohne Cowboyhut.

Seine Uhr geht auch nicht mehr. Jetzt holt er sich eine neue Batterie. So hat er einen Grund mal fortzufahren nach Erlangen. Hab ihm noch von meinen anderen Bekannten erzählt und was die so machen. Soviel neues gibt es bei mir ja nicht. Ich hänge in der Warteschleife. Morgen hab ich wieder Arbeitstherapie. Letzte Woche stattdessen Arztbesuche.

Im Cafe waren dann auf einmal 8 Polizisten. In blauen Overalls mit Nummern hintendrauf und Knopf im Ohr. Die sahen sehr wichtig aus. Da hatte mein Bekannter schon Angst, dass die jetzt eine Corona-Razzia machen und Impfnachweise kontrollieren. Ob sowas tatsächlich passiert? Die hamm sich nur einen Kaffee und eine Brotzeit geholt. Was da wohl im Städtle los war? War da irgendwo ne Demo? Da is einmal was in Höchstadt und dann krieg ich es gar ned mit!

Ich mag ja keine Menschen in Uniform. Irgendwie sind die mir unheimlich. Obwohl ich versteh, dass mer des braucht.

Vielleicht find ich ja noch raus, was da war. Mein Bekannter hat ne Zeitung. Vielleicht steht's da heut drin. Ostermarsch und erste Mai-Demo scheidet ja aus.

Hmm... zur Rewe könnt ich auch mal wieder. Ein Kärpflein holen oder Karpfenchips. Mal sehen, was die Woche so bringt. Adhocen ist gar nicht so einfach. Das muss ich noch lernen. Ich arbeite daran.

Jetzt hab ich vorhin also wieder Energie über... mal sehen, ob das jetzt bleibt. Ich würd schon gern wieder auf das Niveau von vor der Psychose hinkommen. Also nicht direkt davor. Aber halt so ein oder zwei Comics die Woche wären ganz schön und wenn ich die angefangene Strickmütze endlich fertig bekommen könnt und vielleicht noch einen Tonkartoon machen könnte... Immerhin, ich schreib wieder. Und es gibt auch wieder kleine Geschichten zu berichten. Wow! Das reimt sich ja! Und was sich reimt ist gut! Das hat schon der Pumuckl also die Ellis Kaut geschrieben...

So ... hier der Comic. Und dann staubsaug ich noch ein wenig bevor ich mich den US-Krimiserien und Sitcoms widme. Da kann man viel für's leben lernen. Sitcoms und Krimis bilden auch. Inzwischen kann ich sogar one-and-a-half-men was abgewinnen. Das hat aber gedauert. Inzwischen fühl ich mich in Charliles Wohnzimmer schon fast wie zuhause. Allerdings läuft ihm da doch noch die Townsend Agentur mit den drei Engeln und Bosley den Rang ab. Da lieb ich schon die Titelmelodie... dada da daaa.... Da fühl ich mich daheim.

Die Glaa aus ERH - Der Staubsauger



So.. die neue Filezilla-Version ist auch installiert. Dann kann ich auch weiterhin meinen Quatsch hochladen und mit Euch Spass haben!

Hm... für Jugendliche gibt es ja das Chillout, den Jugendtreff, wo sie hinkönnen. Ich war da noch nie also als Jugendlicher oder so. Auch nicht bei den Pfadfindern oder in einem Verein.. okay im ESC (Eis und Schwimmclub) aber nur um das Schwimmen zu lernen. Damit ich im Leben nicht arg so sehr absaufen tu.

Darf ein einsamer Rentner oder ein Gestrandeter wie ich auch ins Chillout? Bzw. warum gibt es solche Treffs nicht neurodivers? Also für gemischtes Eissorten? Würde das überhaupt funktionieren?

Mein Bekannter wünscht sich halt ein Tanzkaffee mit Kappellen. Also live-Musik. Und er würd auch gern mal einen Film gucken. Einen Western. Ob es noch mehr Leute gibt, die sich sowas wünschen? Und liesse sich das realisieren?

Andererseits sucht die Mittelschule immer Mentoren um Jugendlichen zu helfen, ihren Weg im Leben zu finden. Beruf und so. Und da wär doch so ein Senior gar kein schlechter Ratgeber oder wenn man sich gar mit mehreren und unterschiedlichen austauschen könnte. z.B. mein Bekannter hat in der Pflege gearbeitet und dann könnten ihn ja die jungen zu seinem Beruf löchern. Und rausfinden, ob das was für sie ist. Und er würd sich an seine Erfahrungen erinnern und hätt sein Gehirnjogging und w&uumL;rd sich nützlich fühlen...

Oder bleibt das mit der Stellensuche und dem Vermächtnis in der Familie? Wenn Berufe sich immer schneller wandeln und immer schneller verfallen und neue enstehen, dann funktioniert das aber nicht mehr...
Was meint Ihr? Darf ein Rentner auch in den Jugendtreff? Wie würdet Ihr das finden? Crosslinking halt, Queerdenken...
Die Leute würden fitter bleiben im Kopf und so. Und flexibler im Denken. Und Du bekommst so auch mal von jungen Leuten neuen Input. Und umgekehrt. Würden da nicht beide Seiten davon profitieren? Warum ist das so getrennt nach Alter und Gruppenzugehörigkeit? Können wir uns das heutzutage noch leisten?

Apropos Crosslinking... auf toonsup kam grad dieser Kommentar zu meinem Staubsaugercomic rein.
"... und der Nikolaus hat für die Gschenkle auch einen :-) In 49 Tagen ist es dann wieder soweit: Frisch geputze Schuhe und Stiefel (mehr Fassungsvermögen) stehen dann wieder vor der Türe..."

Bloggen und Comics posten fördert das assoziative Denken! Siggsdes! Und irgendwie bekomm ich jetzt Hunger auf Lebkuchen und so ein Marzipan-Schokoding. Das Zeug gibt es ja jetzt schon überall zu kaufen.

Grad von Autkom Mittelfranken eine Offerte (Einladung) zu einem Kurs bekokmmen. Modelling in der Unterstützten Kommunikation (UK). Alles online. Interessant für Angehörige und Menschen, die mit Menschen im autistischen Spektrum arbeiten. Irgendwie auch cool, dass es jetzt mehr so Dinge gibt, wo man nicht extra hinfahren muss. D.h. es gibt auch für weniger Mobile Menschen Angebote. Es wird also vielfältiger , neuro-, biodiverser...

Mittwoch:
Hab in der Arbeitstherapie einen Flyer von der wabene gefunden. Nachdem mir die Frau vom sozialpsychiatrischen Dienst davon erzählt hat. Das ist ein Cafe ein offener Treff. Es gibt auch Podiumsdiskussionen. Es gibt auch eine Veranstaltung zu Psychosen und was man draus lernen kann. Da überleg ich, ob ich mal hingeh. Muss erst mal gucken, wo das ist.

Es gibt auch eine Podiumsdiskussion zum Thema Freundschaft und Krise. Ich glaub ja, dass eine Freundschaft durch Krisen wachsen kann. Gut, andere verliert man. Da trennt sich dann die Spreu vom Weizen. Übrigens kommen da nicht nur Angehörige und Betroffene sondern auch Profis zu Wort. Das find ich spannend! Also eine Kooperation auf Augenhöhe. Peer-2-Peer. Open source.

Ich folge also den Wegweisern, Symlinks des Lebens.

Meine Freundin, die jetzt auf Weltreise geht, will das ebenso machen. Sie hat von einer Gegend in Portugal gelesen und da fängt sie ihre Tournee jetzt mit dem Wohnmobil an. Und von dort aus lässt sie sich treiben. Also sie hat dann auch vor den Symlinks des Lebens zu folgen. Einen Plan B hat sie aber auch noch, falls alle Stricke reissen.

Sie ist ganz schön mutig. Das ist ihr Neubeginn. Meins ist das Thema Pflege und Pflegebedürftigkeit und das Einfinden in dem neuen Daheim und Arbeitstherapie und sozialer Arbeitgeber Kontext. Mal sehen, wo ich noch lande... Momentan kreise ich noch wie die Flugzeuge in Stirb Langsam in Warteposition.

Derweil bilde ich mich mit den Vormittagsserien auf dem Trimm-Dich-Gedenkrad meiner Schwester fort. Fernsehen allein ist mir da zu langweilig. Also kombiniere ich zwei Dinge, die Endorphine und Dopamin freisetzen. Dann haste mehr davon. Scheint dabei noch die Sonne wie heute zum Fenster herein, dann macht Dich das glücklich. Glücksmomente, Highlight für lau.

Krimiserien kommen ja je nach Produktionsland auch in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen daher. Die amerikanischen sind eher humoristischer und bunter... Die deutschen ernster und mehr an der echten Lebenswirklichkeit. Also sehr professionell. Die schwedischen eher düster. Die britischen haben ihre eigene Form von Humor, den ich nicht immer teilen kann...

Welche Krimis guckt Ihr denn am liebsten? Und warum? Warum findet Ihr sie spannend? Oder sind es am Ende die Charaktere , die Ihr liebt? Oder das ganze Set?

Gestern abend kam auf vox Besonders verliebt. Menschen mit Handicap, die einen Partner suchen. Irgendwie fand ich das gestern sehr spannend. Ich werd das nicht jedes mal gucken. Sucht Ihr auch jemanden?

Bei Sozialcafes wie der wabene gibt es übrigens offene Kontakttreffs. Also man kann sie auch als Plattform zum Finden von neuen Bekanntschaften nutzen. Bei der letzen Selbsthilfegruppe bei der ich war und bei der Autismusplattform sind auch ein paar Leute bei mir hängengeblieben, zu denen ich Kontakt habe. Hin und wieder.

Wieviel Kontakt braucht Ihr denn so? Mein Bekannter, mit dem ich am Sonntag Kaffeetrinken war, vermisst seine verstorbene Freundin. Ich glaub, er sucht was neues. Ich such erstmal nur den ein oder anderen Kumpel zum Austausch von Lebensrealitäten und Lebenskontexten.

Die Frau von der Stadt, die bisher meine Comics ins Amtsblatt gesetzt hat, verändert ihren Aufgabenbereich. Sie war auch krank und jetzt hat sich was neues ergeben. Ob Krankheiten immer die Chancen und der Beginn für was neues sind? Einem neuen Lebenskontext? Ich glaub ja fest daran, dass die Heilung durch die Krankheit hindurch erfolgt. Krankheit als Chance. Guck mal liebes Menschenkind, da läuft grad was schief in Deinem Leben. Pack mers mal an und verändern die Situation und nehmen Dich mal raus.

Wie seht Ihr das denn?

Für die Weltreisende, die sich von Symlinks zu Symlinks hangelt, soll ich eine Comicfigur für ihren Blog oder ihr Videotagebuch machen. Mal sehen, was mir da einfällt. Sie verabschiedet sich grad von ihren Freunden. Wie sie bei uns war, hab ich zu ihr gesagt, dass ich sie für sehr mutig halte. Sie hat gemeint, dass sie schon auch Schiss hat. Aber sie macht es trotzdem. Eine neue Möglichkeit der Kooperation ergibt sich so für mich :) Cool!

Mein neuer Kontext des Daheimseins führt auch zum nächsten Comic. Ich hoffe, Ihr könnt drüber schmunzeln. Und was gibt's bei Euch neues?

Die Glaa aus ERH - Das Sockenraetsel

Übrigens gibt es bei diesem Sozialcafe auch Filmvorführungen. Zu bestimmten Themen. Also vielleicht wär das ja was, wo auch mein Kaffebekannter mal hinkann. Ich kann ihm ja mal davon erzählen. Obwohl... das hab ich schon. Mir war da bloss noch nicht so klar, was die da alles machen. Also gibt es solche Orte auch für Erwachsene. Nicht nur für Jugendliche. Allerdings eher in spezialisierter Form. Aber dann kann ich mir ja da das richtige für mich raussuchen. Wenn da jeder hinkann. Dann kann ich es ja mal ausprobieren.

Übrigens hamm sie auch einen Stricktreff (bei sowas war ich auch mal, das hat leider für mich nicht funktioniert und damals ging das mit den Händen auch noch) und andere Bastel und Freizeitangebote.

Auch der Verein für Menschen mit erworbener Gehirnschädigung bietet Spieleabende und Ausflüge an. Allerdings ist das in Nürnberg. Und anscheinend sind diese Menschen weit weniger gehandicapped als meine Schwester. Denn sie spielen Kniffel und Minigolf. Kniffel kann nicht mal ich spielen und Minigolf mit einer Hand stell ich mir auch nicht grad leicht vor. Mit einer Halbseitenlähmung.

Minigolf tät meine Schwester schon gern mal ausprobieren. Als Alternative könnt ich so ein Set für Kinder mal bei Amazon bestellen und dann kann sie im Garten allein üben. Weil ich die Geduld nicht habe... aber wie ich sie kenn, macht sie das dann ein oder zweimal und dann liegt das Zeug bei uns rum... und wir haben schon so Zeug genug. Hmm...

Irgendwie simmer in der Bredouille zuhause. Wir wohnen da. Ist das bei Euch auch so? Irgendwas is immer. Also ist das Provisorium ja der Normalzustand. Zumindest bei uns.

In Krisen nutzt das Gehirn die Kreativität um sich neue Optionen und Möglichkeiten herauszuspielen. Das ist doch fein. Und was treibt Euer Hirn so?

Übrigens wenn ich Leut davon erzähl, was ich vorhab und je öfter ich das mach oder drüber schreiben tu, desto wahrscheinlicher wird es, dass ich es auch in die Tat umsetze. Ist das bei Euch auch so?

Nehmt Ihr auch zu alten Bekannten Kontakt auf und tauscht Euch über Eure Lebenswirklichkeiten aus? Weil da gibt es ja dann immer Überschneidungen... anscheinend sind grad viele Leute in einer Neubeginnphase... und davon kann ich mir dann auch eine Scheibe abschneiden. Also nicht wortwörtlich... auch wenn ich Wurst sehr gern mag. Siggsdes Hartwurst, Käs und Toast ist noch da. Ich mach mir heut einen Pizzatoast. Ach ist sie nicht fantastisch die Assoziationsfähigkeit unseres Gehirns, das sich so Chancen erspielt und Reste verwertet? Cool, gell?

Als Experiment des Tages installiere ich heute mal einen neuen Browser. Microsoft Edge. Weil ich Probleme mit dem Login auf der toonsup-Seite habe. Nach etwas rumprobieren hab ich im Iron dann doch eine Möglichkeit gefunden wie ich mein Bild hochlade. Im IE bin ich gnadenlos gescheitert. Da wollte er noch irgendwas von mir , hat mir aber nicht verraten was oder ich hab es auf der grossen Seite mit den vielen Details einfach übersehen.

Jetzt mach ich das, was auch eine Spezialität unseres Gehirns ist, die Wartezeit effizient zu nutzen. Während der Edge Daten importiert und sich konfiguriert. Denn unser Hirn ist ein Energiesparorgan. Was ich faszinierend finde.

Soderla geschafft... Meine Seite sieht im Edge auch leserlich aus. Zumindest das Layout ist nicht komplett verhauen. Was ja ab und an vorkokmmen kann, wenn ich mit den tables und deren Spalten durcheinander gerate.

Apropos Plattformen...
Auf der Strickplattform (Internetforen) ist auch der ein oder andere Bekannte oder Freund hängengeblieben. Dann denkst Du mal wieder an ihn oder sie und schreibst mal ne Mail und findest raus, dass er auch in einer Neuorientierungsphase steckt. Spannend!

Plattformen waren aber auch die Health Hackers oder andere Veranstaltungen, die ich so besucht habe in den letzten 6 Jahren. Und es gibt immer wieder neue. Erstaunlich. Also wenn man zu einer Veranstaltung einfach mal hingeht, dann kann sich auch neues ergeben.

Oder Leute, die meine Comics für ihre Projekte verwenden wollen. Da hab ich auch den ein oder anderen längeren Kontakt bekommen. Vorübergehend. Und neue Infos. z.B: zum Thema Wissensmanagement. Ich weiss bis heut nicht wie man das hinbekommt, Dinge übergeben zu können. Anscheinend liegt das nicht nur an der eigenen Bereitschaft sondern auch an der Bereitschaft des Umfelds, dies auch übernehmen zu weollen. Ich kenn Beispiele dafür wo es nicht funktioniert hat. Habt Ihr vielleicht welche, wo es das tut? Denn wenn ich eins gelernt habe, dann dass in lebenden agilen Systemen es halt nicht reicht, wenn einer ein heilsames Betriebsklima um sich herum aufbauen tut. Da müssen die anderen schon mitziehen. Und die können halt auch nur im Rahmen ihrer Möglichkeiten und da spielen viele Unwägbarkeiten und Parameter mit hinein. Das Leben halt.

Wenn Du Glück hast, dann ergänzen sich die Beteiligten mit ihren Stärken und Fähigkeiten. Man sucht und findet sich. Wenn Du Pech hast, dann geht alles mögliche schief. Und das hast Du halt als Einzelner egal wie sehr Du Dich anstrengst, nicht allein in der Hand.

Bei den Strickforen hab ich z.B. auch Kooperationen mit Frauen gehabt, die meine Muster für mich testgestrickt haben. Das war auch toll! Was sich sucht, das findet sich. Chancen muss man halt auch mal ergreifen.

Das sagt grad die richtige ;-) Derzeit fällt es mir und meiner Gehirnchemie noch schwer rauszugehen und was extra zu machen. Mal sehen... wabene klingt ganz gut. Probieren geht über studieren...

Andere Leut hab ich einfach mal angemailt und ihnen was geschickt z.B. einen Comic und dann war ich auf die Antwort gespannt. Manchmal hat sich eine längere Diskussion draus ergeben. Und so hab ich auch den ein oder anderen Mentoren gefunden. Halt nicht lang. Immer nur für den Augenblick. Highlights halt.

Wahrscheinlich bin ich auch dem ein oder anderen mit meiner Art auf die Nerven gegangen. Ich glaube derzeit gehts. Das musste ich erst lernen. Grenzen von anderen zu respektieren. Wenn man selber keine hat ist das nicht so einfach.

Schöne Grüsse aus der Bredouille...

Donnerstag:
Umplanen adhoc lern ich grad... lösungsorientiert. Nicht nur auf Arbeitstherapie sind ein pear Therapeuten krank auch unsere Haushaltshilfe und die Firma hat es erwischt. Gestern kam die Absage telefonisch. Sie melden sich wieder, wenn sie wieder jemanden für uns haben.

In meinem Kopf ging es dann gleich mit der Lösungsfindung los und so bin ich dann halt gestern zum Kaufland gehatschd nachdem ich meine Mama gebeten habe, die Einkaufsliste auf das Notwendigste zu reduzieren.

Heut bin ich eh beim Psychiater dann kann ich noch den Rest beim Aldi holen. Komm mir etwas vor wie Monk in der gleichnamigen Fernsehserie. Also habe ich die Posten aufgeteilt. Ich werde also jetzt grad zum Adhoc-Disponenten, weil ich umdisponieren muss. Dabei muss ich immer nach Dringlichkeit vorgehen. Erst, das was ich unbedingt brauche, dann erst das, was wir als Gemeinschaft und einzelne MItglieder brauchen. Und dann ab und zu geht auch was extra.

Damit fällt jetzt für drei Pflegebedürftige die Haushaltshilfe aus. Lässt sich aber nicht ändern, denn kein Mensch kann was dafür dass er Krank wird. Das wird dann zum Systemproblem. Denn das betrifft dann ja alle damit verbundenen und verlinkten Kontexte.

Es hilft nix, da rumzuschimpfen. Es ist halt jetzt einfach so. Arbeitstherapie fällt aus demselben Grund auch aus. Wie kann ich das Problem lösen? Ich beschränk mich halt auf das Essentielle. Und da drauf kann ich dann auf- und drumrumbauen.

Wir sind nicht die einzige Familie , die davon betroffen ist. Jedes System geht dann nach Dringlichkeit vor. Wobei ich nicht weiss oder beurteilen kann, wonach die Dringlichkeit gemessen wird. Weil das ja wieder individuell gesehen werden muss. Also auf die jeweiligen Subsysteme bezogen. Und welche Faktoren da zugrundegelegt werden, weiss ich nicht. Das sind wohl dann die Schlüsselfaktoren. Sind das dann die Hebel an denen man beim Systemdenken zieht? Ich denke schon.

Spannend. Ich hab mich nämlich gefragt, wie man die identifizieren kann. Ach die sind ja schon da. Die kennen die Leut schon. Die kennen ja ihre Pappenheimer und damit auch die Stellschrauben und machen das ja schon so. Individuell. In sozialen miteinander verbundenen Systemen ist das so. Weil Du die Personen ja kennst. Oder den Fall... oder wie auch immer Du das Kind nennen magst.

Krisen und Bredouillen kannst Du für Dich zur Datenanalyse nutzen, um es das nächste mal an einer Stelle anders zu machen. Also um Stellschrauben und Systemhebel zu identifizieren. Aber ob das dann beim nächsten mal wirklich klappt, hast Du auch nicht unbedingt in der Hand, weil Du ja auch nur ein kleines Rädchen im Getriebe bist. Der Schuss kann auch wieder nach hinten losgehen, aber wenigstens hast Du es versucht.

Eine Bekannte, die bei der Stadt arbeitet, meint, dass die Arbeit hier immer mehr Flexibilität erfordert. Ich glaub das ist ein genereller Trend. Es gefällt ihr weil es einerseits immer spannend bleibt, andererseits ist es aber auch anspruchsvoll. Es wird nicht langweilig. Doch Du musst mit diesen vielen Veränderungen auch umgehen lernen oder können. Das ist gar nicht so einfach. Werden wir zu einer Adhoc-Gesellschaft? Oder waren wir das schon immer? Und es war uns noch nie bewusst. Ist es jetzt notwendig, dass es uns bewusst wird. Und wenn ja , warum?

Freitag:
Hab die Offerte (Einladung gleich Chance) bekommen, für die Weltenbummlerin ein Logo und eine Cartoonfigur zu zeichnen. Das hier ist dabei herausgekommen.

Ihr Markenzeichen ist für mich ihr Lachen und ihre Sonnenbrille. Wo sie ist, da strahlt die Sonne. Also lag der Name auf der Hand. Mal sehen, ob es ihr gefällt. Ob sie meine Offerte annehmen tut.

Weissd, das ist der Hawaiian Lifestyle. Kleine Veränderung in langsamen Tempo. Energieeffizent. Nachhaltig. Allerdings kann dann wieder durch die energieeffizienz des Gehirns ganz viel dabei rauskommen. Wir werden sehen.

Das ist soziale Intelligenz wie ich sie liebe und leben tu. Und was treibt Ihr so?

Das ist eine schöne Kooperation. Sowas gefällt mir. Sie macht ihr Ding und ich darf mich daran ein bisschen beteiligen mit meinem Ding. Und dann wachsen wir gemeinsam an unseren Erfahrungen, die wir dabei machen und gemeinsam teilen. Cool. Gell?!

Lady Sunshine auf Welttournee
Lady Sunshine auf Welttournee
Lady Sunshine auf Welttournee

Apropos es gibt wieder zahlreiche Offerten. Da kommt das Sandmännchen in die Aischtalhalle und Peterson und Findus in die Kulturfabrik. Auch eine Jazzkonzertreihe gibt es wohl noch in der Fortuna. Ihr müsst die Flyer (auch das sind Offerten) nur sehen. Und dann die Einladung halt annehmen. Wer weiss, was dann passiert und daraus entsteht?

Auch ein Flyer vom ASV Sportverein ist in den Briefkasten geflattert. Da werden sowohl Ehrenamtliche als auch Mitglieder gesucht. Ich hab etwas mit dem Gedanken gespielt, mich für die Wartung der Homepage zu melden. Aber sowas hab ich schon mal drei Jahre lang für die Wanderfreunde gemacht. Ausserdem wär mir das neben meiner eigenen etwas zuviel. In beratender Funktion kann ich mir das schon vorstellen. Aber wer will und sucht sowas?

Ich mag lieber auf eigene Rechnung mein Ding machen und es bei Offerten und Chancen mit den Dingern von anderen zu verknüpfen. Wie beim Korbflechten und so entsteht eine soziale Vernetzung, Networking ala Hawaiian style. Das ist artgerecht für mich. Wie ist denn der artgerechte Lebensrhythmus für Euch? Eher langsam und bedächtig oder seid Ihr von der rasant schnellen Truppe? Braucht Ihr viel Input und viele und grosse Offerten? Also viel Adrenalin und Dopamin und Endorphin als Input oder könnt Ihr aus wenig viel machen?

Apropos Chancen aus Offerten. Da ich jetzt ja die Erfahrung gemacht habe, dass Du ein heimeliges Betriebsklima um Dich rum für andere schaffen kannst, aber das Betriebsklima dann aus diversen Gründen und Parametern für Dich selbst dann lebensfeindlich werden kann, würde ich diese Erfahrung gerne mit dem Personalwesen teilen. Ich hab da mal eine Mail ans Management geschickt. Mal sehen was passiert.

Ich hab erst drüber nachgedacht. Bereu ich das, wenn ich es nicht tu? Und da war die Antwort ja. Mal sehen, ob ich überhaupt eine Antwort bekomme. Denn analysieren muss mein Hirn die Situation und das was Geschehen ist sowieso. Systemdenken fällt also ohnehin an. Die Offerte gilt auch nur solange, bis sich ein neuer Lebenskontext ergibt. Dann brauch ich das nicht mehr. Jetzt brauch ich es für mich. Und es wäre ne coole Gelegenheit anhand einer Konfliktsituation Systemhebel herauszufinden per Datenanalyse.

Dazu würd ich im zweiten Schritt noch Menschen befragen, die ebenfalls die Firma in irgendeiner Form verlassen haben. Da kenn ich noch ein junges Pärchen. Ihnen fehlten die Entwicklungsmöglichkeiten. Dann könntest Du die gesamelten System-Gründe bzw. Parameter, die zu diesem Resultat geführt haben, von verschiedenen Menschen auflisten und nebeneinanderlegen und so eine Dringlichkeit ableiten. Denn die Gründe, die sich überschneiden wären systemrelevant um knowhow (und so finden wir uns wieder beim Thema Wisssensmanagement) zu erhalten und Schieflagen rechtzeitig zu erkennen. Auch dies dient der Erhaltung von Wissen, Knowhow. Und das ist das Handwerkzeug jedes Systems, egal ob Verein, Firma , Familie... Arbeitsgruppe...

D.h. Du findest also die Gemeinsamkeiten in den Unterschieden heraus, durch Datenanalyse und ermittelst daraus Dringlichkeitsstufen und Handlungsspielräume. Spannende Sache!

Ich würd sowas echt gern mal machen und mich daran bereiligen. Und mein Wissen teilen. Wenn es nicht klappt, dann ist dies allerdings auch nicht vergebens, denn mein System und mein Famlienverbund und die Menschen, die um mich rum sind, profitieren ja auch davon. Denn wenn es mir besser geht, dann profitieren auch meine Beziehungen davon.
Cool gell!
Practical social networking. Ich helfe Dir im Rahmen meiner Möglichkeiten mit meinen Stärken.

Hm... wenn ich das jetzt mit Euch teile, inspiriert Euch das vielleicht und Ihr macht auch was kreatives draus. So funktioniert kollektives assoziatives Denken. Thinksharing ;-) Hm... vielleicht langt des ja. Also wenn ich mit den kleinen mitspiele... dann kommt das Denken ja auch mal in die Oberliga ;-)

ach so... und mit der Teilerei stell ich gleichzeitig Projekte von mir vor. Also Arbeitsproben. Und dann kann sich das jemand anders ansehen und es z.B. auch wieder für einen Vortrag verwenden. Also ist mein Comic dann teil eines neuen kreativen Projekts. Filesharing. Cool fänd ich halt noch, wenn ich das Werk dann auch mal sehen dürfte. :) Oder zumindest eine Offerte dazu bekäme. Ich kann und muss sie ja nicht immer annehmen. Aber auch das, was sich daraus ergibt, ist ja wieder von den Umständen und lebendigen und wechselnden Parametern abhängig. Es passt schon so wie es ist. Bzw. es ist halt genauso. Jetzt.

Denn für mich hat sich aus dem Filesharing eines Comics zum Thema Wissen ja auch eine kleine Diskussion zum Thema Wissensmanagement mit einer Expertin ergeben. Und das ist doch voll cool! Also war das der Output. Ich hab einfach mal hingeschrieben und sie mit Fragen gelöchert und Antworten aus ihrer Erfahrung bekommen. Und das ist dann auch soziale Intelligenz und soziale Kompetenzvernetzung. Also auch social networking. Wir verknüpfen unsere Ideen zusammen wieder zu etwas neuem. Und das macht jeder einzelne auch für sich. z.B: wenn Ihr Ratgeberbücher oder Sachbücher kauft. Da holt Ihr Euch ja auch das Wissen der Besten und Bekanntesten ins Haus und in Euer Hirn. Ihr nehmt also ihre Offerte (Buch) an und verknüpft deren Wissen mit Eurem an den Intersections. Also da wo das Wissen andocken kann an Eure eigenen Erfahrungen. Cool , gell?!?

Mein Hirn ist also grad wieder ungeheuer kreativ, weil ihm assoziativ und beim Schreiben ganz nebenbei neue Erkenntnisse über sich selber , also über mich klar und bewusst werden. Ach so mach ich das.... So erspiel ich mir Chancen.

Muss ich dann mehr Klappern? Weil Klappern zum Handwerk gehört? Oder reicht das, weil ich nicht zuviel vertragen würde... Hmm... Der Ruf eines guten Handwerkers verbreitet sich doch auch durch Mundpropaganda... Funktioniert das bei mir auch? Anscheinend schon sonst hätt mich weder die Pfarrerin für ihr Gemeindeblatt noch die Uni-Dame gefunden. Lässt sich das noch steigern? A weng mehra däd no geh. Ausserdem wär es cool noch weitere Experten kennenzulernen... wobei das jeder Mensch mit seinem Erfahrungsschatz ist bzw. sein kann. Er muss nur mutig genug sein, und auf mich zugehen. Und dann ist das wieder eine Offerte... Das Leben steckt voller Offerten... aber voller solcher auch?

Mails von der Telekom und Newsletter und Spam sind ja auch Offerten... Du kannst sie annehmen, Du musst es aber nicht. Auch Kataloge... Internetseiten, Internetplattformen, echte Plattformen, der Marktplatz (auch dort kannst Du Menschen kennenlernen) aber es ist auch viel Zufall dabei. Oder kannst Du den auch positiv beeinflussen? Musst Du nur mutig genug sein und Dich trauen?

Plattformen sind ja Marktplätze , wo Ihr Euer Können zeigt. Also sind das dort auch Arbeitsproben von Euch. Und wie finden dann die "richtigen" Leute zusammen? Geschieht hier ein Wunder? Denn ich find sowas immer wunderbar! :)

In einem Forum werden die Bilder nicht angezeigt. Also nicht bei mir, bei einem Anwender. Nun mach ich noch ein wenig Anwendersupport. Ich vermute es liegt am Browser. Es könnte unter Umständen auch daran liegen, dass jpgs mit einem anderen Programm verknüpft waren, das nicht mehr installiert ist. So eine Konstellation hatte ich noch nicht. Ausser , ich hab den Link versehentlich lokal gepostet statt den Weblink zu nehmen. Das kann ich aber ausschliessen. Im Iron funktioniert es einwandfrei. Und wieder macht mein Hirn das, was es am besten kann, Datenanalyste, um anderen zu helfen ein technisches System-Problem zu beheben.

Das war jetzt eine Offerte meinerseits ihm weiterzuhelfen. Jetzt brauch ich wiederum eine Offerte und Input seinerseits damit wir weiterkommen und die Ursache gemeinsam herausfinden können. Das geschieht in einer Art "Schlagabtausch". Und das macht dann Spass weil jeder von uns beiden was dazulernt und ein Aha-Erlebnis hat. Jeder fühlt sich verstanden und wir nähern uns so einander an und stimmen uns wie bei einem Orchester aufeinander ein. Spannend gell!?

 
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